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23.07.2025 | 05:20

Banken-Crash voraus? Berater warnt vor Kreditklemme! Bank of America, Deutsche Bank, Sranan Gold

  • Banken
  • Gold
Bildquelle: pexels.com

Stresstest gut, alles gut? Banken aus den USA punkten gerade mit guten Quartalszahlen und die Stresstests, die früher mal eine Hürde waren, haben längst ihren Schrecken verloren. Doch Yerbol Orynbayev, der ehemalige stellvertretende Premierminister Kasachstans, warnt: Wenn im Zuge der im Juni bestandenen Stresstests und der guten Quartalszahlen die Regulierung großer Banken heruntergefahren würde, könnte das Regionalbanken schwächen und letztlich eine Kreditklemme auslösen. Orynbayev arbeitet als Berater für die Finanzwirtschaft und lebt seit 2017 in den USA.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: SRANAN GOLD CORP | CA85238C1086 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , BANK AMERICA DL 0_01 | US0605051046

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Inhaltsverzeichnis:


    Studie sieht Gewerbeimmobilien als Risikofaktor

    Orynbayev stellt sich damit gegen einen Trend, für den sich Teile des US-Verteidigungsministeriums euphemistisch unter dem Begriff „Regulierungsmodernisierung“ ausgesprochen haben. Demnach sollen die Kapitalanforderungen für Banken sinken, damit diese mehr Kredite vergeben können. Faktisch meint der Begriff also eher eine Deregulierung. Ob Banken ihr Mehr an Eigenkapital wirklich in Kredite oder in abstrakte Geschäfte im Investmentbanking würden, bleibt offen. Dabei gibt es gute Gründe, den Regulierungsrahmen so zu lassen, wie er ist: Eine Analyse der Florida Atlantic University zeigt, dass 59 der 158 größten Banken der USA zu mehr als 300 % ihres Eigenkapitals auf dem Markt für Gewerbeimmobilien exponiert sind. Auch die Rolle von Schattenbanken, die wenig reguliert große Risiken aufhäufen können, gilt als problematisch und wird immer wieder vom Basel-Komitee oder vom Internationalen Währungsfonds (IWF) thematisiert.

    Bank of America: Abwärtsrisiken trotz guter Zahlen

    Die aktuellen Medienberichte zeigen allerdings ein komplett anderes Bild. Einen Tag, bevor die Deutsche Bank in Frankfurt ihre Quartalszahlen vorlegt, dominieren auf den Finanzseiten die guten Ergebnisse aus den USA. Die Bank of America hat für das zweite Quartal 2025 solide Finanzergebnisse gemeldet. Der Gewinn pro Aktie lag mit 0,89 USD über der Konsensschätzung von 86 Cents. Das Nettozinseinkommen erreichte mit 14,8 Milliarden USD einen Rekordwert und auch der Eigenhandel floriert und wuchs im Jahresvergleich um 15 %. Auch wenn Analysten, wie HSBC ihr Rating zur Aktie der Bank of America anhoben, mehren sich doch auch kritische Stimmen.

    Saul Martinez von J.P. Morgan Chase nahm mit Bezug auf den US-Bankensektor gar das Wort „Abwärtsrisiken“ in den Mund. Seine Gründe: die anhaltende makroökonomische Unsicherheit, eine potenzielle Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sowie mögliche Zinssenkungen. Ein weiteres Warnsignal ist auch, dass Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft von Warren Buffett ihre Beteiligung an der Bank of America in den vergangenen Monaten reduziert hat.

    Was bringen die Zahlen der Deutschen Bank?

    Auch wenn die Zahlen der Deutschen Bank erst am 24. Juli erwartet werden, zeigt sich dort ein ähnliches Bild: Der Markt erwartet Wachstum, blickt aber auch auf Schwachstellen, wie etwa im Asset Management oder bei den Kosten. Parallel zur Erwartung guter Quartalszahlen bei Banken bleiben die großen Notenbanken vorsichtig und wollen nicht an der Regulierungs-Schraube drehen – der mögliche Konflikt mit US-Regierung könnte ebenfalls die Kurse belasten.

    Gold als Krisenwährung – Sranan Gold als spannende Alternative

    Immer wenn es bei Banken hoch hergeht, profitiert Gold. Über die letzten drei Jahre hinweg erzielte Gold eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate Rendite von rund 23 %, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum „nur“ etwa 15 % jährlich erreichte. Die Entwicklung unterstreicht, dass Gold während bestimmter Marktphasen eine Rolle als alternative Anlageklasse einnehmen kann. Forschungsergebnisse zeigen, dass das insbesondere nach besonderen Ereignissen, wie etwa dem 11. September 2001 oder der Lehman-Pleite der Fall war. Im Schlepptau von Gold können sich auch Aktien von Gold-Unternehmen gut entwickeln. Insbesondere kleinere Gesellschaften, wie Sranan Gold bieten zusätzliche Renditequellen. Wenn Goldsucher aussichtsreiche Projekte entwickeln, bewertet der Markt diese Projekte mit einem Abschlag – schließlich liegt die wirkliche Goldproduktion noch in weiter Ferne. Je wahrscheinlicher eine Produktion oder auch der lukrative Verkauf an ein größeres Unternehmen aber wird, desto realistischer schätzt der Markt den Wert der Vorkommen ein. Gerade während positiver Marktphasen für Gold können Goldaktien daher deutliche Überrenditen erzielen.

    Sranan Gold: Bodenbildung vor Bohrergebnissen

    Sranan Gold fokussiert sich in erster Linie auf das Tapanahony-Projekt, das sich über 29.000 Hektar erstreckt und sich in Suriname und damit in einem Gebiet befindet, das für seinen historischen Kleinbergbau bekannt ist. Die Erkenntnisse der lokalen Goldschürfer macht sich Sranan Gold zu Nutze und erkundet die Liegenschaften mit modernen Verfahren. In den kommenden Monaten ist ein Bohrprogramm über 10.000 Meter geplant, das in diesen Tagen vorbereitet wird. Schafft es das Unternehmen, gute Bohrergebnisse vorzulegen, könnte das zu einer Neubewertung der Aktie führen. Aktuell ist das Unternehmen mit 9,3 Mio. EUR bewertet und damit rund ein Viertel günstiger als noch vor sechs Monaten. Der positive Kursverlauf der vergangenen Woche signalisiert eine gewisse Erwartungshaltung gegenüber den bevorstehenden Explorationsergebnissen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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