Menü schließen




25.03.2025 | 05:10

BYD, 123fahrschule, RWE – Wachstum pur

  • Märkte
  • Elektromobilität
  • Automobil
Bildquelle: pixabay.com

Der chinesische Marktführer für Elektroautomobile trotzte in den vergangenen Wochen allen Widrigkeiten und schoss trotz Handelskrieg und Strafzöllen auf ein neues Allzeithoch. Steigende Absatzzahlen sowie ein anhaltendes Wachstum dürften bei BYD auch in Zukunft erwartet werden. Ebenfalls voll auf Expansion getrimmt ist der Disruptor der deutschen Fahrschulbranche, 123fahrschule. Mit der Platzierung einer Wandelanleihe sowie der Erweiterung des Vorstandes ist der Weg klar strukturiert.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: 123FAHRSCHULE SE | DE000A2P4HL9 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Plötzlicher Rücksetzer

    Lange konnte sich der chinesische Marktführer BYD gegen Hindernisse wie Strafzölle aus der EU sowie den USA stemmen. Vielmehr setzte die BYD-Aktie noch am Mittwoch der abgelaufenen Woche mit einem Allzeithoch bei 54,55 USD ein Ausrufezeichen. Doch am Freitag verfielen die Anleger in Schockstarre und das Papier brach um über 5,5 % ein. Was war passiert?

    Als einen der Gründe nannten Marktbeobachter Untersuchungen der EU in Bezug auf unrechtmäßige Subventionen aus China für eine neue Elektroauto-Fabrik von BYD in Ungarn. Beim Werk in Szeged, das noch dieses Jahr in Produktion gehen soll, bestehe laut „Financial Times“ der Verdacht, dass BYD durch die Unterstützung aus dem Reich der Mitte profitiert habe. Um welches Volumen es sich hierbei handelt, wurde jedoch nicht genannt.

    Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte die Höhe der unrechtmäßig erhaltenen Mittel entscheidend sein. Die Europäische Kommission könnte als Reaktion darauf harte Maßnahmen ergreifen. Dazu zählen möglicherweise die Aufforderung an BYD, sich von bestimmten Vermögenswerten zu trennen, Kapazitäten zu reduzieren oder die zu Unrecht erhaltenen Gelder zurückzuzahlen. Zusätzlich könnte das Unternehmen mit einer Geldstrafe belegt werden.

    Aus charttechnischer Sicht ist in jedem Fall Vorsicht geboten. Nachdem das Allzeithoch abverkauft wurde, droht im Chart nun aufgrund der Überkauftheit eine stärkere Korrektur mit dem Schließen der Aufwärtsgaps bei zunächst 47,35 USD sowie 39,77 USD. Ein Ausbruch über das Allzeithoch wäre auf der anderen Sicht ein prozyklisches Kaufsignal. Unmöglich erscheint dies nicht, brachte BYD gestern nach Redaktionsschluss seine Jahreszahlen.

    123fahrschule mit 177 % Potenzial

    Weiterhin auf Wachstum getrimmt ist die disruptive Fahrschulkette mit Fokus auf E-Learning, die sich auf die digitale Erweiterung der klassischen Führerscheinausbildung des deutschen Fahrschulmarktes fokussiert hat. Das Marktvolumen ist mit 3 Mrd. EUR riesig, mehr als 1 Mio. Führerscheinprüfungen werden im Jahr in der Bundesrepublik abgelegt.

    Bereits jetzt ist die 123fahrschule SE mit mehr als 60 Standorten der Branchenprimus im B-Segment und plant die weitere Expansion auf bis zu 200 Standorte in den nächsten Jahren, im Blick jedoch immer die Verbesserung von Cash-Flow und Profitabilität. Für die weitere Expansion wurde im vergangenen Monat eine Wandelanleihe mit einem Volumen von 3,4 Mio. EUR erfolgreich bei bestehenden Aktionären und institutionellen Investoren platziert.

    Die vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr 2024 wiesen Umsätze in Höhe von 22,8 Mio. EUR aus, ein Wachstum von 10 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBITDA drehte mit einem Plus von 0,4 Mio. EUR in den grünen Bereich. Im Jahr 2023 stand bei dieser Kennziffer noch ein Minus von 0,9 Mio. EUR. Für 2025 rechnet CEO Boris Polenske mit Erlösen in einer Spanne zwischen 28 und 30 Mio. EUR. Das EBITDA wiederum soll sich zwischen 1,5 und 2,0 Mio. EUR bewegen.

    Um die zukünftige Entwicklung der 123fahrschule SE weiter voranzutreiben, holte sich das Kölner Unternehmen mit Dr. Andreas Günther einen erfahrenen Strategen auf die Kommandobrücke. In der Vergangenheit war der neue Vorstandskollege von CEO Polenske neben der Unternehmensberatung Bain & Company als Geschäftsführer im CHECK24-Konzern und anschließend bei JUMiNGO tätig.

    Die positive Entwicklung quittierte das Analystenhaus NuWays mit der Wiederholung des Kursziels von 7,20 EUR und dem Anlageurteil „Kaufen“. Im Vergleich zum aktuellen Kurs von 2,60 EUR ergibts sich demnach ein Kurspotenzial von 177 %.

    RWE – Hedgefonds macht Druck

    Nicht nur Donald Trump macht Druck auf den Energieriesen RWE. Der US-Präsident, der untertrieben gesagt wenig vom Ausbau Erneuerbarer Energien hält, veranlasste mit seinem Dekret, die Investitionen in Ökostrom um rund 10 Mrd. EUR zu kappen. So wurde auch der Bau eines Offshore-Windprojekt in New York gestrichen.

    Forderungen kommen nun auch von Seiten der Investoren, genauer gesagt vom milliardenschweren Hedgefonds Elliott, der einen Anteil von rund 5 % an RWE erworben hat. Der unter der Leitung des bekannten Investors Paul Singer stehende, aktivistische Fonds, fordert, die Aufstockung des Aktienrückkaufprogrammes. Bereits im Herbst hatten mehrere Medien berichtet, Elliott habe sich bei RWE eingekauft. In der Folge gab der Stromversorger dann ein Rückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Mrd. EUR ab.

    Die Veröffentlichung beflügelte die RWE-Aktie und hievte den Wert auf 32,90 EUR nach oben. Aus charttechnischer Sicht konnte der weltweit zweitgrößte Entwickler von Offshore-Windparks den seit Mai 2023 etablierten Abwärtstrend durchbrechen. Die nächste markante Hürde ist der horizontale Widerstand bei 34 EUR.


    Nach dem Erklimmen eines historischen Hochs setzten beim chinesischen Marktführer bei Elektroautomobilen, BYD, Gewinnmitnahmen ein. Der Hedgefonds Elliott fordert von RWE eine Aufstockung seines Aktienrückkaufprogrammes. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sehen Analysten bei 123fahrschule Vervielfachungspotenzial.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 20.10.2026 | 05:39

    Volkswagen, Strategic Resources, Infineon – Elektroautos, Rohstoffe und Chips, drei Blickwinkel auf den Umbau der Autoindustrie

    • Volkswagen
    • Strategic Resources
    • Infineon
    • Elektromobilität
    • Lieferkette
    • Vanadium
    • Titan
    • Eisenpellets
    • grüner Stahl
    • Halbleiter
    • Chips

    Im September war in Deutschland mehr als jeder dritte Neuwagen ein reines Elektroauto. Laut Kraftfahrt-Bundesamt lag der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen bei 34,5 %. Die Autobauer müssen ihre Modelle in kurzer Zeit umstellen, und das kostet viel Geld. Doch der Umbau hört nicht am Werkstor auf. Wer Elektroautos baut, braucht verlässliche Quellen für Rohstoffe wie Vanadium, das in hochfestem, im Idealfall grünem Stahl und in Batterien steckt. Dazu kommen Leistungshalbleiter, die den Strom im Auto schalten und wandeln. Wer hier liefern kann, dem dürfte das in die Karten spielen. Wir sehen uns deshalb Volkswagen, Strategic Resources und Infineon genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 16.10.2026 | 05:20

    Power Metallic Mines, Siemens Energy, BYD – Elektroautos im Exportboom brauchen Kupfer und Strom

    • Power Metallic Mines
    • Siemens Energy
    • BYD
    • Kupfer
    • PGE
    • Nickel
    • Gold
    • Silber
    • Strominfrastruktur
    • Gasturbinen
    • Elektromobilität
    • Elektroautos
    • Internationalisierung

    180.700 Neuenergiefahrzeuge hat ein einziger chinesischer Automobilhersteller im September ins Ausland verkauft. Das sind rund 39 % seines Absatzes und mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Dahinter steckt zuerst Material, unter anderem Kupfer und Nickel für Batterie und Motor sowie Platingruppenmetalle für den Katalysator der Hybride. Dazu braucht es Strom, damit all diese Autos auch geladen werden können. Das zeigt, wie die Lieferketten aussehen müssen, damit die Elektroautos fahren können. Das spielt Rohstoffförderern und Stromerzeugern in die Karten. Wir sehen uns daher Power Metallic Mines, Siemens Energy und BYD genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Matthias Schomber vom 28.09.2026 | 05:00

    Start der extremen Renditejagd! Volkswagen und BYD vor Rebound? Globex Mining mit charttechnischem Ausbruch!

    • Royalties
    • RE Royalties
    • Volkswagen
    • autobauer
    • BYD
    • Elektromobilität
    • Elektroauto

    Jeder sucht an der Börse nach Rendite. Die Herbst-Jagd hat begonnen und auf der Suche nach Rendite-Aktien sind wir fündig geworden. Während unser heimischer Autobauer Volkswagen mitten in einem schwierigen und teuren Umbau steckt, drängt der chinesische Konkurrent BYD mit Macht und klugen Preisstrategien auf den europäischen Markt. Bei beiden Aktien könnte jetzt eine Reboundchance lauern. Doch nicht nur bei den Autobauern gibt es interessante Entwicklungen, sondern auch bei kleineren Unternehmen, die nicht unbedingt im Fokus stehen, sollte man genauer hinschauen. Das Rohstoffunternehmen Globex Mining bringt sich nicht nur operativ in Stellung, sondern auch charttechnisch ist der Ausbruch über einen wichtigen Widerstandsbereich gelungen. Wir werfen einen Blick auf diese drei Aktien, bewerten die Rendite-Chancen und deren aktuelle Lage.

    Zum Kommentar