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09.02.2023 | 05:05

BYD, American Lithium, Altech Advanced Materials: Aktien im Rallymodus

  • Elektromobilität
  • Technologie
Bildquelle: BYD Company Limited

Die Rally zum Jahresanfang an den Börsen hat viele Anleger überrascht. Zu den Gewinnern gehören die Aktien von BYD, American Lithium, Altech Advanced Materials AG. Alle drei weisen bereits nach den ersten Wochen deutlich zweistellige Kurssteigerungen auf. Und die Chancen stehen gut, dass sich die positiven Entwicklungen fortsetzen werden. Denn sie profitieren vom Boom der Elektromobilität. BYD setzt im laufenden Jahr stark auf die Auslandsexpansion außerhalb des Heimatmarktes China. In Indien wurden jetzt die ersten Fahrzeuge ausgeliefert. In Zukunft könnten die Batterien des chinesischen Autobauers Lithium von American Lithium enthalten. Jedenfalls hat das kanadische Unternehmen eine vielversprechende Ressourcenschätzung veröffentlicht und der IPO der Uran-Sparte kann zum nächsten Kurstreiber werden. An einer komplett neuen Batterien-Generation arbeitet Altech Advanced Materials gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut. Die Altech-Aktie wird von mehr und mehr Anlegern entdeckt. Die Marktkapitalisierung ist nicht hoch.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , AMERICAN LITHIUM | CA0272592092 , ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A2LQUJ6

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Inhaltsverzeichnis:


    Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
    "[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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    Altech: Mit Fraunhofer zum neuen Batteriestandard?

    Mit rund 40 Mio. Euro wird die Altech Advanced Materials AG derzeit bewertet. Dies erscheint nicht zu viel, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen mit Sitz in Heidelberg an einem neuen Standard bei Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität arbeitet. In einem ersten Schritt soll eine neu entwickelte Beschichtungstechnologie dabei helfen, die bisher üblichen Kapazitätsverlust von Batterien zu verhindern. Die entsprechenden Patente in den Kernmärkten sind vorhanden und der Bau der Pilotanlage in Sachsen läuft bereits.

    Richtig spannend ist der zweite Schritt: Künftig will Altech auch im Bereich der Festkörperbatterien für den stationären Batterieeinsatz mitmischen. Dafür wurde im September 2022 ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme gegründet. Gemeinsames Ziel ist die kommerzielle Produktion von Natrium-Aluminiumoxid-Festkörperbatterien. Diese benötigen weder Lithium, Graphit, Kupfer noch Kobalt. Es wurden bereits Gespräche mit potenziellen Großkunden geführt, um Anforderungsprofile für die CERENERGY Natrium-Aluminiumoxid-Festkörperbatterien zu erstellen. CERENERGY-Batterien verwenden Kochsalz und sind feuer- und explosionssicher, haben eine Lebensdauer von mehr als 15 Jahren und funktionieren auch in extrem kalten und heißen Klimazonen. Die erste Produktionslinie soll eine Leistung von 100 MWh p. a. umfassen. Fraunhofer schätzt, dass die Kosten für die Herstellung von CERENERGY-Batterien rund 40% niedriger gegenüber den aktuell genutzten Lithium-Ionen-Batterien liegen werden. Das Marktvolumen ist riesig: Altech erwartet, dass der Markt für Netzspeicher in den kommenden Jahrzehnten jährlich um ca. 28% wachsen und im Jahr 2027 ein Volumen von 15,1 Mrd. USD erreichen wird – Tendenz weiter steigend. Zwar liegt der Anteil von Altech an dem Joint Venture „nur“ bei 18,75%, aber dies lässt die aktuelle Marktkapitalisierung dennoch attraktiv erscheinen.

    Veranstaltungstipp: Altech wird in der kommenden Woche (15. Februar 2023) auf dem 6. International Investment Forum präsentieren. Die Anmeldung zum virtuellen Event ist kostenlos.

    BYD: Erste Auslieferungen in Indien

    Derzeit setzt BYD in seinen E-Autos noch auf Lithium-Ionen-Batterien aus eigener Produktion. Gemäß dem Marktforschungsunternehmen SNE Research ist BYD inzwischen einer der weltweit größten Hersteller von Batterien für E-Autos. Im Jahr 2022 wurden insgesamt Batterien mit einer Leistung von 70,4 GWh ausgeliefert. Dies entspricht einem Anstieg um 167,1% gegenüber dem Vorjahr. Der globale Marktanteil liegt bei 13,6% und damit teilt man sich mit LG Energy Solutions Platz zwei. Marktführer ist mit 37% weiterhin CATL.

    Der Atto 3 soll auch in Deutschland zum Erfolg beitragen Quelle: BYD Company Limited

    Allein durch den Verkauf der eigenen E-Autos sollte auch die Batterieproduktion von BYD weiter zulegen. Denn bisher verkaufen die Chinesen ihre Fahrzeuge fast ausschließlich im Heimatland. Dies soll sich 2023 ändern. Und dafür gibt man Gas. Nachdem in Indien bereits 200 Mio. USD investiert wurden, wurden im Januar die ersten Fahrzeuge – über 340 Stück – des neuen SUVs Atto 3 ausgeliefert. Das kompakte E-SUV verfügt über eine Batteriekapazität von 60,48 kWh und eine Reichweite von 480 km. Als Volumenmodell soll der Atto 3 dazu beitragen, die ambitionierten Ziele von BYD in Indien zu erreichen. So will man dort bis 2030 einen Marktanteil von rund 40% bei E-Autos erreichen. Insgesamt hat sich der Atto 3 weltweit bereits über 250.000 Mal verkauft. Allein im Januar wurden rund 23.000 Stück ausgeliefert. Auch in Deutschland kann das SUV bereits bestellt werden.

    American Lithium: Nächster Kurstreiber in der Pipeline

    Mit dem Boom der E-Autos steigt auch die Nachfrage nach Lithium. Von diesem größer werdenden Kuchen möchte sich künftig American Lithium ein Stück abschneiden. So verfügt das Unternehmen über jeweils ein Lithium-Projekt im US-Bundesstaat Nevada (TLC) und in Peru (Falchani). Die Aktie des kanadischen Explorationsunternehmens gehört mit einem Anstieg von über 60% auf derzeit 3,35 EUR zu den Highflyern des noch jungen Börsenjahres 2023. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum Jahreswechsel sorgte die Notierung der Aktie an der US-Börse NASDAQ für zusätzliche Nachfrage. Außerdem haben Anleger auf die Machbarkeitsstudie (PEA) zum TLC-Projekt spekuliert. Inzwischen liegt die PEA vor und hat die Erwartungen erfüllt. Demnach liegt der Wert des Projekts deutlich über der aktuellen Marktkapitalisierung. So soll die Erz-Verarbeitung schrittweise von zunächst 4,4 Mio. t pro Jahr auf 8,8 Mio. t gesteigert werden. Zudem hat sich das Potenzial ergeben, auch hochreine Magnesiumsulfate als Nebenprodukte für die Landwirtschaft herzustellen. Aufgrund der heftigen Spekulationen vor der Veröffentlichung reagierte die Aktie in den vergangenen Tagen nicht. Allerdings gab es auch kein „sell on good news“.

    Vielleicht weil der nächste Kurstreiber bereits in der Pipeline ist: So soll das Uran-Projekt von American Lithium in Peru in den kommenden Monaten an die Börse gebracht werden. Denn der Wert des Macusani-Projekts spiegele sich nicht vollständig im Unternehmenswert wider. Der IPO soll dies ändern. Zudem kann American Lithium Mittelzuflüsse nutzen, um die Lithium-Projekte in Produktion zu bringen. Auch ein Verkauf des Unternehmens dürfte erleichtert werden, da gerade Produzenten von Batterien oder E-Autos kaum an einem Uran-Projekt interessiert sein dürften.


    Bei American Lithium dürften die kommenden Monate weiter spannend bleiben. Kursrückgänge sind zwar jederzeit möglich, aber nicht nur der IPO des Uran-Geschäfts könnte zum neuen Kurstreiber werden. Auch Altech Advanced Materials stehen die Chancen für weitere Kurssteigerungen gut. Die Errichtung der Pilotanlage läuft und vielleicht kann man ja bald die ersten Bestellungen vermelden. Auch BYD bietet als einer der führenden E-Auto-Hersteller genug Stoff für Kurssteigerungen. Allerdings warnen Experten, dass das Jahr 2023 für Autohersteller insgesamt schwieriger werden dürfte.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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    • Zink
    • Rohstoffe
    • Industriemetalle
    • Stahl
    • Stahllegierung
    • Elektromobilität
    • Batterien

    Das Jahr 2025 stand im Zeichen stark anziehender Preise für Rohstoffe. Dazu zählten Edelmetalle, allen voran Silber, kritische Rohstoffe aber auch Industriemetalle wie Kupfer. Unter dem Strich ist die Rallye in diesem Jahr an Zink vorbeigegangen. Zu hohen Preisen im Januar gestartet, hat die Notierung des volatilen Industriemetalls im Jahresverlauf um rund 10 % nachgegeben. Zink findet Anwendung in einem breiten Spektrum in Industrie und Technologie: Als Korrosionsschutz bei Stahl, über Legierungen bis hin als Elektrodenmaterial für bestimmte Batterietypen. Da die langfristigen Wachstumstreiber intakt sind, bietet ein Investment in Zink gute Chancen. Gesellschaften, wie Pasinex Resources, die über hochgradige Vorkommen verfügen und dadurch weit überdurchschnittliche Margen erzielen können, sind zu favorisieren.

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