06.01.2026 | 04:15
Auf und nieder: Verdoppler und Halbierer unter sich! BYD, VW, DroneShield und Power Metallic Mines
Und schon wieder geht es in die Vollen. Hatte das letzte Jahr in Sachen Rendite für KI-, Rüstungs- und Silbertitel ein Sonnenschein-Szenario gezeigt, so laufen diese Titel im neuen Jahr sogar noch weiter. Gerüchte über eine physische Silberknappheit wurden jetzt von Lagerstellen der Terminbörsen bestätigt. Damit könnte sich die „Oneway-Bewegung“ bei strategischen Metallen fortsetzen. Gerüchteweise dehnt sich die Nicht-Verfügbarkeit sogar auf eine Reihe von Industriemetallen aus. Denn China reguliert als größter Produzent dieser Rohstoffe seine Exporte und lenkt Ressourcen zur eigenen Industrie um. Vieles ist nicht spruchreif, die jüngste Kursexplosion auf über 12.000 USD bei Kupfer spricht aber Bände. Anleger sollten ihre Allokationen diversifiziert verstärken, um bei den wichtigsten Events dabei zu sein!
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Wir wissen ganz genau, was wir tun und setzen eine für uns bewährte Technologie industriell anwendbar und skalierbar um. [...]" Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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DroneShield – Nach 80 % Verlust wieder 100 % Aufwärts
Der australische Drohnenabwehr-Spezialist gerät nicht mehr aus dem Fokus. Starke Verkäufe von Insidern und Mitarbeitern hatten den Kurs von September bis Ende November von 3,78 auf unter 0,80 EUR – das ist ein Verlust von 80 % von oben. Anleger, die auf einen florierenden Defense-Sektor hofften, wurden von Mitarbeitern und Firmengründern verprellt, denn die nutzten das Erreichen gewisser Umsatzhürden für private Gewinnmitnahmen, während auf NATO-Ebene über die Notwendigkeiten im Drohnen-Sektor diskutiert wurde. Im Nachhinein könnte man natürlich sagen: Was für eine Kauf-Gelegenheit! Doch wir geben zu bedenken: Im September wurde auch bekannt, dass bei Erreichen weiterer Umsatzhürden wieder viele Aktien zum Verkauf anstehen. Damit könnte sich das Szenario sogar noch einmal wiederholen. Wer also im Bereich von 1 EUR oder tiefer zum Zug kam, sollte sich vielleicht über die Kursverdopplung freuen und der nächsten Verkaufswelle zuvorkommen. Die Meldung eines 8 Mio. AUD Militär-Auftrags bei einem Jahresvolumen 2025e von geschätzten 250 Mio. AUD verbuchen wir unter Window-Dressing zum Jahresende. Ziehen sie ihre Stopps auf 1,88 EUR nach.
Power Metallic Mines – Im internationalen Wettlauf vorne dabei
Der KI-Boom belastet die Energie-Infrastruktur. Denn global betrachtet, entstehen neue KI‑Cluster und Cloud‑Center im Wochentakt. Initiatoren suchen händeringend nach Regionen mit reichlich erneuerbarem Strom, doch ohne Speicher und Übertragungs-Netze bliebe ein großer Teil dieser grünen Energie für einen 24/7‑Betrieb unbrauchbar. Studien zur langfristigen Dekarbonisierung gehen davon aus, dass Netze mit hohen Anteilen von Wind, Wasser und Solar einen Speicheranteil in der Größenordnung von mehreren Terawattstunden benötigen, um Versorgungslücken über Stunden und Tage zu schließen und gleichzeitig Datenzentren und Elektromobilität zu versorgen. Der Long Duration Energy Storage Council etwa hält bis 2040 weltweite Investitionen von bis zu 3 Billionen USD für nötig, um 1,5 bis 2,5 TW an Langzeitspeichern zu installieren. Wer in diesen Kategorien denkt, braucht Zugang zu elektrischen Metallen.
Dass Power Metallic in diesem Umfeld genauer beobachtet werden sollte, liegt auf der Hand. Das Explorationsunternehmen aus Québec hat sich in einem zunehmend angespannten Rohstoffumfeld klar positioniert. Denn CEO Terry Lynch steuert die Expansion gezielt auf jene Zukunftsmetalle, die für Elektromobilität, Wasserstofftechnologien und Hightech-Komponenten unerlässlich sind. Ein entscheidender Wachstumsschritt war der Zukauf von über 300 zusätzlichen Claims rund um das Nisk-Projekt, wodurch sich die Explorationsfläche deutlich erweiterte. In einer Region, die politisch stabil, bergbaufreundlich und bekannt für ihre solide Infrastruktur ist.
Wettbewerbsentscheidend ist die makroökonomische Lage. Denn laut aktuellen Marktanalysen der International Energy Agency (IEA) droht ab 2027 ein strukturelles Nickeldefizit von bis zu 15 %, während die weltweiten Kupfervorräte auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gefallen sind. Beides sind unverzichtbare Rohstoffe, auf die Power Metallic gezielt setzt. Für 2026 stehen die Zeichen auf Sturm. Denn Power Metallic erweitert seine Explorationspipeline mit Projekten wie Nisk East und den Hydro Lands, welche als geologisch vielversprechende Erweiterung des bestehenden Systems gelten. Besonders spannend bleibt das Lion-Tiger-Deep-Ziel, dort deuten starke geophysikalische Signale auf bisher unerforschte Sulfidzonen hin. Dank einer soliden Finanzbasis kann Power Metallic nun modernste Technik einsetzen, um seine Projekte zu beschleunigen.
Zum Jahresende gab es einen Bewertungssprung, als Reaktion auf vermutete Short-Attacken im Dezember. Wer hier nicht schnell genug eindecken konnte, sieht sich nun einer 60 % höheren Marktkapitalisierung von 300 Mio. CAD gegenüber. Noch rund 50 % fehlen zum alten Hoch vor 12 Monaten bei ca. 2,00 CAD. Wer noch nicht investiert ist, sollte nicht zaudern.
CEO Terry Lynch gab einen Überblick zum aktuellen Stand der Explorationsarbeiten in Québec im letzten International Investment Forum (www.ii-forum.com) vom 3. Dezember. Hier geht´s zum Video.
BYD versus VW – Das Jahr 2026 wird zur Bewährungsprobe
Ebenso stark von Lieferketten und internationalen Beziehungen abhängig sind die internationalen Automobilhersteller. Im Fokus steht immer wieder das chinesische Hochtechnologie-Unternehmen BYD. Bei vielen Anlegern nur als E-Mobilitäts-Lieferant bekannt, produziert man seit einigen Jahren bereits Chips und Batterien im eigenen Haus. Das macht das Unternehmen robust gegenüber zahlreichen Verwerfungen, deren sich z. B. der Wolfsburger Konzern VW ausgesetzt sieht. Zwar konnte der VW-Kurs in 2025 netto um 15 % zulegen, das Startniveau lag aber auf einem 15-Jahrestief von ca. 83 EUR. Ganz anders lief es bei BYD. Mit Kursen um 17,50 EUR erreichte das dynamische Unternehmen im Mai 2025 seinen vorläufigen Höchststand, dann kam es zu kräftigen Gewinnmitnahmen. BYD eröffnet im laufenden Jahr sein Werk in Ungarn, gleichzeitig geht VW in Spanien in die Batterie-Offensive. Aus Anlegersicht ist BYD mittlerweile mit 100 Mrd. EUR Marktkapitalisierung doppelt so hoch bewertet wie VW. Dafür liegen die vergleichbaren KGVs für 2026e bei 11 bzw. 5. Aus strategischer Sicht wird BYD mit einer Verdoppelung seines Händlernetzes ordentlichen Druck ausüben, die deutsche Automobilschmiede aus Wolfsburg hat sich aber entschlackt und für einen offenen Kampf gegen China positioniert. Wer den Rendite-Wettlauf in 12 Monaten gewinnt, liegt somit in den Sternen. Diversifizierende Anleger ziehen beide Philosophien in Betracht!

Beispiele für schillernde Börsenbewegungen gibt es in jüngster Zeit viele. Durch den starken Maschinen-Einsatz und KI-Analyse-Systemen ist der Mensch auch schon längst nicht mehr im Vorteil, denn man kann sein Handeln antizipieren. Eine gute Diversifikation ist daher zur Mutter der Porzellankiste geworden.
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