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09.04.2021 | 04:54

BYD, Kleos Space, SAP – das Erdöl der Zukunft!

  • Big Data
Bildquelle: pixabay.com

Daten sind in der heutigen Zeit ein extrem wichtiger Rohstoff. Big Data, das Auswerten und die Aufbereitung großer Datenmengen mittels künstlicher Intelligenz, wird in den nächsten Jahren mit ziemlicher Sicherheit eines der Hype-Themen an den Märkten. Noch steht die Entwicklung am Anfang. Doch sieht man bereits jetzt an den wenigen börsennotierten Unternehmen, wie dem US-Datenanalyse-Spezialisten Palantir Technologies, die enormen Wachstumsraten und den Bedarf an intelligenten Daten für fast jede Branche. Neben Palantir, das aktuell knapp 50 Mrd. USD Börsenwert vorweist, gibt es kleinere Player mit Riesenpotenzial.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: AU0000015588 , HK0285041858 , DE0007164600

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Inhaltsverzeichnis:


    Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited
    "[...] Wir haben ein starkes Management-Team und alle von uns haben bei globalen Medien- und Technologieunternehmen gearbeitet, bevor sie sich für Aspermont entschieden haben. [...]" Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited

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    Schnelle Entwicklung

    Um diesen Börsenwert zu erreichen benötigte Palantir, das 2003 gegründet wurde, knapp 17 Jahre. Erst im vergangenen Jahr ging man an die Börse und öffnete sich dem breiten Publikum. Bereits an den Börsen in Sydney und Frankfurt ist der 2017 gegründete Satellitenbetreiber Kleos Space gelistet. Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 57 Mio. EUR, das Potenzial ist jedoch enorm. So hat sich Kleos Space darauf spezialisiert, Nanosatelliten ins All zu schießen, um die Erde nach Radiofrequenzsignalen für die Geolokalisierung zu scannen. Dadurch werden Bereiche sichtbar, die man aus der Erdperspektive nicht erkennen kann. Die hochsensiblen Daten, die die Australier generieren, sollen Kunden im Abo-Modell angeboten werden.

    Aktuell konzentriert sich das Unternehmen mit seinen vier im All befindlichen Satelliten auf den maritimen Bereich. So können sich Reedereien mit den analysierten Daten vor Piraterie auf offener See schützen. Weitere potenzielle Klienten sind Behörden und Staaten, die unzulässige Aktivitäten wie Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel auf den Weltmeeren identifizieren können.

    Großes Kundenpotenzial

    Um das Forschungsgebiet zu erweitern und die Datenqualität zu verbessern, soll im Sommer das zweite Cluster, das aus vier Nanosatelliten besteht, ins All geschossen werden. Damit will Kleos Space eine verbesserte Abdeckung der Erde näher am Äquator liefern. Zum Ende des Jahres ist das dritte Cluster geplant, um weitere Regionen der Erde zu erkunden. Dies dient natürlich immer dazu, durch die größere Abdeckung der Regionen und der besseren Datenqualität, für mehr Kunden attraktiver zu werden.

    Im Moment liegen bereits über 150 Kunden in der Datenbank, die den Service der Australier nutzen wollen. Kleos Space befindet sich in einem äußerst lukrativem Marktsegment. Schafft es das Unternehmen, die Daten intelligent aufzubereiten und zu monetarisieren, kann sich hier langfristig ein potenzieller Vervielfacher entwickeln, jedoch immer mit der Gewissheit, dass es in der Entwicklung noch größere Hindernisse geben kann.

    Klarer Sieger

    Den Platz an der Sonne als größter Elektroautobauer Chinas konnte der Technologiekonzern BYD im März locker verteidigen. Insgesamt setzte das von Warren Buffett mitfinanzierte Unternehmen im vergangenen Monat 40.817 Fahrzeuge ab, ein Riesensprung zum Vorjahreszeitraum von 30.599 Units. Im Segment New Energy Vehicle, das hauptsächlich aus Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen besteht, wurden gesamt 24.218 Fahrzeugen, mehr als doppelt so viele wie im Vormonat mit 10.355 Units, an den Kunden gebracht. Somit deklassierte das „build your dream“-Unternehmen die chinesische Konkurrenz deutlich und verkaufte mehr Elektrofahrzeuge als die Konkurrenz um Nio, Xpeng und Li Auto zusammen.

    Positive Nachrichten gab es für BYD auch von der US-Tochter zu vermelden. BYD, das in den Vereinigten Staaten bereits erfolgreich in den Segmenten Elektrobusse und LKWs agiert, erweitert sein Netzwerk und konnte nun auch mehrere Vertriebskooperationen für Elektro-Gabelstapler abschließen. Mit drei regionalen Großhändlern wurden Händlerverträge geschlossen. Die Flurförderfahrzeuge von BYD vereinfachen den Betrieb, indem sie eine Ein-Batterie-Mehrschichtlösung anbieten.

    Schließt die Lücke?

    Ende Oktober kam der Software-Spezialist SAP durch die Verkündung von enttäuschenden Zahlen für das dritte Quartal unter Druck. Der Aktienkurs fiel deutlich, zeitweise unter die 90 EUR-Marke. Die aktuelle Erholung führte den Kurs auf gestern 111 EUR, in die Nähe der 200-Tagelinie und kurz vor dem Widerstand bei 112 EUR. Gelingt hier ein signifikanter Durchbruch ist das beschriebene Abwärts-Gap bei knapp unter 125 EUR die nächste Zielmarke. Positiv auf das Erreichen des Kursziels sind die Analysten der Baader Bank. So belassen die Experten das Urteil auf „kaufen“ und vergeben ein Kursziel von 134 EUR. Mitte der Woche konnte zudem ein Prestigeauftrag vom Suchmaschinenriesen Google vermeldet werden. Hier konnten die Walldorfer den Konkurrenten Oracle ausstechen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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    Das Börsenumfeld für Wachstums-Aktien hat sich deutlich eingetrübt. Steigende Inflation, wachsende Zinsen und Rezessionsängste sorgen für Unsicherheit bei den Anlegern. Gelingt es, wie viele Experten vermuten, die Inflation 2023 deutlich einzudämmen, dann dürfte der Gegenwind bei den Growth-Titeln nachlassen. Schon heute spekulieren erste Anleger darauf und nutzen die Gunst der Stunde um sich Wachstumstitel ins Depot zu legen, die in Zukunft dann wieder durchstarten werden. Als Investor sollte man sich fragen, ob man bereit ist eine Aktie mindestens zehn Jahre zu halten. Denn der Weg bis zum Börsenstar, der hohe Gewinne einfährt, ist oftmals weit. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die das Zeug dazu haben ihren Aktionären in Zukunft Freude zu bereiten.

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