Menü schließen




16.08.2023 | 05:00

BYD, Nel ASA und First Phosphate: Diese Aktien versprechen Spannung!

  • Elektromobilität
  • Batteriemetalle
  • Rohstoffe
  • Wasserstoff
Bildquelle: Fang Cheng Bao

Spannung bei BYD. Konkurrent Tesla dreht in China weiter an der Preisschraube und beim Zukunftsthema autonomes Fahren gibt es eine Überraschung. Glauben die Chinesen wirklich nicht an Technologie, in die andere Konzerne Milliarden investieren? Dagegen gibt BYD bei der weltweiten Expansion Vollgas und präsentiert ein neues Fahrzeug. Spannend liest sich auch die jüngste Meldung von First Phosphate. So hat die wirtschaftliche Bewertung des Projekts zur Gewinnung und Aufbereitung von Phosphat für die Produktion von Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien einen Kapitalwert von 795 Mio. CAD ergeben. Dem steht eine Marktkapitalisierung von rund 18 Mio. CAD gegenüber. Nel ASA bringt immer noch 1,8 Mrd. EUR auf die Börsenwaage. Analysten sehen bei den Norwegern kein Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: FIRST PHOSPHATE CORP | CA33611D1033 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    First Phosphate: Wirtschaftliche Bewertung überzeugt

    Um unabhängig von Importen zu werden, fördert die US-Regierung in den kommenden Jahren massiv den Aufbau der heimischen Batterieproduktion. Davon profitiert First Phosphate als Zulieferer eines wichtigen Rohstoffes. Auf insgesamt 1.500 km² besitzen die Kanadier in Quebec Gebiete mit sehr ausgeprägten Phosphatvorkommen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um reinstes magmatisches Anorthosit-Phosphatgestein. Die kürzliche veröffentlichte vorläufige wirtschaftliche Bewertung ("PEA") für das Konzessionsgebiet Lac à l'Orignal bestätigt die Aussagen des Managements.

    Die Zahlen sind beeindruckend: Demnach würden die Ressourcen der Mine ausreichen, um innerhalb von 14,2 Jahren durchschnittlich 425.000 t an aufbereitetem Phosphatkonzentrat (P2O5-Gehalt über 40 %), 280.000 t Magnetit und 97.000 t Ilmenit produzieren zu lassen. Damit würde sich für das Projekt über die Lebensdauer ein Kapitalwert (NPV) von 795 Mio. CAD (interner Zinsfuß von 21,7 %) vor Steuern und von 511 Mio. CAD (interner Zinsfuß von 17,2 %) nach Steuern von 511 Mio. CAD ergeben. In den ersten 5 Jahren ließe sich ein
    Cashflow von 567 Mio. CAD nach Steuern generieren.
    Genug, damit sich das Projekt bereits in diesem Zeitraum amortisieren würde.

    First Phosphate Präsident Peter Kent: "Wir sind mit den Ergebnissen dieser vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung unseres Konzessionsgebiets Lac à l'Orignal und deren rechtzeitigen Fertigstellung sehr zufrieden. Unsere Strategie, die Investitionskosten niedrig zu halten und die Minengröße zu kontrollieren, spiegelt diese Ergebnisse der PEA sehr gut wider." Damit kommt First Phosphate seinen Zielen einen wichtigen Schritt näher. So soll gemeinsam mit Partnern eine vertikale Integration von der Mine bis zur wertschöpfenden Produktion von gereinigter Phosphorsäure und aktivem LFP-Kathodenmaterial für die nordamerikanische LFP-Batterieindustrie aufgebaut werden.

    BYD: Preiskampf in China und kein BYD-Robotaxi

    BYD kämpft derzeit an vielen Fronten. Während der chinesische Elektroautohersteller die weltweite Expansion vorantreibt, forciert Rivale Tesla den Preiskampf im Heimatmarkt. Und Medienberichten zu Folge glaubt das Unternehmen nicht an eines der Hype-Themen für die Zukunft. So soll das autonome Fahren in den kommenden Jahren eigentlich den Markt auf den Kopf stellen. Um sich einen Teil des Kuchens zu sichern, investieren Auto- und Tech-Konzerne Milliarden in die Entwicklung autonom fahrender Fahrzeuge. Doch BYD scheint von den Perspektiven nicht überzeugt zu sein. Denn wie die South China Morning Post berichtet, will der Konzern die Kooperation in diesem Bereich mit dem Internetkonzern Baidu beenden. Demnach sehe BYD keine unmittelbaren Chancen für selbstfahrende Technologien im Massenmarkt. Dieser Schritt würde nicht völlig überraschend kommen, so hatte sich ein BYD-Sprecher im Rahmen der Shanghai Auto Show bereits skeptisch geäußert. Völlig autonomes Fahren sei „im Grunde unmöglich“. Damit geht BYD einen anderen Weg als praktisch alle anderen Autobauer. Gerade erst hat die US-Stadt San Francisco den Test von Robotaxis ausgeweitet. Die Tochterunternehmen von Alphabet und General Motors dürfen ihre Fahrdienste rund um die Uhr im gesamten Stadtgebiet anbieten. Doch prompt gab es Probleme: So fielen zahlreiche Fahrzeuge der GM-Tochter Cruise aus. Dafür wurde ein Musikfestival in der Stadt verantwortlich gemacht. „Bei einem großen Festival kam es zu Einschränkungen der Mobilfunkverbindung, was zu einer verzögerten Verbindung zu unseren Fahrzeugen führte. Wir arbeiten aktiv an Lösungen, um zu verhindern, dass dies noch einmal passiert“, teilte GM mit.

    Während BYD also beim autonomen Fahren auf die Bremse tritt, gibt man bei der Expansion weiter Vollgas. Während der Markteintritt auf den Philippinen läuft, startet der Konzern in China mit der Untermarke Fang Cheng Bao. Das erste Fahrzeug wird der SUV Leopard 5 sein. Der vollelektrisch angetriebene Wagen soll über eine Leistung von 500 KW und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden verfügen. Der Verkaufspreis soll bei 400.000 CNY beginnen. Erste Fahrzeuge sollen noch 2023 ausgeliefert werden.

    Die BYD-Aktie befindet sich seit Anfang August im Korrekturmodus. In den vergangenen Tagen hatten Preisreduzierungen von Tesla in China zu weiterem Druck auf den BYD-Kurs geführt.

    Nel ASA: Kein Kurspotenzial?

    Wenig Grund zu Freude haben derzeit auch Aktionäre von Nel. Die Aktie des Wasserstoff-Spezialisten ist charttechnisch schwer angeschlagen und notiert mit 1,04 EUR nur knapp über dem Jahrestief. Insgesamt läuft die Aktie sei Anfang 2022 seitwärts. Allerdings ist der Korridor mit 1,80 EUR bis 1 EUR groß und die Schwankungen heftig. Von Seiten der Analysten hatte sich zuletzt J.P. Morgan zu Wort gemeldet. Die Analysten glauben nicht, dass Nel im kommenden Jahr die schwarzen Zahlen erreichen kann. Stattdessen wurden die Prognosen für das laufende und das kommende Jahr sogar reduziert. Die Analysten stufen die Nel-Aktie mit „Neutral“ ein und reduzierten das Kursziel leicht von 12 auf 11,40 NOK.


    Bei allen drei Aktien wird es spannend: Operativ hat First Phosphate bisher überzeugt und die jüngste wirtschaftliche Bewertung ist vielversprechend. Dennoch hat sich der Aktienkurs im laufenden Jahr mehr als halbiert. Damit ergibt sich eine günstige Einstiegschance, denn bei einem weiterhin positiven Newsflow sollte das Jahreshoch von 1 CAD für die Aktie erreichbar sein. Dagegen kämpft Nel mit der weiterhin hohen Bewertung von rund 1,8 Mrd. EUR und hohen Verlusten. Bei BYD kommt es stark darauf an, ob die internationale Expansion gelingt und wer aus dem Preiskampf in China als Gewinner hervorgeht.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Mario Hose vom 10.03.2026 | 04:25

    Explosive Aussichten für Petrobras (Petroleo), Barrick Mining und Power Metallic Mines! 3 Aktien, die den Markt aufmischen!

    • Polymetalle
    • Kupfer
    • Gold
    • Platin
    • Rohöl
    • quebec
    • Rohstoffe
    • Gewinneraktien

    Der Rohstoffsektor erlebt gerade einen sehr spannenden Umbruch. Auf der einen Seite stehen die großen Konzerne mit ihren Milliarden-Gewinnen. Auf der anderen Seite drängt ein kleineres Unternehmen namens Power Metallic Mines mit Ergebnissen nach vorne, die selbst erfahrene Geologen überraschen. Zudem sind namhafte Investorenlegenden mit an Bord. Es geht heute nicht mehr nur darum, wer am meisten fördert. Es geht darum, wer auch eine kluge Strategie hat. In einer Welt, die dringend Batteriemetalle und Öl braucht und gleichzeitig Gold als sicheren Hafen sucht, müssen sich auch die Großen beweisen. Wer nicht liefert, kann schnell von kleineren, spezialisierten Unternehmen überholt werden. Dieser Bericht erklärt, warum die Entdeckungen in Quebec die Branche aufhorchen lassen und was die Zahlen der Großkonzerne für Anleger bedeuten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.03.2026 | 05:00

    Energieschock? Hier ist die Lösung! Das Potenzial von Linde, Veolia und AHT Syngas

    • Synthesegas
    • Wasserstoff
    • dezentrale Energieversorgung
    • Energiepreisschock

    Börse und Wirtschaft sind volatiler denn je. Gründe sind die militärische Eskalation im Nahen Osten und die faktische Sperrung der Straße von Hormus. Mit Rohölpreisen, die die Marke von 90 USD je Barrel überschritten haben und laut Analysten in einem anhaltenden Krisenszenario auf über 150 USD steigen könnten, steht die Industrie vor einer ernsten Herausforderung. In diesem Umfeld wandelt sich auch die Dynamik der Energiewende: Dekarbonisierung ist für Unternehmen nicht mehr nur ein regulatorisches Ziel, sondern Überlebensstrategie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit geworden. Während der Industriegase-Konzern Linde durch seine Expertise in der Wasserstofflogistik das technologische Rückgrat der Dekarbonisierung bildet, sichert Veolia Environnement durch das Management globaler Stoffkreisläufe Ressourcen und generiert sogar krisenfeste Cashflows. Gut zu den genannten Unternehmen passt auch AHT Syngas, dessen Vergasungsanlagen industrielle Abfallströme direkt am Ort ihrer Entstehung zu kostengünstigem Synthesegas und grünem Wasserstoff umwandeln – eine dezentrale Technologie, die heute mehr denn je einen Nerv trifft.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.03.2026 | 05:00

    Afrikas härteste Währung: Neue Perspektiven durch Barrick Mining, Compass Gold und Desert Gold

    • Afrika
    • Rohstoffe
    • Gold
    • Mali

    Im afrikanischen Bergbau vollzieht sich derzeit ein spürbarer Wandel, bei dem Bodenschätze zunehmend als die härteste Währung des Kontinents verstanden werden. Diese Entwicklung wurde auf der African Mining Indaba im Februar dieses Jahres in Kapstadt durch die Vision einer "Bank of African Settlements" untermauert. Das erklärte Ziel dieser Initiative ist es, Bodenschätze als bankfähige Werte zu etablieren, um die Abhängigkeit von volatilen Fiat-Währungen wie dem US-Dollar zu reduzieren. Für afrikanische Staaten ist dies eine direkte Antwort auf die harte Realität, in der lokale Währungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten bis zu 900 % gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren haben. Gleichzeitig stützen Marktdaten diesen Trend, da die Goldbestände ausländischer Zentralbanken erstmals seit dem Jahr 1996 die Bestände an US-Staatsanleihen übertreffen. Zusammen mit dem Streben nach politischer Selbstbestimmung und einer verlässlichen Infrastruktur eröffnet dieser Wandel Anlegern lukrative Perspektiven. In diesem Umfeld festigt der Branchenriese Barrick Mining die industrielle Basis in Mali, während aufstrebende Explorer wie Compass Gold und Desert Gold gezielt nach neuen Vorkommen suchen.

    Zum Kommentar