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26.01.2026 | 05:45

Der strategische Schachzug – Wie American Atomics den Brennstoff für das KI-Zeitalter sichert

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Bildquelle: pixabay.com

Die Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt, doch ihr gewaltiger Energiehunger droht, die Stromnetze an ihre Grenzen zu bringen. Tech-Giganten stehen vor der fundamentalen Frage, wie man Rechenzentren zuverlässig mit sauberem Strom versorgt. Die Datencenter schlucken bald zweistellige Prozentanteile des gesamten Stroms. Die Antwort führt direkt zu einer Renaissance der Kernenergie. Doch dieser Neustart hat einen wunden Punkt, die brüchige globale Brennstoffkette. In dieser Lücke zwischen explodierender Nachfrage und knappem Angebot positioniert sich American Atomics mit einem klugen Doppelansatz.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089

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Inhaltsverzeichnis:


    Die neue Grundlast: Warum KI den Energiemarkt neu zeichnet

    Der Strombedarf von Rechenzentren ist keine vorübergehende Spitze, sondern entwickelt sich zu einer dauerhaften Grundlast. Studien prognostizieren für die USA bis 2030 einen Anteil von bis zu 12 % am nationalen Verbrauch. Für Cloud- und KI-Unternehmen, deren Milliardeninvestitionen von absoluter Stromkonstanz abhängen, sind volatile Erneuerbare Energien allein keine Option. Langfristige Stromabnahmeverträge für kohlenstoffarme, grundlastfähige Energie werden zur strategischen Notwendigkeit.

    Dies treibt die Kernkraft unaufhaltsam zurück in den Fokus. Weltweit gibt es über hundert Projekte für fortschrittliche Reaktoren, darunter viele Small Modular Reactors (SMRs), in Genehmigungs- und Bauphasen. Diese Entwicklung generiert eine bisher nicht dagewesene Planungssicherheit für die gesamte vorgelagerte Lieferkette. Die Nachfrage nach Uran, nach Konversions- und Anreicherungsdienstleistungen wird für Jahrzehnte hoch bleiben. Besonders kritisch ist die Versorgung mit HALEU, einem höher angereicherten Brennstoff, der für viele moderne Reaktordesigns essenziell ist. Hier zeichnet sich ein dramatisches Defizit ab, das die ambitionierten Ausbaupläne des Westens ausbremsen könnte.

    Engpässe als Chance: Die wertvolle Mitte der Brennstoffkette

    Während der Uranbergbau Aufmerksamkeit erregt liegt das eigentliche Wertschöpfungspotenzial oft übersehen in den darauf folgenden Verarbeitungsschritten. Konvertierung und Anreicherung sind die neuralgischen Punkte der globalen Lieferkette. Bis zu 60 % der Brennstoffkosten entfallen auf diese Prozesse. Dieser Markt hat ein jährliches Volumen von rund 14 Mrd. USD.

    Die USA und viele westliche Nationen haben diese mittlere Kette über Jahre verkümmern lassen. Heute sind sie in hohem Maße von Importen abhängig, teils aus geopolitisch sensiblen Regionen, allen voran China. Diese strukturelle Schwäche trifft nun auf eine prognostizierte Angebotslücke. Der globale Uranbedarf soll bis 2030 um fast 30 % steigen. Ohne signifikante Investitionen in neue Kapazitäten klafft ab dem Ende dieses Jahrzehnts eine Lücke von schätzungsweise 30-50 Mio. Pfund Uran pro Jahr. Für Unternehmen, die rechtzeitig neue, heimische Kapazitäten aufbauen, entsteht eine klare und durch politischen Willen untermauerte Chance für außergewöhnliche Margen.

    American Atomics: Ein zweigleisiger Ansatz für maximale Hebelwirkung

    Genau in diesem Spannungsfeld operiert American Atomics. Statt auf ein einzelnes Projekt zu setzen, verfolgt das Unternehmen eine kalkulierte, asymmetrische Strategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Modell basiert auf zwei sich ergänzenden Werttreibern. Einerseits der Exploration in historisch produktiven Distrikten und andererseits der Entwicklung skalierbarer Brennstofftechnologien.

    Auf der Rohstoffseite konzentriert man sich auf Gebiete mit belegter Geologie und vorhandener Infrastruktur, um den Weg von der Entdeckung zur Produktion zu beschleunigen. Ein Schwerpunkt liegt im Lisbon Valley District in Utah, einer legendären Uranregion. Die Strategie dort ist ebenso einfach wie vielversprechend. Während die Westflanke des Tals historisch über 78 Mio. Pfund Uran hervorbrachte, ist die geologisch spiegelbildliche Ostflanke kaum erkundet. Alte Bohrlochdaten zeigen dort bereits anomale Strahlungswerte in den erwarteten Zielhorizonten. American Atomics hat sich eine große Claim-Position in genau diesem Gebiet gesichert und bereitet gezielte Bohrungen vor, um das Potenzial zu bestätigen. Die Nähe zu bestehender Infrastruktur könnte Entwicklungszeiten erheblich verkürzen.

    Parallel dazu baut das Unternehmen ein zweites Standbein im Technologiesektor auf. Das Management lizensiert vielversprechende Labor-Technologien (TRL-3) im Bereich Konversion und Anreicherung und will sie schrittweise bis zur Pilotreife (TRL-7) entwickeln. In dieser Phase der Lernkurve findet oft der größte Wertsprung statt, ohne dass bereits Milliarden in Großanlagen gebunden werden müssen. Das Unternehmen sucht gezielt nach modularen, skalierbaren Lösungen, die sich in dezentrale Strukturen integrieren lassen. Durch Partnerschaften wie ein Joint Venture mit dem Uranmühlen-Spezialisten CVMR oder die Kooperation mit DISA Technologies im Bereich Altlastenaufbereitung vermeidet es American Atomics, in allen Bereichen Knowhow aufbauen zu müssen und bleibt so kapitaleffizient.

    Politischer Rückenwind: Ein Platz am entscheidenden Tisch

    Dieser Geschäftsansatz erhält massive Unterstützung aus Washington. Die US-Regierung hat die strategische Verwundbarkeit erkannt und schiebt mit milliardenschweren Programmen den Aufbau einer heimischen Brennstoffkette an. Ein Schlüsselinstrument ist das Fuel-Cycle-Konsortium unter dem Defense Production Act (DPA). American Atomics ist als offizieller Teilnehmer in dieses Gremium eingebunden, das Akteure von der Mine bis zum Endnutzer koordiniert.

    Diese Mitgliedschaft ist mehr als nur ein Gütesiegel. Sie bietet direkten Zugang zu Planungsprozessen, erleichtert den Austausch mit potenziellen Partnern und staatlichen Beschaffungsstellen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass private Investitionen mit den öffentlichen Förderzeitplänen synchron laufen. Das Unternehmen nutzt diese Plattform aktiv, um seine Explorations- und Technologie-Roadmap an den politischen und marktseitigen Vorgaben auszurichten. In einem hochregulierten Sektor ist diese frühe Verankerung im politischen Ökosystem ein großer Wettbewerbsvorteil.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,28 CAD.

    Chart American Atomics, Stand 25.01.2026, Quelle: Refinitiv

    Die Investment-These hinter American Atomics ist überzeugend klar. Der Siegeszug der KI und die Rückkehr der Kernkraft sind keine Hypes, sondern strukturelle Megatrends, die auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben. Ihr gemeinsamer Nenner ist die sichere Versorgung mit Brennstoff, der den größten Engpass im gesamten System darstellt. Anleger, die auf diesen Trend setzen, müssen sich nicht zwischen Rohstoffplay und Technologiewette entscheiden. American Atomics kombiniert beides in einem hebelstarken, aber diversifizierten Modell. Mit seinem Fokus auf die profitablen Flaschenhälse der Lieferkette, seinem politischen Netzwerk und seinem partnerschaftlichen Ansatz ist das Unternehmen gut aufgestellt, um von dem sich öffnenden Zeitfenster zwischen 2027 und 2035 maximal zu profitieren. Es ist eine gezielte Wette auf die physischen Fundamente unserer digitalen Zukunft.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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