10.03.2026 | 05:30
Milliarden-Chance Versorgungssicherheit: Darum müssen Sie jetzt bei Siemens Energy, American Atomics und Cameco einsteigen!
Die alte Gewissheit, dass Energie einfach aus der Steckdose kommt, ist Geschichte. Raketen auf Ölfeldern und der unstillbare Hunger der KI-Rechenzentren haben die Märkte radikal verändert. Während grüne Rekordjagden an der Infrastruktur scheitern zählt plötzlich wieder das Fundament, gesicherte Leistung, Netzstabilität und lieferbare Rohstoffe. Die neue Energie-Logik belohnt nicht mehr nur Ideale, sondern Verfügbarkeit. Diese Zeitenwende schafft klare Gewinner, deren Geschäftsmodelle genau dort ansetzen, wo die Lücken klaffen. Ein Blick auf drei Akteure, die jetzt im Fokus stehen: Siemens Energy, American Atomics und Cameco lohnt sich.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , CAMECO CORP. | CA13321L1085
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Siemens Energy – der unerwartete Boom der Gasturbine
Während der Fokus lange Zeit ausschließlich auf dem Ausbau der Erneuerbaren lag hat sich die Realität in den Kraftwerkshallen längst verschoben. Siemens Energy erlebt derzeit eine Renaissance jener Technologien, die viele schon abgeschrieben hatten. Die treibende Kraft dahinter sind die Rechenzentren. Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und die zunehmende Digitalisierung benötigen eine zuverlässige Stromversorgung. Wind und Sonne allein können das nicht leisten. Hier kommen Gasturbinen ins Spiel. Sie sind die perfekte Ergänzung, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne untergeht. Sie springen schnell an und liefern verlässlich Grundlast. Die Nachfrage nach diesen Anlagen ist daher enorm gestiegen.
Die aktuellen Geschäftszahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Das Unternehmen hat im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinnsprung hingelegt, der sich sehen lassen kann. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die traditionell starken Bereiche Gas und Netztechnik. Besonders die Gassparte verzeichnete ein atemberaubendes Auftragswachstum, getrieben durch Großaufträge aus den USA. Parallel dazu hellt sich die Stimmung bei der über längere Zeit problembehafteten Windkrafttochter auf. Die Verluste haben sich nahezu halbiert, die Trendwende scheint eingeleitet. Das ist ein wichtiges Signal, denn die Windsparte galt lange als größtes Risiko für den Gesamtkonzern.
Das beeindruckendste Signal für Investoren sind jedoch die prall gefüllten Auftragsbücher. Mit einem Bestand von rund 146 Mrd. EUR ist die Auslastung für viele Quartale gesichert. Das schafft nicht nur Planungssicherheit, sondern erlaubt auch strategische Weichenstellungen. So investiert Siemens Energy massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten, insbesondere in den USA. 1 Mrd. USD fließt in neue Fabriken für Gasturbinen und Netztechnik. Der Konzern bereitet sich darauf vor, dass der Hunger nach zuverlässiger Energie kein kurzfristiger Hype ist. Für Aktionäre gibt es nach mehrjähriger Pause zudem wieder eine Dividende. Die Aktie ist derzeit für 141,20 EUR zu haben.
American Atomics - der Energiehunger der KI verändert die Spielregeln
Der steile Aufstieg der Künstlichen Intelligenz sorgt nicht nur für mehr Effizienz. Auf der Contra Seite steht der hohe Stromhunger, der die Energieversorgung insgesamt schwieriger macht. Die Rechenzentren benötigen den Strom rund um die Uhr und konkurrieren mit den normalen Haushalten, die ebenfalls Strom benötigen. Wind und Sonne liefern keine Grundlast, Kohle scheidet aus Klimagründen aus. Bleibt die Kernenergie als einzige skalierbare, CO2-freie Option für die Tech-Giganten. Doch der nukleare Aufschwung hat einen blinden Fleck. Die Brennstoffversorgung ist das Nadelöhr. Die USA fördern kaum noch eigenes Uran, Anreicherungskapazitäten sind ausgelastet, und für SMRs wird HALEU benötigt, das heute praktisch nur Russland liefert.
Genau hier setzt ein kanadisches Unternehmen mit dem Big Indian Projekt im Lisbon Valley an, der Geburtsstätte der US-Uranindustrie. Auf der Westseite wurden historisch über 78 Mio. Pfund Uran mit außergewöhnlich hohen Gehalten gefördert. Die Ostseite blieb bislang unerschlossen. Ein Ölkonzern bohrte dort Dutzende Löcher und zeichnete Gamma-Logs mit anomalen Werten auf, die stark auf Uran hindeuten. Bestätigt sich die These, wäre ein Fund von bis zu 90 Mio. Pfund möglich. Das wäre das größte produzierbare Hartgestein-Uranprojekt der USA außerhalb Virginias.
Parallel setzt das Unternehmen auf die Weiterentwicklung von Technologien entlang des Brennstoffkreislaufs. Eine zentrale Mühle soll nicht nur das eigene Haupterz verarbeiten, sondern auch Dutzende kleinere, brachliegende Minen wirtschaftlich beleben. Die US-Regierung hat den Aufbau einer unabhängigen Brennstoffversorgung zur Priorität erklärt. Das Unternehmen sitzt in einem Konsortium unter dem Defense Production Act mit am Tisch. Die Bohrergebnisse der kommenden Monate werden zeigen, ob sich die vielversprechenden Daten aus der Tiefe in Werte für Aktionäre übersetzen lassen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,285 CAD.
Cameco - der geduldige Player im Uran-Boom
Cameco verfolgt eine Strategie, die auf den ersten Blick kontraintuitiv wirkt. Obwohl Regierungen und Tech-Konzerne händeringend nach verlässlichen Energiequellen für Rechenzentren und die Elektrifizierung suchen und dabei immer öfter auf die Kernkraft zurückgreifen, produziert das Unternehmen bewusst nicht mit maximaler Kraft. Die neuesten Quartalszahlen des Unternehmens machen auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Der Umsatz stieg im 4. Quartal um 1,5 %. Allerdings gab es bei der Produktion einen leichten Rückgang. Das Management begründet das mit einem disziplinierten Kurs. Man will nicht um jeden Preis wachsen, sondern setzt auf langfristige Verträge, die sich zu vernünftigen Konditionen rechnen. Es geht nicht um den schnellen Profit, sondern die Gewinne auf lange Sicht.
Besonders die Beteiligung an Westinghouse erweist sich als goldrichtig. Der Reaktorbauer steuerte deutlich mehr bei als erwartet und profitierte unter anderem von einer Sonderzahlung für das tschechische Dukovany-Projekt. Hier zeigt sich der Vorteil der vertikalen Integration. Cameco ist nicht nur Uranproduzent, sondern über Westinghouse auch im Reaktorgeschäft aktiv. Das eröffnet Perspektiven, die reine Minenbetreiber nicht haben. Allerdings gab es auch Herausforderungen. Die McArthur River-Mine kämpfte mit geologischen Problemen, und der Marktanteil am weltweiten Uranangebot sank von 17 auf 15 %. Das wirft Fragen auf, ob Cameco nicht zu vorsichtig agiert.
Die strategische Partnerschaft mit der US-Regierung für den Bau von Westinghouse-Reaktoren im Wert von mindestens 80 Mrd. USD könnte zusätzliche Dynamik entfachen. Entscheidend wird sein, ob Cameco seine Produktionsprobleme in den Griff bekommt. Die Nachfrage nach Uran für KI-Rechenzentren und die weltweiten Klimaziele wird weiter steigen. Unternehmen, die jetzt liefern können, werden davon überproportional profitieren. Cameco hat die Reserven, um dieses Potenzial zu heben. Momentan kostet eine Aktie 109,86 USD.
Die neue Energie-Realität belohnt nicht Ideale, sondern Verfügbarkeit. Siemens Energy profitiert als stiller Gewinner dieser Zeitenwende mit einem Rekordauftragsbestand von 146 Mrd. EUR vom Boom seiner Gasturbinen, die die Lücke füllen, die Wind und Sonne lassen. American Atomics positioniert sich mit seinem Big-Indian-Projekt als strategischer Hoffnungsträger für eine von Russland unabhängige US-Brennstoffversorgung. Cameco wiederum setzt auf das lange Spiel. Der Uran-Riese produziert bewusst unter Maximalauslastung, sichert sich aber durch die Westinghouse-Beteiligung entscheidende Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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