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30.04.2026 | 06:00

Die versteckte Perle unter den Goldaktien: Lahontan Gold auf dem Weg zum Goldproduzenten

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Bildquelle: pixabay.com

Die vergangenen neun Wochen haben bei Lahontan Gold mehr bewegt als bei manchem Rohstoffunternehmen in zwei Jahren passiert. Aus einer Abfolge von Bohrmeldungen, Finanzierungsabschlüssen und strategischen Personalien entsteht das Bild eines Nevada-Entwicklers, der den Gang vom Explorer zum künftigen Produzenten bewusst beschleunigt. Für Anleger, die frühzeitig erkennen wollen, wo Substanz auf einen klaren Fahrplan trifft, lohnt sich der Blick auf die Nachrichten seit Ende Februar – sie lesen sich wie eine Roadmap.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Ende Februar: Der Beweis, dass West Santa Fe mehr ist als eine Fußnote

    Den Auftakt lieferte am 24. Februar das letzte Loch der ersten eigenen Bohrrunde auf dem Satellitenprojekt West Santa Fe. Die Analyse von WSF25-04R übertraf vieles, was die historischen Daten aus den Achtzigern versprachen. Es wurden 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche gemessen, darin ein Kernstück von 10,7 m mit 5,75 g/t. Das Entscheidende war nicht nur die hohe Gradzahl, sondern die flache, vollständig oxidische Mineralisation – ideal für eine kostengünstige Haufenlaugung. Das Management kommentierte, dass damit das hochgradige Zentrum des südlichen Abschnitts bestätigt sei. Gleichzeitig blieb die Zone nach Nordwesten hin offen, was den Explorationswert des gesamten Grundstücks steigerte. Zusammen mit den zuvor gemeldeten Löchern WSF25-02R und -05R wuchs die bekannte Fläche der Mineralisation auf 500 mal 350 m. Wer glaubt, dass historische Distrikte bereits leergeräumt sind, liegt hier falsch.

    Anfang März: Ein zweiter Bohrturm und ein neues Gesicht im Board

    Am 3. März folgte die nächste operative Erweiterung. Ein zweites, raupenmobiles RC-Bohrgerät wurde auf Santa Fe in Betrieb genommen. Die eigentliche Neuigkeit war nicht das zweite Bohrgerät an sich, sondern die behördliche Freigabe. Über 700 neue Bohrpunkte sind damit genehmigt, was erstmals eine systematische Erkundung bisher vernachlässigter Areale des Projekts erlaubt. Während ein Gerät weiter an der Ressourcenabgrenzung arbeitete, begann das 2. Bohrgerät mit der systematischen Erkundung dieser weißen Flecken. Einen guten Monat später, am 10. März, kam es zu einer Veränderung im Aufsichtsrat. Antony Rowe von Resource Capital Funds und Investec und die langjährige Finanzierungsexpertin Miranda Werstiuk, unter anderem bei Guanajuato Silver, rückten nach. Zwei frühere Direktoren gingen. Die Unternehmensführung sprach von einer Weiterentwicklung des Gremiums, die dem Übergang vom Minenentwickler zum Minenbauer Rechnung trage. Das ist ein klares Signal an die Investoren. Die Phase der reinen Geologie ist vorbei, jetzt zählt Bau- und Finanzierungserfahrung.

    April: Finanzieller Puffer, Extraktionsdaten und ein alter Halden-Schatz

    Der April brachte dann eine Dichte an Meldungen, die selbst eingefleischte Branchenkenner staunen ließ. Am 8. April wurde die letzte Tranche einer Privatplatzierung geschlossen. Dabei wurden insgesamt 13,64 Mio. CAD zu 0,41 CAD je Aktie eingenommen. Jede Unit bestand aus einer Aktie und einem halben Warrant mit einem Basispreis von 0,60 CAD. Dabei gibt es die Klausel, dass sobald der Kurs 10 Tage über 1,00 CAD notiert, die Gesellschaft die Ausübungsfrist auf 30 Tage verkürzen kann. Das Management betonte, dass das Unternehmen nun vollständig für alle Explorations- und Erschließungsprogramme bis ins Jahr 2027 finanziert sei, wenn man die Produktionsentscheidung für Santa Fe treffen wolle.

    Nur fünf Tage später, am 13. April, kamen harte metallurgische Daten. 158 Pulverproben aus dem Vorjahresbohrprogramm von West Santa Fe, dem Satellitenprojekt, wurden auf cyanid-extrahierbares Gold und Silber getestet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durchschnittlich 81 % des Goldes und 60 % des Silbers ließen sich gegenüber den ursprünglichen Brandprobenwerten extrahieren. Beide Werte lagen über den alten historischen Projektionen. Für Investoren ist das eine der wichtigsten Kennzahlen überhaupt. Sie bestätigt, dass das Material technisch unkompliziert und kostengünstig zu verarbeiten ist.

    Am 20. April folgte eine ungewöhnliche, aber logische Ankündigung. Das Unternehmen wird 95 Schallbohrlöcher in die 4 historischen Haufenlaugungshalden von Santa Fe niederbringen. Zwischen 1988 und 1994 wurden dort 16 Mio. t mit geschätzt 359.000 Unzen Gold und 700.000 Unzen Silber verarbeitet. Die Idee ist so simpel wie genial. Die damalige Extraktion war nicht perfekt, die Halden könnten signifikante Restgehalte enthalten, ohne zusätzlichen Abraum, ohne Brechkosten. Das Management bezeichnete dies als klassisches Beispiel eines disziplinierten Ansatzes, bei dem jede Chance genutzt werde, unabhängig davon, ob es sich um Ressourcenbohrungen, Gebietserweiterungen oder metallurgische Tests handle.

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    Höhepunkte Ende April: Die Warrant-Beschleunigung als Vertrauensindex

    Am 21. April gab das Unternehmen bekannt, dass es den Verfall von Warrants aus einer Platzierung vom November 2025 beschleunigt. Der Auslöser war, dass der Aktienkurs 10 aufeinanderfolgende Handelstage über 0,35 CAD geschlossen hatte. Das neue Verfallsdatum wurde damit auf den 3. Juni 2026 festgelegt.

    Am 28. April gab es eine weitere Meldung zu einer Platzierung aus September 2023. Die Warrants aus dieser Platzierungsrunde müssen bis zum 18. Mai ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie.

    Was für Außenstehende wie Technik klingt, ist für Insider ein starkes Signal. Wer diese Warrants hält, muss sich jetzt entscheiden – nachschießen oder verwässern lassen. Erfahrene Anleger wissen, dass eine solche Beschleunigung selten kommt, wenn das Management keinen steigenden Kurs erwartet. Außerdem nimmt das Unternehmen weiteres Geld ein und säubert die Bücher.

    Der rote Faden: Alles zieht in eine Richtung

    Was verbindet diese scheinbar losen Meldungen? Ein klarer Zeitplan. Die aktualisierte Mineralressourcenschätzung für Santa Fe steht für das 2. Quartal an, die neue vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie für den Herbst. Die Bau- und Betriebsgenehmigungen peilt das Management für das 1. Halbjahr 2027 an. Die alten PEA-Zahlen mit Gesamtkosten von rund 1.233 USD pro Unze basierten noch auf einem Goldpreis von 1.950 USD. Bei aktuell rund 4.600 USD sieht die Rechnung völlig anders aus. Die Fremdkapitalbeschaffung für den Bau der Mine von etwa 135 Mio. USD ist gut vorbereitet. Immerhin haben 4 verschiedene Gruppen bereits ihr Interesse an einer Finanzierung signalisiert.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,375 CAD.

    Chart Lahontan Gold, Stand 28.04.2026 Quelle: Refintiv

    Lahontan Gold hat zwischen Ende Februar und Ende April eine beeindruckende Reihe an Nachrichten herausgebracht, die als Katalysator dienen können. Von bestätigten hochgradigen Bohrergebnissen, ein zweites Bohrgerät, ein finanzstarkes neues Board, eine volle Finanzierung bis 2027, Extraktionsraten über 80 % bis hin zu einer beschleunigten Warrant-Ausübungsfrist. Die historischen Halden bieten zudem „kostenloses“ Potenzial. Für Anleger, die einen Nevada-Entwickler mit sinkendem technischen Risiko und klarem Pfad zur Produktion suchen, ist die Chronologie der letzten 9 Wochen eine Pflichtlektüre.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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