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14.08.2026 | 04:00

Drohnen, Energiekrise und NASDAQ! Dieses Potpourri sorgt für hohe Kurse bei Droneshield, HPQ Silicon, Siemens Energy und Nordex

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Bildquelle: Pixabay

Im Westen nichts Neues! Ob Krieg, Pleiten oder neue Zölle, die Party geht weiter! Der durch erhöhte Rüstungsausgaben boomende Drohnensektor steht im starken Kontrast zur schwelenden EU-Energiekrise, die Brüssel vor große Herausforderungen stellt. Abwehrspezialist DroneShield erfährt eine gigantische Nachfrage- und Auftragswelle im Bereich der elektronischen Kampfführung, trotzdem fällt der Kurs beachtlich. Auch die kanadische HPQ Silicon profitiert massiv von der Notwendigkeit, kritische Lieferketten für hochreines Silizium und innovative Batteriematerialien im Westen unabhängig aufzubauen. Mitten im Epizentrum der Infrastruktur-Wende thront zudem Siemens Energy, deren prall gefüllte, historische Auftragsbücher als unerschütterlicher Wachstumsmotor gegen den Energie-Engpass fungieren. Flankiert wird dieser nachhaltige Rebound vom Hamburger Windkraft-Pionier Nordex, der von zweistelligen Margenverbesserungen berichtet. Diese hochspannende Kombination aus Hightech-Rüstung, sauberer Energieerzeugung und Rohstoff-Souveränität spült massives Kapital direkt in die Kassen der Investoren. Wir blicken auf vier zukunftsorientierte Sektor-Favoriten.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

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Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield – Absturz trotz Rüstungsboom

    Was ist denn hier passiert? Der australische Defense-Spezialist DroneShield schlitterte trotz eines globalen Militärbooms in eine schmerzhafte Korrektur und verzeichnete zuletzt einen deutlichen Jahresverlust von fast 50 %. Dieser abrupte Kurssturz überraschte viele Anleger, da das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 ein explosives Umsatzplus von 74 % auf 125,8 Mio. AUD erzielen konnte. Zum Verhängnis wurde der Aktie jedoch die jüngste Prognosesenkung des Managements für das Gesamtjahr auf 250 bis 270 Mio. AUD, was deutlich unter den hohen Erwartungen des Wall-Street-Konsensus lag. Erschwerend kam ein spürbarer Margendruck hinzu, da die Rohmarge im Zuge von Standortwechseln und einer ERP-Umstellung im ersten Halbjahr von 65 auf rund 60 % korrigierte. Trotz dieser operativen Risse ist das langfristige Fundament dank eines bereits vertraglich gesicherten Rekord-Auftragsbestands von 206 Mio. AUD für das laufende Jahr weiterhin intakt. Vermutlich handelt es sich also „nur“ um eine gesunde Bereinigung des zuvor massiven Bewertungsexzesses.

    HPQ Silicon – Die globale Batterieoffensive geht nun in Richtung Kommerzialisierung

    Ähnlicher Sektor – anderer Ansatz! HPQ Silicon, ein Entwickler innovativer Siliziumtechnologien, wandelt sich zunehmend zu einem Anbieter, bei dem sich technische Fortschritte und kommerzielle Validierung die Hand geben. Das Geschäftsmodell ruht dabei auf drei Säulen: Siliziumbasierte Batterien, neuartige Verfahren für Fumed Silica sowie Technologien für sauberen Wasserstoff und Energieumwandlung. Der aktuell wichtigste Werttreiber ist die Batterietechnologie, denn mit der Gen4-Plattform erreicht HPQ eine Entwicklungsstufe, auf der nicht mehr nur Leistungsdaten, sondern regulatorische und industrielle Praxistauglichkeit zählen. Im Juli erhielt die 21700-Gen4-Zelle die UL-1642-Sicherheitszertifizierung und bestätigte damit eine Kapazität von 6.500 mAh, rund 8,3 % mehr als die zuvor zertifizierte Gen3-Version mit 6.000 mAh.

    Noch wichtiger erscheint der nächste Schritt: Anfang August folgte die UN-38.3-Zertifizierung, womit eine wesentliche Hürde für den internationalen Transport von Batterien zu Kunden, Integratoren und potenziellen Industriepartnern genommen wurde. Für einen jungen Batterieanbieter ist das mehr als ein weiteres Zertifikat, denn jede bestandene Qualifikationsstufe reduziert technologische, regulatorische und letztlich auch kommerzielle Risiken. An dieser Stelle könnte HPQ einen entscheidenden Hebel besitzen, weil die gemeinsam mit Novacium entwickelte Siliziumanodentechnologie auf eine Integration in bestehende Lithium-Ionen-Fertigungsprozesse ausgelegt ist und damit keinen kompletten industriellen Neustart verlangt.

    President, Chairman und CEO Bernard Tourillon erklärte seine Strategie auf dem 19. International Investment Forum. Hier geht´s zum Video…

    https://youtu.be/V6FO2uPdQLI

    Der Fokus der aufstrebenden Technologie auf Drohnen und Verteidigung ist strategisch nachvollziehbar, weil dort Leistungssteigerungen einen deutlich höheren wirtschaftlichen Wert besitzen als im Massenmarkt für gewöhnliche Konsumelektronik. HPQ verweist für 2025 auf eine weltweite Verteidigungsnachfrage von mehr als 4 GWh an Batterien, wobei Drohnensysteme bereits fast 40 % dieses Volumens ausmachten und ihr Anteil sich innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt habe. Noch größer wird das Spielfeld beim militärischen Drohnenmarkt, der laut Marktdaten von rund 35 Mrd. USD im Jahr 2026 auf mehr als 109 Mrd. USD bis 2031 wachsen könnte. Auffällig ist dabei Nordamerika mit einem Anteil von ungefähr 40 % am globalen Markt, denn HPQ verfügt für seine Endura+-Technologie über exklusive Vermarktungsrechte in dieser Region. Mit dem AA Nova 6S3P entwickelt Novacium bereits eine konkrete Hochleistungsbatterie für einen europäischen Drohnenhersteller, während mehrere Marktteilnehmer die Technologie derzeit im Rahmen von Qualifikationsprogrammen prüfen. Ergänzend bleibt das Fumed-Silica-Projekt ein zweiter potenzieller Kurstreiber, während Wasserstoff- und Waste-to-Energy-Technologien das Portfolio um weitere Zukunftsmärkte ergänzen. Bei einer Börsenbewertung von zuletzt rund 68 Mio. CAD wird HPQ weiterhin mit einer überschaubaren Bewertung belegt, obwohl sich die Technologieplattform Schritt für Schritt in Richtung industrieller Anwendung bewegt. Die Eichhörnchen-Strategie könnte für kommenden Winter dicke Nüsse liefern!

    Das charttechnische Bild hat sich für HPQ Silicon weiter verbessert. Nach langer Konsolidierung drehen nun auch die technischen Indikatoren mittelfristig auf Kauf. Quelle: LSEG Refinitiv vom 13.08.2026

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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