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22.09.2026 | 04:57

Edelmetalle im Fokus: Blick auf die Aktien von Aya Gold + Silver, Lahontan Gold und Pan American Silver!

  • Aya Gold & Silver
  • Pan American Silver
  • Lahontan Gold
  • Gold
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Bildquelle: Gemini

Die Edelmetalle kamen zuletzt wieder ein wenig zurück. Doch insbesondere bei Gold lohnt es sich genauer hinzuschauen. Nachdem die Federal Reserve wie erwartet die Zinsen vergangene Woche anhob, brachen die Preise für Edelmetalle noch am gleichen Abend ein. Doch schon in den zwei Handelstagen darauf wurden diese Verluste wieder aufgeholt. Die hohen Schulden, allen voran mit den USA, Japan, Frankreich und Italien, sowie die geopolitischen Unsicherheiten zeigen, dass Gold seinen Status als „safe haven“ nicht verloren hat. Zumal der Abschied vom Dollar für viele Notenbanken weiter auf der Agenda steht. Allein die People´s Bank of China hat in den vergangenen drei Monaten mehr als 120 Tonnen Gold gekauft und ihre Reserven weiter aufgestockt. Analysten erwarten, dass viele Notenbanken in den kommenden Jahren weiter auf der Käuferseite bleiben. Das bietet für den Goldpreis Stabilität und für Goldaktien viel Potenzial. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien von Aya Gold & Silver, Lahontan Gold und Pan American Silver!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: PAN AMERICAN SILVER CORP | CA6979001089 | NYSE: PAAS , TSX: PAAS , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , AYA GOLD + SILVER INC. | CA05466C1095

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Inhaltsverzeichnis:


    Pan American Silver hat stets die Aktionäre im Blick!

    Wer schon länger im Rohstoffsektor als Investor aktiv ist, wurde oft selbst von großen Produzenten enttäuscht. Mit dem Anstieg der Gold- und Silberpreise hat sich dies bei vielen Unternehmen aber grundlegend geändert. Die Cashflows befinden sich vielerorts auf einem Rekordniveau. Ein gutes Beispiel hierfür ist Pan American Silver. Die Kanadier verfolgen eine sehr disziplinierte Strategie, um die Gewinne an die Aktionäre weiterzureichen. Das offizielle Shareholder Return Framework sieht allein für dieses Jahr Ausschüttungen von bis zu 1 Mrd. USD vor. Überschüssiger freier Cashflow wird dabei gezielt für Aktienrückkäufe genutzt. So sinkt die Zahl der Papiere und der Gewinn je Aktie steigt. Bis Mitte August wurden bereits 7,3 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Allein im zweiten Quartal schüttete man über Dividenden und Aktienrückkäufe rund 300 Mio. USD aus.
    Im zweiten Halbjahr könnte es auch noch etwas mehr werden. So hatte das Unternehmen sein Produktionsziel in den ersten sechs Monaten nicht ganz erreicht, erwartet aber ein stärkeres zweites Halbjahr. Teile der Förderung hatten sich zeitlich verschoben. Daneben punktet Pan American Silver mit seiner Kostendisziplin, vor allem im Silber-Segment. Dort lagen die AISC im Q2 bei 17,80 USD pro Unze. Das waren fast 2 USD weniger als im Vorjahr.
    Aktuell notiert die Aktie von Pan American Silver in Toronto fast 25 CAD unter dem Allzeithoch aus dem Januar. Halten die Aktienrückkäufe und die Kostendisziplin an, dürfte das Papier den Anteilseignern noch viel Freude bereiten.

    Lahontan Gold: Vorbereitungen für Goldmine laufen auf Hochtouren!

    Schon 2027 will Lahontan Gold mit dem Bau der Goldmine Santa Fe in Nevada beginnen. Das Unternehmen macht dabei Nägel mit Köpfen. So meldete man nun die Übernahme des Unternehmens Emergent Metals Corp. Nach Abschluss der vergleichsweise kleinen Transaktion halten die bisherigen Lahontan-Aktionäre rund 95,3 % der Anteile. Wichtig ist, dass Lahontan damit strategisch punkten kann. So erhält man dadurch 100 % an West Santa Fe und damit die vollständige Kontrolle über das Gold-Projekt. Durch die Transaktion entfallen künftige Royalties, die Emergent Metals hielt. Goldvorkommen ohne Royalties werden an den Märkten in der Regel höher bewertet. Als Nebeneffekt erweitern die Kanadier damit auch ihr Projektgebiet und sichern sich das direkt angrenzende Projekt New York Canyon. Dadurch wächst das zusammenhängende Landpaket im ertragreichen Walker Lane-Trend in Nevada auf über 93 km². Dem Deal müssen allerdings noch die Aktionäre von Emergent zustimmen.
    Lahontan Gold plant die Wiederinbetriebnahme der historischen Goldmine Santa Fe in Nevada im kommenden Jahr. Neben den Arbeiten auf dem Gelände treibt das Management auch Genehmigungsverfahren bereits voran. Laut der Mitte August veröffentlichten, aktualisierten Ressourcenschätzung liegt die Gesamtressource bei 2,385 Mio. Unzen Goldäquivalent. Die angezeigte Ressource (indicated) kommt dabei auf 1,195 Mio. Unzen Gold-Äquivalent, die abgeleitete Ressource (inferred) auf 1,190 Mio. Unzen Goldäquivalent. Die Ressourcenschätzung umfasst insgesamt 136.515 Bohrmeter.
    Lahontan will nun auf Basis der neuen Ressourcenschätzung auch eine neue wirtschaftliche Bewertung vorlegen, eine PEA. Ein großer Vorteil des Projekts ist dabei die Infrastruktur. Nevada ist der größte Goldproduzent der USA. Dementsprechend sind hier für den Bergbau Arbeiter, Wasser, Strom und Straßen gut verfügbar. Dieser Faktor sollte die Investitionskosten für die Mine senken.
    Die Aktie von Lahontan Gold befindet sich derzeit in einer Seitwärtsphase. Der Börsenwert kommt auf etwa 166 Mio. CAD. Wer an stabile oder steigende Goldpreise glaubt, kann bei den Papieren von Lahontan auf ein Re-Rating setzen. Mit jedem Schritt Richtung Produktion werden solche Goldaktien in der Regel höher bewertet.

    Aya Gold & Silver: Auch die Hauptmine liefert!

    Während bei Aya Gold & Silver viele Investoren vor allem auf die in Entwicklung befindliche Mine Boumadine schauen, wird gerne die hochprofitable Hauptmine Zgounder in den Hintergrund gerückt. Doch auch hier besteht noch viel Potenzial, wie die jüngsten Bohrergebnisse zeigen. So durchteufte Aya bei Bohrungen im Tagebau 13 Meter mit 1.783 Gramm Silber und 11 Meter mit 1.501 Gramm Silber je Tonne. Das sind Top-Werte für einen Silberminer.
    Die Ergebnisse zeigen, dass der Tagebau Zgounder wohl noch lange das Edelmetall liefern kann. Laut dem zuletzt veröffentlichten Minenplan kann das Bergwerk bis 2036 konstant produzieren. Die Förderung soll bei 6,2 Millionen Unzen Silber per annum liegen. Das Minenleben könnte also bei anhaltend guten Bohrergebnissen noch weiter verlängert werden. Und das ist angesichts der Expansion des Unternehmens auch nötig. Denn aus dem Cashflow wird die Entwicklung von Boumadine finanziert. Zudem hatte sich Aya weitere Liegenschaften in Marokko gesichert.
    Wie gut Zgounder funktioniert, zeigten zuletzt auch die Quartalszahlen. Aya Gold & Silver meldete für das Q2 Einnahmen in Höhe von 96,8 Mio. USD. Das waren 150 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Der Gewinn konnte sogar auf 35 Mio. USD verdreifacht werden. Per Ende Juni verfügte Aya über 182,8 Mio. USD an Cash und die Kosten lagen mit 16,82 USD je Unze (AISC) deutlich unter dem Branchenschnitt und unter dem Vorjahreswert. Sollte der Silberpreis angesichts der starken Industrienachfrage wieder in höhere Gefilde aufsteigen, wachsen entsprechend auch die Gewinne bei Aya.
    Daneben hat man für das Boumadine-Projekt Anfang September die PEA aktualisiert. Als Basis dienten stolze 190.000 Bohrmeter. Der IRR liegt demnach bei 93 % auf das eingesetzte Kapital, der NPV steigt auf 3,53 Mrd. USD. Als Goldpreis setzte man 3.500 USD je Unze an, als Silberbasis dienten 50 USD.
    Die Aktie von Aya Gold & Silver überschritt an der Heimatbörse in Toronto jüngst wieder die 40 CAD-Marke. Mit etwas Rückenwind aus dem Markt ist durchaus ein Ausbruch auf ein neues Allzeithoch möglich.


    Fazit: Mit Pan American Silver setzen Anleger auf einen attraktiven Gold- und Silberminer, der die Kosten im Griff hat. Lahontan Gold bewegt sich schrittweise vom Developer zum Produzenten. Damit sollte ein Re-Rating der Aktie einhergehen. Aya Gold & Silver liegt nahe beim Allzeithoch. Mit einem Ausbruch wäre der Weg charttechnisch frei.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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