05.11.2026 | 05:27
Desert Gold, Heidelberger Druckmaschinen und Evonik: Wo unterschätzt die Börse das Potenzial?
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Desert Gold Ventures.
Kontrastreicher könnte die Berichtssaison kaum sein. Während Evonik mit einem Ergebnisplus glänzt, schockt Heidelberger Druck den Markt mit einer Gewinnwarnung. Gleichzeitig steht Desert Gold kurz vor der ersten Edelmetallproduktion. Analysten sehen alle drei Titel als unterbewertet an. Das Researchhaus GBC attestiert Desert Gold sogar ein gigantisches Kurspotenzial von über 600 %. Stehen diese Aktien nun vor einer fundamentalen Neubewertung oder tappen Anleger hier sehenden Auges in die Value-Trap? Wir machen den Check!
Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: Desert Gold Ventures Inc | CA25039N4084 , DE0007314007 , DE000EVNK013
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Desert Gold: Kurspotenzial von über 600 % laut Analysten!
Desert Gold ist auf die Goldexploration in Westafrika fokussiert. Im Mittelpunkt steht das 440 qkm große Flaggschiffprojekt SMSZ in Mali, welches eine Goldressource von rund 1,3 Mio. Unzen umfasst, die sich aus 336.800 Unzen Gold in der Kategorie „angezeigt“ sowie weiteren 879.900 Unzen der Kategorie „abgeleitet“ zusammensetzt. Mittel- und langfristig hält das Unternehmen eine Goldressource von 2 Mio. bzw. 5 Mio. Unzen für möglich.
Die Analysten des Reasearchhauses GBC ermitteln in ihrer jüngsten Studie einen inneren Unternehmenswert von 244,8 Mio. USD. Umgerechnet sind dies 0,93 CAD bzw. 0,59 EUR je Aktie. Diese Werte formulieren die Experten auch als Kursziel. Das kommt bei einem aktuellen Kurs von 0,125 CAD einem Upside von über 600 % gleich. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 45 Mio. CAD.
Nachdem in den letzten Monaten verzögerte Lieferungen, Versorgungsengpässe und die Regenzeit den Zeitplan belasteten, steht nun der Hochlauf der Aufbereitungsanlage in Barani East im Fokus. Damit wird die Gesellschaft in Kürze den Wandel vom Explorer zum Produzenten vollziehen. Die für 200 Tonnen Material pro Tag ausgelegte Anlage ist im Spätsommer am Standort eingetroffen. Den Hochlauf und die erste Goldgewinnung haben die Kanadier bis Ende des ersten Quartals 2027 in Aussicht gestellt. Im kommenden Januar soll zudem ein Bohrprogramm über 20.000 Meter starten, um bestehende Goldvorkommen zu erweitern und neue Ressourcen zu erschließen.
Die vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) betrachtet ein größeres Betriebsszenario für Barani und Gourbassi mit rund 1.200 Tonnen Tagesdurchsatz und zehn Jahren Laufzeit. Damit ist die aktuelle 200-Tonnen-Anlage lediglich ein erster Entwicklungsschritt. Darüberhinaus ergibt sich durch die schiere Größe der SMSZ-Liegenschaft und der Tatsache, dass nur ein Bruchteil des Projekts bislang exploriert wurde weiteres Potenzial.
Um das mittelfristige Potenzial der Gesellschaft fundiert abzuschätzen, sollten Anleger das 297 qkm große Optionsprojekt Tiegba an der Elfenbeinküste mit in das Kalkül einbeziehen. Desert Gold sieht angesichts von ausgedehnten Goldanomalien hier ein großes Explorationspotenzial. Fortschritte und Erfolge sollten auch dem Aktienkurs positive Impulse verleihen.
Heidelberger Druckmaschinen: Noch überwiegen die Herausforderungen
Die Gesellschaft treibt den Wandel vom klassischen Druckmaschinenhersteller zum diversifizierten Technologieunternehmen voran. Kostendruck, ein ungünstiger Produktmix und Projektverzögerungen erschweren und verzögern jedoch den Transformationsprozess. Nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr kappte die Gesellschaft jüngst den Ausblick für das Gesamtjahr. Die Anteilsscheine gaben auf aktuell 1,10 EUR nach und haben sich somit seit Jahresbeginn fast halbiert. Damit sind die Deutschen mit rund 330 Mio. EUR an der Börse bewertet.
Die neue Zielmarke für die bereinigte EBITDA-Marge wurde auf 5,6 bis 6,6 % gesenkt. Die vorherige Guidance stellte die Gesellschaft eine „spürbare Verbesserung“ gegenüber Vorjahresmarge von 6,6 % in Aussicht. Der Umsatz soll weiterhin etwa das Vorjahresniveau von 2,293 Mrd. EUR erreichen. Im ersten Halbjahr lag die operative Marge bei 3,7 % und blieb damit deutlich hinter den 6,4 % aus dem Vorjahr zurück. Am 12. November veröffentlicht das Unternehmen seinen Halbjahresbericht.
Mit der Integration des Lifecycle-Geschäfts von manroland sheetfed und der POLAR-Produktionsaktivitäten stärkt der Konzern seine Position im Druck- und Verpackungsmarkt und baut margenstarke Service- und Systemgeschäft aus. Gleichzeitig erschließt die Gesellschaft mit Natrium-Ionen-Batteriespeichern und neuen Aktivitäten im Sicherheits- und Verteidigungssektor zusätzliche Wachstumsmärkte. Dabei setzt das Unternehmen gezielt auf seine Kernkompetenzen in Maschinenbau, Präzisionsfertigung, Elektronik und Automatisierung. Am Ende des Tages muss sich das Ganze aber rechnen. Analysten werden kritischer. Anleger brauchen Geduld.
Evonik: Die Geschäfte laufen besser
Nach einer schwierigen Phase zeigte sich die Geschäftsentwicklung des international führenden Spezialchemiekonzerns zuletzt deutlich verbessert. Evonik ist auf hochwertige chemische Produkte und innovative Materialien für Branchen wie Pharma, Automobil, Bau, Landwirtschaft und Konsumgüter spezialisiert. Die jüngst veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal 2026 zeigen einen Anstieg des bereinigten EBITDA um 40 % auf 629 Mio. EUR. Treiber waren höhere Absatzmengen und Preise sowie eine stärkere Auslastung wichtiger Produktionsanlagen. Gleichzeitig forciert der Konzern mit dem Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ den Stellenabbau und die Verschlankung seiner Strukturen, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern.
Durch die Konzentration auf margenstarke Geschäftsfelder und die Trennung von weniger attraktiven Aktivitäten soll das Portfolio langfristig wettbewerbsfähiger werden. Zusätzliche Fantasie erhält die Aktie momentan durch das Übernahmeinteresse BASF. Evonik steht dem derzeit ablehnend gegenüber, hält sich die Möglichkeit weiterer Gespräche jedoch offen. BASF hatte zuvor einen möglichen Kaufpreis von 24 EUR je Aktie ins Spiel gebracht. Aktuell notieren die Anteilsscheine bei rund 21 EUR.
Fazit
Desert Gold treibt die letzten Vorbereitungen für den geplanten Start der Goldproduktion Ende des ersten Quartals 2027 voran. Der Produktionshochlauf und das kommende Bohrprogramm werden für Aktionäre einen spannenden Newsflow schaffen. Die Analysten von GBC machen ein Kurspotenzial von über 600 % aus. Die Geschäfte bei Evonik laufen besser, wird BASF bald mehr für die Aktie bieten? Der Konzernumbau von Heidelberger Druck dauert länger. Anleger müssen Geduld haben.
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