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16.02.2023 | 05:10

Encavis, Globex Mining, Freeport McMoRan – Wie im Märchen

  • Energiewende
  • Kritische Metalle
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Noch 22 Jahre hat Deutschland Zeit, das gesteckte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Dann soll Strom rein aus Sonne und Wind gewonnen werden und Gebäude sind so perfekt gedämmt, dass sie nicht mehr geheizt werden müssen. Dazu tanken Autos nur noch Strom oder grünen Wasserstoff. Auf dem Papier liest sich die Transformation des Energiemixes einfach, die Umsetzung dagegen scheint, betrachtet man die aktuellen Entwicklungen, schier unmöglich. Bereits bei der Beschaffung der kritischen Rohstoffe dürfte es bereits zu massiven Problemen kommen, da die globale Nachfrage das Angebot bereits jetzt bei vielen Metallen übertrifft.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ENCAVIS AG INH. O.N. | DE0006095003 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , FREEPORT-MCMORAN INC. | US35671D8570

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Inhaltsverzeichnis:


    Globex Mining – Die Aktie für die Rohstoffhausse

    Die Abkehr von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energieträgern rückt dringend benötigte Metalle immer mehr in den Vordergrund. So sind die Hauptbestandteile in Technologien zur Erzeugung oder Speicherung von grünen Energien aus Kupfer, Nickel, Kobalt oder Lithium. Dass diese Rohstoffe zum einen bereits heute knapp sind, ist bekannt. Zum anderen besteht durch die geopolitischen Risken die Gefahr einer noch größeren Abhängigkeit, als wir sie bereits bei Erdöl und Erdgas mit Russland erfahren durften.

    Um die Versorgung der westlichen Welt mit den benötigten Materialien zu gewährleisten, unterstützt die Politik den Bergbausektor mit Milliardensubventionen. Doch die steigende Nachfrage aufgrund der Klimawende übertrifft bei vielen kritischen Metallen bei weiten das Angebot und der Aufbau neuer Minenprojekte dauert laut Experten durchschnittlich 7-10 Jahre. Wie aber kann der normale Privatanleger von den erwartet steigenden Preisen profitieren, ohne das Risko eines Totalverlustes bei einem Einzelinvestment eingehen zu müssen?

    Eine Alternative, bei der jeder Investor ruhig schlafen dürfte, bietet das mit einer Marktkapitalisierung von 43,42 Mio. CAD notierte Unternehmen Globex Mining, denn die Diversifikation des Portfolios ist einzigartig. Insgesamt 217 Beteiligungen bietet das von Jack Stoch seit Jahrzehnten erfolgreich geführte Unternehmen auf, unterteilt in verschiedene Assetklassen wie Gold, Silber, Platin und Palladium, über die Industriemetalle Kupfer, Zink, Eisen und Nickel sowie seltene Erden und Energiemetalle wie Lithium, Uran und Kobalt. Mit 44 Projekten partizipiert Globex Mining direkt an der Energiewende, da hier kritische Metalle und Mineralien wie Eisen, Seltene Erden, Uran, Lithium oder Kobalt lagern. Insgesamt 55 Projekte weisen historische oder NI 43-101 konforme Ressourcenschätzungen auf.

    Einnahmen generiert Globex Mining dadurch, indem Landpakete aus dem Bestand gegen Bargeld und Aktien zu optioniert werden. Dadurch erhält das Unternehmen immer wiederkehrende Lizenzgebühren und das Explorationsrisiko übernimmt der Partner. Neben dem Erwerb und der Lizenzierung von Grundstücken werden außerdem jährlich rund 1,5 CAD pro Jahr in die Exploration eigener Grundstücke investiert. Mit einem Cash-Bestand von 7,7 Mio. EUR sowie über 10 Mio. CAD an belastbaren Beteiligungen ist Globex Mining zudem bestens abgesichert.

    Die aktuelle Korrektur an den Rohstoffmärkten bietet langfristig attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Quelle: Refinitiv Eikon, Stand: 15.02.2023

    Freeport McMoRan – Prognosen kassiert

    Eines der größten Bergbauunternehmen der Welt ist das in Phoenix in Arizona niedergelassene Unternehmen Freeport McMoRan. Zum Portfolio gehört das Grasberg-Gebiet in Indonesien, eines der größten Kupfer- und Goldvorkommen der Welt. Grasberg, das auf der Insel Papua in der Sudirman-Bergkette liegt, wird mehrheitlich von der indonesischen Regierung kontrolliert, Freeport tritt dort als Minenbetreiber auf. Zudem unterhält der Bergbauriese bedeutende Betriebe in Nord- und Südamerika, darunter das großflächige Morenci-Bergbaurevier in Nordamerika und den Cerro Verde-Betrieb in Südamerika.

    Aufgrund von heftigen Erdrutschen und Regenfällen mussten die Arbeiten auf dem Flagschiff-Projekt Grasberg eingestellt werden. Die größte Goldmine sowie zweitgrößte Kupfermine der Welt wurde durch Schlammlawinen lahmgelegt, die die Konzentrat-Verarbeitungsanlage sowie einen Teil der Straße beschädigten. Freeport McMoRan rechnet mit der Wiederinbetriebnahme der Mine erst Ende des laufenden Monats.

    Aufgrund dessen wurden die Prognosen für das erste Quartal gekappt. Die US-Amerikaner rechnen nun mit geringeren Verkäufen als im Januar prognostiziert. Vor rund vier Wochen wurden noch 900 Mio. Pfund Kupfer sowie 300.000 Unzen Gold erwartet. Bei optimalem Betrieb Normalerweise produziert die Mine täglich fast 5 Mio. Pfund Kupfer und 5.000 Unzen Gold.

    Encavis – Überraschend stark

    Mit einer Erhöhung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um 14% auf 3.133 GWh hat der Wind- und Solarparkbetreiber Encavis selbst seine eigenen Prognosen überboten. Neben der Gesamtleistung haben zudem alle wichtigen Kennzahlen die Erwartungen übertroffen. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, wuchsen die Erlöse um rund ein Drittel auf 455 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr an, Analysten prognostizierten Umsätze im Bereich von 432 Mio. EUR.

    Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda wuchs ebenfalls mit über 30% auf 340 Mio. EUR bei einer hohen Marge von 75%. Daraus ergibt sich ein operatives Ergebnis je Aktie in höhe von 0,58 EUR. Im Vergleich dazu lag der Gewinn je Aktie 2021 bei 0,48 EUR. Besonders stark wuchs mit 320 Mio. EUR der operative Cash Flow, der mit rund 14% über der Prognose von 280 Mio. EUR liegt.

    Mit dem Erreichen eines operativen Ebits in Höhe von zirka 195 Mio. EUR liegt der Produzent von Strom aus erneuerbaren Energien bereits jetzt nahe an den Zielwerten der aufgestellten Wachstumsstrategie „Fast Forward 2025“, die einen Zielwert in Höhe von 198 Mio. EUR avisierte.

    Insider scheinen von der weiteren Geschäftsentwicklung überzeugt. So kaufte Aufsichtsrat Albert Büll Encavis-Aktie zu einem Preis von 18 EUR und einem Gesamtvolumen in Höhe von 216.000 EUR.


    Der Umstieg auf Wind- und Sonnenenergie sowie die Elektrifizierung des Verkehrs benötigt viele kritische Metalle. Globex Mining besitzt dabei ein einzigartiges Portfolio. Freeport McMoRan vermeldete eine vorübergehende Stilllegung seiner Arbeiten an der Grasbergmine. Dagegen konnte Encavis bei den Zahlen zum Gesamtjahr 2022 in allen Punkten überzeugen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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