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03.03.2026 | 04:15

Nun läuft die Rüstung heiß – Iran, Israel und USA legen nach! Kritische Metalle weiter im Fokus mit Almonty, Thales und Hensoldt

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Bildquelle: pixabay.com

US-Präsident Donald Trump hatte die Atom-Debatte mit dem Iran zur Chefsache erklärt. Nachdem Israel seit Jahren mit der massiven Bedrohung seitens des Mullah-Regimes leben muss, werden jetzt alle Interessen harmonisiert und in eine Strategie gegossen. Die Machthaber sollen gestürzt werden, am liebsten natürlich durch inländische Kräfte mit militärischer Flankierung des Westens. Ob das so einfach wird, darf bezweifelt werden, denn die Revolutionsgarden haben sich in den letzten 10 Jahren zu einer schlagkräftigen Truppe entwickelt und auch Russland dürfte eher als Freund der Iraner am Horizont auftauchen. Für die Börse heißt das, erneute Unruhe und hohe Volatilität. Die alten Gewinner aus dem Bereich Rüstung und Defense setzen zum neuen Höhenflug an. Für den Marathon-Läufer Almonty Industries könnte das Umfeld nicht besser sein: Geopolitische Konflikte, steigende Wolframpreise und Regierungen, die unter Zugzwang stehen. Die Rally geht weiter!

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , THALES S.A. EO 3 | FR0000121329

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Alle Scheinwerfer sind auf Wolfram gerichtet

    Licht aus – Spot on! Der Börsenstar der letzten 12 Monate betritt die Rohstoffbühne und die Message lautet: The Sky is the Limit! Warum ist das so? Über die speziellen Positionierungen der Kanadier im Wolfram-Markt braucht es keine Worte mehr zu verlieren, die Story ist bekannt. Doch wie weit wird der Ball noch nach oben fliegen bevor ihn noch stärkere Hände aus dem Markt reißen. Eine Frage, die sich viele Börsianer seit Wochen stellen, denn die Almonty-Aktie hat sich seit Dezember 2024 nun knapp verzwanzigfacht. Fakt bleibt, dass der sich zuspitzende Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran klar aufzeigt, wie schnell geopolitische Spannungen in harte Lieferkettenrisiken umschlagen können. In solchen Phasen werden kritische Metalle zu sicherheitspolitischen Stellschrauben und Wolfram nimmt dabei eine Sonderrolle ein. Denn kein anderes Metall vereint eine derart hohe Hitzebeständigkeit, Härte und Dichte, was es für Munition, Panzerungen, Raketen, Drohnentechnik und Hochleistungselektronik praktisch unverzichtbar macht.

    Während Diplomatie an Wirkung verliert, rücken Lagerbestände, Förderländer und Exportkontrollen ins Zentrum militärischer Planung. Der Wolframmarkt ist dabei extrem angespannt, der Preis hat sich binnen 12 Monaten nun auf über 1.800 USD mehr als verfünffacht, da China weiterhin den Großteil der globalen Förderung kontrolliert und westliche Staaten zunehmend nach unabhängigen Bezugsquellen suchen. Hier geht es nicht mehr um klassische Konjunkturzyklen, sondern um ausgefeilte Beschaffungs-Thematiken. Der Clou: Almonty hat sich in den letzten 5 Jahren vom Nischenproduzenten zu einem relevanten Lieferanten für nicht-chinesisches Wolfram entwickelt. So markiert der operative Fortschritt bei der Sangdong-Mine in Südkorea den Übergang von Vision zu belastbarer Realität. Und für die Abnehmer aus Rüstungs-, Luftfahrt- und Halbleiterindustrie zählt nicht mehr der günstigste Preis, sondern die garantierte Lieferfähigkeit im Krisenfall.

    Almonty profitiert bewertungsseitig von langfristig kalkulierten Kostenstrukturen, die nun auf ein explodierend hohes Preisniveau treffen. Alle Berechnungen der Historie werden über den Haufen geschmissen, wer zuerst kommt, erhält das Material oder es bekommt eben der nächste in der Schlange. In absehbarer Zeit verstärkt auch der nächste produktionsreife Standort Montana die Angebots-Pipeline, die Vorwärts-Zahlen verbessern sich weiter. Gestern hat das Researchhaus GBC neu gerechnet: Kursziel angehoben von 9,00 auf 28,60 CAD. Blanke Mathematik? Nein, reale Ressourcen-Knappheit produziert rund 1 Mrd. CAD EBITDA im Übergang 2028/29. Mit einem EV/EBITDA-Multiplikator von 5,9 bis 6,8 liegt Almonty bei 3,5 Mrd. CAD Marktwert durchaus im Rahmen der Zeit! The trend is your friend!

    CEO Lewis Black referierte auf dem letzten 18. International Investment Forum (www.ii-forum.com) am 25. Februar über die Chancen von Almonty in einer herausfordernden Zeit. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/hCtXGn1rYk0

    Hensoldt – Anstiegsversuch und Downgrade

    Das deutsche Hochtechnologie-Defense-Unternehmen Hensoldt aus München hatte im Oktober Kursspitzen von 117 EUR erreicht. Daraufhin gab es eine scharfe Konsolidierung auf unter 70 EUR. Hensoldt erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 2,46 Mrd. EUR und verfehlte damit den Konsens der Analysten bei etwa 2,5 Mrd. EUR leicht. Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 18,4 % im Rahmen der Prognosen, besonders stark fiel dazu der Auftragseingang aus, mit dem Zugpferd Sensor- und Verteidigungstechnik. Offenbar hatte die Börse auf mehr gehofft und schickte den Kurs von Januar-Bestmarken um 90 EUR wieder zurück auf 75 EUR. Mit dem Rückenwind der Iran-Krise gab es gestern Ausreißversuche auf 81,50 EUR, die britische Investmentbank Barclays erwies sich im Tagesverlauf aber als Show-Stopper und schickte die Aktie wieder auf Talfahrt. Das Haus senkte das Kursziel von 97 auf 95 EUR mit einer schwachen Positionierungs-Empfehlung von "Equal Weight". Analyst Afonso Osorio resümiert, dass Hensoldt zwar langfristig mit guten Perspektiven aufwartet, aber weiterhin unter kurzfristigen operativen Herausforderungen leidet. Der Experten-Konsens auf der Plattform LSEG liegt mit 5 von 15 Buy-Empfehlungen bei 88,74 EUR – immerhin eine 13 % Chance ausgehend von 78,20 EUR Schlusskurs gestern. Wenig spannend, da auch die Bewertung von KUV 2026e von 4,2 sehr ambitioniert erscheint!

    Thales – Radarsysteme für die Golfregion

    Zur richtigen Zeit am richtigen Ort befindet sich der französische Hochtechnologie-Konzern Thales mit seinen Defense-Projekten für Katar. Aktuell unterstützt man die Emiri Air Force beim Ausbau ihrer Luftverteidigungsfähigkeiten. Auf der Rüstungsmesse DIMDEX in Doha unterzeichnete Katar einen Auftrag über die Lieferung von GM200 und GM400-Radarsystemen der neuesten Generation, um die Überwachung des Luftraums zu verbessern. Hintergrund ist die Bedrohungslage durch immer häufigere Drohnenüberflüge im Luftraum. Moderne Streitkräfte benötigen leistungsfähige Sensoren, die Ziele früh erkennen und die gewonnenen Daten in bestehende Systeme integrieren können. Das System GM200MM/A ist ein mobiles Mehrzweckradar für mittlere Reichweiten und kann auch kleine Ziele in Entfernungen von bis zu 350 Kilometern erfassen. Das GM400α ist für die Luftraumüberwachung auf große Distanzen ausgelegt und bietet eine präzise Zielverfolgung von langsamen, niedrig fliegenden Objekten bis hin zu sehr wendigen Bedrohungen. Thales arbeitet seit 40 Jahren mit Katar zusammen und ist in verschiedenen sicherheitsrelevanten Bereichen im Land aktiv.

    Ein weiterer Benchmark-Auftrag für den stark wachsenden Konzern. Heute werden die Jahreszahlen 2025 berichtet. Sie sollen im Umsatz einen Anstieg von knapp 2 Mrd. EUR auf etwa 21,9 Mrd. EUR bringen, die Perspektiven bis 2030 liegen bei Schätzungen von knapp 29,8 Mrd. EUR – also 50 % mehr als noch im Jahr 2024. Ergebnisseitig soll der Gewinn je Aktie von 6,91 EUR auf 9,35 EUR in 2025 steigen, für 2029 wird 15,72 EUR erwartet. Experten auf der Plattform LSEG haben ein 12-Monats-Durchschnitts-Kursziel von rund 285 EUR im Fokus. Schon gestern erhöhte sich der Preis um weitere 4 % auf 262 EUR. Mal sehen, was die heutigen Jahreszahlen für den Kurs bedeuten. Mit einem KUV 2026e von 2,5 ist Thales im europäischen Rüstungs-Sektor nicht zu teuer.

    Die Aktie von Almonty ist derzeit nicht zu bremsen. Nach spielerischer Überwindung der 20 CAD-Marke im Februar und satten 850 % Plus in 12 Monaten stehen nun neue Kursziele von 28,60 CAD durch das Researchhaus GBC im Raum. Quelle: LSEG vom 02.03.2026

    Wieder plagt uns ein neuer Nahost-Konflikt. Für Investoren ist dies ein Replay des Israel-Hamas-Kriegs der letzten 24 Monate. Meint: Rüstung und kritische Metalle nach oben, Konjunkturperspektiven durch höhere Ölpreise eher nach unten. Für den Gesamtmarkt steigen die Risiken weiter, das stört Rohstoff- und Defense-Anleger aber wenig!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    81,8 Mrd. CAD ist eine Zahl, die aufhorchen lässt. Mit diesem Volumen hat Kanadas Regierung nicht einfach ein Budget erhöht, sondern eine neue industrielle Grundordnung für die Verteidigungspolitik des Landes vorgelegt. Die alten Regeln gelten nicht mehr. In den letzten Jahren gab es für kanadische Rüstungsunternehmen zähe Entscheidungsprozesse, jahrelange Beschaffungszyklen und ein Großteil des erhofften Budgets floss ins Ausland ab. Die neue Defence Industrial Strategy ist kein gewöhnliches Politpapier. Sie ist ein klares Bekenntnis zu einer "Build in Canada"-Philosophie. 70 % der Beschaffungsausgaben sollen künftig an heimische Firmen gehen. Gleichzeitig werden unbemannte Systeme und autonome Technologien offiziell zu "souveränen Kernfähigkeiten" erklärt. Dieser Bereich, in dem Volatus Aerospace gut aufgestellt ist, bekommt einen strategischen Status und wird in Zukunft priorisiert.

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    Täglich prasseln eine Vielzahl von News auf die Kapitalmärkte ein. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf internationalen Krisen, welche wiederum hohe Implikationen auf die Ökonomien der Staaten haben. So rücken Zonen mit großen fossilen Energiereserven in den Vordergrund, ebenso werden seit Monaten Knappheits-Szenarien bei kritischen Metallen diskutiert und entsprechend neu bewertet. Hightech- und KI-Aktien leben vom stetigen Zufluss an Rechenpower und sind auf den versprochenen Ausbau der elektrischen Infrastruktur angewiesen. Dazu braucht es eine Vielzahl von Rohstoffen aus dem Metallbereich. Power Metallic Mines hat sich mit seinem NISK-Projekt perfekt in das aktuelle Geschehen eingebracht, hingegen Oracle und SAP sind getrieben von ihren Cloud- und Datenmodellen, die durch KI in Missgunst geraten. Hier muss sich zeigen, ob auf der Ertragsseite ein Revival im Sinne der Analysten-Schätzungen stattfinden kann. Die Überzeugungsarbeit ist nicht leicht, wir analysieren die Begleitumstände.

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