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02.02.2026 | 04:45

Energie: Das Nadelöhr der Märkte - wie Anleger mit American Atomics, Nordex und Siemens Energy davon profitieren!

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Bildquelle: pixabay.com

Energie ist eine zentrale Determinante der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften und Unternehmen. Verfügbarkeit, Preis und Versorgungssicherheit beeinflussen unmittelbar Kosten und damit die Preise von Produkten und Dienstleistungen. Erneuerbare Energien sind wichtig, aber die schwankende Stromerzeugung, das Risiko von Dunkelflauten und die bislang begrenzte Speicherfähigkeit stellen erhebliche Herausforderungen dar. Vor diesem Hintergrund erlebt Uran als verlässlicher Energieträger ein Comeback. Viele Tech-Giganten wie Alphabet, Microsoft, Amazon oder Meta setzen bereits auf Atomstrom, um damit den riesigen Energiebedarf ihrer Rechenzentren und KI-Infrastrukturen zuverlässig und CO2-arm zu decken. Als Profiteur dieses Trends gilt American Atomics. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, eine vollständig integrierte nordamerikanische Wertschöpfungskette aufzubauen, und nutzt dabei den politischen und strukturellen Rückenwind.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

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Inhaltsverzeichnis:


    American Atomics – Profiteur einer neuen Energie-Ära

    Zahlreiche Studien prognostizieren eine massive Ausweitung der globalen Atomkapazitäten in den nächsten Jahren und Dekaden. Enormer Stromhunger und das Erreichen von CO2-Zielen sind die treibenden Kräfte. Die Analysten der Bank of America sehen beim Uranpreis erhebliches Aufwärtspotenzial und prognostizieren im laufenden Jahr einen Anstieg auf bis zu 135 USD je Pfund. Gegenüber dem aktuellen Preis in der Region von 80 USD würde das einen markanten Zuwachs bedeuten.
    Die hohe geografische Konzentration der Uranförderung in Russland und Kasachstan sowie der zunehmende politische Druck zur Absicherung strategischer Lieferketten beschleunigen den Aufbau eigenständiger Strukturen in der westlichen Welt. Von dieser Entwicklung wird American Atomics massiv profitieren.
    Die Kanadier verfolgen einen integrierten, vom „Erz zum Reaktor“-Ansatz und haben sich zum Ziel gesetzt, die ganze Wertschöpfungskette der Brennstoffversorgung in Nordamerika abzubilden. Das erstreckt sich von der Exploration und Gewinnung von Uran über die Raffinierung und Umwandlung bis hin zur Produktion spezieller nuklearer Brennstoffe. Bedeutsam ist die geplante Produktion von High-Assay Low-Enriched Uranium (HALEU). HALEU ist ein Brennstoff, der dringend für neue, fortschrittliche Atomreaktoren benötigt wird.
    Geografisch liegt der Fokus der Gesellschaft auf historisch produktiven Uranbecken wie dem Lisbon-Valley-District im US-Bundesstaat Utah. Hier befindet sich das Flaggschiff-Projekt Big Indian. Die große Liegenschaft verfügt durch den bislang wenig erforschten Bereich auf der Ostseite des Tals über signifikantes Potenzial. Vorteilhaft ist zudem die geografische Nähe zu einer Region die historisch bereits 78 Mio. Pfund Triurandioxid (U₃O₈) lieferte. Zudem verfügt die Gesellschaft über zwei weitere Projekte - das Nuvemco-Projekt im US-Bundesstaat Colorado und das Kenora-Projekt in der kanadischen Provinz Ontario.
    Die Region Nordamerika als Aktionsfeld ist aus einer Reihe von Gründen vorteilhaft, da sie Bergbauhistorie, Rechtssicherheit, Zugang zu Fördermitteln und Investoren sowie große Absatzmärkte vereint. Um die Marktchancen effektiv zu nutzen, beteiligt sich die Gesellschaft aktiv an branchenübergreifenden Initiativen, Konsortien und Joint Ventures, die darauf abzielen, eine robuste, nordamerikanische und von ausländischen Quellen unabhängige Versorgung mit nuklearen Brennstoffen aufzubauen.
    Hervorzuheben ist dabei die Zusammenarbeit mit dem U.S. Department of Energy (DOE) und anderen Unternehmen des Nuclear Fuel Cycle Consortium, einem vom DOE unter dem Defense Production Act initiierten Branchenverband. Richtungsweisend ist zudem ein 50/50 Joint Venture mit dem Experten für Metallverarbeitung CVMR. Ziel ist der Aufbau einer modularen, skalierbaren Uran-Mühle und Verarbeitungseinheit in den USA. Damit soll eine der ersten industriellen Uranmühlen in Nordamerika etabliert werden, die modulare und umweltfreundliche Technologien nutzt und neue Maßstäbe bei der umweltschonenden Veredelung setzen soll.
    Bei einem aktuellen Aktienkurs von knapp 0,30 CAD weist die Gesellschaft eine moderate Börsenbewertung von 13 Mio. CAD auf. Wer mehr über American Atomics und die aktuelle Unternehmensentwicklung erfahren möchte, sollte sich für das International Investment Forum (https://ii-forum.com/) am 25. Februar 2026 anmelden. Dort wird Gründer Conor Lynch präsentieren.

    https://youtu.be/NZEQ7_2MUgA

    Nordex – Großaktionärin steigt komplett aus

    Ende der vergangenen Handelswoche gerieten die Aktien des norddeutschen Windkraftlagenherstellers kurzfristig unter Druck. BMW-Erbin und Großaktionärin Susanne Klatten veräußerte nach Bloomberg-Angaben 7 Mio. Papiere bzw. rund 3 % des Grundkapitals zu einem Preis von 32,15 EUR. Aktuell ist die Gesellschaft mit rund 8 Mrd. EUR bewertet. Die Anteilsscheine haben sich in den letzten 12 Monaten verdreifacht.
    Im vergangenen Jahr legte der Auftragseingang von Nordex um rund 23 % auf einen Rekordwert von 10,2 Gigawatt (GW) zu. Allein im starken vierten Quartal konnte der Konzern neue Orders im Volumen von 3,6 GW verzeichnen. Historisch wurden 57 GW in über 40 Märkten installiert. Im laufenden Jahr rechnen Analysten mit einem Umsatzzuwachs von knapp 10 % auf 8,3 Mrd. EUR und einem fast 3-mal höheren Ergebnisanstieg auf 311 Mio. EUR. In Summe halten die Experten die Aktie jedoch nach dem guten Lauf für angemessen bewertet.
    Laut dem Verband WindEurope liegt Europa hinter seinen Zielen beim Ausbau der Windkraftenergie. Deutschland hebt sich von dieser Entwicklung hingegen deutlich ab. In keinem anderen Land wurden so viele Windräder errichtet. Laut diversen Branchenverbänden stieg im vergangenen Jahr die installierte Leistung um mehr als die Hälfte auf 5,2 GW. Damit war 2025 das zweitbeste Jahr beim Ausbau der Windenergie überhaupt. Nordex untermauerte in diesem Marktumfeld seine starke Position. Gemessen in Megawatt stammt 31,5 % aller neu ans Netz angeschlossenen Windkraftanlagen von den Norddeutschen.

    Siemens Energy – Einstieg bei Kupferspezialist Asta Energy

    Branchenvertreter wie ABB und GE Vernova lieferten in den letzten Tagen gute News. Das half auch den Aktien des Dax-Konzerns, dessen Anteilsscheine bei über 140 EUR in der Nähe des Allzeithochs notieren. Jüngst bestätigten die Experten der Deutschen Bank die Kaufempfehlung für die Aktie und erhöhten das Kursziel auf 170 EUR. Die Analysten machen eine historisch hohe Gasturbinen-Nachfrage aus.
    Durch die Bank weg laufen die Geschäfte von Siemens Energy sehr gut. Das hatte den Konzern vor wenigen Monaten dazu veranlasst die Mittelfristziele für Umsatz und insbesondere für Margen anzuheben. Zudem wurde ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm gestartet.
    Zuletzt beteiligte sich der Konzern am IPO des österreichischen Kupferspezialisten Asta Energy Solutions. Zum Ausgabepreis von 29,50 EUR zeichnete Siemens Energy Anteilsscheine im Volumen von rund 25 Mio. EUR. Die Papiere beendeten den ersten Handelstag mit 40 EUR – ein schöner Erfolg.
    Mit dem Emissionserlös von insgesamt 125 Mio. EUR wollen die Österreicher das weitere Wachstum finanzieren und von der steigenden Nachfrage durch die Energiewende profitieren. Asta Energy fertigt weltweit an sechs Standorten Kupferanwendungen, die in Hochspannungstransformatoren, Generatoren und immer mehr auch in Rechenzentren verbaut werden.

    Fazit

    American Atomics will eine autonome, nordamerikanische Wertschöpfungskette für nukleare Brennstoffe aufbauen und so zur Energie- und Versorgungssicherheit beitragen. Strategie, Geografie, Timing und die Größe des adressierbaren Marktes sprechen eindeutig für das Unternehmen, welches angesichts der riesigen Potenziale mit aktuell 13 Mio. CAD unterbewertet ist. Die Geschäfte von Nordex und Siemens Energy laufen auf Rekordniveau. Während Analysten die Aktie des Windkraftanlagenherstellers für fair bewertet ansehen, trauen die Experten den Anteilsscheinen von Siemens Energy in den nächsten 12 Monaten weitere Zuwächse zu.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    Es gibt eine exklusive Liga von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle eine solche Anziehungskraft entwickelt haben, dass sie sich dem klassischen Wettbewerb entziehen. Wenn Konsumenten heute an Online-Handel denken, führt der Weg fast zwangsläufig zu Amazon. Geht es um sportliche Performance, ist Nike weltweit die erste Adresse. Diese Konzerne haben sogenannte wirtschaftliche Burggräben geschaffen, die nicht nur auf Marketing basieren, sondern auf einer tiefen Integration in unser aller Alltag. Im Bereich der strategischen Rohstoffe zeichnet sich nun eine ähnliche Entwicklung ab, allerdings weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Almonty Industries, ein westlicher Produzent des kritischen Metalls Wolfram, ist dabei, eine Position zu besetzen, die strukturell an die Dominanz der großen Tech-Giganten erinnert. Während China den globalen Wolfram-Markt historisch kontrollierte, baut Almonty mit seiner Sangdong-Mine in Südkorea sowie weiteren Projekten das westliche Gegenstück auf. Das Unternehmen verfügt über das größte Wolfram-Vorkommen außerhalb Chinas und kombiniert diese geologische Einzigartigkeit mit einer technologischen Weitsicht, die es vom einfachen Bergbauunternehmen zum unverzichtbaren Partner für die Rüstungs- und Hightech-Industrie macht.

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