Menü schließen




22.04.2026 | 05:00

Im Zentrum der Industrie-Transformation: HPQ Silicon, Plug Power und Evonik

  • pyrogene Kieselsäure
  • Grundstoffe
  • Chemie
  • Batterietechnologie
  • Wasserstoff
Bildquelle: KI

Die Industrie benötigt Next-Level-Materialien für die Energie- und Mobilitätswende. Beide Megatrends erfordern ganz besondere Stoffe - sei es für leistungsfähigere Batterien, effizientere Energiespeicher oder skalierbare Wasserstoffinfrastruktur. Während etablierte Chemiekonzerne wie Evonik Industries durch die nachhaltige Produktion von pyrogener Kieselsäure dafür sorgen, dass moderne Batterien nicht zu heiß werden, bauen Wasserstoff-Pioniere wie Plug Power ein flächendeckendes Ökosystem auf. Das junge Unternehmen HPQ Silicon passt mit innovativen Verfahren zur emissionsarmen Herstellung von Nanomaterialien und Silizium-Anoden ins Bild. Durch die Zusammenarbeit mit dem Start-up Novacium erreichte HPQ Silicon zuletzt einen Meilenstein: Die neuen GEN4-Batteriezellen übertrafen mit einer Kapazität von über 7.000 mAh herkömmliche Industriezellen deutlich. Gleichzeitig bietet die von HPQ entwickelte Technologie zur On-Demand-Wasserstofferzeugung eine dezentrale Alternative zu Elektrolyse-Infrastruktur, wie sie etwa Plug Power anbietet. Investoren können aufhorchen: HPQ Silicon besetzt die Schnittstelle zwischen Spezialchemie und aufstrebender Wasserstoffwirtschaft.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , EVONIK INDUSTRIES NA O.N. | DE000EVNK013

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Evonik: Spezialchemie für Zukunftstechnologie

    Der Chemiekonzern Evonik Industries liefert essenzielle Grundstoffe für die Industrie. Mit seiner Kernmarke AEROSIL ist das Unternehmen ein wichtiger Akteur auf dem globalen Markt für pyrogene Kieselsäure und erreicht laut Marktstudien von Global Market Insights einen Marktanteil von über 14,5 %. Diese Produkte sind unverzichtbar für moderne Lithium-Ionen-Batterien, da sie thermische Stabilität, Wärmeleitung und Sicherheit verbessern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von 14,1 Mrd. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA von 1,87 Mrd. EUR. Um die Profitabilität in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld weiter zu steigern, zielt das Kostenoptimierungsprogramm Evonik Tailor Made auf jährliche Einsparungen von 400 Mio. EUR bis Ende 2027 ab. Für Investoren bleibt Evonik ein defensiver Stabilitätsanker mit einer verlässlichen Dividendenpolitik, der vom Wachstum der Batterie-Industrie profitiert. Da die klassische Herstellung von pyrogener Kieselsäure jedoch sehr energieintensiv ist, wächst der ESG-Druck auf den Konzern, was Innovationen für emissionsarme Produktionswege in den Fokus rückt.

    Plug Power: Skalierung der Wasserstoffwirtschaft

    Plug Power verfolgt die wohl ambitionierteste Strategie im Bereich der grünen Wasserstoffwirtschaft, indem der Konzern die vollständige vertikale Integration der Wertschöpfungskette anstrebt. Vom Bau eigener Elektrolyseure bis zur Lieferung von flüssigem Wasserstoff und Brennstoffzellen bietet das Unternehmen ein umfassendes Ökosystem für Unternehmenskunden. 2025 steigerte Plug Power seinen Gesamtumsatz auf rund 710 Mio. USD. Ein historischer Wendepunkt wurde im vierten Quartal 2025 erreicht, als das Unternehmen mit 5,5 Mio. USD erstmals einen positiven Quartalsbruttogewinn ausweisen konnte. Diese Entwicklung zeigt, dass das Restrukturierungsprogramm Project Quantum Leap erste Früchte trägt und der operative Cash-Burn von 728,6 Mio. USD auf 535,8 Mio. USD merklich reduziert werden konnte. Als weiterer strategischer Meilenstein gilt der Zuschlag für ein 275-Megawatt-Projekt für grünen Wasserstoff in Québec, das als Blaupause für künftige Anlagen dienen soll.

    HPQ Silicon: Der technologische Brückenbauer

    Genau an der Schnittstelle dieser beiden Milliardenmärkte positioniert sich der agile Tech-Pionier HPQ Silicon. Das Unternehmen entwickelt in Partnerschaft mit PyroGenesis Canada den sogenannten Fumed Silica Reactor, der eine plasmabasierte, emissionsarme Herstellung von pyrogener Kieselsäure in einem einzigen Schritt ermöglicht. Im Februar unterzeichneten beide Unternehmen laut Berichten von ChemAnalyst eine Absichtserklärung für den Bau einer kommerziellen Anlage mit einer Jahreskapazität von 1.000 t. Gelingt die Skalierung, könnte die Technologie von HPQ Silicon klassisch hergestellte pyrogene Kieselsäure ausstechen. Gleichzeitig revolutioniert HPQ gemeinsam mit dem Partner Novacium den Markt für Batteriematerialien durch die neuen Silizium-Anoden der Marke ENDURA+, die in Tests eine Kapazität von 7.030 mAh in einer 21700-Zelle erreichte.In diesem Bereich besteht seit Anfang 2025 auch eine Kooperation mit dem französischen Militär. Das Unternehmen bietet zudem eine Technologie zur dezentralen, bedarfsgerechten Wasserstofferzeugung, die insbesondere für Nischenanwendungen entscheidende operative Vorteile gegenüber zentralen Systemen liefert. Die möglichen Anwendungsfälle sind vielfältig. Denkbar ist jeder Einsatz abseits großer Industriezentren.

    Chancen für Investoren – Innovator HPQ in spannender Phase

    Für Investoren sind alle drei Unternehmen aufgrund ihrer Bedeutung für die Energie- und Mobilitätswende interessant: Evonik ist der dividendenstarke Blue-Chip, der die Batteriewirtschaft mit kritischen Materialien im großen Stil beliefert. Plug Power erreicht als vollintegrierter Wasserstoff-Pionier zunehmend die Profitabilität. Das größte Potenzial schlummert allerdings in HPQ Silicon, da das aufstrebende Unternehmen bewährte Grundstoffe besser und umweltfreundlicher machen will und auf seinem Weg bereits große Fortschritte erreicht hat. Gelingt der operative Hochlauf könnte das junge Unternehmen ins Zentrum der nächsten Produktgeneration von Batterieherstellern und Wasserstoffwirtschaft werden. Das aktuelle Marktumfeld, in dem es mehr denn je auf saubere und effiziente Lösungen ankommt, spielt HPQ Silicon in die Karten. Lukrative Lizenzvereinbarungen, Partnerschaften oder auch eine Übernahme des jungen Players sind nicht ausgeschlossen.

    HPQ Silicon hat zuletzt operativ Fortschritte gemacht - wann startet die Aktie durch?

    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 01.09.2026 | 05:10

    AeroVironment, HPQ Silicon, BAE Systems – Jetzt entscheidet die Batterie

    • Batterietechnologie
    • Rüstung

    Drohnen verändern die moderne Kriegsführung grundlegend. Was früher Millionen kostete, kann heute mit vergleichsweise günstigen unbemannten Systemen aufgeklärt oder bekämpft werden. Entsprechend schnell fahren westliche Staaten ihre Beschaffung hoch. Doch mit den Anforderungen wachsen auch die technischen Herausforderungen. Reichweite, Nutzlast und Einsatzdauer hängen entscheidend von der Energieversorgung ab. Leistungsfähigere Batterien werden damit zu einer Schlüsseltechnologie des Drohnenbooms. Davon könnten nicht nur die großen Rüstungskonzerne profitieren, sondern auch bislang wenig beachtete Zulieferer.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 28.08.2026 | 05:55

    Wind, Wasserstoff, Weltklasse-Dividende: Nordex und Enapter kämpfen, RE Royalties sahnt ab

    • GreenFinance
    • Energiewende
    • Windkraft
    • Wasserstoff
    • Dividendenrendite
    • RE Royalties
    • Nordex
    • Enapter

    An der Energiewende zeigen sich alle Facetten des Börsenwahnsinns. Die Aktie von Nordex hat sich vervielfacht, doch plötzlich sorgen Politik und Analysten für Gegenwind. Enapter hingegen liegt am Boden und will zurück nach oben. Am anderen Ende der Skala steht ein kanadischer Nebenwert, der von neuen Energien profitiert, ohne selbst ein Windrad oder einen Elektrolyseur zu bauen: RE Royalties. Seit Jahren zahlt das Unternehmen zuverlässig hohe Dividenden, nur der Kurs will sich partout nicht bewegen. Anleger haben die Wahl zwischen Wasserstoff-Absturz, Windkraft-Achterbahn und Weltklasse-Dividende.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Matthias Schomber vom 24.08.2026 | 07:30

    Rendite-Chancen bei Rüstung, Wasserstoff und Green-Tech: Wie sich Deutz, Nel ASA und MustGrow Biologics jetzt für den Befreiungsschlag rüsten!

    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie
    • Senfextrakte
    • senf
    • Agrartechnologie
    • Wasserstoff
    • Pflanzenschutz

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Trumps harte Haltung im Iran-Konflikt und die Blockade der Straße von Hormus halten die Finanzmärkte schon seit Wochen und Monaten auf Trab. Dieses Thema wird uns wohl auch noch eine ganze Weile begleiten. Diese geopolitischen Krisen verschieben aber an den Börsen gerade massiv die Gewichtungen, denn während Werte mit Rüstungsbezug wieder mehr Rückenwind bekommen, verlieren viele ehemalige Wasserstoff-Hype-Aktien weiter an Boden. Die Deutz AG schwenkt z. B. mit Milliarden-Übernahmen in den Wehrtechnik-Sektor um und trifft damit genau den aktuellen Nerv der Märkte. Bei Nel ASA zeigt sich hingegen das Gegenteil, denn trotz voller Auftragsbücher bremsen schwache Margen das Papier aus. Abseits dieser beiden Unternehmen entwickelt sich mit MustGrow Biologics ein kleineres Unternehmen in einer Nische. Der kanadische Agrar-Biotech-Spezialist punktet mit Fortschritten beim nachhaltigen Pflanzenschutz und steht möglicherweise vor einem charttechnischen Ausbruch.

    Zum Kommentar