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17.12.2025 | 04:00

Jahresend-Rally voraus! Ausgewählt für 2026 positionieren bei Almonty, DroneShield, thyssenkrupp und TKMS

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  • Strategische Metalle
Bildquelle: pixabay.com

Unfassbare Volatilität zum Jahresende. Wen wundert´s – das abgelaufene Börsenjahr geht als eines der besten DAX- und NASDAQ-Jahre in die Börsengeschichte ein. Und das bei schrumpfendem Wirtschaftswachstum und steigender Inflation. Aber erfahrene Investoren wissen es bereits: Inflation beflügelt Aktienkurse und was noch besser antreibt, ist Rüstung. Krieg ist schrecklich, füllt aber die Kassen der Finanziers, ganz vorne dabei ist dabei immer die USA. Nach außen verkauft sich Donald Trump gerne als Friedensbringer, aber noch immer sind die USA der weltweit größte Produzent von Angriffs- und Verteidigungs-Technik. Die Geschäfte florieren, auch die NATO ist einer der größten Kunden und der Bedarf geht in die Billionen. Ob das Jahr 2026 genauso weiterlaufen wird wie gehabt, wird zwar angezweifelt, aber Kriege ermöglichen zumindest weiterhin das Gelddrucken auf Hyperniveau. Dadurch dreht sich das gigantische Schulden-Schwungrad immer schneller - so funktionieren die FIAT-Geldsysteme seit Jahrtausenden! Wo liegen Chancen für risikobewusste Anleger?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Kapitalbedarf erledigt, jetzt Vollgas

    Der Experte für kritische Metalle, Almonty Industries, profitiert derzeit von einem grundlegenden Stimmungswandel an den Rohstoffmärkten, bei dem nicht mehr kurzfristige geopolitische Schlagzeilen, sondern belastbare Lieferketten und strategische Einbindung in westliche Industrien den Ausschlag für Bewertungen geben. In diesem Umfeld rücken Wolfram und Molybdän als sicherheitsrelevante Metalle in den Fokus, da sie für Verteidigungssysteme, Luft- und Raumfahrt, Halbleiterfertigung sowie den Ausbau von KI-Infrastruktur unverzichtbar sind.

    Ein regelrechter Paukenschlag erreichte die Märkte am 11. Dezember! Almonty Industries lancierte eine Kapitalerhöhung über 129,37 Mio. USD, eine Größenordnung, die man dem Unternehmen nach der letzten Maßnahme im Oktober nicht zugetraut hat. Trotz kurzfristigem Erstaunen, dominiert jetzt die Auffassung, dass es in der nahen Zukunft keine weitere Verwässerung mehr geben wird. Denn operativ untermauert das Unternehmen seine Zukunftsziele mit einem klar definierten Wachstumspfad. In der portugiesischen Panasqueira-Mine läuft ein umfangreiches Bohrprogramm, das die Erweiterung auf das neue Produktionsniveau „Level 4“ vorbereiten soll. Rund 14.000 Bohrmeter innerhalb eines Jahres dienen dazu, das Ressourcenmodell zu aktualisieren, neue Vererzungszonen zu identifizieren und sowohl Fördermenge als auch Minenlaufzeit nachhaltig zu verlängern. Parallel dazu steht mit der Sangdong-Mine in Südkorea eines der historisch größten und hochgradigsten Wolframprojekte weltweit kurz vor der Eröffnung. Nach dem Hochfahren auf Volllast könnte Sangdong künftig den Großteil der nicht-chinesischen Wolframproduktion stellen und sich zur zentralen Cash-Flow-Quelle des Konzerns entwickeln.

    Mit der vollständigen Übernahme des Gentung Browns Lake-Projekts in Montana hat Almonty zudem einen strategischen Schritt in den US-Markt vollzogen. Das Projekt liegt in einem etablierten Wolframdistrikt, verfügt über geprüfte Untertagelagerstätten in Skarn-Gestein, hohe metallurgische Ausbeuten und bestehende Infrastruktur, was die Entwicklungsrisiken deutlich senkt. Nach aktueller Planung soll Gentung Browns Lake ab der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein und jährlich rund 140.000 MTU Wolframoxid liefern.
    Nach der 130 Mio. USD-Maßnahme betont CEO Lewis Black, nun vollständig finanziert zu sein und vorerst keine weiteren Kapitalmaßnahmen zu planen. Die freiwillige Rücknahme des Base-Shelf-Prospekts unterstreicht dieses Versprechen. Unterstützt von höheren Wolframpreisen und langfristigen Abnahmeverträgen verdichtet sich die Investmentstory zu einem seltenen Mix aus geopolitischer Relevanz, operativem Hebel und planbarer Skalierung. Research‑Häuser halten den Daumen nach oben und rechnen bereits für 2026 mit kräftig steigenden Umsätzen und Ergebnissen. Oppenheim Research sieht gute Chancen auf ein Ziel von 12 USD, für die deutsche Sphene Capital könnten in 36 Monaten durchaus 13,50 CAD erreicht werden. Spannend!

    CEO Lewis Black referierte auf dem letzten 17. International Investment Forum (www.ii-forum.com) am 3. Dezember ganz ohne Präsentation. Der Eindruck zu Almonty gestaltete sich damit umso intensiver. Hier geht´s zum Video.

    Auch IIF-Moderatorin Lindsay Malchuk liefert einen neuen Einblick in den Wolfram-Deal in Montana.

    https://youtu.be/CDgG7rkTUuY

    DroneShield – Was für ein Revival!

    Oft hatten wir auf die horrende Bewertung der DroneShield-Aktie hingewiesen. Mit seltsamen Options- und Verkaufsaktionen schossen sich die Australier jüngst selbst aus dem Orbit. Denn als bekannt wurde, dass Mitarbeiter und Führungskräfte ca. 5 % des umlaufenden Aktienkapitals ohne Rücksicht auf Verluste auf den Markt warfen, stürzte der Kurs um über 80 % von zuvor 3,80 auf 0,85 EUR ab. Doch nun dieser Anstieg! Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist der Titel nun kräftig gestiegen, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag im Volumen von 49,6 Mio. AUD erhalten hat. Über einen europäischen Vertriebspartner liefert DroneShield dabei moderne Drohnenabwehrsysteme an einen militärischen Endkunden und stärkt damit seine Position im sicherheitsrelevanten Technologiemarkt. Ein wesentlicher Teil der benötigten Hardware befindet sich bereits im Lagerbestand, was eine zügige Abwicklung ermöglicht. Die vollständige Auslieferung und Zahlung können bis Ende des ersten Quartals 2026 erwartet werden. Die Anleger wischten die zuletzt belastenden Vorgänge vom Tisch und griffen wieder zu. Insgesamt verzeichnet DroneShield seit Jahresbeginn ein Kursplus von rund 250 % und profitiert weiterhin von der weltweit wachsenden Nachfrage nach effektiven Drohnenabwehrlösungen. Spekulativ sicherlich beachtenswert, aber fundamental überteuert!

    thyssenkrupp und TKMS – Analysten sehen Potenzial

    Der Duisburger Stahlkonzern thyssenkrupp profitiert von der Auslagerung der Marine-Tochter TKMS. Denn durch die Neuordnung der Schulden in der Bilanz, verringert sich auch der so unbeliebte Konglomeratsabschlag an der Börse. Die nun eigenständige TKMS kann sich sogar über positive Analystenkommentare freuen, viel Vorschusslorbeeren auf den neuen Titel. Nach den Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 ist die Deutsche Bank sehr optimistisch bezüglich des Potenzials für eine mittelfristige Margensteigerung. Obwohl die endgültigen Ergebnisse wichtiger Aufträge erst für 2026 erwartet werden, überzeugen die langfristigen Wachstumsmöglichkeiten beim Umsatz, was auch die EBIT-Prognosen erhöht. Deutsche Bank votiert mit „Buy“ und einem 12-Monatskursziel von 82 EUR, der Konsens auf der Plattform LSEG ebenfalls auf diesem Niveau. Herausragend die Voten von Metzler und mwb research mit 96 bzw. 100 EUR. Auch für die Mutter thyssenkrupp hat sich das Sentiment verbessert. Hier taxieren Experten sogar ein Kursziel von 10,90 EUR. Ein starkes Votum, denn immerhin hat die TKA-Aktie bereits einen Anstieg von 194 % von 2,86 bis 9,24 EUR hinter sich gebracht. Beide Titel sind langfristig interessant, aber kurzfristig zu teuer!

    In den letzten 3 Monaten kam es im Rüstungs- und Defense-Sektor zu einer Konsolidierung. 30 % Rückgang für Almonty, aber ein 80 % Einbruch bei DroneShield. Wer hätte das gedacht? thyssenkrupp profitiert von der Abspaltung seiner Marine-Tochter, TKMS selbst ist wohl schon üppig bewertet. Quelle: LSEG vom 16.12.2025

    Rüstungs- und Defense-Aktien lieferten in 2025 einen guten Beitrag zur Portfoliorendite. Man darf allerdings davon ausgehen, dass es in 2026 wegen zunehmender Tendenz zur Friedensstiftung auch mal zu ausgedehnten Gewinnmitnahmen kommen wird. Für Unternehmen wie Almonty Industries zählt aber weniger der Defense-Aspekt, als die allseits erwartete Eröffnung der südkoreanischen Wolfram-Mine Sangdong. Ob DroneShield nach all dem Trouble einen zweiten Hype generieren kann?


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Adipositas
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    • Zahlungsplattform
    • Bezahlsysteme

    Die Börse spaltet sich! Während Bergbauwerte von geopolitischen Verwerfungen und der strategischen Rohstoffjagd profitieren, stürzen etablierte Börsenkonzerne bei kleinsten Enttäuschungen ab. Dieser radikale Wandel markiert das Ende der Globalisierungslogik. Heute schlägt Resilienz die Effizienz. Drei völlig unterschiedliche Unternehmen stehen exemplarisch für diese neue Ära: Der Wolfram-Produzent Almonty Industries, der Pharmariese Novo Nordisk und der Zahlungsdienstleister PayPal. Wir analysieren die aktuelle Situation.

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    • Versorgungssicherheit
    • kritische Rohstoffe
    • Seltene Erden
    • Rüstung
    • Flammschutz

    Es gibt Momente, in denen geopolitische Brüche ganze Industriezweige durcheinanderbringen. Wer sich an das Jahr 2010 erinnert, weiß, wovon die Rede ist: Damals drehte China im Streit um die Senkaku-Inseln den Export für Seltene Erden faktisch ab. Die westliche Industrie stand unter Schock, Preise explodierten und ein kleiner, bis dahin kaum beachteter australischer Explorer namens Lynas Rare Earths avancierte über Nacht zur einzigen Hoffnung der westlichen Welt. Heute, 15 Jahre später, erleben wir ein Déjà-vu: Diesmal steht jedoch nicht Neodym im Fokus, sondern Antimon – das vergessene Metall, ohne das die Rüstungsindustrie stillsteht. Wieder dominiert China den Markt, wieder werden Exportbeschränkungen als politische Waffe eingesetzt und wieder sucht der Westen händeringend nach einer sicheren Alternative. In diesem Szenario tritt Antimony Resources auf den Plan. Das Unternehmen steht heute genau an jenem Punkt, an dem Lynas vor seinem legendären Aufstieg stand: Es kontrolliert ein Antimon-Projekt in einer sicheren Jurisdiktion, das die Abhängigkeit vom Osten brechen kann.

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    • Rüstungsindustrie
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    Der explosionsartige Anstieg des Silberpreises in fast einer Linie von rund 35 auf 122 USD bis Ende letzter Woche, fordert jetzt seinen spekulativen Tribut. Um mehr als 300 % hat sich das Edelmetall binnen 14 Monaten nach oben geschwungen, begleitet von einer großen Gerüchteküche zu riesigen Shortpositionen und extremen Problemen für die Terminbörsen in der Materialbereitstellung. Fakt bleibt, dass Silber seit einigen Jahren in verschiedenen HighTech-Industrien von Windkraft, über E-Mobilität bis hin zu modernster Rüstungs-Technik Verwendung findet. Hersteller sollen wegen drohender physischer Defizite auch sehr stark mit Eindeckungskäufen am Markt gesichtet worden sein. Branchenkreise berichten von einem möglichen Defizit von über 1 Mrd. Unzen im März-Settlement – das entspricht rund 125 % einer gesamten Jahresförderung. Neben dem spannenden Silber-Explorer Silver Viper analysieren wir auch thyssenkrupp, die Tochter TKMS und den Börsenneuling CSG. Es lohnt sich weiterzulesen.

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