Menü schließen




30.01.2026 | 04:30

Ist Antimon das neue Wolfram? Warum Antimony Resources eine ähnliche Story wie Almonty Industries werden kann

  • Kritische Rohstoffe
  • Strategische Metalle
  • Knappheit
  • China
  • Antimon
Bildquelle: pixabay.com

Aus der Nische ans Licht! Antimon galt über Jahrzehnte als vergessenes Metall, bis geopolitische Verwerfungen den Fokus auf kritische Metalle lenkten. Heute steht es im Zentrum einer geopolitischen und wirtschaftlichen Neuordnung, weil es für zahlreiche Hochtechnologien und Verteidigungsanwendungen unverzichtbar ist. China, als jahrelanger dominierender Lieferant, hat seine Exporte drastisch eingeschränkt, was in vielen Industrien von Batterieproduktion bis militärischer Ausrüstung zu spürbaren Versorgungsengpässen führte und Preise jüngst auf historische Niveaus treibt. Diese Beschränkungen haben strategische Lieferketten ins Wanken gebracht und westliche Regierungen wie die USA zu massiven Sicherungsmaßnahmen veranlasst. Analysten und Medien heben hervor, dass diese Knappheit nicht nur ein vorübergehendes Marktphänomen, sondern ein industriepolitisches Thema ist, das Produktion, Preise und Investitionen weltweit beeinflusst. Der kanadische Explorer Antimony Resources ist gerade dabei, seine Story zu entfachen, die in ihrer Anfangszeit viele Parallelen zu Almonty Industries zeigt. Es lohnt ein genauerer Blick.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.
    "[...] Im Sommer planen wir ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung unserer Lagerstätte. [...]" Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.

    Zum Interview

     

    Antimon - Die Rückkehr eines vergessenen Metalls

    Antimon war über Jahre ein Randrohstoff, meist als Metall-Nebenprodukt gefördert und strategisch unterschätzt. Diese Phase scheint nun vorbei. Heute gilt Antimon als Engpassmetall für moderne Verteidigungssysteme, Flammschutzanwendungen und bestimmte Hochleistungsbatterien, ohne die ganze Industriezweige nicht funktionsfähig wären. Dieser Wandel wird nicht nur durch Nachfrage, sondern auch durch geopolitische Versorgungsrisiken verstärkt: China kontrolliert rund 70 % der globalen Produktion und hat wiederholt Exportkontrollen eingesetzt, was die Großhandelspreise zeitweise von etwa 15.000 USD/t auf über 60.000 USD/t steigen ließ. In diesem Umfeld zielt Antimony Resources darauf ab, eine erste nordamerikanische, politisch stabile Quelle für diesen kritischen Rohstoff zu entwickeln. Irgendwie werden Erinnerungen an frühe Almonty-Zeiten wach. Sollte jemand fragen: Diese Story startete im Herbst 2024 und lief von 60 Mio. auf bis heute 3,5 Mrd. CAD.

    Bald Hill – Ein Projekt das zu Rang und Namen aufläuft

    Im Zentrum steht das Bald-Hill-Projekt im kanadischen New Brunswick, dessen hochgradige Stibnit-Mineralisierung durch kontinuierliche Bohrprogramme bestätigt wird. In 2025 wurden über 13 800 Meter gebohrt, darunter zahlreiche bedeutende Abschnitte mit durchschnittlichen Gehalten von 3 % bis 4 % Antimon und lokalen Spitzen deutlich darüber. Diese Ergebnisse untermauern die Einschätzung aus dem früheren NI 43-101-Bericht, der ein Explorationsziel von rund 2,7 Mio. t Gestein bei 3 bis 4 % Sb aufzeigt. Freilich kann erst mit weiteren Bohrungen eine formale Ressource definiert werden. Für 2026 sind mindestens 10.000 Meter Definitionsbohrungen geplant, die das Fundament für eine erste Ressourcenschätzung legen sollen. Die systematische Erweiterung von Main Zone, South Zone und neuer Marcus Zone erhöht nicht nur das potenzielle Volumen, sondern reduziert auch geologische Unsicherheiten, indem mehrere mineralisierte Strukturen validiert werden. Dies ist ein klassischer Value-Driver im Explorer-Segment, wo die Vermutung zur Gewissheit wechselt.

    Die Werttreiber lauten: Knappheit, Preisdruck und Diversifikation

    Durch die starken Trends bei Gold, Silber und Kupfer ergibt sich aktuell eine deutlich breitere Marktdynamik für Rohstoffe, die schon immer nur in kleinen Mengen verfügbar waren und jetzt in ganz neuen Dimensionen gefragt sind. Das verstärkt den Spot auf Antimony Resources. Denn Antimon gilt inzwischen in den USA, Kanada und der EU als kritischer Mineralstoff mit hohem Versorgungsausfallrisiko, weil sich Verarbeitungskapazitäten außerhalb Chinas noch gar institutionalisiert haben. Nicht nur Verbraucherindustrien, sondern auch Verteidigungs- und Hightech-Sektoren stehen unter Druck, für die Zukunft verlässliche Quellen zu finden. Die Lösung der Zwangslage wird nicht einfach von statten gehen, denn in den letzten 15 Jahren gab es keine signifikanten Mineneröffnungen im Bereich Antimon. König ist daher heute, wer ein gutes Projekt vorweisen kann. Passen die Rahmendaten, dann wird die US-Administration ihren Einfluss geltend machen, so dass eine Erschließung in Kanada schnell genehmigt wird. Noch ist aber zu früh, um von Zeiträumen zu sprechen. Step1 ist die gesicherte Ressourcendefinition.

    CEO James R. Atkinson weiß wovor er spricht. Hier im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk.

    https://youtu.be/6bjeA5Be2F0

    Der Rohstoffmarkt schlägt aktuell ein spannendes Kapital auf. Denn Seltenheit trifft auf eine massive Geldwelle von willigen Investoren, die an der Neuverteilung der Ressourcen Teil haben wollen. Antimon wurde als wichtiges Metall gerade erst wachgeküsst und steht im Zyklus noch 12 bis 24 Monate vor Wolfram, Uran oder Kupfer. Rund um Antimon ist aber ein spürbarer Kapitalzufluss entstanden, insbesondere aus den USA, wo Versorgungssicherheit zunehmend als nationales Interesse betrachtet wird. Selbst kleinere Unternehmen mit glaubwürdigen Projekten in Nordamerika rücken dadurch in den Fokus strategischer Investoren.

    Fazit: Wer sich im Timing irrt, bleibt auf der Strecke

    Der operative Plan, mit großflächigen Definitionsbohrungen eine belastbare Ressource aufzubauen, trifft exakt auf einen Markt, der diversifizierte antimonhaltige Rohstoffquellen dringend sucht. Sollte Bald Hill tatsächlich in eine angezeigte Ressource überführt werden, öffnet dies nicht nur klassische Entwicklungspfade wie Machbarkeitsstudien, Genehmigungen und Finanzierung, sondern positioniert das Unternehmen strategisch auch im kritischen Rohstoffnetzwerk des Westens. Dafür spricht nicht nur der Rohstoffbedarf an sich, sondern auch die aktuelle geopolitische Lage, in der Antimon als „linchpin“ der Versorgungsketten gilt.

    Die Mischung aus operativer Substanz und strategischem Kontext bietet heute ein aussagekräftiges Chancenprofil. Natürlich gilt wie bei allen Explorern: Der langfristige Wert hängt maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung der nächsten Bohr- und Ressourcen-Meilensteine ab. Antimony Resources ist da noch auf staubigen Wegen unterwegs, der Highway zur Neubewertung ist aber nicht mehr weit entfernt. Risikobewusste Anleger positionieren sich jetzt zu Kursen um 0,80 CAD und einem niedrigen Marktwert von 65 Mio. CAD. Die Uhr tickt – wie damals bei Almonty Industries!

    Die Aktie von Antimony Resources hat alle Hürden überwunden, die aus der Vergangenheit im Raum standen. Anfange der Woche fiel die Marke von 0,80 CAD. Damit ist der Weg zu einer vorhersehbaren Neubewertung geebnet. Quelle: LSEG vom 29.01.2026

    Im aktuellen Umfeld gibt es erstaunliche Parallelen im Rohstoffmarkt zu beobachten. Wichtig sind die vorgelagerten Trends im Defense-Sektor und in großen ökonomischen Wellenbewegungen wie z. B. erneuerbare Energien oder E-Mobilität. Die Rohstoffmärkte müssen unter dem Regime geopolitischer Verwerfungen eine Versorgung sicherstellen, die einseitig von China, also den größten Produzenten, beschnitten wird. Vor einigen wurde bemerkt, dass Wolfram viel seltener ist als gedacht. Nun richtet sich der Blick auch auf das lange vernachlässigte Metall Antimon. Mit Antimony Resources verlässt der ICE gerade erst den Bahnhof. Und diesmal ist er sogar pünktlich!


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 16.03.2026 | 04:00

    Ölpreis-Schock und Nahost-Panik! Die nächsten 100 % mit DroneShield, dynaCERT und Hensoldt

    • Rüstungsindustrie
    • Defense-Sektor
    • Alternative Energien
    • Wasserstoff
    • Kritische Rohstoffe

    Die Börse ist derzeit einem hohen Stress-Faktor ausgesetzt. Denn die anhaltenden Kämpfe im Iran und auch zwischen Israel und den Anrainerstaaten bilden eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die weltweite Öl- und Rohstoffversorgung. Durch die Straße von Hormus wird 20 % der täglichen Ölfördermenge in die ganze Welt transportiert. Eine Schließung oder Verminung hätte Ölpreisanstiege von 20 bis 30 % zur Folge. Nun ist vor lauter Nervosität bereits mit 100 USD ein 50 % Aufschlag zum Jahresanfang erfolgt. Neben den zu beklagenden Opfern auf allen Seiten und der gewaltigen Zerstörung aller Orten, wirkt der Konflikt für die Industrie sowie das weltweite Wachstum wie ein Showstopper. Für Anleger gilt: Welche Sektoren könnten aufgrund dieser Tendenzen zur Hochform auflaufen? Als Börsendienst gilt es, Schreckliches auszublenden und das „Gute“ zu erkennen. Ganz ohne Gefühle - nicht einfach! Hier ein Versuch.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 11.03.2026 | 04:45

    Knappheit bestimmt die Preise – der Wahnsinn geht weiter! Almonty, Shell und BP sind die Gewinner der aktuellen Lage

    • Erdöl
    • Kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Energie
    • Iran-Konflikt

    Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Rohstoffmärkte spürbar unter Spannung gesetzt. Innerhalb kurzer Zeit kletterte der Ölpreis auf mehr als 115 USD je Barrel und erreichte damit ein Niveau, das seit Jahren kaum noch zu sehen war. Treiber dieser Bewegung sind vor allem zunehmende Risiken für den globalen Energiehandel, nachdem sich die Lage rund um den Persischen Golf weiter zugespitzt hat. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Energie weltweit. Etwa 20 % des international gehandelten Rohöls passieren täglich diese Meerenge, weshalb jede Störung dort unmittelbare Auswirkungen auf Preise und Versorgungserwartungen hat. Am gestrigen meldete sich US-Präsident Donald Trump und warnte den Iran eindringlich, die internationalen Handelswege zu beeinträchtigen. Binnen 4 Stunden brach der Ölpreis um ganze 30 USD nach unten. Knappheit ja – Volatilität extrem! Das gilt auch für den Wolfram-Preis, der seit Jahresanfang nun weitere 100 % zugelegt hat. Wir bieten spannende Einblicke.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 10.03.2026 | 05:00

    Geht die Munition aus? Die Schlüsselrolle von Antimony Resources, Rheinmetall und Boeing

    • Munition
    • Nahost
    • Antimon
    • Radarsysteme
    • Rüstung

    Die Rüstungsindustrie steht angesichts des Kriegs in Nahost vor einer Zerreißprobe. Der enorme Munitionsverbrauch führt die bereits knappen Kapazitäten der westlichen Welt an ihre Grenzen. Während die USA ihre Verteidigungsausgaben für 2026 auf ein Rekordniveau von 901 Mrd. USD angehoben haben, leert der intensive Schlagabtausch im Nahen Osten und der Einsatz moderner Abwehrsysteme die Lagerbestände im Rekordtempo. In diesem Umfeld rückt das kritische Halbmetall Antimon in den Fokus der nationalen Sicherheit. Das Element ist als Härtungsmittel für Bleilegierungen in panzerbrechenden Projektilen sowie für hochpräzise Infrarotsensoren unersetzlich. Laut dem U.S. Geological Survey (USGS) ist die globale Versorgungslage zunehmend angespannt. Das liegt vor allem an strikten Exportbeschränkungen durch China, das mit einem Marktanteil von knapp 60 % den weltweiten Abbau dominiert und das Metall längst als strategische Waffe einsetzt. Um die Verteidigungsfähigkeit zu garantieren, müssen Branchengrößen wie Rheinmetall und Boeing ihre Produktion hochfahren. Das Problem dabei: Rohstoffe sind endlich. Hier kommen Akteure wie Antimony Resources ins Spiel, die das begehrte Antimon in Kanada sichern.

    Zum Kommentar