30.01.2026 | 04:30
Ist Antimon das neue Wolfram? Warum Antimony Resources eine ähnliche Story wie Almonty Industries werden kann
Aus der Nische ans Licht! Antimon galt über Jahrzehnte als vergessenes Metall, bis geopolitische Verwerfungen den Fokus auf kritische Metalle lenkten. Heute steht es im Zentrum einer geopolitischen und wirtschaftlichen Neuordnung, weil es für zahlreiche Hochtechnologien und Verteidigungsanwendungen unverzichtbar ist. China, als jahrelanger dominierender Lieferant, hat seine Exporte drastisch eingeschränkt, was in vielen Industrien von Batterieproduktion bis militärischer Ausrüstung zu spürbaren Versorgungsengpässen führte und Preise jüngst auf historische Niveaus treibt. Diese Beschränkungen haben strategische Lieferketten ins Wanken gebracht und westliche Regierungen wie die USA zu massiven Sicherungsmaßnahmen veranlasst. Analysten und Medien heben hervor, dass diese Knappheit nicht nur ein vorübergehendes Marktphänomen, sondern ein industriepolitisches Thema ist, das Produktion, Preise und Investitionen weltweit beeinflusst. Der kanadische Explorer Antimony Resources ist gerade dabei, seine Story zu entfachen, die in ihrer Anfangszeit viele Parallelen zu Almonty Industries zeigt. Es lohnt ein genauerer Blick.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Im Sommer planen wir ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung unserer Lagerstätte. [...]" Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Antimon - Die Rückkehr eines vergessenen Metalls
Antimon war über Jahre ein Randrohstoff, meist als Metall-Nebenprodukt gefördert und strategisch unterschätzt. Diese Phase scheint nun vorbei. Heute gilt Antimon als Engpassmetall für moderne Verteidigungssysteme, Flammschutzanwendungen und bestimmte Hochleistungsbatterien, ohne die ganze Industriezweige nicht funktionsfähig wären. Dieser Wandel wird nicht nur durch Nachfrage, sondern auch durch geopolitische Versorgungsrisiken verstärkt: China kontrolliert rund 70 % der globalen Produktion und hat wiederholt Exportkontrollen eingesetzt, was die Großhandelspreise zeitweise von etwa 15.000 USD/t auf über 60.000 USD/t steigen ließ. In diesem Umfeld zielt Antimony Resources darauf ab, eine erste nordamerikanische, politisch stabile Quelle für diesen kritischen Rohstoff zu entwickeln. Irgendwie werden Erinnerungen an frühe Almonty-Zeiten wach. Sollte jemand fragen: Diese Story startete im Herbst 2024 und lief von 60 Mio. auf bis heute 3,5 Mrd. CAD.
Bald Hill – Ein Projekt das zu Rang und Namen aufläuft
Im Zentrum steht das Bald-Hill-Projekt im kanadischen New Brunswick, dessen hochgradige Stibnit-Mineralisierung durch kontinuierliche Bohrprogramme bestätigt wird. In 2025 wurden über 13 800 Meter gebohrt, darunter zahlreiche bedeutende Abschnitte mit durchschnittlichen Gehalten von 3 % bis 4 % Antimon und lokalen Spitzen deutlich darüber. Diese Ergebnisse untermauern die Einschätzung aus dem früheren NI 43-101-Bericht, der ein Explorationsziel von rund 2,7 Mio. t Gestein bei 3 bis 4 % Sb aufzeigt. Freilich kann erst mit weiteren Bohrungen eine formale Ressource definiert werden. Für 2026 sind mindestens 10.000 Meter Definitionsbohrungen geplant, die das Fundament für eine erste Ressourcenschätzung legen sollen. Die systematische Erweiterung von Main Zone, South Zone und neuer Marcus Zone erhöht nicht nur das potenzielle Volumen, sondern reduziert auch geologische Unsicherheiten, indem mehrere mineralisierte Strukturen validiert werden. Dies ist ein klassischer Value-Driver im Explorer-Segment, wo die Vermutung zur Gewissheit wechselt.
Die Werttreiber lauten: Knappheit, Preisdruck und Diversifikation
Durch die starken Trends bei Gold, Silber und Kupfer ergibt sich aktuell eine deutlich breitere Marktdynamik für Rohstoffe, die schon immer nur in kleinen Mengen verfügbar waren und jetzt in ganz neuen Dimensionen gefragt sind. Das verstärkt den Spot auf Antimony Resources. Denn Antimon gilt inzwischen in den USA, Kanada und der EU als kritischer Mineralstoff mit hohem Versorgungsausfallrisiko, weil sich Verarbeitungskapazitäten außerhalb Chinas noch gar institutionalisiert haben. Nicht nur Verbraucherindustrien, sondern auch Verteidigungs- und Hightech-Sektoren stehen unter Druck, für die Zukunft verlässliche Quellen zu finden. Die Lösung der Zwangslage wird nicht einfach von statten gehen, denn in den letzten 15 Jahren gab es keine signifikanten Mineneröffnungen im Bereich Antimon. König ist daher heute, wer ein gutes Projekt vorweisen kann. Passen die Rahmendaten, dann wird die US-Administration ihren Einfluss geltend machen, so dass eine Erschließung in Kanada schnell genehmigt wird. Noch ist aber zu früh, um von Zeiträumen zu sprechen. Step1 ist die gesicherte Ressourcendefinition.
CEO James R. Atkinson weiß wovor er spricht. Hier im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk.
Der Rohstoffmarkt schlägt aktuell ein spannendes Kapital auf. Denn Seltenheit trifft auf eine massive Geldwelle von willigen Investoren, die an der Neuverteilung der Ressourcen Teil haben wollen. Antimon wurde als wichtiges Metall gerade erst wachgeküsst und steht im Zyklus noch 12 bis 24 Monate vor Wolfram, Uran oder Kupfer. Rund um Antimon ist aber ein spürbarer Kapitalzufluss entstanden, insbesondere aus den USA, wo Versorgungssicherheit zunehmend als nationales Interesse betrachtet wird. Selbst kleinere Unternehmen mit glaubwürdigen Projekten in Nordamerika rücken dadurch in den Fokus strategischer Investoren.
Fazit: Wer sich im Timing irrt, bleibt auf der Strecke
Der operative Plan, mit großflächigen Definitionsbohrungen eine belastbare Ressource aufzubauen, trifft exakt auf einen Markt, der diversifizierte antimonhaltige Rohstoffquellen dringend sucht. Sollte Bald Hill tatsächlich in eine angezeigte Ressource überführt werden, öffnet dies nicht nur klassische Entwicklungspfade wie Machbarkeitsstudien, Genehmigungen und Finanzierung, sondern positioniert das Unternehmen strategisch auch im kritischen Rohstoffnetzwerk des Westens. Dafür spricht nicht nur der Rohstoffbedarf an sich, sondern auch die aktuelle geopolitische Lage, in der Antimon als „linchpin“ der Versorgungsketten gilt.
Die Mischung aus operativer Substanz und strategischem Kontext bietet heute ein aussagekräftiges Chancenprofil. Natürlich gilt wie bei allen Explorern: Der langfristige Wert hängt maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung der nächsten Bohr- und Ressourcen-Meilensteine ab. Antimony Resources ist da noch auf staubigen Wegen unterwegs, der Highway zur Neubewertung ist aber nicht mehr weit entfernt. Risikobewusste Anleger positionieren sich jetzt zu Kursen um 0,80 CAD und einem niedrigen Marktwert von 65 Mio. CAD. Die Uhr tickt – wie damals bei Almonty Industries!

Im aktuellen Umfeld gibt es erstaunliche Parallelen im Rohstoffmarkt zu beobachten. Wichtig sind die vorgelagerten Trends im Defense-Sektor und in großen ökonomischen Wellenbewegungen wie z. B. erneuerbare Energien oder E-Mobilität. Die Rohstoffmärkte müssen unter dem Regime geopolitischer Verwerfungen eine Versorgung sicherstellen, die einseitig von China, also den größten Produzenten, beschnitten wird. Vor einigen wurde bemerkt, dass Wolfram viel seltener ist als gedacht. Nun richtet sich der Blick auch auf das lange vernachlässigte Metall Antimon. Mit Antimony Resources verlässt der ICE gerade erst den Bahnhof. Und diesmal ist er sogar pünktlich!
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