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11.03.2026 | 04:45

Knappheit bestimmt die Preise – der Wahnsinn geht weiter! Almonty, Shell und BP sind die Gewinner der aktuellen Lage

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Bildquelle: pixabay.com

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Rohstoffmärkte spürbar unter Spannung gesetzt. Innerhalb kurzer Zeit kletterte der Ölpreis auf mehr als 115 USD je Barrel und erreichte damit ein Niveau, das seit Jahren kaum noch zu sehen war. Treiber dieser Bewegung sind vor allem zunehmende Risiken für den globalen Energiehandel, nachdem sich die Lage rund um den Persischen Golf weiter zugespitzt hat. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Energie weltweit. Etwa 20 % des international gehandelten Rohöls passieren täglich diese Meerenge, weshalb jede Störung dort unmittelbare Auswirkungen auf Preise und Versorgungserwartungen hat. Am gestrigen meldete sich US-Präsident Donald Trump und warnte den Iran eindringlich, die internationalen Handelswege zu beeinträchtigen. Binnen 4 Stunden brach der Ölpreis um ganze 30 USD nach unten. Knappheit ja – Volatilität extrem! Das gilt auch für den Wolfram-Preis, der seit Jahresanfang nun weitere 100 % zugelegt hat. Wir bieten spannende Einblicke.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , BP PLC SP.ADR/6 DL -_25 | US0556221044 , BP PLC DL-_25 | GB0007980591 , Shell PLC | GB00BP6MXD84 , ROYAL DUTCH SHELL A EO-07 | GB00B03MLX29

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Inhaltsverzeichnis:


    John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.
    "[...] Wenn wir etwas erwerben, wollen wir sicherstellen, dass die Übernahme zu unserer Strategie passt und das Potenzial hat, für unsere Aktionäre erfolgreich zu sein. [...]" John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.

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    Rohstoffpreise außer Rand und Band – Ölpreise plus 40 USD in nur 24 Stunden

    Neben den geopolitischen Spannungen verschärft auch die strukturelle Angebotslage bei einer Vielzahl von Rohstoffen die Nervosität am Markt. Bei Öl gelten die freien Förderreserven wichtiger Produzenten derzeit als relativ begrenzt, während gleichzeitig Teile der globalen Produktion durch Konflikte oder technische Probleme eingeschränkt sind. Zudem befinden sich die kommerziellen Öllagerbestände in mehreren Industrieländern unter anderem Europa unter ihren langjährigen Durchschnittswerten, was den Spielraum zur Abfederung kurzfristiger Angebotsausfälle reduziert. Dass in Brüssel jetzt schon die Alarmleuchten glühen ist nachzuvollziehen, Tankstellenketten kommen der möglichen Ölklemme zuvor und erhöhen den Dieselpreis von 1,60 auf 2,20 EUR binnen einer Woche. Die Zwänge entstehen zwar primär in der Industrie, doch auch im privaten Sektor muss erwartet werden, dass größere Anschaffungen aufgrund unsicherer Haushaltsbudgets erst mal in der Priorität zurückfallen. Ein herber Schlag für die Ökonomien, die sich in 2026 jeden Zehntelpunkt Wachstum hart erkämpfen müssen. Aktuell spricht vieles dafür, dass die Preis-Exzesse bei Energie-Rohstoffen sowie strategischen Metallen weitergehen dürften. Gestern gab es erst mal Entspannung: An der Kurstafel notierte Brent bei 88,50 USD – ein Minus von 30 USD zum Vortag. Erleichterung ja, Entspannung nein!

    Shell und BP – Die Profiteure des Wahnsinns

    Der globale Ölmarkt befindet sich derzeit in einer Phase außergewöhnlicher Belastung, da Läger schrumpfen und wichtige Exportwege versperrt bleiben. Investmentbanken wie Goldman Sachs warnen sogar, dass ein anhaltender Konflikt kurzfristig Preise über 100 USD oder im Extremfall sogar deutlich darüber treiben könnte. Wegen der zeitlichen Nähe zu den aktuellen Verzerrungen, haben sich viele Researchhäuser noch nicht geäußert. Am gestrigen Morgen gab es erst mal wieder Entspannung, doch wie lange wird die Ruhe vor dem nächsten Sturm anhalten?
    In diesem Umfeld profitieren vor allem integrierte Energiekonzerne mit globaler Präsenz und diversifizierten Einnahmequellen. Shell plc meldet aktuell einen freien Cashflow von über 30 Mrd. USD pro Jahr und erzielt rund 60 % seiner Einnahmen außerhalb des Upstream-Ölgeschäfts, unter anderem im Flüssiggashandel. Die Aktie notiert bei 36,30 EUR, knapp unter dem im März erreichten 25-Jahreshoch. Besonders reizvoll ist das aktuelle KGV 2026e von 13,2, da kurzfristige Preisgewinne noch nicht vollständig eingepreist sein können. Die Dividendenrendite von über 4 % und weitere Aktienrückkäufe werden bei hohen Rohölpreisen durch den starken Cashflow weiter gestützt.

    Auch BP plc bleibt ein Energie-Favorit. Das Unternehmen produziert täglich rund 2,5 Mio. Barrel Öläquivalent, bei Förderkosten von nur 25 USD/Barrel, was die Gewinnmarge auch bei volatilen Preisen hochhält. Zudem investiert BP investiert in großem Ausmaß in erneuerbare Energien und Infrastruktur, ein klassischer Hedge auf volatile Energiemärkte. Natürlich generiert der britische Konzern weiterhin über 70 % des operativen Cashflows aus klassischen Öl- und Gasprojekten. Analysten sehen kurzfristig ein höheres Gewinnpotenzial bei dauerhaft hohen Preisen, während die Aktie mit rund 6,50 EUR noch knapp 40 % unter ihrem Allzeithoch von 11 EUR aus dem Jahr 2000 liegt. Auch BP befindet sich mit einem KGV 2026e 14,3 am unteren Rand der langfristigen Bewertungsspanne. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2025 am 23. April dürfte entscheidende Impulse liefern. Höchst spannend!

    Almonty Industries – Unter Umständen noch viel zu günstig

    Obwohl die Wolfram-Preise unaufhaltsam nach oben tendieren, musste die Almonty-Aktie in den letzten Tagen sehr viel Volatilität abfedern. Verständlich, denn frühe Investoren sitzen trotz weiterhin guter Aussichten auf horrenden Gewinnen, die in unsicheren Zeiten auch mal gerne realisiert werden. Unverkennbar ist das tägliche Muster: Zu Börsenbeginn werden die Verkaufsorders zu niedrigeren Kursen bedient, ist dieser Flow verdaut, formieren sich die langfristigen Investoren und schon strömt die Aktie neuen Höchstständen entgegen. So war es auch in den letzten Tagen. Mit 17,20 EUR in Frankfurt notiert das Papier bei guten Umsätzen nur 50 Cent vom Allzeithoch entfernt.

    IIF-Moderatorin Lindsay Malchuk mit dem Experten Christopher Ecclestone im Gespräch zu den aktuellen Vorgängen um die Straße von Hormus und die mögliche Auswirkung auf kritische Metalle.

    https://youtu.be/GXdeK0pIB8w

    Die aktuellen Analysten-Schätzungen für Almonty spiegeln allmählich die Realitäten an den angespannten Rohstoffmärkten wider. Allerdings gelingt es den Experten nicht, mit der hohen Dynamik Schritt zu halten. Während Studien vor drei bis vier Monaten Kursziele zwischen 9,00 und 13,50 CAD formulierten, verhilft der um 100 % gestiegene Wolframpreis seit Jahresanfang zu neuerlichen Kurszielberechnungen zwischen 27,35 und 28,60 CAD (GBC). Bank of America startet mit 20 USD und Cantor Fitzgerald erhöht auf 36,00 CAD. Plausibel wird die Story an einer Zahl: GBC stellt die Berechnungsgrundlage für den APT-Preis auf langfristige 1.500 USD und kommt für 2027e auf Free-Cashflows von etwa 400 Mio. CAD. Nun steht der Preis aber über 2.300 USD und könnte weiter steigen. Das aktuell berechnete Kurs/CF-Verhältnis von 9 könnte also genauso schnell auf 5 absinken. Dreh- und Angelpunkt für die Almonty-Bewertung ist also: Die langfristige Preisentwicklung und zu welchem Auslieferungspreis man tatsächlich Verträge abschließen kann. Das Material ist knapp – beliefert wird wahrscheinlich derjenige, der die Rechnung schon vorab bezahlt. Gestern schloss Almonty bei 26,75 CAD – viel Raum und noch mehr Fantasie, selbst für Neu-Einsteiger!

    Die Aktie von Almonty zeigt auch auf Höchstniveau erstaunliche Robustheit. Man darf erwarten, dass nach aktueller Konsolidierung ein neues Hoch ins Auge gefasst wird Quelle: LSEG vom 10.03.2026

    Die internationale Lage inmitten zahlreicher geopolitischer Konflikte lädt nicht gerade zur Aktienanlage ein. Doch wenn man auf die knappen Ressourcen im Energiemarkt und bei kritischen Metallen blickt so wird offensichtlich: Wer hier nicht investiert ist, verliert mittelfristige Chancen auf deutlich höhere Bewertungen. Denn der Rohstoff-Zyklus – üblicherweise etwa 7 Jahre – hat erst Ende 2024 angefangen, Realitäten einzupreisen. Die Rally dürfte also ungebremst weitergehen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 10.03.2026 | 04:30

    Rüstung, Öl und verrückte Zeiten mit Silber auf 150 USD? Anleger schielen auf Airbus, Silver Viper, OHB, Rheinmetall und Renk

    • Kritische Rohstoffe
    • Defense-Sektor
    • Rüstungsindustrie
    • Strategische Metalle
    • Lieferketten

    Die Verwerfungen an den Märkten kommen nicht von ungefähr. Nicht nur dass die extrem aggressive Außenpolitik des US-Präsidenten andere Staaten in die Ecke drängt, nein – durch tatsächliche Eingriffe in fremde Staatssysteme verschieben sich Machtgrenzen und globale Lieferverhältnisse. China hat auf diesen Imperialismus längst reagiert und internationale Handelsabkommen für kritische Metalle aufgekündigt. Mit der ad hoc-Verteuerung von Öl rücken natürlich neue Themen auf den Plan, die den Osten und Westen wieder in eine schwierige Rolle zwängen. Mega-Öllieferanten aus dem Nahen Osten sind aktuell nicht in der Lage ihre Quoten zu liefern, Russland ist sanktioniert, was also bleibt, sind die USA und Kanada. Eine Goldgrube für deren Produzenten, die nun Vollgas geben können. Auch bei Silber scheint auch ein wichtiger Punkt erreicht zu sein. Die großen Shorts von Januar sind wohl gedeckt, aber die Nachfrage geht hier industriell durch die Decke. Anleger sollten auf aussichtsreiche Projekte wie z. B. Silver Viper blicken, denn sie beliefern alla Long die Besteller rund um den Globus.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.03.2026 | 04:15

    Sind Öl und Gas das neue Gold? Jetzt geht´s rund bei Shell, BP, Pure One und Oklo

    • Energie
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    Nach einer langen Durststrecke für Öl musste es nun ein Krieg sein, der die Notwendigkeit der fossilen Brennstoffe wieder in den Fokus rückt. Aber, man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Die Weltmärkte sind überschwemmt mit Öl, USA und Kanada haben in den letzten 20 Jahren so viele Kapazitäten aufgebaut, dass die 4 Mio. Barrel Iran-Förderung leicht ausgeglichen werden können. „There´s plenty of oil“ war die Reaktion auf die wiederholten Peak Oil-Aussagen nach den Arbeiten des Geologen Marion King Hubbert aus dem Jahr 1949. Im Jahr 2000 sollten die Reserven erschöpft sein, doch es kam anders. Heute gehen Forscher von Reserven für weit mehr als 200 Jahre aus, somit lohnt es sich für Investoren auf Ölwerte zu blicken. Alternativen dazu gibt es viele u. a. von den Unternehmen Pure Hydrogen und Oklo. Im Zuge der Irankrise eine weitere Gelegenheit, das Portfolio neu zu strukturieren.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 04.03.2026 | 04:15

    Neue EU-Standards! Zukunft der E-Mobilität sichern! BYD, NIO, Group Eleven Resources und VW

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    • Automobilbranche
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    Mit der „Alternative Fuels Infrastructure Regulation“ (AFIR) schafft die Europäische Union seit Jahresbeginn 2026 verbindliche Mindeststandards für öffentlich zugängliche Ladepunkte. Zusätzlich wurden zur Förderung der E-Mobilität in vielen EU-Ländern neue Subventionen auf den Weg gebracht, auch wenn die Kassen wegen der hohen Verteidigungsausgaben leer sind. Der europäische Gesamt-Automarkt ist indes im Januar spürbar unter Druck geraten. Nach den neuesten Daten des Branchenverbands ACEA sanken die PKW-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4 %, was den ersten Rückgang seit Monaten markiert und den schwierigen Gesamtmarkt widerspiegelt. Innerhalb dieser Entwicklung zeichnet sich aber ein klarer Trend ab: Die Elektrifizierung schreitet weiter voran und verschiebt die Marktanteile zugunsten batterieelektrischer Fahrzeuge. Gleichzeitig entfaltet sich der nächste Nahost-Konflikt mit stark steigenden Ölpreisen über 82 USD im Brent. Viel Rückenwind für alternative Antriebssysteme, die der weltweiten Hysterie trotzen können. Risikobewusste Anleger sollten jetzt ihre Portfoliostrukturen überarbeiten.

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