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30.06.2026 | 05:16

Kursrücksetzer bei Almonty Industries, Renk und Aixtron eröffnen gute Chancen!

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Bildquelle: pixabay.com

Während der Boom in der KI-Branche und der Rüstungsindustrie für die meisten Anleger ein bekanntes Thema ist, wird viel zu wenig über den Schlüsselrohstoff gesprochen ohne den Munition und moderne Halbleiter nicht gefertigt werden könnten. Wolfram vereint wie kein anderes Metall den höchsten Schmelzpunkt mit extremer Härte und hoher Dichte. Die Nachfrage steigt enorm bei einem unzureichenden Angebot, das hat in den letzten Quartalen zu einer regelrechten Preisexplosion geführt. Was für Nachfrager eine Herausforderung darstellt, ist für Produzenten ein Volltreffer. Dies gilt insbesondere für Almonty Industries. Die Gesellschaft gehört zu den bedeutendsten Wolfram-Produzenten der Welt und wird ab Ende 2027 voraussichtlich 40 % der Nachfrage außerhalb Chinas abdecken. Mit einer vollen Kriegskasse ausgestattet will das Unternehmen auch anorganisch wachsen. Analysten bescheinigen der Aktie weiterhin Aufwärtspotenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Hohes Expansionstempo

    Almonty Industries befindet sich in einer ausgezeichneten Position, um von der wachsenden Bedeutung des kritischen Rohstoffs Wolfram zu profitieren. Die Knappheitssituation auf dem maßgeblich von China, Russland, Nordkorea und dem Iran dominierten Markt, wird sich kurzfristig mit dem Inkrafttreten des Einfuhrverbots von Wolfram in die USA zum Jahresbeginn 2027 nochmals verstärken. Der Wolframpreis schoss im ersten Quartal auf über 3.000 USD/MTU.
    Als Produzent, dessen größtes Asset die Sangdong-Mine in Südkorea ist, profitiert die Gesellschaft von Preissteigerungen und kann phänomenale Margen erwarten. Mit der zweiten Produktionsphase und der vollen Kapazität wird mit Sangdong ab Ende 2027 rund 40 % der Nachfrage außerhalb Chinas bedient. Damit besitzt die Mine und auch die Gesellschaft geopolitisches Gewicht.
    Sangdong wurde für ein Niedrigpreisumfeld konzipiert und kann bei einem Bruchteil des aktuellen Preises bereits profitabel arbeiten. Das verdeutlicht das Margen- und Cashflow-Potenzial. Zudem bestehen mehrere Abnahmeverträge, die attraktive Mindestpreise garantieren.
    Als strategisch wichtig ist die im vergangenen Jahr vollzogene Übernahme eines Wolframprojekts in den USA einzuordnen. Die Produktion soll in der zweiten Jahreshälfte starten. Damit hat Almonty auf einem wichtigen Markt einen Fuß in der Tür und kann sich als lokaler Lieferant positionieren und den Zugang zu Finanzierungen erleichtern. In Zeiten zunehmender geopolitischer Konflikte, dem Ziel sicherer Lieferketten und Rohstoffunabhängigkeit von China ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.
    Mit der zuletzt platzierten Wandelanleihe im Volumen von 800 Mio. USD verschafft sich Almonty großen finanziellen Handlungsspielraum. Zudem ist der Convertible mit 2,25 % und einer Laufzeit bis 2031 günstig verzinst. Neben der Refinanzierung von Krediten und allgemeinen Betriebskosten stehen potenzielle Akquisitionen auf der Agenda.
    Jüngst gab die Gesellschaft ein Update zu den Bohrarbeiten des Sangdong-Molybdän-Projekts in Südkorea. Molybdän ist ein strategischer Rohstoff für Hochleistungsstähle und Speziallegierungen und wird z. B. in der Luft- und Raumfahrt, in der Rüstung, Kernenergie und zunehmend in der Halbleiter- und Energietechnik eingesetzt.
    Laut Unternehmensangaben wurden knapp 40 % des geplanten Bohrprogramms abgeschlossen, wobei die aktuellen Daten die historischen Ergebnisse bestätigen. Almonty beschleunigt die Exploration vor dem Hintergrund einer akuten Molybdän-Knappheit in Südkorea, nachdem die Regierung des Landes Unternehmen zur Bereitstellung zusätzlicher Lieferquellen aufgerufen hat.

    Aixtron – Konsolidierung auf hohem Niveau

    Wolfram wird auch zur Herstellung von Halbleitern benötigt. Besonders Wolframhexafluorid wird in der Chipfertigung eingesetzt. Das heißt indirekt führt der Ausbau der KI-Infrastruktur zu einer steigenden Nachfrage des kritischen Metalls.
    Aixtron zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie und profitiert von mehreren Megatrends. Die Anlagen kommen u. a. bei der Herstellung von Leistungshalbleitern, die in E-Autos, Rechenzentren, Industrieanlagen und Telekommunikationsnetzen benötigt werden zum Einsatz.
    Diese Wachstumsperspektiven, insbesondere im KI-Bereich haben zu einer fulminanten Aktienkursperformance, einer zwischenzeitlichen Verdreifachung seit Jahresbeginn, geführt. Auf dem aktuellen Kursniveau von 53 EUR hält die Mehrheit der Analysten den Titel jedoch für ausreichend bewertet. Die Experten von Jefferies sind mit einem Kursziel von 73 EUR deutlich optimistischer und betonen die sich fortsetzende starke Auftragsdynamik. Das hohe Kursniveau nutzte die Gesellschaft kürzlich, um eine Wandelanleihe im Volumen von 450 Mio. EUR zu emittieren.

    Renk – negatives Sentiment belastet

    Der Aktienkurs von Renk konnte sich der jüngsten Kurskorrektur der Rüstungstitel nicht entziehen. Ausgangspunkt war die große Enttäuschung der Marktteilnehmer, dass die deutsche Bundesregierung einen erhofften Fregattenkauf von über 10 Mrd. EUR bei Rheinmetall strich. Die Papiere des Rüstungskonzerns gaben deutlich auf unter 1.000 EUR nach auf den tiefsten Stand seit Februar 2025. Analysten strichen ihre Kursziele deutlich zusammen, da Rheinmetall nun die ausgegebenen Gewinnziele nicht erreichen könne.
    Fundamentale Gründe für den Rutsch der Renk-Anteilsscheine gibt es jedoch nicht. Lediglich das Sentiment färbte sich negativ. Als Spezialanbieter und wichtiger Lieferant hat sich die Gesellschaft robuster aufgestellt. Entwickelt werden Getriebe, Antriebssysteme und Fahrwerkskomponenten. Bei einem aktuellen Kurs von rund 43 EUR ist Renk mit gut 4 Mrd. EUR bewertet. Analysten sehen im Durchschnitt ein Aufwärtspotenzial von rund 60 % für den Titel.

    Fazit

    Almonty hat sich perfekt in einem hochaktuellen Markt positioniert, in dem die Preise langfristig steigen werden. Wolfram wird immer wichtiger, die Angebotssituation verknappt sich weiter. Zudem hat die Gesellschaft mit dem Molybdän-Projekt ein weiteres Ass im Ärmel. Mit der gut gefüllten Kriegskasse wird Almonty via Akquisitionen weiteren Wert für Aktionäre schaffen. Renk ist vom Strudel der Verkaufswelle bei Rheinmetall erfasst worden. Analysten machen jetzt ein Kurspotenzial von rund 60 % aus. Bei Aixtron erwarten die Experten nach den starken Kurszuwächsen eine Konsolidierung.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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