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02.07.2026 | 04:30

Nachhaltige Reisen kein Börsenthema? Doch, denn Lufthansa, TUI, Easyjet und RE Royalties heben ab!

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Bildquelle: Pixabay

Steigende Kerosinpreise sind in der Regel keine guten Begleiter des Touristikgewerbes. Dennoch hat die Branche den Ölpreisschock der Nahostkrise super gemeistert. Pünktlich vor der Sommerreisewelle entspannt sich nun auch die Situation, die Straße von Hormus öffnet wieder und die Versorgung mit Flugbenzin ist wieder gewährleistet. Eigentlich muss man den Reisekonzernen ein Kompliment unterbreiten, wie gut sie die Eskalationsphase gemeistert haben. TUI flog Reisende aus den Krisengebieten, die Lufthansa wich auf ihr üppiges internationales Flugnetz aus und legte Flugrouten einfach um. Zur Überraschung vieler Beobachter erlebte die Kranich-Linie sogar regen Zustrom an Buchenden, weil man so viele Alternativen kurzfristig anbieten konnte. Auch Easyjet reaktivierte wieder sämtliche Routen und profitiert nun von einem nachgelagerten Urlaubs-Hype auf ihren Flotten. Flexibilität zeigten auch die Börsianer in der ersten Jahreshälfte, denn trotz vielfacher Krisen wurden fast weltweit historische Höchstkurse gefeiert. Ein näherer Blick lohnt sich.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , EASYJET PLC LS-_27285714 | GB00B7KR2P84

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Inhaltsverzeichnis:


    TUI – Nun im Boot mit der Supermarktkette Lidl

    Seit Jahresanfang hat die TUI-Aktie fast 20 % verloren. Damit schneidet sie als einer der schlechtesten Touristik-Werte weltweit ab. Infolge der Nahostkrise senkte das Management im April die Ergebniserwartung und setzte die Umsatzprognose vorübergehend komplett aus. Dieses Vorgehen hat die Glaubwürdigkeit der Konzernplanung am Markt erschüttert und den Risikoaufschlag für die Aktie merklich erhöht. Anhaltende Kriegsaktionen führten zu Routenänderungen und teuren Absagen im renditestarken Kreuzfahrtsegment. Die finanziellen Folgen drückten direkt auf das Ergebnis. Infolgedessen schätzen die Analysten für Q3 einen Gewinneinbruch auf 0,198 EUR je Aktie. Das bringt auch die Jahresschätzung 2026 unter Druck. Aus ehemals 1,58 EUR je Aktie werden nach Abzug der aufgelaufenen Krisenbelastungen nur noch 1,06 EUR je Aktie. Die ursprünglich auf über 24,4 Mrd. EUR lautende Umsatzschätzung der Experten könnte auch um 800 Mio. EUR niedriger liegen.

    Gute Meldungen kommen hingegen von der Marketingseite. Seit dem 25. Juni werden ausgewählte TUI-Angebote im Reise-Flyer von Lidl beworben und perspektivisch sollen die Produkte ab 2027 auch im regulären Lebensmittel-Flyer erscheinen sowie dauerhaft über den Online-Reisebereich des Discounters vermarktet werden. Vieles spricht dafür, dass es in 2027 wieder steil nach oben geht, denn schließlich mussten viele Urlaubshungrige in 2026 auf ihre Reise verzichten. Ohne weitere Krisen dürften Nachholeffekte das Geschäft wieder beflügeln. Am 12. August gibt es die nächsten Zahlen. Abwarten!

    Lufthansa und easyjet – Nach der Krise ist vor dem Boom

    Die beiden Airlines Lufthansa und easyjet fliegen gestärkt aus der Krise. So konnten die Aktien der Luftfahrtgesellschaften im letzten Quartal ordentlich zulegen. Bei Lufthansa begeisterte das gute Krisenmanagement die Kundschaft, das rechtfertigt einen Aufschlag von über 30 % seit Ende April. Weil die Belastungen sich in außerordentliche Gewinne verwandelten, erhöhte sich die Schätzung für den Gewinn je Aktie auf 1,09 EUR. Das liefert im KGV 2026e 8,9 und zieht analog die nächsten Jahre mit nach oben. Bei Umsatzzuwächsen von ca. 5 bis 7 % im Jahr soll die Lufthansa in 2028e mit 1,60 EUR rund 50 % mehr verdienen. Kein Wunder, dass der Chart einen Widerstand nach dem anderen nach oben durchbricht. Ohne Krisenmodus sollte der Titel weiter steigen, immerhin notiert die Aktie noch rund 15 % unter ihrem finanziellen Buchwert.

    Übernahmegerüchte gibt es aus London. easyjet ist in den Fokus des US-Großinvestors Castlelake geraten. Dieser hat im Juni 2026 bereits das vierte Übernahmeangebot mit einem Volumen von rund 4,9 Mrd. GBP bzw. 650 Pence je Aktie vorgelegt. Obwohl das easyJet-Management die Offerte als „opportunistisch“ ablehnte, hat es den Datenraum für vertiefte Gespräche geöffnet. Das beflügelt die Fantasie der Anleger. Der aktuelle Kurs von rund 560 Pence reflektiert jedoch noch einen hohen Sicherheitsabschlag in der Aktie, falls kein höheres Angebot gemacht werden sollte. easyjet macht über 10 Mrd. GBP Umsatz und ein EBITDA von über 1 Mrd. GBP, da erscheint ein Gebot von knapp 5 Mrd. GBP augenscheinlich wenig, denn easyJet hält rund 70 % seiner Kapazitäten an extrem stark reglementierten Flughäfen wie London Gatwick, Genf, Amsterdam oder Lissabon. Diese Start- und Landerechte auch Slots genannt, sind für Konkurrenten kaum zu replizieren und sichern easyJet eine monopolartige Preismacht auf wichtigen Kernrouten. Wahrscheinlich wird hier nochmal nachgebessert! Sollte die Aktie etwas konsolidieren, kann nachgemischt werden.

    RE Royalties – In Sachen Nachhaltigkeit kaum zu toppen

    Von der Heuschrecke zur nachhaltigen Finanzierung der Energiewende. Ein schwieriges Unterfangen bietet die Situation in der EU, denn wenn es nach Schätzungen der European Commission geht, wird die Erreichung der Klimaziele noch höhere Investitionen erfordern als gedacht. Gesprochen wird von mehreren hundert Mrd. EUR für Nachtragshaushalte in den nächsten 5 Jahren. Damit wird das Projekt „NetZero 2050“ zu einer der größten Kapitalallokationen der kommenden Jahrzehnte werden. Studien der International Energy Agency und der European Investment Bank zeigen, dass sich diese Belastung langfristig nur durch eine Kombination aus privatem Kapital, institutionellen Investoren, staatlichen Garantien und einem leistungsfähigen Kapitalmarkt effizient finanzieren lässt.

    Einen viel eleganteren Weg geht das kanadische Unternehmen RE Royalties. Denn das kanadische Unternehmen kreierte einen kapitaleffizienten Ansatz mit Umsatzbeteiligungen. Damit wird man zum Partner des Investitionsobjekts mit viel stärkeren Hebeln in der effizienten Steuerung von Mitteln. So stellt RE Royalties den Entwicklern von Projekten für erneuerbare Energien Finanzierungskapital bereit und sichert sich im Gegenzug langfristige, umsatzabhängige Lizenz- und Beteiligungserträge. Dieses Modell verbindet wiederkehrende Einnahmen mit dem strukturellen Wachstum des weltweiten Ausbaus klimafreundlicher Energieinfrastruktur und reduziert zugleich die operativen Risiken eines Anlagenbetreibers. Das Beteiligungsportfolio umfasst mittlerweile mehr als 120 Engagements aus den Bereichen Solar- und Windenergie, Wasserkraft, Batteriespeicher sowie Energieeffizienz und zählt damit zu den diversifizierten Plattformen im Sektor. Seit der Gründung wurden über 80 Mio. CAD investiert, wodurch mehr als 130 Einzelprojekte finanziell begleitet werden konnten.

    COO Peter Leighton erläuterte auf dem 19. International Investment Forum seine Strategie für das laufende Jahr. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/5dQvcZkFR7E

    Bislang hat der Kapitalmarkt die guten Chancen des Unternehmens nur mit 17 Mio. CAD bewertet. Das soll sich laut Management aber bald ändern. So werden im Sinne der Unternehmenswert-Maximierung derzeit verschiedene Optionen geprüft, darunter auch Kooperationen mit strategischen Partnern. In Betracht kommen weiterhin alternative Kapitalstrukturen sowie potenzielle Unternehmens- oder Beteiligungstransaktionen. Die Einbindung eines erfahrenen Finanzberaters verdeutlicht den Anspruch des Managements, sämtliche wertsteigernden Handlungsoptionen systematisch zu analysieren. Damit könnte für Investoren eine weitere interessante Phase beginnen. Wer dabei sein will, kauft im Korridor 0,38 bis 0,42 CAD beherzt nach. Ein schneller Verdoppler ist möglich.

    Auf den Jahresanfang bezogen kann RE Royalties auf eine solide Performance von über 60 % blicken. Da hatten es die Touristik-Unternehmen im Nahost-Konflikt deutlich schwerer. Lufthansa und Easyjet liegen mit 24 bzw. 12 % Zuwachs recht gut im Rennen, während Europas größter Reiseveranstalter TUI weiter strauchelt. Quelle: LSEG vom 01.07.2026

    Anleger werden derzeit gut durchgerüttelt. Im Bereich Touristik ging es ab März erst mal auf Tauchstation, dann sind die Kurse offensichtlich so stark gefallen, dass jetzt auch Finanzinvestoren auf der Matte stehen. Sie könnten in den nächsten Wochen auch bei RE Royalties zuschlagen. Das Kursniveau und die zeitgemäße Aufstellung des Unternehmens laden offensive Anleger ein.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Täglich prasseln Schlagzeilen von Kriegen, Konflikten und menschlichen Dramen auf uns ein, wer hat da noch Lust, an Urlaub zu denken? Doch gerade in solchen Momenten kann das Abschalten wertvoller sein denn je. Investoren navigieren seit Jahren durch ein Labyrinth aus geopolitischer Unsicherheit, doch die Aktienmärkte haben sich bislang erstaunlich resilient gezeigt, denn immer finden sich Branchen, die in Krisenzeiten besonders im Fokus stehen. Edelmetalle wie Gold und Silber haben die Inflationsschübe nach der Corona-Pandemie souverän abgefedert. Historische Daten belegen, dass Gold in allen Inflationsphasen positive Realrenditen erzielte, im langfristigen Durchschnitt rund 6,2 % pro Jahr, bei hoher Teuerung sogar 8,8 %. Der Reisesektor hingegen tanzt auf einer emotionalen Achterbahn: Aktuelle Konflikte, insbesondere im Nahen Osten, führen zu Buchungsrückgängen, steigenden Energiepreisen und Verunsicherung bei Urlaubern wie Anbietern. Ist die Reiseroute zu riskant, muss im letzten Moment umgeplant werden. Doch sobald sich die Lage entspannt, folgen Nachholeffekte. Was in den letzten Jahren funktionierte, steht erneut auf dem Programm: Kaufen, wenn die Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Horror-Waldbrände in Spanien und Südfrankreich – keine Seltenheit mehr in den letzten Jahren. Der Klimawandel fordert seinen Tribut. Wir Menschen sollten neben und vor allem mit dem technologischen Fortschritt vor darauf achten, dass unsere Lebensgrundlagen wie sauberes Wasser, Luft und Umwelt erhalten bleiben. Der Smart Farming-Ansatz führt die Landwirtschaft durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien wie Drohnen, KI und IoT-Sensoren effizienter in die nächsten Jahrzehnte. Denn diese Innovationen ermöglichen es landwirtschaftlichen Betrieben, Ressourcen wie Wasser und Energie exakt zu dosieren und gleichzeitig Erträge präzise vorherzusagen. Ein zentraler Baustein dieser modernen Ausrichtung ist der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit und den Schutz natürlicher Ökosysteme. Aus diesem Blickwinkel gewinnt der biologische Dünger massiv an Bedeutung, da er im Gegensatz zu synthetischen Alternativen den Boden langfristig gesund hält. Anleger können in mehrfacherweise davon profitieren, denn die Investition in nachhaltig denkende Unternehmen wird sich auszahlen. Wir gehen noch etwas tiefer.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 21.07.2026 | 04:15

    Übernahmen im Finanzsektor – 100 % bei PayPal ist der Anfang, was machen Allianz, Commerzbank, RE Royalties und Müchener Rück?

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    Steigende Zinsen und überbordende Staats-Kreditaufnahme. Der Finanz-Sektor steht wieder im Fokus. Einem öffentlichen Interesse folgend, muss der Sektor seit einiger Zeit sicherstellen, dass ESG-Kreditvergabe-Richtlinien eingehalten werden. Denn einen Banken-Skandal wie zuletzt mit der Credit Suisse in der Schweiz möchte man in der EU nicht erleben, schon gar nicht in den USA. Somit richtet sich der globale Finanzsektor immer mehr an Nachhaltigkeitskriterien aus. Führt dazu, dass innovative ESG-Finanzierungen mittlerweile rund 30 % der strategischen Kernallokation bei führenden Branchenakteuren ausmachen. Der Versicherungskonzern Allianz nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein, indem er über seine Fondstochter AllianzGI gezielt Blended-Finance-Strukturen nutzt, um über einen milliardenschweren Klimafonds privates Kapital für grüne Projekte in Schwellenländer zu lenken. Auch der weltgrößte Rückversicherer Munich Re setzt auf ein striktes, eigenständiges Green-Bond-Framework zugunsten einer mehr kohlenstoffarmen Wirtschaft. Einen anderen, stark sozial geprägten ESG-Schwerpunkt setzt der Zahlungsdienstleister PayPal, der den Fokus auf die soziale Säule sowie die weltweite finanzielle Inklusion legt. Hier könnte es demnächst zu einer Übernahme kommen, die man auch bei dem sehr günstigen Green-Finance-Spezialisten RE Royalties schon längst erwartet. Wir gehen noch tiefer!

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