23.04.2026 | 04:00
Naher Osten treibt Knappheit: Lieferketten in Gefahr! Nordex, Antimony Resources und Siemens Energy
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten zeigt erneut, wie verletzlich globale Lieferketten bei kritischen Metallen sind, wenn eine strategische Engstelle wie die Straße von Hormus unter Druck gerät. Entscheidend ist dabei weniger der direkte Metalltransport durch die Meerenge, als vielmehr ihr Gewicht für den weltweiten Energiehandel, dessen Ausfall die Kosten energieintensiver Metalle wie Aluminium, Kupfer oder Nickel rasch nach oben treiben würde. Höhere Frachtraten, teurere Versicherungen und längere Routen würden die Logistik zusätzlich verteuern und Just-in-Time-Strukturen in vielen Industrien spürbar ausbremsen. Besonders betroffen wären Rohstoffe, die für Energiewende, Digitalisierung und Verteidigung unverzichtbar sind. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass eine längere Blockade der Straße von Hormus weltweite Handelsströme im Wert von bis zu 1,2 Bio. USD jährlich beeinträchtigen könnte. Welche Aktien stehen jetzt im Rampenlicht?
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Antimony Resources - Iran-Krise boostet Antimonbedarf, Bald Hill kann liefern
Langsam wird auch die EU wachgerüttelt! Denn der Iran-Konflikt unterstreicht die prekäre Lage westlicher Industrien ohne stabile Energie- und Metallquellen. Der Antimonmarkt deckte früher einen Nischenbedarf ab, doch mit der globalen Aufrüstung steht er nun im Zentrum. Für die Industrie ein Desaster, für Anleger eine mittelfristige Renditequelle. Denn der Globus erlebt eine klassische Angebotskrise, da China mit 70 % Produktionsanteil die Preise diktiert, von 15.000 auf zeitweise über 60.000 USD pro Tonne. Die Nachfrage explodiert durch Flammschutz, Batterien, Solarzellen sowie Militärtechnik, während Regierungen aktuell nicht wissen, wie sie ihre Reserven aufstocken.
Die Aktie von Antimony Resources katapultierte sich in fünf Monaten um 500 % von 0,33 auf 1,65 CAD und spiegelt die strategische Neubewertung des Themas wider. Das aktuell fokussierte Bald Hill-Projekt in New Brunswick präsentiert mit 2,7 Mio. Tonnen Erz bei 3-4 % Gehalt ein nordamerikanisches Highlight, denn es kann perspektivisch 94.500 Tonnen Antimon produzieren. Die jüngsten Bohrungen bestätigten über 700 m Länge und 350 m Tiefe Mineralisierung mit Spitzen über 30 %. Nun hat Antimony Resources Umweltstudien mit GEMTEC gestartet und setzt sich mit New Brunswick-Behörden und den First Nations an den Tisch. Ein klarer Genehmigungsplan mit Baseline-Studien und EIA-Roadmap minimiert die Risiken frühzeitig. Die Timeline ist eng, denn man will vorankommen.
Für Anleger wichtig: Die erste NI 43-101-Ressourcenschätzung rückt näher, für viele Junior-Miner ist das der Zeitpunkt für einen Bewertungssprung. Bei 115 Mio. CAD Marktkapitalisierung bleibt aus heutiger Sicht ein massives Upside zum Metallwert. Natürlich muss der Minenaufbau erst noch seinen üblichen Weg gehen, doch auch eine Übernahme durch einen Major ist nicht unwahrscheinlich. Das Researchhaus GBC sieht ein 12-Monats-Kursziel von 3,00 CAD je Aktie, damit gewinnt die Rally weiter an Fahrt. Die aktuelle Korrektur macht den Einstieg leicht!
CEO James R. Atkinson beschreibt wichtige Teile seiner Strategie im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk.
Nordex – Können die Quartalszahlen einen Margensprung liefern?
Ein klassischer Verbraucher von kritischen Metallen ist der Windanlagen-Spezialist Nordex. Die Hamburger konnten ihr operatives Geschäft nach einer langen Durststrecke in 2025 endlich auf die Spur bringen, sogar das Margenziel von über 8 % im EBITDA wurde im letzten Jahr leicht getoppt. Angesichts der insgesamt starken Entwicklung und der guten Sichtbarkeit bedingt durch den Auftragsbestand und das Serviceportfolio hebt das Unternehmen nun sein mittelfristiges EBITDA-Margenziel auf 10,0 bis 12,0 % an.
Anleger wünschen sich, dass das Management hier gut gerechnet hat. Denn der Aktienkurs hat diese Entwicklung mit einem 12-Monats-Plus von 185 % bereits vorweggenommen, daher auch die aktuelle Top-Bildung in der Zone 44 bis 47 EUR. Am 27. April wird das Unternehmen seine Q1-Zahlen veröffentlichen. Erwartet wird ein Gewinn je Aktie von ca. 0,183 EUR, im Gesamtjahr sollen es 1,80 EUR nach 1,16 EUR im Vorjahr werden, immerhin 55 % mehr. Für die kommende Woche verspricht die Pressekonferenz also Hochspannung, denn bei diesen Kursen muss das Management entsprechende Hinweise für ein Erreichen der Ziele liefern, sonst droht ein Kurseinbruch. Angesichts angespannter Lieferketten und globaler Verunsicherung, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich CEO José Diéguez etwas zurückhaltender äußert. 9 von 18 Experten auf der Plattform LSEG sind noch positiv, das Konsens-Kursziel sank aber bereits auf 42,80 EUR ab. Daher Vorsicht an der Bahnsteinkante!
Siemens Energy – Können die Münchener ihr strammes Wachstum beibehalten?
Mit einer Marktkapitalisierung von 144 Mrd. EUR ist die Energie-Abspaltung der Siemens AG mittlerweile eine feste Größe im DAX 40-Index. Einer der Gründe für die herausragende Entwicklung der ehemaligen Tochter Siemens Energy ist die perfekte Aufstellung der Produktpalette und strategische Ausrichtung auf die Themen Stromerzeugung und Netze. Im weltweiten Wettlauf um tausende von Gigawatts zur Sicherung der KI- und Cloudfunktionalitäten der Techriesen hat sich ein multipler Bedarf an Stromkapazitäten aufgestaut, der jetzt sukzessive aufgebaut werden muss. Die links-grünen Diskussionen über Nachhaltigkeit und Stromeinsparung aus der Corona-Zeit sind politisch gänzlich verstummt, denn der Planet Erde wird seinen Energiebedarf nun auf Jahre hin kontinuierlich erhöhen. So schnell können politische Strömungen sich um 180 Grad drehen.
Siemens Energy spielt eine Schlüsselrolle in der KI-Ökonomie, weil der massive Ausbau von Rechenzentren die Nachfrage nach Energieinfrastruktur antreibt. Damit entwickeln sich die Münchener von einem klassischen Anlagenbauer zu einem zentralen Infrastruktur-Player der KI-Ära, weil ohne skalierbare Stromerzeugung und Netzstabilität kein nachhaltiges Wachstum der künstlichen Intelligenz möglich ist. Das erklärt auch die immense Bewertung des Unternehmens, die eher einer NASDAQ-Company als einem DAX-Wert ähnelt. Für Analysten sind Umsatz-Multiples von 5 und KGVs jenseits der 40 eher Neuland. Folglich liegt das Konsens-Kursziel mit aktuell 166 EUR auch meist unter dem gehandelten Kurs. Interessant dürfte der Zeitpunkt werden, wenn die Experten letztlich kippen und ihre Kursziele dramatisch nach oben anpassen. Dann ist das zyklische Wachstum der Münchner vielleicht an einem Punkt angelangt, wo die hohen Multiples nicht mehr passen. Mit einem Doppeltop im Bereich 168 bis 174 EUR sollten Anleger schon heute Gewehr bei Fuß stehen. Die nächsten Quartalszahlen gibt es am 12. Mai. Spannend!

Anleger haben anspruchsvolle Zeiten erlebt. Globale Märkte bleiben von deutlichen Schwankungen geprägt, da die Entscheidungen und Aussagen von US-Präsident Donald Trump weiterhin großen Einfluss auf das globale Geschehen ausüben. Wie viele andere Rohstoffe gilt auch Antimon als ein zentrales Metall für die Hightech- und Verteidigungsbranche. Sollte die Straße von Hormus nicht zeitnah wieder uneingeschränkt passierbar sein, könnten in Teilen der westlichen Wirtschaft ernsthafte Produktionsunterbrechungen entstehen. In einem solchen Umfeld dürfte Antimony Resources verstärkt das Interesse von Investoren wecken, da das Unternehmen als zukünftiger Baustein zur Stabilisierung westlicher Lieferketten gesehen wird. Bei Nordex und Siemens Energy werden die nächsten Quartalsergebnisse zeigen müssen, ob der kräftige Kurszuwachs auch auf mittlere Sicht gerechtfertigt ist.
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