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25.06.2025 | 05:00

Neue Trends in Luft- und Raumfahrt sorgen für Wachstum: Volatus Aerospace, Lockheed Martin, Boeing

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Bildquelle: pexels.com

Die neue Sicherheitslage in der Welt zeigt: Militärisches Potenzial kann Frieden sichern. Auch wenn überzeugte Pazifisten das Gegenteil proklamieren, so haben die jüngsten Maßnahmen von Israel und den USA gegenüber dem Iran doch gezeigt, dass sich entschlossenes Handeln lohnt – das Atomprogramm des Mullah-Staates scheint zumindest stark verzögert zu sein. Vor allem im Bereich der Luft- und Raumfahrt waren die militärischen Neuerungen in den vergangenen Jahren groß. Doch auch in der zivilen Nutzung bewähren sich viele ehemals rein militärische Ansätze. Wir blicken auf die Unternehmen Lockheed Martin, Boeing und Volatus Aerospace, beleuchten deren Innovationen und wagen einen Ausblick auf die Entwicklung der Aktien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , BOEING CO. DL 5 | US0970231058 , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094

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Inhaltsverzeichnis:


    Lockheed Martin: Hightech fürs Militär

    Lockheed Martin ist ein Pionier der Luft- und Raumfahrt und ist vor allem als Zulieferer für das US-Militär bekannt. Bekanntestes Produkt der Hightech-Schmiede ist wohl der Stealth-Kampfjet F35, der auch von der deutschen Bundeswehr und vielen anderen NATO-Partnern geflogen wird. Das Umsatzmodell von Lockheed Martin basiert überwiegend auf umfangreichen Verträgen mit Regierungsstellen. Diese Verträge sind so strukturiert, dass sie einen ausgewogenen und stetigen Umsatzfluss gewährleisten. Hinzu kommen Einnahmen durch langfristige Dienstleistungsvereinbarungen und Wartungsprogramme für die mitunter komplexe Militärtechnik. Neben Flugzeugen gehören auch Raketen- und Raketensysteme, Hubschrauber und Raumfahrzeuge wie Satelliten und Raumsonden zum Angebot von Lockheed Martin.

    Boeing will das Fliegen klimaneutral machen

    Die Aktie ist trotz der guten Marktstellung von Lockheed kein Überflieger – in den vergangenen drei Jahren ging es gerade einmal um schmale 1,95 % nach oben. Etwas besser sieht diese Performance beim US-Konkurrenten Boeing aus. Der Konzern, der vor allem in der privaten Luftfahrt stark ist, legte in den vergangenen drei Jahren an der Börse um immerhin 36,7 % zu. Neben dem Bereich der zivilen Luftfahrt, der bei Boeing rund 44 % des Gesamtumsatzes ausmacht, ist das Unternehmen aus Seattle auch bei Militärflugzeugen und Drohnen stark – hier generiert Boeing einen Umsatz von 32 %. Der Rest des Geschäfts entfällt auf die Service-Sparte. Während Boeing in der zivilen Luftfahrt auf emissionsarme Kraftstoffe setzt und seine Flugzeuge bis 2030 dafür zertifizieren lassen will, profitiert das Unternehmen auch von der gestiegenen Nachfrage nach militärischen Gütern.

    Volatus Aerospace: Drohnen erobern immer mehr Anwendungsfelder

    Ebendiese Nachfrage spürt auch das kanadische Unternehmen Volatus Aerospace. Während Lockheed Martin und Boeing riesige Konzerne sind, verfolgt Volatus ein spezialisierteres Geschäftsmodell. Gestartet als Spezialist für die Überprüfung von Infrastruktur mittels bemannter und unbemannter Flugzeuge, bietet Volatus inzwischen auch reine Drohnen-Lösungen für den Grenzschutz, militärische Aufklärung oder die Lieferung dringender Güter im militärischen oder zivilen Bereich an.

    Der Markt für kommerzielle Drohnen erlebt ein robustes Wachstum, angetrieben durch eine zeitgemäße Regulatorik, erhöhte Investitionen und die nachgewiesenen Vorteile von Kosteneinsparungen und erhöhter Effizienz. Prognosen wie die von „Research and Markets“ zeigen ein jährliches Wachstum in Höhe von 15 % von 41,894 Mrd. USD im Jahr 2025 auf 84,26 Mrd. USD im Jahr 2030. Um von diesem Wachstum zu profitieren, pflegt Volatus Aerospace gleich mehrere Partnerschaften. Gemeinsam mit dem US-Lieferdienst DroneUp will man in Nordamerika Marktanteile sichern und auf eine gemeinsame Regulatorik für Drohnenflüge drängen. Kürzlich gab man zudem bekannt, die Frühjahrspflanzungen in New Brunswick mit Schwerlast-Drohnen, die Setzlinge und Zubehör an entlegene Orte transportieren können, zu unterstützen.

    Vorarbeit geleistet – startet Volatus jetzt auch operativ richtig durch?

    Volatus Aerospace betont immer wieder, eine große Pipeline potenzieller Aufträge zu besitzen. In den kommenden Monaten will das Unternehmen weitere Umsätze realisieren. „Im ersten Quartal 2025 konzentrierte sich Volatus darauf, die anhaltenden geopolitischen Herausforderungen zu meistern, indem wir unsere Geschäftstätigkeit diversifizierten und wichtige behördliche Genehmigungen erhielten – strategische Schritte, die uns positionieren, um eine wachsende Verkaufspipeline in realisierten Umsatz umzuwandeln“, fasst Glen Lynch, CEO von Volatus Aerospace, die Pläne zusammen.

    Die Luft- und Raumfahrt steckt voller Innovationen. Während Boeing CO2-Emissionen in der kommerziellen Luftfahrt den Kampf angesagt hat und bereits bis 2030 Ergebnisse vorlegen will, profitiert Lockheed Martin vom erhöhten Sicherheitsbedürfnis der in aller Regel staatlichen Kunden. Ein interessantes Hybrid-Geschäftsmodell verfolgt der Drohnen-Spezialist Volatus Aerospace. Ebenso wie die großen, setzt man auch bei Volatus auf wiederkehrende Umsätze und Dienstleistungen. Diese Umsätze will das Unternehmen aber sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich erzielen. Die regulatorischen Vorgaben dafür sind in den vergangenen Monaten geschaffen worden. Jetzt kommt es darauf an, die nach eigenen Angaben umfassende Auftrags-Pipeline in konkrete Umsätze umzuwandeln. Die Voraussetzungen dafür scheinen gut – sowohl in der zivilen Nutzung, etwa bei der Wartung von Infrastruktur, als auch im militärischen Einsatz punkten Drohnen mit geringen Kosten. Die Aktie nimmt diese Erwartung bereits vorweg und zeigt sich seit einigen Wochen überaus dynamisch.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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