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23.06.2026 | 05:20

Nicht in überhitzte Rüstungswerte investieren! DroneShield, Antimony Resources und MP Materials zeigen den klügeren Weg

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Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Die Rally bei europäischen Rüstungswerten gerät ins Stocken. Nach Monaten beeindruckender Kursgewinne verunsichern Friedenshoffnungen und hohe Bewertungen die Anleger. Während Rheinmetall & Co. unter Volatilität leiden verschiebt sich der Fokus auf eine weniger beachtete Marktnische. Der strukturelle Aufwärtstrend der Verteidigungsausgaben bleibt intakt, doch die Gewinner von morgen könnten jene sein, die ohne eigene Waffenproduktion vom Sicherheitsboom profitieren. Genau hier eröffnen sich Chancen bei Unternehmen, die mit Drohnenabwehr, kritischen Rohstoffen und Hightech-Komponenten die Rüstungskette von morgen bedienen. DroneShield, Antimony Resources und MP Materials stehen exemplarisch für diese strategische Neuausrichtung.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , MP MATERIALS CORP | US5533681012 | NYSE: MP

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Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield - zwischen operativem Rückenwind und regulatorischem Schatten

    Die jüngsten Quartalszahlen des Drohnenabwehrspezialisten sprechen für sich. Es wurde ein Umsatz von 74,1 Mio. AUD generiert, ein Plus von 121 % und das vierte profitable Quartal in Folge. Der operative Cashflow von 24,1 Mio. AUD belegt, dass das Wachstum nicht erkauft ist. Mit einer Pipeline von 2,2 Mrd. AUD, verteilt auf 312 Projekte, und einem bereits gesicherten Auftragsbestand von 161 Mio. AUD für 2026 zeigt sich die Nachfrage als nachhaltig. Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über 223 Mio. AUD an liquiden Mitteln. Das ist genug Spielraum, um den geplanten Ausbau der Produktionskapazität auf 2,4 Mrd. AUD bis Ende 2026 zu stemmen.

    Die strategischen Erfolge im Juni sind beachtlich. Verträge mit der U.S. Joint Interagency Task Force 401 und dem U.S. Customs and Border Protection über zusammen knapp 40 Mio. AUD, der Produktionsstart in Europa und die Partnerschaft mit Defenture für mobile Abwehrsysteme. Besonders die erste europäische Fertigungslinie ist ein Schlüssel, um an den milliardenschweren Verteidigungsprogrammen der EU zu partizipieren. Parallel wächst der Software-Anteil. Die wiederkehrenden Erlöse kletterten im 1. Quartal um 205 % und machen nun 13 % des gesicherten Umsatzes aus. Das ist ein großer Schritt in Richtung eines stabileren, margenstärkeren Geschäftsmodells.

    Dennoch lastet die Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC zu Börsenmitteilungen aus November 2025 schwer auf der Stimmung. Hinzu kommt die gescheiterte Vergütungsabstimmung auf der Hauptversammlung. Die Aktionäre signalisieren, dass sie bei der Vorstandsvergütung mehr Langfristorientierung einfordern. Die jüngsten Führungswechsel und die reduzierten Beteiligungen großer Institutionen verstärken die Unsicherheit. Für Anleger, die den strukturellen Bedarf an Drohnenabwehrtechnologie für langfristig tragfähig halten, bietet das aktuell reduzierte Kursniveau einen Einstieg. Voraussetzung ist, dass die regulatorischen Klärungen im zweiten Halbjahr positiv verlaufen. Derzeit ist die Aktie für 2,65 AUD zu haben.

    Antimony Resources – hohe Gehalte und politischer Rückenwind

    Die jüngsten Bohrergebnisse von Antimony Resources aus der Hauptzone des Bald-Hill-Projekts liefern handfeste Argumente für Optimismus. Mit Antimon-Gehalten von bis zu 36 % und Mächtigkeiten von über 13 m, die in Tiefen bis zu 240 m angetroffen wurden, zeigt sich eine bemerkenswerte Beständigkeit der Vererzung. Besonders die sogenannten Scissor-Holes, die das System aus verschiedenen Richtungen schneiden, untermauern die räumliche Ausdehnung des Körpers. Das Unternehmen hat den Bohrraster mit unter 50 m Abstand engmaschig angelegt. Diese Entscheidung dürfte die spätere Ressourcenschätzung nach internationalem Standard erheblich erleichtern.

    Was das Projekt jedoch wirklich von der Konkurrenz abhebt, sind die kürzlich gemeldeten Ergebnisse aus dem Süden des Konzessionsgebiets. In der neu identifizierten Südzone förderte ein Winter-Trenching-Programm auf einer Länge von 200 m durchschnittlich 19,5 % Antimon zutage, mit Spitzenwerten jenseits der 44 %. Damit bestätigt sich ein mineralisiertes System, das weit über die bisher bekannten Grenzen hinausreicht. Verglichen mit anderen nordamerikanischen Projekten, die Antimon meist nur als Beiprodukt von Gold liefern, handelt es sich hier um eine reine Antimon-Lagerstätte. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal mit strategischem Wert.

    Der jüngste Besuch von New Brunswicks Minister für natürliche Ressourcen auf dem Gelände unterstreicht die wachsende Relevanz des Projekts für die Region. Die Provinz hat ihre Mineralstrategie neu ausgerichtet und sieht in Antimon einen zentralen Baustein für die wirtschaftliche Zukunft. Vor dem Hintergrund der globalen Bemühungen, Lieferketten von China unabhängiger zu machen, gewinnt ein politisch stabiles Projekt in Nordamerika zusätzlich an Attraktivität. Die laufende 19.000 m Bohrkampagne wird nun zeigen, ob sich die vielversprechenden oberflächennahen Ergebnisse auch in der Tiefe bestätigen. Die Weichen dafür sind gestellt. Aktuell notiert die Aktie bei 0,70 CAD.

    MP Materials - zwischen Staatsaufträgen und Marktrisiken

    MP Materials hat sich innerhalb eines Jahres vom reinen Rohstoffproduzenten zum Rückgrat der US-amerikanischen Versorgung mit kritischen Mineralien entwickelt. Das Pentagon sicherte sich im Juli 2025 eine 15 % Beteiligung und garantierte über ein Jahrzehnt einen Mindestpreis von 110 USD pro Kilogramm Neodym-Praseodym. Diese Absicherung verschafft dem Unternehmen eine Planungssicherheit, die in der Branche ihresgleichen sucht. Der bevorstehende Lieferstopp für chinesische Seltene Erden in US-Verteidigungssystemen ab 2027 verschafft MP Materials zusätzlichen Rückenwind. Die Nachfrage aus der Rüstungsindustrie wird sich künftig zwangsläufig auf heimische Produzenten verlagern.

    Die Produktionszahlen untermauern die Fortschritte. Im 1. Quartal 2026 erreichte die NdPr-Oxid-Produktion mit 917 t einen neuen Höchststand, während das Magnetik-Segment seinen Umsatz im Jahresvergleich vervierfachte. Der milliardenschwere Bau der "10X"- Magnetcampus in Texas soll ab 2028 die Magnetproduktion auf 10.000 t jährlich skalieren. Allerdings belasten die exorbitanten Investitionsausgaben von bis zu 600 Mio. USD in diesem Jahr die operative Marge. Der erneute Quartalsverlust zeigt, dass der Weg zur Profitabilität steinig bleibt.

    Mit einem zukünftig erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 200 ist die Aktie zweifellos ambitioniert bewertet. Die jüngsten chinesischen Exportrestriktionen gegen MP Materials haben zwar symbolischen Charakter, verdeutlichen aber die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Analysten sehen dennoch Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel von rund 80 USD impliziert Aufwärtspotenzial. Die entscheidende Frage bleibt, ob das Unternehmen seine ehrgeizigen Expansionspläne termingerecht umsetzen kann. Für langfristig orientierte Anleger bietet MP Materials einen Hebel auf die strukturelle Umgestaltung der westlichen Lieferketten. Momentan kostet eine Aktie 60,88 USD.


    Die strukturelle Neuausrichtung der Sicherheitsindustrie beginnt. Während klassische Panzerwerte unter Bewertungsdruck geraten zeigen DroneShield, Antimony Resources und MP Materials den anderen Weg. DroneShield überzeugt mit schuldenfreiem Wachstum und einer Milliarden-Pipeline im Drohnenabwehr-Segment. Antimony Resources liefert mit spektakulären Antimon-Gehalten von bis zu 44 % den Beweis für ein nordamerikanisches Projekt von strategischer Bedeutung. MP Materials sichert sich durch die Pentagon-Beteiligung eine einzigartige Planungssicherheit bei Seltenen Erden. Die Gewinner von morgen sind jene, die ohne eigene Waffenproduktion die zukünftige Rüstungskette bedienen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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