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08.04.2026 | 04:15

Ölpreis egal, mit SpaceX zum Mond! Alphabet, First Hydrogen und Oklo im Fokus

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Bildquelle: Pixabay

Nun ist es soweit! In der letzten Woche hatten Bloomberg und das Wall Street Journal berichtet, dass SpaceX einen Antrag für eine Aktienplatzierung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Trotz aller Belastungen für die Kapitalmärkte ist Elon Musk überzeugt, dass er mit der Erstnotiz des Raumfahrt-Technologie-Senkrechtstarters bis zu 75 Mrd. USD einspielen wird. Dabei sollen nur knapp 5 % aller Anteile überhaupt frei handelbar sein. Das treibt großen ETF-Anbietern schon jetzt die Schweißperlen auf die Stirn, denn sie müssen das neue Börsenschwergewicht mit einem Anfangswert von knapp 2 Bill. USD als „MAG 8“-Aktie irgendwie replizieren. Als Termin für die Aktienplatzierung wird der Juni angepeilt. Es muss sich noch zeigen, ob das derzeitige Börsenklima eine solche Mega-Emission überhaupt verdauen kann. Ein Selbstläufer wird das wohl nicht. Alphabet hat sich mit einer Beteiligung im Jahr 2015 bereits positioniert. Wir berechnen, was das im Sommer ausmachen dürfte und präsentieren noch weitere gute Ideen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 | TSXV: FHYD , ALPHABET INC.CL C DL-_001 | US02079K1079 , ALPHABET INC.CL.A DL-_001 | US02079K3059 , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US000SPACEX0 , OKLO INC | US02156V1098

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Inhaltsverzeichnis:


    Alphabet und SpaceX – Der größte Börsengang aller Zeiten steht bevor

    Die Gerüchteküche brodelt schon seit einigen Monaten. Nun hat Elon Musk die Katze aus dem Sack gelassen. Bereits im Juni soll der Börsenneuling SpaceX im amerikanischen Markt starten. Nach den jüngsten Diskussionen von Analysten, Banken und Brokern hat sich in der Presse mittlerweile ein Börsenwert von etwa 2 Bio. USD als Konsens etabliert. Besonders ungewöhnlich ist die Strategie, einen deutlich höheren Anteil der Aktien an Privatanleger zu vergeben als bei klassischen IPOs üblich. Parallel führt das Unternehmen aber Gespräche mit großen institutionellen Investoren, um als sogenannte „Ankerinvestoren“ frühzeitig Nachfrage für die Emission sicherzustellen.

    Neben dem Kontrollaktionär Elon Musk (42 %) sind Fidelity, Founders Fund, Sequoia Capital und einige Staatsfonds aus dem Nahen Osten beteiligt. Der Technologiekonzern Alphabet gehört ebenfalls zu den frühen Investoren von SpaceX und hält seit einer Finanzierungsrunde im Jahr 2015 eine bedeutende Beteiligung von etwa 7 %. Damals investierte Alphabet rund 900 Mio. USD in das Raumfahrtunternehmen. Der angestrebte Börsengang würde den Wert dieser Beteiligung erstmals transparent machen und könnte je nach Startkapitalisierung erheblichen Einfluss auf die Bilanz und den Aktienkurs des Google-Konzerns haben. Auf der Plattform LSEG Refinitiv empfehlen 53 von 60 Analysten die Alphabet-Aktie zum Kauf mit einer mittleren Kurserwartung von 358 USD, was auf aktueller Basis von rund 297 USD rund 20 % Potenzial eröffnet. Die neue Aktie SpaceX wird nach allgemeinem Verständnis sofort als neue Billionen-Aktie den Club der „Magnificent 7“ auf 8 Mitglieder erweitern. Der Wert von Alphabet erhöht sich beim Börsengang adhoc um ca. 100 bis 150 Mrd. USD.

    First Hydrogen – Viele Zukunftslösungen auf dem Tablett

    Das sind einige gute Schritte auf einmal. Der kanadische Innovator First Hydrogen positioniert sich nach Jahren des Aufbaus heute als technologieorientiertes Unternehmen an der Schnittstelle von Energieversorgung, Automatisierung und emissionsfreier Mobilität. Neben Wasserstofflösungen verfolgt der Konzern strategische Initiativen in den Bereichen Kernenergie und robotergestützte Systeme, um zukünftige Wachstumsfelder zu erschließen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung kompakter Reaktorkonzepte, die eine kontinuierliche Strombereitstellung für energieintensive Anwendungen wie Rechenzentren oder industrielle Standorte ermöglichen sollen. Diese Technologie gilt als potenziell wichtiger Baustein für eine stabile Energieversorgung in einer zunehmend digitalisierten Welt.

    Parallel dazu arbeitet das Unternehmen mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen, um neue Materialien und Designs für fortschrittliche Reaktorsysteme zu erforschen und regulatorische Prozesse zu beschleunigen. Ganz neu sticht der Bereich Robotik in die Augen. Hier hat sich First Hydrogen exklusive Rechte an einer mobilen, KI-gestützten Plattform gesichert, die ohne direkte menschliche Steuerung eingesetzt werden kann. Das modulare System ist darauf ausgelegt, Transport-, Sicherheits- und Unterstützungsaufgaben in anspruchsvollen Umgebungen zu übernehmen. Durch den Einsatz kombinierter Energiequellen wie Batterie, Solarenergie und Brennstoffzelle kann die Plattform lange Betriebszeiten bei gleichzeitig geringer Geräuschentwicklung erreichen. Das Management setzt auf den Einsatz dienstleistungsbasierter Geschäftsmodelle, bei denen zukünftige Kunden neue Technologien flexibel einsetzen können, ohne selbst umfangreiche Investitionen tätigen zu müssen. Die Nachfrage nach automatisierten Lösungen wird durch steigende Verteidigungs- und Infrastrukturinvestitionen weltweit zusätzlich unterstützt.

    Zur Finanzierung der nächsten Entwicklungsphase hat das Unternehmen eine Kapitalmaßnahme vorbereitet, die sowohl neue Mittel generieren als auch bestehende Verbindlichkeiten teilweise in Eigenkapital umwandeln soll. Für Investoren versprechen die neuen Themenfelder viel mittelfristiges Entwicklungspotenzial. Gerade industrielle Anwendungen in Sachen alternative Energiegewinnung, Speicherung und autonome Transport-Systeme kommen genau zur richtigen Zeit. Mit der FHYD-Aktie positionieren sich Anleger somit entlang mehrerer technologischer Megatrends. Die aktuelle Marktkapitalisierung von knapp 35 Mio. CAD ist sehr reizvoll! In der letzten Woche konnte der technische Bereich von 0,40 bis 0,45 CAD bereits erfolgreich getestet werden. Die Zeit drängt!

    Der lange Konsolidierungstrend seit Oktober scheint nun beendet. Mit steigenden Umsätzen und einer Überwindung der Zone 0,40 bis 0,45 CAD könnte es mit frischem Momentum schnell nach oben gehen. Quelle: LSEG vom 07.04.2026

    Oklo – Wie geht es weiter mit den SMRs?

    Die Aktie von Oklo gilt seit Monaten als neuer Hoffnungswert im Bereich kleiner, modularer Reaktoren sogenannter SMRs. Der Titel ist an der Börse sehr volatil unterwegs, das liegt an dem noch frühen Stadium der Entwicklung und den hohen Erwartungen der Anleger bezüglich kurzfristiger Forschungs-Trigger. So lag der Kurs im Oktober auch schon mal bei knapp 190 USD, sank aber in den letzten Wochen auf rund 47 USD zurück. Durchaus positiv sind die Bestrebungen in Europa. Denn Oklo und das schwedische Kerntechnikunternehmen Blykalla AB gaben jüngst eine Erweiterung ihrer strategischen Partnerschaft bekannt, um die Kommerzialisierung von schnellen Reaktoren in den USA und Europa voranzutreiben. Im Rahmen der Zusammenarbeit plant Blykalla den Einsatz von Kapital und Engineering-Ressourcen in den USA im Umfang von 100 bis 200 Mio. USD und 30 bis 40 Ingenieuren. Endlich kommt das Thema auch in Europa in Schwung.

    Natürlich wird der Aufbau einer komplett genehmigten SMR-Produktionskette noch Jahre dauern. An der Börse erkennen Anleger allmählich, dass die Mühlen im Bereich Nuklearenergie viel langsamer arbeiten, als die schnellen Aufwertungen an der Börse eine Rechtfertigung hätten. Durch den starken Kurs-Rückgang von über 75 % seit Herbst 2025 kann nun aber neuer Schwung aufgebaut werden, denn der Experten-Konsens auf der Plattform LSEG Refinitiv liegt bei etwa 96 USD. Das birgt aus heutiger Sicht sogar Verdoppelungspotenzial. Zu beachten ist allerdings, dass der erste erhoffte Gewinn erst im Jahr 2032 zu erwarten ist. Spekulativ, aber hochinteressant!


    Das Jahr 2026 zeigt bis heute eine Reihe von geopolitischen Konflikten begleitet von starken Marktturbulenzen. Gleichzeitig zeigen die Märkte aber, dass neben Hysterie gerade langfristige Chancen neu zu bewerten sind. Alphabet, First Hydrogen und Oklo sind drei Beispiele, die mit einem gesunden Mix durchaus ein Investment rechtfertigen, zumal hier unterschiedliche Technologiebereiche zum Zuge kommen. Anleger sollten wegen der zu erwartenden Volatilität aber eine risikobewusste Mentalität mitbringen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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