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09.04.2024 | 05:10

Palantir, Globex Mining, Bayer - Der Trend zeigt nach oben

  • Edelmetalle
  • Künstliche Intelligenz
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Nach einem erfolgreichen ersten Börsenquartal des Jahres 2024 gönnten sich DAX und Dow Jones in der vergangenen Woche eine wohl verdiente Verschnaufpause. Dagegen setzten die Edelmetallmärkte um Gold und Silber ihre Aufwärtsbewegung fort. Gold markierte zudem mit 2.354 USD je Unze neue Höchststände. Nachdem Goldproduzenten wie Barrick Gold oder Newmont noch im Winterschlaf verharrten, folgen diese seit einigen Wochen dem steigenden Basispreis. Aktuell bietet sich zudem eine Chance bei kleineren Rohstoffwerten, an der Aufwärtsbewegung überproportional zu partizipieren.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

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Inhaltsverzeichnis:


    Globex Mining – Assetklassen mit Kaufsignalen

    Seit 1983 lenkt CEO Jack Stoch die Geschicke des Rohstoffinkubators Globex Mining und setzte auf den Erwerb und die Optionierung von Liegenschaften an Partner. Seitdem wurde ein diversifiziertes Portfolio mit 247 Projekten aufgebaut. Darin enthalten sind Beteiligungen an 123 Edel-, 68 Basis- sowie 56 Spezialmetallen und Industriemineralen.

    Vor allem die Gold- und Silberprojekte dürften aufgrund der explodierenden Basiswerte den inneren Wert deutlich heben. Betrachtet man die Marktkapitalisierung von 51,39 Mio. CAD und zieht dagegen den Bestand an Cash, Aktien und marktfähigen Wertpapieren von mehr als 25 Mio. CAD ab, läge der Wert der knapp 250 Beteiligungen bei rund 26 Mio. CAD. Hier sticht die Unterbewertung des Portfolios bereits auf den ersten Blick ins Auge.

    Hinzu kommt, dass Globex Mining einen regelmäßigen Cashflow durch Einnahmen aus Lizenzgebühren, der Verpachtung von Schürfrechten sowie der anteiligen Vereinnahmung von verkauften Mineralien durch Partner erhält. Aktuell kooperiert das Unternehmen bei rund 100 Projekten mit derartigen Lizenznehmern, die zudem die Explorationskosten tragen.

    Neben den steigenden Gold- und Silberpreisen wendet sich das Blatt auch bei den Industriemetallen zum Positiven. So zeigt der Kupferchart seit Wochen nach oben, auch die für die Energiewende dringend benötigten Metalle wie Lithium bilden aktuell einen tragfähigen Boden. Der Chart der Globex-Aktie spiegelt die positive Portfolioentwicklung wider. Mit 0,93 CAD steht der Kurs kurz vor dem Ausbruch aus einem steigenden Dreieck. Sollte dies gelingen, dürfte der Wert rasch den Pennystock-Bereich verlassen.

    Palantir – Vor nächstem Move

    Fast schulmäßig läuft die charttechnische Entwicklung beim Datenanalysespezialisten Palantir. Nachdem sich der Börsenwert des Unternehmens auch aufgrund des Booms beim Trendthema Künstliche Intelligenz seit Anfang Mai des vergangenen Jahres von 7,28 USD auf 27,50 USD um rund 280 % verteuerte, korrigiert die Palantir-Aktie und baut die durch den Kurssprung gebildete Überkauftheit weiter ab. Eine markante Unterstützungszone, das Jahreshoch von 2023 bei 21,85 USD, konnte bislang erfolgreich verteidigt werden.

    Einen Push des Aktienkurses könnte die neue Kooperationsvereinbarung mit Oracle zur Folge haben. Die beiden US-Unternehmen wollen beim Verkauf von Cloud- und KI-Diensten zusammenarbeiten, was Umsatz und Gewinn des Unternehmens aus Denver, Colorado noch einmal deutlich steigern sollte.

    Ein Analyst, der von Palantirs jüngster Rally nicht überrascht war, ist Bruce Kamich von TheStreet Pro. Nach dem Oracle-Deal setzte dieser mit 48 USD ein neues Kursziel fest. Dies würde ein Potenzial zum aktuellen Kurs von rund 120 % bedeuten.

    Bayer – Tropfen auf den heißen Stein

    Die Leidenszeit der Investoren des Pharma- und Agrarriesen dürfte trotz der positiven Nachricht vom Wochenende weitergehen. Immerhin konnte der Leverkusener Konzern bei einem Rechtsstreit, bei dem es einmal mehr um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup ging, einen Teilerfolg vermelden.

    Wie aus den Gerichtsunterlagen vom Freitag hervorgeht, hat Richter Daniel Green in Jefferson City, Missouri, die den drei Klägern von einer Geschworenenjury zugesprochene Schadensersatzsumme von 1,5 Mrd. USD auf 600 Mio. USD reduziert. Bayer hatte den Prozess gegen die drei Kläger im November verloren. Die Kläger machten geltend, ihre Krebserkrankungen seien auf die langjährige Nutzung des Unkrautvernichtungsmittels zurückzuführen.

    Dies war jedoch nur eine von rund 54.000 Klagen in Bezug auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Dies geht aus dem veröffentlichten Geschäftsbericht des Jahres 2023 hervor. Somit dürfte das Unternehmen das leidige Thema bei weitem noch nicht abgeschlossen haben. Entsprechend konnte sich die Bayer-Aktie nur kurzzeitig erholen, gab gestern jedoch die kompletten Gewinne erneut ab und lag mit einem Minus von 4 % erneut am DAX-Ende. Ein Turnaround sieht anders aus!


    Der innere Wert des Portfolios von Globex Mining dürfte sich aufgrund der stark gestiegenen Edelmetallpreise deutlich positiv entwickelt haben. Dagegen sehen Analysten bei Palantir eine Kursverdopplung. Bayer feierte einen Teilerfolg, die Glyphosatklagen dürften das Unternehmen jedoch weiter belasten.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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