06.08.2026 | 05:20
Palantir, Miivo AI und IBM: Der Milliarden-Markt Mittelstand – wie Sie die ungenutzte KI-Integration jetzt für ihr Depot nutzen
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Miivo AI Inc.
Die öffentliche Debatte bezüglich künstlicher Intelligenz wird häufig über die neuesten KI-Modelle und AI-Agenten und Co. geführt. Große Konzerne nutzen die KI bereits, doch es geht nicht um die wenigen großen Konzerne. Nimmt man beispielsweise den deutschen Mittelstand, der rund 780.000 Unternehmen umfasst, benutzen mittlerweile laut einer Bitkom-Erhebung 41 % KI aktiv in ihren Geschäftsprozessen. Das führt allerdings zu Problemen, denn etwa 80 % der Unternehmen können den wirtschaftlichen Nutzen der KI-Investitionen kaum quantifizieren. Die Kluft zwischen Potenzial und der operativen Integration öffnet einen Markt, der für Unternehmen, die diese Lücke schließen können, extrem lukrativ sein kann. Wir sehen uns heute Palantir, Miivo AI und IBM an, die Unternehmen dabei unterstützen, KI in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , MIIVO AI INC | CA59863J1003 | TSXV: MIVO , IBM | US4592001014
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Palantir – mit starkem Quartalsergebnis
Das Technologieplattform Foundry und AIP bieten durchaus Lösungen für datengetriebene Entscheidungsfindungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Ontologie als Kernstück verspricht Wissenskonsolidierung und Agilität innerhalb des Unternehmens. Allerdings sind die Kosten für diese Plattformen recht hoch, sodass für die breite Masse des Mittelstands die Plattformen überdimensioniert wirken. Daher hat Palantir sich mit SAP, Oracle und Co. zusammengetan, um auch die mittelständischen Unternehmen zu erreichen. Stand jetzt rechnet sich eine Palantir-Lösung erst, wenn geschäftskritische Schmerzpunkte wie Maschinenausfälle im sechsstelligen Bereich vorkommen.
Am 3. August veröffentlichte der Konzern die Zahlen zum 2. Quartal und diese unterstreichen den positiven Trend. Der Umsatz kletterte um 93 % auf 1,935 Mrd. USD. Das ist das höchste Wachstum in der Geschichte des Unternehmens. Besonders hervorgestochen hat die US-Commercial Sparte, die 149 % auf 764 Mio. USD zulegte. Die operative Marge lag bei 62 %. Insgesamt schloss das Unternehmen 220 Aufträge mit einem Volumen von mindestens 1 Mio. USD ab. 73 dieser Verträge lagen sogar höher als 10 Mio. USD. Der gesamte Vertragswert erreichte 3,373 Mrd. USD, ein Plus von 49 % gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow lag bei 1,22 Mrd. USD und die Barreserven bei 9,2 Mrd. USD.
Die Unternehmen fordern zunehmend Kontrolle über ihre Daten und KI-Modelle, um ihre Wettbewerbsvorteile entsprechend zu schützen. Mit AIP ermöglicht Palantir den Austausch von Modellen, ohne an einen Anbieter gebunden zu sein. Das Management hat die Jahresumsatzprognose auf 8,15 bis 8,158 Mrd. USD angehoben. Trotz der Erfolge bleibt die Aktienbewertung schwierig. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 70 ist die Aktie alles andere als ein Schnäppchen. Die Quartalszahlen rechtfertigen zwar Optimismus, doch die Erwartungen sind bereits sehr hochgeschraubt. Palantir muss das Tempo beim Wachstum halten, um diese Bewertung zu rechtfertigen.
Miivo AI – baut sein Geschäft systematisch aus
Das kanadische Unternehmen Miivo AI hat mit ihrem neuen Customer-Insights-Tool ihr Portfolio um eine Komponente erweitert. Die Lösung ermöglicht es kleinen und mittelständischen Unternehmen Kundenfeedback von Plattformen wie Google Reviews, Instagram und Reddit in Echtzeit zu überwachen und KI-gestützt zu beantworten. Das ist besonders für B2C-Betriebe wie Restaurants, Hotels oder Fitnessstudios interessant, wo die Online-Reputation durchaus über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann. Das Tool arbeitet als Self-Service-Lösung ohne große Einarbeitungszeit. Denn die Zielgruppe hat meistens wenig Zeit für komplizierte Onboarding-Prozesse oder eine teure externe Beratung. Die KI analysiert Stimmungen und Trends und liefert außerdem direkte Handlungsempfehlungen und automatisiert die Antworten. Das ist ein klarer Effizienzgewinn im operativen Tagesgeschäft.
Das neue Tool ist die dritte Säule einer wachsenden Plattform. Nach der Business-Intelligence-Lösung für Finanz- und Betriebsdaten und dem Lead Finder für die Vertriebsakquise rundet Customer Insights das Angebot ab. Die Idee dahinter ist, dass die Unternehmen relevante Informationen aus Verkauf, Kundenkontakt und Finanzen an einer Stelle zusammenführen können. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch die Komplexität im Arbeitsalltag. Dieser Ansatz ist typisch für die Entwicklungsphilosophie von Miivo AI. Die Lösungen entstehen stets in enger Zusammenarbeit mit Bestandskunden. Sobald bestimmte Anforderungen bei mehreren Nutzern auftauchen, standardisiert das Unternehmen diese Funktion und kann sie anschließend über verschiedene Branchen hinweg skalieren. Mit der jüngsten Umbenennung von Miivo Holdings in Miivo AI hat das Unternehmen seinen Fokus auf die Künstliche Intelligenz noch einmal unterstrichen.
Die Übernahme von Tandem Partners liefert ein Vertriebsnetzwerk für die nächste Wachstumsphase. Das Beratungshaus bringt ein regionales Netzwerk und langjährige Kundenbeziehungen mit. Das ist ein Türöffner für Miivos KI-Lösungen. Über Tandem lassen sich Partnerschaften mit Wirtschaftsprüfern und Softwareanbietern erschließen, was den Vertriebsansatz erheblich verstärken dürfte. Der Ansatz, kleine und mittelständische Unternehmen zu fokussieren, ist clever, denn rund 90 % aller Unternehmen weltweit sind aus diesem Segment und ihr Anteil am privaten Bruttoinlandsprodukt liegt in vielen Ländern bei über 40 %. Gleichzeitig hinkt die KI-Durchdringung in diesen Unternehmen hinterher und genau hier sieht das Unternehmen seine Chance.
IBM – arbeitet an der Zukunft
IBM hat seine watsonx-Plattform gezielt für kleinere und mittlere Unternehmen geschaffen. Das modulare Ökosystem besteht aus vier Modulen, aus denen man wählen kann und senkt so die Einstiegshürden deutlich. Der Ansatz unterstützt nicht nur das eigene Granite-Modell, sondern beispielsweise auch die Modelle von Google. Es gibt eine kostenlose Trial-Version und in der Essentials-Edition ist der Einstieg und das Ausprobieren risikolos möglich. Die Standardedition liegt bei einem ordentlichen Funktionsumfang bei 1.050 USD monatlich. Das System ermöglicht es Fachabteilungen, die Automatisierung von Workflows im Bereich HR, Vertrieb oder Kundenservice ohne IT-Ressourcen umzusetzen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, alles in bereits bestehende Software-Tools wie Salesforce etc. zu integrieren.
Die letzten Quartalszahlen zeigten ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 1 % auf 17,16 Mrd. USD. Das Hauptproblem im letzten Quartal war das Infrastrukturgeschäft. Die Mainframe-Umsätze sind um 42 % eingebrochen. Das Management geht von einem Timing-Effekt aus, denn Großkunden haben ihre Budgets kurzfristig auf Server umgelenkt, um sich vor der erwarteten Preiserhöhung einzudecken. Das Softwaregeschäft, das mittlerweile fast 45 % des Konzernumsatzes ausmacht, wuchs um 5,1 %. Rund 80 % der Softwareumsätze sind wiederkehrend, was stabilisierend wirkt. Die Jahresprognose wurde auf ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % gesenkt, wobei das Ziel für den freien Cashflow unverändert bleibt.
IBM positioniert sich als Plattformanbieter für komplexe KI-Umgebungen. Das Beratungsgeschäft profitiert bereits von der steigenden Nachfrage. Mit Lightwell adressiert IBM außerdem den Cybersecurity-Markt, der ebenfalls stark wachsend ist. Hier konnte man bereits erste Großkunden wie die Bank of America oder Goldman Sachs gewinnen. Auch im Quantum Computing demonstriert IBM gemeinsam mit der University of Chicago einen neuen Ansatz. Die Übernahme von HRL Laboratories soll die Expertise im Silizium-Spin-Qubits ergänzen. IBM plant, in den nächsten fünf Jahren über 10 Mrd. USD in Quantum Computing zu investieren.
Das ungenutzte KI-Integrationspotenzial im Mittelstand eröffnet Anlegern Chancen. Palantir liefert mit starken Quartalszahlen den Beweis für die hohe Nachfrage, ist aber hoch bewertet und nur für größere Mittelständler interessant. Miivo AI adressiert mit seinem neuen Customer-Insights-Tool gezielt die operativen Schmerzpunkte im B2C-Mittelstand und baut seine KI-Plattform systematisch aus. IBM senkt mit seiner modularen watsonx-Plattform die Einstiegshürden für kleinere Unternehmen, was sich im wachsenden Softwaregeschäft auszahlt.
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