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23.04.2026 | 05:20

Pentagon, KI-Konzerne und Fusions-Forscher brauchen ein Material – die Nachfrage wächst und Almonty Industries liefert

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Bildquelle: pixabay.com

Künstliche Intelligenz frisst Chips, Kernfusion verschlingt Hitze, und die Halbleiterindustrie kämpft mit physikalischen Grenzen. Alle drei Zukunftsfelder haben eines gemeinsam: Sie brauchen Wolfram. Das härteste Metall der Welt kühlt KI-Rechenzentren, verkabelt Nanometer-Chips und hält Fusionsreaktoren stand. Doch China kontrolliert etwa 83 % des Angebots und drosselt die Ausfuhren. Genau hier öffnet sich ein Fenster für westliche Produzenten. Das Metall lasse sich praktisch nicht ersetzen, warnen Branchenkenner. Almonty Industries hat die Weichen gestellt und fährt in Südkorea die größte Wolframmine außerhalb Chinas hoch. Damit wird ein Rückgrat der westlichen Versorgung aufgebaut.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

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Inhaltsverzeichnis:


    Hier liegen die Probleme der High-Tech-Unternehmen

    Wer heute über Zukunftstechnologien spricht, denkt an Algorithmen, Plasmaeinschluss oder drei Nanometer. Wolfram? Das galt lange als Kriegsmetall, gut für Glühfäden und Panzerung, aber ohne Zukunftsfantasie. Diese Ruhe hat ein jähes Ende gefunden. Drei völlig unterschiedliche Megatrends laufen gleichzeitig gegen dieselben physikalischen Grenzen. Und alle drei brauchen dasselbe Material, um weiterzukommen.

    1. Das Problem der KI ist nicht mehr die reine Rechenleistung – sondern die Abwärme. Eine einzelne High-End-KI-GPU erzeugt über 1.000 Watt. Luftkühlung ist bei diesen Dimensionen nutzlos, die Branche setzt auf Direktflüssigkeitskühlung. Doch die reinen Kupferplatten dehnen sich bei Wärme anders aus als der Siliziumchip darunter. Die Folge sind Spannungsrisse – direkt in der teuren Hardware. Hier kommt Wolfram ins Spiel. Eine Legierung aus Kupfer und Wolfram passt ihre Ausdehnung fast perfekt an den Chip an. Kein Verziehen, keine Risse. Parallel dazu wächst der Bedarf an Edge-KI-Rechnern in Fahrzeugen, Industrieanlagen oder Bergwerken, die zuverlässig unter extremen Bedingungen arbeiten müssen. Wer KI-Infrastruktur baut, kommt an diesem Material nicht vorbei.

    2. Die Chips schrumpfen auf zwei Nanometer – eine Größenordnung, bei der die jahrzehntelang zuverlässige Kupferverdrahtung versagt. Wolfram übernimmt dort, wo Kupfer aufgibt. Seine atomare Stabilität und der extrem hohe Schmelzpunkt machen es zum idealen Material für die vertikalen Verbindungen in den neuen dreidimensional gestapelten Chips. Ohne Wolfram gibt es keine zwei-Nanometer-Halbleiter. Und der Bedarf wächst rasant: Die Zahl der KI-Anwendungen außerhalb der öffentlichen Cloud steigt, jeder neue Chip benötigt das Metall.

    3. Die Kernfusion gilt als größte Energiehoffnung der Menschheit. Die Herausforderung ist einfach zu benennen. Man muss ein Plasma auf über 100 Millionen Grad erhitzen und gleichzeitig die Reaktorwände kühlen. Kein normales Material hält das aus. Wolfram hingegen besitzt den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle – 3.422 Grad Celsius. Es wird bereits in den Divertoren von Versuchsreaktoren wie ITER verbaut, jenen Teilen, die das heiße Plasma direkt abfangen. Wer die Kernfusion zur Marktreife bringen will, kommt an Wolfram nicht vorbei.

    Drei Megatrends, eine Knappheit

    Drei Zukunftsfelder, eine Lösung. Die Nachfrage entsteht nicht aus einer einzigen Quelle, sondern aus mehreren, parallel laufenden Revolutionen. Das macht die Sache so außergewöhnlich – und so verwundbar. Denn hier wird die Lage brisant.

    China hat seine Wolfram-Exporte seit Februar 2025 schrittweise gedrosselt. Die Folge: Der Referenzpreis für Ammoniumparawolframat ist innerhalb eines Jahres um über 500 % gestiegen. Ein Markt, der drei Jahrzehnte lang durch chinesische Subventionen künstlich flachgehalten wurde, atmet nun erstmals frei. Die Branche spricht von einer strukturellen Neubewertung, nicht von einer kurzfristigen Blase.

    Almonty Industries: Der westliche Produzent im Rampenlicht

    Genau hier kommt ein Unternehmen ins Spiel, das jahrelang im Schatten der Branche arbeitete. Almonty Industries hat still und leise eine der wenigen westlichen Wolframplattformen aufgebaut. Das Herzstück ist die Sangdong-Mine in Südkorea, die Ende 2025 nach mehr als 3 Jahrzehnten Stillstand wieder in Betrieb genommen wurde. Die Anlage ist für rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt, was rund 230.000 MTU Wolfram entspricht. Eine zweite Stufe ab 2027 soll die Kapazität verdoppeln. Das Unternehmen erwartet, dann etwa 40 % der gesamten Wolframnachfrage außerhalb Chinas zu bedienen. Das wäre ein Erdrutsch in einem Markt, der kaum nennenswerte Alternativen kennt.

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    Drei Kontinente, ein Plan

    Doch allein eine Mine macht noch keine strategische Größe. Was Almonty von vielen Ein-Projekt-Gesellschaften unterscheidet, sind drei weitere Bausteine.

    1. Die Panasqueira-Mine in Portugal ist seit 136 Jahren in Betrieb und ein verlässlicher Cashflow-Lieferant. Das Unternehmen treibt dort eine Erweiterung in tiefere, höhergradige Zonen voran, um die Lebensdauer zu verlängern.

    2. Das Gentung-Projekt in Montana, das noch 2026 die Produktion aufnehmen soll. Es wäre der erste heimische Wolframproduzent der USA seit über einem Jahrzehnt – ein strategischer Vorteil in Zeiten von Lieferketten-Gesetzen.

    3. Ein hochgradiges Molybdän-Vorkommen direkt auf der Sangdong Liegenschaft. Ein zweiter Rohstoffhebel, der das Profil des Unternehmens verbreitert und zusätzliche Erlösquellen eröffnet.

    Finanzielle Polster und strategische Verträge

    Das Management hat zudem eine ungewöhnliche Absicherung geschaffen. Für Teile der Produktion gibt es langfristige Vereinbarungen mit garantierten Mindestpreisen, ohne Deckel nach oben. Die Sangdong-Ausbeute ist über 15 Jahre an US-Verteidigungsabnehmer gebunden. Diese Abnahmeverträge verwandeln eine an sich volatile Rohstoffwette in ein planbares Geschäft. Keine Abhängigkeit von Zwischenhändlern, keine Notverkäufe zu ungünstigen Konditionen.

    Finanziell ist Almonty für den anstehenden Sprung gerüstet. Zwei Kapitalerhöhungen im vergangenen Jahr spülten brutto über 200 Mio. USD in die Kassen. Die Bilanz weist zum Jahresende mehrere Hundert Millionen an liquiden Mitteln aus. Das ist genug, um den Hochlauf ohne Finanzierungsdruck zu stemmen. Die hohen bilanziellen Verluste des vergangenen Jahres sind größtenteils nicht zahlungswirksame Effekte aus der Neubewertung von Wandelanleihen, ausgelöst durch den steilen Kursanstieg der Aktie. Operativ bleibt das Bild deutlich stabiler.

    Die geopolitische Uhr tickt

    Die geopolitische Dimension verschärft die Lage zusätzlich. Ab 2027 dürfen US-Verteidigungsbehörden kein Wolfram mehr aus China beziehen. Die Beschränkungen Pekings treffen die westlichen Staaten gleichzeitig immer härter. Japanische Lieferanten haben bereits Produktionskürzungen signalisiert, weil ihnen das Rohmaterial ausgeht. Für westliche Abnehmer gibt es derzeit kaum Alternativen. Das ändert sich nun durch Almonty Industries, das zumindest teilweise die hohe Nachfrage bedienen kann.

    Analysten haben das Potenzial erkannt. Mehrere Häuser haben allein in den ersten Monaten des Jahres ihre Kursziele deutlich angehoben. Die Begründungen ähneln sich: strukturelles Angebotsdefizit, einzigartige Asset-Qualität außerhalb Chinas, gesicherte Finanzierung. Die strategische Logik sei klar, das Marktumfeld unterstützend.

    Aktuell notiert die Aktie bei 21,94 USD an der NASDAQ.

    Chart Almonty Industries, Stand 21.04.2026, Quelle: Refinitiv

    Fazit

    Wolfram ist vom Randthema ins Zentrum gerückt, nicht wegen einem Hype, sondern weil Rüstung, KI, Halbleiter und Kernfusion es alternativlos brauchen. Almonty Industries bietet eine seltene Kombination, eine hochfahrende Mine in einer sicheren Jurisdiktion, langfristige Abnehmerverträge und eine gefüllte Kriegskasse. Die operative Umsetzung wird sich in den kommenden Quartalen beobachten lassen. Wer an die Neuordnung westlicher Lieferketten glaubt, findet hier einen der saubersten Hebel.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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