03.08.2026 | 05:20
Power Metallic Mines, BYD, Intel: Ohne diesen oft übersehenen Rohstoff stockt die Elektromobilität und Künstliche Intelligenz
In den kommenden Jahren werden die Elektromobilität und Künstliche Intelligenz zu wichtigen Treibern für die Wirtschaft werden. Gemeinsam haben sie den Bedarf an Kupfer. Ohne das rote Metall gibt es keine Elektroautos und auch die Datenströme würden versiegen. Nicht umsonst ist der Kupferpreis im letzten Jahr deutlich gestiegen. Noch haben viele Investoren diesen Engpass nicht auf dem Schirm und schauen auf die neuesten KI-Modelle oder die neuen Reichweiten der Elektrofahrzeuge. Doch gerade im Bergbau könnte viel Potenzial schlummern, denn wenn durch KI und Roboter effizienter produziert wird, braucht man Nachschub bei Rohstoffen. Wir sehen uns heute den polymetallischen Rohstoffexplorer Power Metallic Mines, den Elektroautobauer BYD und den Chiphersteller Intel genauer an.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Power Metallic Mines – mit einem außergewöhnlichen Projekt
Am 30. Juli musste das Unternehmen die Verschiebung der Mineralressourcenschätzung (MRE) auf Ende August bekannt geben. Das mag auf den ersten Blick wie ein Rückschlag wirken, doch sie ändert nichts an der fundamentalen Geschichte. Die Verspätung geht auf die Kappe des zuständigen Ingenieurbüros, das mit personellen Engpässen kämpft. Power Metallic Mines setzt seine Bohrarbeiten auf dem NISK-Projekt trotzdem unbeirrt fort. Die Liegenschaft in Quebec ist eine von ganz wenigen weltweit bekannten polymetallischen Vorkommen. Es besticht durch seine außergewöhnlich hohen Kupferäquivalent-Gehalte. Während weltweit produzierende Minen bereits oft mit Gehalten um 0,4 % Kupfer auskommen, weist das Unternehmen zahlreiche Bohrabschnitte mit teilweise zweistelligen Kupferäquivalent-Werten über nennenswerte Längen aus, wie beispielsweise 36,42 m mit 2,83 % oder 6 m mit 12,38 %. Neben Kupfer kommen auch Platin, Palladium, Gold, Silber, Nickel und Kobalt vor.
Am 25. Juni holte sich das Management mit Chris Beal einen erfahrenen Minenentwickler an Bord. Er hat sich einen Namen gemacht, als er NextOre von 0 auf 131 Mio. CAD skalierte. Beal wird sich auf die PEA und die Machbarkeitsstudie konzentrieren. Die Kasse ist mit zusätzlichen 28,23 Mio. CAD aus der letzten Platzierung prall gefüllt. Die Nähe zur Straße, zum Stromnetz und zum Flughafen in Nemaska reduziert das Risiko für das Projekt erheblich. Außerdem haben sich namhafte Branchengrößen wie Friedland, McEwen oder Rinehart sowie rund weitere 15 Milliardäre mit Aktien von Power Metallic Mines eingedeckt. Das sollte Vertrauen geben, denn diese Leute investieren ihr Geld nicht irgendwo.
Aktuell läuft neben der avisierten MRE und der PEA für Dezember das Sommerprogramm mit 40.000 m. Hinzu kommen geophysikalische SQUIDs- und ANT-Vermessungen, die neue Ziele identifizieren sollen. Neben dem Flaggschiffprojekt ist das Unternehmen auch in Saudi-Arabien aktiv. Dort ging man ein Joint Venture mit Amaar Mining ein. Ein Vorteil im Nahen Osten sind die Explorationskosten, die gerade einmal bei etwa der Hälfte der ohnehin niedrigen Kosten in Quebec liegen. Diese zusätzliche Option ist im Aktienkurs gefühlt noch nicht enthalten. Das geplante Nasdaq-Listing dürfte die Liquidität und Sichtbarkeit deutlich verbessern.
BYD – Internationalisierung soll das Wachstum bringen
Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat nach einer längeren Durststrecke seine monatlichen Verkaufszahlen im Juni und Juli 2026 gesteigert. Im Juni wurden 403.472 Einheiten abgesetzt, im Juli kletterte die Zahl sogar auf 419.211 Fahrzeuge. Grund für die Erholung sind die Exporte, die deutlich angestiegen sind. Allein im Juni wurden 175.349 Fahrzeuge ins Ausland verschifft, was nahezu einer Verdopplung im Vorjahresvergleich entspricht. Das Problem bleibt der Heimatmarkt. Seitdem die Förderungen zurückgefahren wurden und gleichzeitig die Konkurrenz größer geworden ist, ging der Absatz teilweise deutlich zurück. Im Juni wurden 22 % weniger Fahrzeuge abgesetzt.
BYD versucht mit neuen Modellen sein Produktportfolio zu erweitern, um wieder mehr Kunden anzuziehen. Hervorzuheben ist das Flaggschiff-SUV Da Tang EV mit einer Reichweite von 950 km, das seit Juni erhältlich ist. Die Tochtermarke Denza konnte im Juni 20.352 Auslieferungen abschließen. Die europäische Expansion gewinnt an Fahrt. Zur Unterstützung hat der Konzern den ehemaligen ungarischen Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó an Bord geholt. Er ist für die Außenbeziehungen verantwortlich. Die Exporte sind im ersten halben Jahr deutlich angestiegen und ein Ende dieser Dynamik ist nicht in Sicht. Neben der Fahrzeugentwicklung treibt der Konzern die Forschung an humanoiden Robotern im Reich der Mitte voran.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 musste das Unternehmen in diesem Jahr mit 1,81 Mio. verkauften Fahrzeugen einen Rückgang hinnehmen. Um die geplanten Jahresziele zu erreichen muss man im zweiten Halbjahr monatlich etwa 530.000 Einheiten verkaufen. Analysten wie CLSA prognostizieren für das 2. Quartal einen Nettogewinn von 7,2 Mrd. CNY, während Morgan Stanley sogar mit 9 Mrd. CNY rechnet. Der Margendruck bleibt ein Risiko. Auch wenn die Bruttomarge im Fahrzeuggeschäft von über 20 % auf 18,8 % schrumpfte, ist das immer noch deutlich besser als bei den deutschen Autobauern. Die steigenden Auslandsverkäufe erzielen höhere Preise und müssten damit den inländischen Umsatzrückgang auffangen.
Intel – investiert in die Zukunft
Intel hat mit der Testproduktion von 18A-P begonnen. Das ist eine leistungsoptimierte Variante von 18A, die bei gleicher Leistungsaufnahme 9 % mehr Performance oder bei gleicher Taktfrequenz 18 % weniger Stromverbrauch bietet. Das sind gute Neuigkeiten von der Entwicklungsabteilung. Die Herstellungskosten des primären Panther-Lake-Chips sind seit Jahresbeginn um 50 % gesunken und sollen im Verlauf des Jahres weiter sinken. CEO Lip-Bu Tan treibt die Transformation mit einer Dreiphasen-Strategie voran. Da ist zunächst die Bilanzstärkung vorgesehen, dann der Managementaufbau sowie Effizienz- und Verantwortlichkeitssteigerungen.
Der Umsatz schnellte im 2. Quartal um 25,4 % auf 16,1 Mrd. USD nach oben. Damit lag das Ergebnis rund 1,8 Mrd. USD über der eigenen Prognose. Die Data-Center-und-AI-Sparte legte um 59 % auf 6,3 Mrd. USD zu. Der bereinigte Gewinn lag mit 0,42 USD mehr als doppelt so hoch wie die Prognose. Unter dem Strich steht jedoch ein nach GAAP ermittelter Nettoverlust von rund 11 Mrd. USD. Hauptverursacher ist eine nicht zahlungswirksame Belastung aus einer Mark-to-Market-Bewertung von 12,5 Mrd. USD auf treuhänderisch gehaltene Aktien aus dem CHIPS-Act-Abkommen.
Das Management will mehr investieren und hat die Investitionsprognose für dieses Jahr auf über 20 Mrd. USD nach oben korrigiert. 2027 sollen die Ausgaben noch einmal deutlich steigen. CFO Dave Zinsner räumte ein, dass die zusätzlichen Back-End-Investitionen es schwer machen könnten, schon 2027 wieder einen positiven freien Cashflow auszuweisen. Das Foundry-Geschäft bleibt das Sorgenkind und verbuchte einen operativen Verlust von 2,1 Mrd. USD bei externen Kundenumsätzen von nur 293 Mio. USD. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Server-CPUs so stark, dass Intel die Kundenbedürfnisse nicht vollständig bedienen kann.
Die Kupfernachfrage wird durch die Elektromobilität und Künstliche Intelligenz auch langfristig angefacht. Power Metallic Mines bietet mit seinem hochgradigen NISK-Projekt in Quebec, der seltenen geologischen Struktur und prominenter Aktionärsbasis enormes Potenzial, das noch nicht eingepreist ist. BYD überzeugt mit starken Exportzahlen, muss aber im Heimatmarkt gegen den stärkeren Wettbewerb bei schwindenden Margen kämpfen. Intel liefert solide operative Fortschritte bei 18A und im Data-Center. Auf der anderen Seite belasten das noch verlustreiche Foundry-Geschäft und hohe Investitionen.
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