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03.03.2023 | 05:21

Rheinmetall, Defense Metals, BASF - Aufrüstung in der Verteidigungsindustrie, Umstrukturierungen in der Chemie

  • Rüstung
  • Seltene Metalle
  • Chemie
  • Agrartechnologie
Bildquelle: pexels.com

In der Verteidigung der Ukraine kann ein neues Kapitel beginnen. Rheinmetall versorgt das Land mit Grenzüberwachungstechnologie. Analysten heben das Kursziel der Aktie von 240 EUR auf 300 EUR an. Eine Lösung des Konfliktes mit Russland scheint nicht in Sicht, umso höher steigt die Nachfrage nach in der Rüstung dringend benötigten seltenen Metallen. Hier kommt Defense Metals ins Spiel. Das kanadische Explorer-Unternehmen hat erste Daten aus den Zerkleinerungsproben und kann nun die Kosten für die Machbarkeitsstudie besser einschätzen. Um Kosten geht es auch bei der BASF. Das Unternehmen setzte den Rotstift an und kürzte besonders a, Standort Deutschland 2/3 der Stellen. Auch ein geplantes Agarprojekt in den USA ist bis auf weiteres eingestellt...

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

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Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall unterstützt Ukraine mit Überwachungssystemen

    Rheinmetall versorgt als Auftragnehmer der deutschen Bundesregierung die Ukraine mit automatisierten Erkundungssystemen. Die Geräte sollen die Kontrolle über Gebiete erleichtern. Der Vertragswert liegt in einem niedrigen zweistelligen Mio. EUR Bereich, wie der Konzern aus Düsseldorf diese Woche ankündigte.

    Rheinmetall arbeitet dabei mit dem estnischen Unternehmen DefSecIntel zusammen, das mobile Überwachungstürme zur Verfügung stellt. Die mobilen Überwachungstürme SurveilSPIRE des estnischen Herstellers sind auf Anhängern befestigt und können schnell an ihren Einsatzort transportiert werden.

    Nur drei Personen sind für den Aufbau notwendig, während der Betrieb automatisiert abläuft. Funksignale (4G und Starlink) übertragen die Videoinformationen an ein mobiles Hauptquartier. Das System verwendet eine automatisch gesteuerte Drohne, die Patrouillen- oder Missionsflüge durchführen kann. So können erkannte Gefahren überprüft und, sollte es notwendig sein, Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Auslieferung hat bereits begonnen. Grund genug für die Berenberg Bank, das Kursziel der Aktie von 240 EUR auf 300 EUR anzuheben.

    Defense Metals meldet günstige Zerkleinerungsdaten für die Wicheeda-Lagerstätte

    Gute Nachrichten kommen heute vom kanadischen Mineralexplorations- und Erschließungsunternehmen Defense Metals. Die entnommenen Bodenproben aus der Lagerstätte Wicheeda haben jetzt den Prozess der Zerkleinerung durchlaufen. Die aus diesem Vorgang gewonnenen Daten der Zerkleinerung helfen dem Geologen-Team, die zukünftige Planung der Brech- und Mahlanlage vorzunehmen. Diese Anlage wird ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Erschließung von Wicheeda sein.

    Beim Zerkleinerungsprozess wird grobes Gestein, das zuvor abgebaut wurde, in winzige Partikel, die normalerweise kleiner als 1 mm sind, umgewandelt. Diese Teilchen können anschließend durch Flotation oder andere Verfahren aufbereitet werden. Der Energiebedarf, die Produktionskosten und der Kohlenstoff-Fußabdruck einer Mineralverarbeitungsanlage hängen stark von der Zerkleinerung ab. Je aufwändiger sich die abgebauten Mineralien im Boden zerkleinern lassen, desto höher ist der dafür benötigte Energiebedarf. Defense Metals nutzt die Zerkleinerungsdaten für die Planung der bevorstehenden Vormachbarkeitsstudie (PFS).

    Um die Eignung des Wicheeda-Variabilitätsproben und des Master Composite für die SAG-Verarbeitung und die Parameter für die Größenbestimmung zu bestimmen, wurde der branchenübliche SMC-Test angewendet. Der durchschnittliche A x b-Wert betrug 97, während der spezifische Energie des SAG-Kreislaufs (SCSE) typischerweise 7 kWh/t betrug, was ein Indiz für ein sehr weiches Erz ist.

    John Goode, Berater für Metallurgie, erklärt: "Zerkleinerungstests an siebzehn Variabilitätsproben und einem Master Composite zeigen, dass das Erz weich ist, sich für konventionelle Mahlverfahren eignet und einen niedrigen Abrasionsindex aufweist. Die jüngsten Ergebnisse bestätigen und erweitern die Daten, die aus einer 30-t-Sammelprobe aus dem Jahr 2019. Die Daten zeigen, dass ein konventioneller halbautogener Mahlkreislauf (SAG) mit Kugelmühle gut funktionieren wird und dass die Kosten für die Mahlenergie und die Versorgung relativ niedrig sein werden."

    Defense Metals Corp. verfügt über eine angezeigte Mineralressource von 5 Mio. t mit rund 2,95 % TREO (Total Rare-Earth Oxide) und einer abgeleiteten Mineralressource von 29,5 Mio. t mit rund 1,83 % TREO. Das Unternehmen spezialisiert sich auf den Erwerb, die Exploration und die Erschließung von Mineralvorkommen mit Metallen und Elementen, die in der Verteidigungsindustrie, dem nationalen Sicherheitssektor und bei der Produktion von grünen Energietechnologien verwendet werden.

    BASF - Hybridweizenversuche in Nordamerika gestoppt

    Der Chemie- und Saatgutkonzern BASF hat laut Reuters bekannt gegeben, die Entwicklung von Hybridweizen in Nordamerika einzustellen, da die Resultate der Saatgut Tests die gesetzten Ziele nicht erfüllt haben. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung des neuen Weizentyps in den europäischen Märkten, wobei sie die Technologie bis Ende des Jahrzehnts einführen wollen.

    Als Reaktion auf die erhöhten Energiepreise und die schlechten Geschäftsaussichten setzte BASF harte Einschnitte am Stammwerk Ludwigshafen um. Weltweit wurden 2.600 Arbeitsplätze gestrichen, wovon rund 2/3 in Deutschland wegfallen. Mit 109.013 Mitarbeitern steht BASF an 16. Stelle im DAX. Da BASF als größter industrieller Gasverbraucher in Deutschland besonders unter den gestiegenen Energiekosten leidet, scheint dieser Sparkurs unvermeidlich, doch die Aktie bewegte sich in den letzten zehn Jahren nicht merklich nach oben, was eher auf ein Management-Problem hin deutet.

    Laut der Erklärung von Vorstandsvorsitz Dr. Martin Brudermüller und Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel, stieg im Jahr 2022 der Umsatz der BASF-Gruppe um 11,1 % auf 87,3 Mrd. EUR. Der Umsatzanstieg entstand hauptsächlich durch die Anhebung der Preise in praktisch allen Bereichen, verursacht durch steigende Rohstoff- und Energiepreise. Größte Preiserhöhungen entstanden in den Segmenten Materials und Chemicals. Geringere Abverkäufe verringerten insgesamt das Umsatzwachstum. Die Mengenentwicklung wurde vor allem durch niedrigere Abverkäufe in den Segmenten Oberflächentechnik und Chemikalien beeinflusst.

    Der aktuelle BASF Aktienkurs liegt bei 48,10 EUR und damit 10,98 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,04 EUR und das 52-Wochen-Tief betrug 37,90 EUR.


    Der Standort Deutschland ist für Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen Rheinmetall in Anbetracht der Konflikte und Krisenherde ein eher strategischer Vorteil als für die BASF. Letztere steht als einer der größten Russland-Gas-Abnehmer nach wie vor unter Druck, das Unternehmen rentabel umzustrukturieren. Für das Explorer Unternehmen Defense Metals verlaufen die bisherigen Ergebnisse der Bohrungen und die davon ausgewerteten Daten vorteilhaft. Wer sich direkt mit dem Team unterhalten möchte, hat kommende Woche vom 5. - 8. März 2023 auf dem weltweit größten Kongress für Mineralexploration und Bergbau die Chance. Defense Metals ist am Stand 2500 vertreten auf der PDAC.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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