Menü schließen




29.10.2024 | 05:10

SAP, dynaCERT, NextEra Energy – Hammer-News bereiten den Weg

  • Märkte
  • Energie
  • CO2 Zertifikate
Bildquelle: pixabay.com

Die Zahlensaison für das dritte Quartal ist in vollem Gange und eine Vielzahl der Unternehmen konnte trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen die Analystenschätzungen schlagen sowie die Jahresprognosen nach oben schrauben. Mit den Tech-Schwergewichten Apple, Amazon, Meta und Microsoft kommt es in der laufenden Börsenwoche zum Höhepunkt. Sollten diese überzeugen, dürften die führenden Indizes ihre Jahresendrally fortsetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NEXTERA ENERGY INC.DL-_01 | US65339F1012 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Next Era Energy – Im Auge des Hurrikans

    Trotz Hurrikan Milton, einem der stärksten Tropenstürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der über Florida hinwegfegte, konnte Next Era Energy die Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen. Diese hatten einen bereinigten Gewinn von 0,97 USD pro Aktie prognostiziert, das Unternehmen konnte mit 1,03 USD pro Aktie die Konsensschätzungen schlagen. Aufgrund der Zerstörungen waren zeitweise 3,5 Mio. Menschen ohne Elektrizität, einschließlich 670.000 Kunden von Florida Power & Light, einer Tochtergesellschaft von Next Era.

    Allerdings konnten die Erlöse, die stark von Witterungsbedingungen und Wertminderungen abhängen, nicht überzeugen. Obwohl ein Wachstum von 5,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet wurde, verfehlten die Erlöse von 7,57 Mrd. USD die Markterwartungen um 440 Mio. USD.

    NextEra Energy erzielte insgesamt einen auf die Anteilseigner entfallenden, bereinigten Nettogewinn (Non-GAAP) von 2,13 Mrd. USD, ein Anstieg von 1,92 Mrd. USD gegenüber dem Vorjahr. Ohne Bereinigungen (GAAP) wurde ein Nettoertrag von 1,85 Mrd. USD erreicht. Das Management bestätigte den positiven Ausblick, mit dem Ziel, den bereinigten Gewinn pro Aktie jährlich um 6 bis 8 % und die Quartalsdividende um etwa 10 % zu steigern.

    Aus strategischer Sicht plant das Unternehmen, seine Erzeugungs- und Speicherkapazitäten deutlich zu erweitern, um den wachsenden Energiebedarf zu decken, insbesondere in Florida. Bis 2027 soll die Kapazität um 36,5 bis 46,5 GW gesteigert werden, wobei die Hälfte davon durch Solaranlagen und die andere Hälfte durch Windenergie und Energiespeicher realisiert werden soll.

    dynaCERT – Neubewertung möglich

    Nicht die Quartalszahlen, sondern eine bahnbrechende Meldung, auf welche das Management seit längerem gewartet hatte, könnte die dynaCERT-Aktie in naher Zukunft in höhere Gefilde bugsieren. Der Kursbeschleuniger liegt in der Ausgabe von Emissionszertifikaten. So erhielt dynaCERT Anfang des Monats die offizielle Bestätigung der Methodik durch Verra, das weltweit am weitesten verbreitete Programm zur Anrechnung von eingesparten Treibhausgasen.

    Durch die Verwaltung von Emissionsgutschriften für seine HydraGEN™-Kunden kann dynaCERT ab sofort deutliche Sondererträge generieren. Das patentierte System ermöglicht die Nachrüstung konventioneller Dieselmotoren. Besonders zielt es auf die Nutzer schwerer Fahrzeuge ab, die in den Bereichen Bergbau, Öl und Gas, Transport sowie Stromerzeugung tätig sind.

    Das Geschäftsmodell von dynaCERT sieht dabei eine Aufteilung der durch den Verkauf von Emissionsgutschriften erzielten Einnahmen vor. Dabei sei der Plan, dass rund 50 % der Erlöse aus Emissionsgutschriften bei dynaCERT verbleiben, die andere Hälfte wird an den Kunden weitergereicht. So ist es für die Kundschaft nach dem Einbau der Brückentechnologie neben signifikanten Treibstoffeinsparungen von bis zu 20 % möglich, CO2-Zertifikate und damit einen Cashback zu erhalten.

    Die Aktie von dynaCERT konnte sich im Anschluss an die Meldung um rund 40 % auf 0,29 CAD verteuern, wurde in den folgenden Handelstagen jedoch erneut abverkauft. Sollten nach den zukunftsweisenden Meldungen jedoch erste größere Aufträge von Flottenbetreibern vermeldet werden, dürfte das letzte Zwischenhoch der Vergangenheit angehören.

    SAP – Wie am Schnürchen

    Mit knapp 60 % gehört der größte europäische Softwarehersteller SAP zu den Topperformern im deutschen Leitindex DAX. Die Zahlen zum dritten Quartal bescherten dem Kurs noch einmal Rückenwind, was zu einem neuen Allzeithoch von 223,20 EUR führte. Es folgten zahlreiche Kurszielanhebungen diverser Analystenhäuser, die sie jedoch beizeiten noch einmal nachjustieren dürften.

    So erhöhte das Bankhaus Metzler das Kursziel von 210 auf 237 EUR, die Einstufung wurde auf „Buy“ belassen. So sei die Geschäftsdynamik des Softwarekonzerns im Cloud-Geschäfts ungebrochen stark. Analyst Oliver Frey erhöhte deshalb seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für die Jahre 2024 bis 2026. Ebenfalls von 205 auf 230 EUR nach oben schraubte die Baader Bank ihr Target, die Einstufung wurde auf „Add“ belassen.

    Die Walldorfer konnten im dritten Quartal deutlich mehr verdienen. So stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern im Jahresvergleich unerwartet deutlich um 27 % auf 2,24 Mrd. EUR. SAP plant hier für das Gesamtjahr 2024 nun ein währungsbereinigtes Plus von 20 bis 23 %. Bisher standen zwischen 17 bis 21 % im Raum.

    Ebenso wurde die Umsatzprognose für den gesamten Produktbereich angehoben. Sie erwartet nun ein währungsbereinigtes Wachstum von 10 bis 11 %, im Vergleich zu den früher prognostizierten 8 bis 10 %. Ein wesentlicher Faktor für diese positive Korrektur ist die unerwartet robuste Entwicklung im Lizenzgeschäft. Obwohl SAP-Chef Klein primär auf Cloudsoftware setzt, die langfristige Vorteile durch kontinuierliche Abonnementgebühren in puncto Kundenbindung sowie Umsatz- und Gewinnsteigerung verspricht, zeigt sich das Lizenzgeschäft derzeit stärker als angenommen.


    Trotz des Hurrikans Milton, der über Florida hinwegfegte, konnte Next Era Energy beim Gewinn besser als erwartete Ergebnisse vermelden. SAP erreichte mit überraschend starken Quartalsergebnissen ein weiteres Allzeithoch. DynaCERT erreichte mit der Verra-Zulassung einen Meilenstein.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 28.04.2026 | 04:00

    Öl- und Gas-Schock beflügelt dynaCERT, ITM und Nel im Up-Move aber Panik bei Jungheinrich!

    • Alternative Energien
    • CleanTech
    • Wasserstoff
    • Energiewende
    • CO2 Zertifikate
    • ESG

    Die Börse gibt und nimmt. Hatte man beim kanadischen Wasserstoff-Treibstoffsparer dynaCERT über Monate Stillstand beobachten müssen, so zeigt sich nun der Durchbruch in Asien. Mit beiden Händen wird die Kraftstoff-Spartechnologie der Kanadier in Vietnam begrüßt, das macht Hoffnung auf einen heißen Sommer auch in anderen asiatischen Staaten. Während Plug Power schon ein erstes Quartal mit Bravour feierte, ziehen nun die Branchenmitstreiter ITM Power und Nel ASA schnell hinterher. Was in Sachen Wasserstoff derzeit begeistert, kann die Aktie von Jungheinrich jedoch wenig stützen. Hier geben die Q1-Zahlen eher Anlass zum Verkauf. Wie es nun weitergeht? Lesen Sie selbst.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.04.2026 | 05:00

    Kupfer und PGM im Fokus: Rio Tinto, Sibanye-Stillwater und die Chance bei Power Metallic Mines

    • Kupfer
    • Platingruppen
    • Erneuerbare Energien
    • Wasserstoff
    • Energie

    Die Sicherung von Kupfer und Platingruppenmetallen (PGM) wird immer wichtiger, da diese Elemente sowohl für die Energieinfrastruktur als auch für die Wasserstoffwirtschaft unverzichtbar sind. Analysen von S&P Global und McKinsey prognostizieren einen Anstieg der Kupfernachfrage auf 42 Mio. t bis zum Jahr 2040, was einem Zuwachs von 50 % gegenüber 2025 entspricht. Gleichzeitig berichtet die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Nachfrage nach Wasserstoff im Jahr 2024 bereits satte 100 Mio. t umfasste, was den Bedarf an Platin und Palladium für Elektrolyseure treibt. Während Großkonzerne wie Rio Tinto ihre Marktführerschaft durch Investitionen in riesige Kupferprojekte absichern, um den langfristigen Bedarf der Industrie zu decken, konzentriert sich der PGM-Spezialist Sibanye-Stillwater verstärkt auf die Diversifizierung seines Portfolios in Richtung polymetallischer Lagerstätten in stabilen Jurisdiktionen. In diesem Umfeld operiert Power Metallic Mines mit seinem Nisk-Projekt im kanadischen Distrikt Québec. Kürzliche Entdeckungen in der Lion Zone bestätigten außergewöhnliche Kupfergrade von über 10 % sowie signifikante PGM-Beiprodukte. Diese Qualität in einer erstklassigen Bergbauregion macht das Unternehmen interessant - für Anleger, die auf strategische Konsolidierungen spekulieren und für Großkonzerne auf der Suche nach erstklassigen Ressourcen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 11.03.2026 | 04:45

    Knappheit bestimmt die Preise – der Wahnsinn geht weiter! Almonty, Shell und BP sind die Gewinner der aktuellen Lage

    • Erdöl
    • Kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Energie
    • Iran-Konflikt

    Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Rohstoffmärkte spürbar unter Spannung gesetzt. Innerhalb kurzer Zeit kletterte der Ölpreis auf mehr als 115 USD je Barrel und erreichte damit ein Niveau, das seit Jahren kaum noch zu sehen war. Treiber dieser Bewegung sind vor allem zunehmende Risiken für den globalen Energiehandel, nachdem sich die Lage rund um den Persischen Golf weiter zugespitzt hat. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Energie weltweit. Etwa 20 % des international gehandelten Rohöls passieren täglich diese Meerenge, weshalb jede Störung dort unmittelbare Auswirkungen auf Preise und Versorgungserwartungen hat. Am gestrigen meldete sich US-Präsident Donald Trump und warnte den Iran eindringlich, die internationalen Handelswege zu beeinträchtigen. Binnen 4 Stunden brach der Ölpreis um ganze 30 USD nach unten. Knappheit ja – Volatilität extrem! Das gilt auch für den Wolfram-Preis, der seit Jahresanfang nun weitere 100 % zugelegt hat. Wir bieten spannende Einblicke.

    Zum Kommentar