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16.10.2020 | 04:50

Tesla, wallstreet:online, Amazon: Anschnallen!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Hohe Verluste auf breiter Front mussten die Märkte gestern hinnehmen. Als Grund werden natürlich die steigenden Infektionszahlen und die Angst vor einen neuen Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie genannt. Sehen wir trotz der starken Erholung seit März doch eine W-Formation mit neuen Tiefstständen? Für einige Branchen wäre das wohl ein Desaster. Andere, so absurd es klingt, profitieren von Home-Office und der Langeweile in den eigenen vier Wänden. Neben E-Commerce Unternehmen wie Amazon meldeten Online-Broker fast durch die Bank steigende Q2- Zahlen und stark steigende Depoteröffnungen. Außerdem entdeckte die Genration Z den Spass am Zocken und sorgte, wie am Beispiel Robinhood in den USA zu sehen, für eine stark zunehmende Handelsaktivität. Diese werden sie mit Sicherheit nicht verlieren, sollten sie wieder zu Hause bleiben müssen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DE000A2GS609 , US0231351067 , US88160R1014

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Inhaltsverzeichnis:


    Profiteur der Krise

    Deutlich profitieren konnte ebenfalls das Finanzportal wallstreet:online. Durch starkes organisches Wachstum und der Akquisition mehrerer Konkurrenten wie Ariva.de, Finanznachrichten.de und boersennews.de konnten die Berliner eine Umsatzsteigerung um 42,2% auf 6,29 Mio. EUR (VJ: 4,42 Mio. EUR) verbuchen. Die Page Impressionen stiegen im März 2020 auf 327 Mio. an, was einer Steigerung von 106% entsprach (VJ: 159 Mio.).

    Perfekter Zeitpunkt

    Ein gutes Gespür hatten die innovativen Berliner, als Sie mit dem „Smartbroker“ im Dezember 2019 um die Ecke kamen. Der Smartbroker gehört zur wallstreet:online capital AG an der wiederum die wallstreet:online AG mit rund 43% beteiligt ist und künftig die Mehrheit halten soll. Ziel war es, die User Base, die wallstreet:online seit Jahren aufgebaut hat, in aktiv handelnde Kunden zu konvertieren.

    Ursprünglich sollten in 2020 60.000 Depots eröffnet werden. Durch die oben erwähnten Umstände wurde das Produkt so stark nachgefragt, dass die Hauptstädter die Planung inzwischen um 38,3% auf 83.000 Depots erhöht haben.

    Analysten feiern

    Auf Basis der starken Halbjahreszahlen hob das Analysehaus GBC die Schätzungen für das laufende Geschäftsjahr an und erwartet nun, dass wallstreet:online einen Konzernumsatz von 29,25 Mio. EUR und ein EBITDA in Höhe von 7,30 Mio. EUR erzielen wird. Für das Folgejahr 2021 erwartet GBC Umsatzerlöse in Höhe von 40,60 Mio. EUR und ein EBITDA in Höhe von 11,08 Mio. EUR. Das Kursziel von 92 EUR, welches seit letzter Woche mit dem Erklimmen eines neuen All Time Highs gerissen wurde, wurde von den Analysten auf 120 EUR erhöht. Aufgrund eines anschließenden und bereits vollzogenen Aktiensplits von 1:8, müssen die Kursziele entsprechend angepasst werden.

    Verdreifachung realistisch

    Laut eines Berichts des „Business Insider Deutschland“ hält der US- amerikanische Analyst Pierre Ferragu von New Street Research Kurse von 1.200,00 USD beim Elektroautobauer Tesla für realistisch. Dies würde eine Verdreifachung des aktuellen Kursniveaus bedeuten. Aktuell liegt sein Kursziel bei 578,00 USD. Für 2026 traut er der Firma von Elon Musk Umsatzerlöse von 100 Mrd. USD und einem Gewinn von 16,00 USD je Aktie zu. Hauptgrund für den rasanten Anstieg bei Umsatz und Ergebnis sollen erschwingliche E-Autos für die breite Masse sein. So kündigte Tesla auf dem Battery Day im vergangenen September ein neues Modell an, dass in etwa drei Jahren für 25.000,00 USD erhältlich sein soll.

    Schnelles Ende in Grünheide

    Um die Masse bedienen zu können soll deswegen auch die Europa- Gigafactory in Grünheide im Landkreis Oder-Spree in Lichtgeschwindigkeit hochgezogen werden. Auf dem 300 Hektar großen Grundstück sollen zukünftig 12.000 Menschen Arbeit finden. Zudem sollen bereits ab dem Sommer 2021 in der ersten Stufe 500.000 Elektroautos jährlich vom Band gehen.

    Wegen unbezahlter Wasserrechnungen wird es jedoch eng mit dem Zeitplan von Supergründer Musk. Der Wasserverband Strausberg-Erkner stellte das Wasser ab, weil Tesla das Geld nicht gezahlt hätte, sagte eine Verbandssprecherin am Donnerstag in Strausberg. Das Unternehmen sei mehrfach gemahnt worden mit Androhung einer Sperrung. Die Frist von 14 Tagen sei abgelaufen. „Da wird Tesla nicht anders behandelt als andere“, sagte die Sprecherin. Wenn das Geld eintreffe, werde das Wasser wieder angestellt. Wir gehen davon aus, dass die Amerikaner die Kosten begleichen werden. Durch den jahrelangen Vorsprung gegenüber anderen Autobauern sollte dieser kurze Lockdown wenig Einfluss auf die Erfolgsgeschichte haben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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