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22.06.2026 | 05:20

Vergessene Gold-Halden und baldige Produktion – der stille Schatz von Lahontan Gold

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Bildquelle: pixabay.com

Die Übergangsphase von der Exploration zur Produktion ist das, was in der Branche die Spreu vom Weizen trennt. Zahllose Unternehmen scheitern genau an dieser Schwelle – nicht an der Geologie, sondern an der Umsetzung. Bei Lahontan Gold zeichnet sich ab, dass dieser Übergang anders verlaufen könnte. Die Weichen sind gestellt, der Fahrplan steht, und die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass aus dem ehemaligen Produzenten in Nevada tatsächlich wieder ein aktiver Goldproduzent werden könnte – und das in einem Tempo, das in dieser Phase selten ist.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Die Ausgangslage: Ein Projekt mit Geschichte

    Die Santa Fe Mine ist kein Neuling. Zwischen 1988 und 1995 förderte Corona Gold hier rund 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber. Damals lag der Goldpreis bei gerade einmal 340 USD pro Unze. Dass sich das Projekt damals überhaupt rechnete, spricht für die Qualität der Lagerstätte. Als Lahontan Gold das Asset vor einigen Jahren von Victoria Gold erwarb, lag die Infrastruktur brach, aber sie war da. Die Liegenschaft verfügt über 3 Wasserbrunnen, ein Umspannwerk und 4 alte Haufenlaugungsflächen mit bereits zerkleinertem Material.

    Die operative Beschleunigung

    Die jüngsten Fortschritte sind beachtlich. Das Unternehmen ist durch eine Platzierung im April mit 13,6 Mio. CAD und etlichen vorgezogenen Warrant-Ausübungen gut kapitalisiert.
    Die Bohraktivität hat sich deutlich erhöht. Drei Bohrgeräte sind derzeit im Einsatz: ein RC-Gerät für Explorationsbohrungen, ein Kernbohrgerät für geotechnische Zwecke und eine Schallbohranlage auf den alten Halden. Die Ergebnisse, die im Juni veröffentlicht wurden, liefern gleich zwei spannende Handlungsstränge.

    Eine Bohrung im Calvada-Bereich durchteufte auf 90,8 m oxidisches Material mit durchschnittlich 0,44 g/t Gold, und das unterhalb der aktuellen Grubenkontur. Die Mineralisierung setzt sich fort, wo bislang niemand mit ihr gerechnet hatte. Besonders ein Teilintervall von 12,3 m mit 1,22 g/t Goldäquivalent zeigt, dass dort durchaus hochgradiges Potenzial liegt. Die Calvada-Mineralisierung ist oxidisch, was sie für die geplante Haufenlaugung prädestiniert.

    Die Entdeckung von Slab West

    Die zweite Geschichte spielt sich westlich des bestehenden Slab-Tagebaus ab. Fünf RC-Bohrungen mit insgesamt 1.530 m Länge sollten Aufschluss über das Potenzial dieses Bereichs geben. Dabei durchteuften 4 von 5 Bohrungen eine bislang nicht kartierte Goldmineralisierung. Das Unternehmen nennt die Entdeckung "Slab West".

    Die Goldäquivalentgehalte sind mit 0,34 g/t auf 35 m und 0,26 g/t auf 61 m auf den ersten Blick unspektakulär. CEO Kimberly Ann kommentierte: "Die „Slab West“ Zone zeichnet sich durch eine große Ausdehnung, eine gute Qualität und Kontinuität aus.". Außerdem ist die Zone in alle Richtungen offen und das in einem Bereich, der von den Vorgängern praktisch ignoriert wurde.

    Für ein Projekt dieser Größenordnung sind das genau die Art von Ergebnissen, die das Gesamtbild verändern können. Nicht spektakuläre Einzelwerte, sondern konsistente Mineralisierung über große Bereiche. Das ist die Grundlage für wirtschaftlich abbaubare Ressourcen.

    Karte mit den Bohrlochstandorten, Projekt Santa Fe Mine

    Die zweite Schicht: West Santa Fe

    Parallel dazu besitzt Lahontan Gold West Santa Fe, was nur 13 km von der Hauptmine entfernt liegt. Die ersten eigenen Bohrungen bestätigten historische Daten aus 171 alten Bohrlöchern mit Ergebnissen, die im Branchenvergleich überzeugen. Es wurden 3 g/t Gold auf 40 m, dazu Silbergehalte von bis zu 648 g/t entdeckt.

    Durch die Nähe zum Hauptprojekt kann das Material per Lkw über die bestehende Werksstraße zur Aufbereitungsanlage transportiert werden. Für den Abbau wäre keine nennenswerte zusätzliche Infrastruktur nötig. Die Genehmigungsverfahren laufen bereits, mit einer erwarteten Dauer von etwa 2 Jahren. Das ist kein Selbstläufer, aber es zeigt, dass das Management nicht nur bohrt, sondern auch den langen Atem für Genehmigungsverfahren mitbringt.

    Die wirtschaftliche Perspektive

    Hier wird der entscheidende Unterschied zu vielen Mitbewerbern deutlich. Lahontan Gold will keine Machbarkeitsstudie im klassischen Sinne durchführen. Das im September erwartete PEA dient einem klar definierten Zweck, sie soll die kürzest mögliche Amortisationszeit nachweisen.

    Die erste Modellrechnung aus dem Vorjahr ergab bei einem Goldpreis von 1.950 USD eine Amortisation innerhalb von 1,8 Jahren. Die optimierten neuen Berechnungen für das September-Update dürften zwischen 9-14 Monaten liegen.

    Das ist kein Zufall, sondern Strategie. Die CEO Kimberly Ann kommt aus dem Schuldenfinanzierungsbereich und weiß genau, worauf Kreditgeber achten. Je schneller die Rückzahlung, desto günstiger die Finanzierung. Ein Rohstoff- oder Lizenzdeal, wie ihn viele Entwickler eingehen müssen, ist nicht geplant. Derzeit verhandelt das Management bereits mit einem strategischen Investor für die Baukosten.

    Die Betriebskosten werden mit geschätzten 1.000–1.100 USD pro Unze angegeben und sind damit äußerst wettbewerbsfähig. Dazu gilt Nevada als eine der sichersten Bergbauregionen weltweit. Außerdem sagte CEO Kimberly Ann in einem Interview, dass das Unternehmen aufgrund der kanadischen Gesellschaftsstruktur und historischer steuerlicher Positionen über rund 30 Mio. CAD an steuerlichen Vorteilen besitzt, die bei Produktionsaufnahme nutzbar werden.

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    Die nächsten Meilensteine

    Die kommenden Monate sind entscheidend. In den nächsten Wochen wird die aktualisierte Mineralressourcenschätzung erwartet. Sie bildet die Grundlage für alles Weitere. Im September folgt das PEA. Die finale Betriebsgenehmigung wird für das 1. Quartal 2027 angestrebt, die Bauzeit mit 4-6 Monaten veranschlagt.

    Wenn alles nach Plan läuft, könnte hier bereits im 3. oder 4. Quartal 2027 das erste Gold gegossen werden. Das wäre ein bemerkenswert kurzer Zeitrahmen für ein Projekt dieser Größenordnung.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,36 CAD.

    Chart Lahontan Gold, Stand 19.06.2026, Quelle: Refinitiv

    Lahontan Gold befindet sich an einem entscheidenden Punkt seiner Unternehmensentwicklung, dem Übergang von der Exploration zur Produktion. Die Kombination aus einem historischen Projekt mit intakter Infrastruktur, einer pragmatischen Führung, klaren Meilensteinen und einer kurzen Zeitspanne bis zur möglichen Produktion macht den Unterschied zu den üblichen Explorationsgeschichten aus. Die jüngsten Bohrergebnisse aus Calvada und Slab West bestätigen, dass das Potenzial größer ist als bislang angenommen. Hinzu kommt in einer Region, die als eine der sichersten Bergbauregionen der Welt gilt. Für Anleger, die bereit sind, Entwicklungsphasen frühzeitig zu begleiten, bietet sich hier eine Geschichte mit einem klaren Fahrplan und realistischem Zeithorizont.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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