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12.05.2026 | 04:50

Volatus Aerospace: Drohnen-Aktie fürs Growth-Depot

  • Volatus Aerospace
  • Drohnentechnologie
  • NATO
Bildquelle: AI

Die Kriege dieses Jahrzehnts haben die militärische Landschaft nachhaltig verändert. Mittelmächte wie der Iran bieten dank überlegener, günstiger und effizienter Drohnen- und Raketentechnologie Supermächten wie den USA die Stirn. Ebenso tut es die kleine Ukraine in Osteuropa, die nun schon mehr als vier Jahre lang den Angriffen des Gegners Russland standhält und dank Drohnenabwehr und -angriffen nicht wie erwartet eingebrochen ist. Armeen wie die Bundeswehr, Nato-Mitglieder oder selbst der Riese USA müssen mit Blick auf die Entwicklungen umdenken. Drohnen scheinen offenbar eine günstige und effiziente Waffe zu sein, die sogar Weltmächte ins Wanken bringt. Ob in der Zukunft überhaupt noch Panzer oder Kriegsschiffe in den heutigen Mengen benötigt werden, wird offen angezweifelt. Volatus Aerospace hat sich im Zukunftsmarkt der Drohnentechnologie in eine starke Ausgangsposition geschoben. Als kanadisches Unternehmen hat man praktisch Zugang zu allen NATO-Partnern und natürlich der eigenen Armee. Dazu kommt eine starke Position für zivile Drohnen. Da die Auftragsbücher mit rund 600 Mio. CAD prall gefüllt sind, könnte nun die Aktie nach einer langen Seitwärtsphase wieder den Turbo einschalten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF

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Inhaltsverzeichnis:


    NATO-Partner suchen neue Partner

    Es gibt nur wenige Drohnenhersteller weltweit und nicht alle Armeen wollen künftig noch mit US-amerikanischen, geschweige denn den chinesischen Firmen zusammenarbeiten. Das Vertrauen war vor allem in die USA sehr groß. Doch die vergangenen zehn Jahre haben wohl auch dem letzten Politiker in Westeuropa deutlich gemacht, dass man insbesondere bei der Militärtechnologie der einstigen Schutzmacht nicht trauen darf. Und selbst der US-Nachbar Kanada baut schon vor. Die neue Regierung unter Premierminister Mark Carney wird mehr auf „Made-in-Canada" setzen. In der Folge wird die strategische Einkaufspolitik fürs kanadische Militär komplett umgestellt. Statt einfach Waffen von US-Firmen zu kaufen, sollen mittel- bis langfristig 70 % des rund 82 Mrd. CAD großen Verteidigungsbudgets im eigenen Land ausgegeben werden.

    Volatus Aerospace: Serienfertigung im Blick

    Volatus Aerospace (0,68 CAD; CA92865M1023) ist nicht nur einer der wenigen Drohnenfirmen in der westlichen Hemisphäre, sondern auch ein kanadisches Unternehmen. Mit einem breiten Angebot an zivilen wie militärischen Drohnen stürmt man derzeit auf die Märkte. Und hat sicher gute Chancen, ein Stück vom kanadischen Militärkuchen abzubekommen. Das Unternehmen ist optimal aufgestellt, um hiervon zu profitieren. Denn Volatus positioniert sich gerade mit dem Bau seines zentralen Produktionsstandorts in Mirabel in der Provinz Québec. Dort entsteht die „Volatus Innovation & Drone Manufacturing“-Anlage, die bereits im zweiten Halbjahr 2026 die ersten Umsätze aus der Produktion melden soll. Die Anlage möchte Volatus zum Herzstück des eigenen Unternehmens machen. Hier soll neben der Entwicklung auch die Serienfertigung von Drohnen erfolgen. Die Anlage umfasst insgesamt eine Fläche von rund 18.500 Quadratmetern und befindet sich in der Mirabel Innovation Zone, einem hochmodernen Luftfahrt-Ökosystem. Derzeit investiert Volatus zusätzliche 10 Mio. CAD, um Kapazitäten zu erhöhen und Systemintegrationsmöglichkeiten auszubauen. Ab Juni dieses Jahres sollen hier die MALE-Drohnen (Medium Altitude Long Endurance) hergestellt werden. Sie können bis zu sieben Tage ununterbrochen im Einsatz bleiben und Gewichte von 100 kg bis 265 kg transportieren. Gemäß CEO Glen Lynch soll noch vor der Sommerpause der operative Betrieb und die Fertigung aufgenommen werden. Anleger dürfen dann ab 2027 mit signifikanten Umsätzen durch die Serienfertigung rechnen.

    Volle Auftragsbücher und hohes Wachstum

    Volatus hat bereits im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum gezeigt und die Grundlagen für ein höheres Tempo geschaffen. So stieg der Umsatz auf mehr als 34 Mio. CAD und damit um rund 26 %. Im Verteidigungsbereich gelangen Einnahmen von rund 16,3 Mio. CAD – doppelt so viel wie im Vorjahr. Besonders aus Großbritannien und den EU-Ländern kamen Aufträge. Hier betrug das Umsatzwachstum 150 %. Zudem meldete Volatus Aerospace, dass man Verträge und Rahmenvereinbarungen abgeschlossen habe, die voraussichtlich jährliche wiederkehrende Umsätze in Höhe von etwa 70 – 75 % seiner Umsatzbasis für 2024 generieren werden. Das entspräche mindestens 19 Mio. CAD durch wiederkehrende Einkünfte. Dies ist möglich, weil Volatus kein reiner Drohnenhersteller ist. Vielmehr sieht man sich als integrierten Anbieter mit einer eigenen Plattform. Das Ziel ist es, Drohnen, bemannte Luftfahrt, die Software, die Ausbildung und die Daten zu kombinieren. Volatus will dann in diesem Ökosystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette mitverdienen. Laut Unternehmensangaben können die Margen aus der neuen SaaS-Plattform SKYDRA bei bis 85 % liegen.

    Ob Windkraft oder Ölpipeline: Drohnen überall!

    Auch im zivilen Bereich arbeitet Volatus Aerospace an einem eigenen Ökosystem. Dort konzentriert man sich vor allem auf die Sektoren Öl und Gas sowie Versorgungsunternehmen. Dazu gehört beispielsweise die Wartung und permanente Kontrolle von Pipelines, wie beispielsweise Keystone, die die reichen Ölsande Albertas mit den Raffinerien in den USA verbindet. Doch genauso gefragt sind Drohnen bei der Inspektion von Windrädern. Hierbei setzt Volatus spezialisierte Drohnen ein. Diese fliegen autonom um die Rotorblätter und setzen hochauflösende Kameras (8k, Infrarot) ein. Diese helfen bei der Erkennung kleinster Risse, Erosionsschäden an den Kanten oder den Folgen eines Blitzeinschlags, die mit bloßem Auge vom Boden aus unsichtbar wären. Mit Infrarot-Sensoren wiederum können Ablösungen bei den Verbundschichten oder Feuchtigkeitseinschlüsse lokalisiert werden. Das eigentliche "Produkt" von Volatus ist hierbei oft nicht nur der Flug, sondern die Datenverarbeitung, die mittels einer KI-gestützten Softwareplattform erfolgt. Für die Betreiber hat das große Vorteile: Eine Inspektion dauert pro Windrad nicht mehr Stunden oder Tage, sondern vielleicht 30 Minuten. Zudem ist das Personal nicht mehr durch die Arbeit in großer Höhe gefährdet. Durch die präzisen Daten kann der Betreiber Reparaturen frühzeitig planen, bevor aus einem kleinen Riss ein großer Schaden wird.


    Fazit: Mit seiner integrierten Drohnentechnologie gehört Volatus Aerospace zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in der Branche. Mögliche Katalysatoren sind weitere Aufträge aus dem zivilen wie militärischen Bereich sowie der Start der Produktion in Mirabel. Nach dem steilen Anstieg 2025 bewegte sich das Papier lange seitwärts und notiert aktuell rund 15 % unter dem Jahreshoch.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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