24.07.2026 | 04:45
Vom KI-Boom zum Kupfer-Boom! Siemens Energy bald über 200 EUR und Kursverdopplung bei Oracle? Platzt jetzt der Knoten bei Power Metallic Mines?
Aktuelle Zahlen sind an der Börse selten entscheidend. Der Markt richtet seinen Blick in die Zukunft, Unternehmensmitteilungen oder Quartalsdaten werden Erwartungen gegenübergestellt. Daraus resultieren Kursbewegungen. Auch lassen Zahlen von Wettbewerbern Rückschlüsse zu, aber nicht uneingeschränkt. Siemens Energy geraä zuletzt unter Druck, weil der Konkurrent GE Vernova einen hinter den Erwartungen zurückbleibenden Ausblick lieferte. KI ist nicht immer ein Selbstläufer für Aktienkursentwicklungen. Das zeigt Oracle. Obwohl die Zahlen stimmen, erschrecken die hohen Investitionen die Marktteilnehmer. Diese machen steigende Risiken aus, was zu einer massiven Kurskorrektur führte. Analysten trauen dem Titel nun eine Verdopplung zu. Noch mehr ist nach Einschätzung der Experten bei Power Metallic Mines zu holen. Die Kanadier besitzen eine der größten polymetallischen Lagerstätten Nordamerikas. In Kürze wird die Veröffentlichung der ersten Ressourcenschätzung erwartet. Dies könnte den Kurs beleben. Analysten sehen hier fast 200 % Kurspotenzial. Wie sollten sich nun vorausschauende Anleger positionieren?
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Power Metallic Mines - KI braucht Strom und Strom braucht Kupfer
Die Welt erlebt derzeit den größten Ausbau digitaler Infrastruktur seit dem Internetboom. Hyperscaler investieren Milliarden in neue KI-Rechenzentren, deren Strombedarf um ein Vielfaches höher liegt als der klassischer Serverfarmen. Doch Hochleistungsprozessoren allein reichen nicht aus, die Rechenzentren müssen zuverlässig mit Energie versorgt.
Damit gewinnen Stromnetze an Bedeutung, die wiederum enorme Mengen an Kupfer benötigen. Kupfer entwickelt sich zunehmend zum Nadelöhr des Wachstums. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich das strukturelle Angebotsdefizit des Schlüsselrohstoffs zunehmend verschärfen wird. An dieser entscheidenden Stelle positioniert sich Power Metallic Mines als Profiteur.
Das Flaggschiff-Projekt in der kanadischen Provinz Québec ist ein erstklassiges polymetallisches Asset, welches das Potenzial besitzt zu einer wichtigen langfristigen Versorgungsquelle westlicher Industrien zu werden. Die 313 km² Liegenschaft zeigte mehrfach in den Zonen Nisk und Lion hohe Kupfermineralisierungen mit Erweiterungspotenzial. Neben Kupfer offenbaren die Zonen ebenso deutliche Mineralisierungen von Platin, Palladium, Gold und Silber.
Jüngst veröffentlichte die Gesellschaft die letzten Ergebnisse des Winter-Bohrprogramms. Die Daten belegen erneut hochgradige Kupfer- und Edelmetallmineralisierungen innerhalb der Lion-Zone. Besonders hervor sticht Bohrloch PML-26-116 mit einem Abschnitt von 36,4 m 2,83 % Kupferäquivalent. Darunter 6 m mit einem außergewöhnlich hohen Kupferäquivalent von 12,38 %. Diese Bohrergebnisse bilden die Grundlage für die erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung für die Lagerstätten Nisk und Lion, deren Veröffentlichung Ende Juli erwartet wird.
Daran soll sich die erste Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) anschließen. Beides sind zentrale Meilensteine, sowohl auf dem Weg zur Minenentwicklung als auch zu einer Höherbewertung des Unternehmens am Kapitalmarkt. Ebenso dürfte das angestrebte Listing an einer US-Börse die Aktie mehr ins Rampenlicht rücken.
Kürzlich sicherten sich die Kanadier im Rahmen einer Kapitalerhöhung fast 30 Mio. CAD und konnten zudem namhafte Investoren mit ins Boot holen. Seit der Platzierung bei 1,25 CAD hat der Kurs etwas auf 1,04 CAD nachgegeben, womit die Marktkapitalisierung rund 270 Mio. CAD beträgt. Die Mittelverwendung umfasst die Weiterentwicklung von Nisk sowie des Jabul Baudan Projekt in Saudi-Arabien. Diese Region ist unter anderem bekannt für große Kupfer-Liegenschaften. Die Analysten von GBC formulieren ein Kursziel von 3 CAD, damit eröffnet sich nahezu ein Verdreifachungspotenzial!
Siemens Energy – Rückgrat der Energiewende
Der Konzern entwickelt und produziert Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energieversorgung. Das Portfolio reicht von Gas- und Dampfturbinen über Hochspannungs-Gleichstromübertragung bis hin zu Transformatoren, Schaltanlagen, Netzleittechnik und Lösungen zur Netzstabilisierung.
Der Auftragsbestand von Siemens Energy hat durch den massiven Ausbau der Energieinfrastruktur, u. a. durch das Wachstum KI-Rechenzentren, ein Rekordniveau erreicht. Dies bescherte dem Aktienkurs über viele Quartale hinweg eine fulminante Rallye bis ins Frühjahr hinein auf ein Niveau von rund 190 EUR. Aktuell werden an der Börse 150 EUR je Anteilsschein bezahlt.
Jüngst sank der Kurs infolge der Q2-Zahlen des Konkurrenten GE Vernova, die objektiv gar nicht so schlecht ausfielen. Der Umsatz von GE Vernova legte um 22 % auf 11,1 Mrd. USD zu, während sich das Geschäft mit Gasturbinen sowie Elektrifizierung weiter robust zeigte. Der Ausblick erfüllte anscheinend die hoch gesteckten Erwartungen nicht und Anleger nahmen Gewinne mit. Analysten bescheinigen Siemens Energy im Durchschnitt ein Kursziel von 198,50 EUR, was einem Upside von gut 30 % entspricht. Die Analysten von JP Morgan setzen die Zielmarke mit 235 EUR indes deutlich höher an.
Oracle – In der Cashflow-Falle?
Oracle investiert derzeit zweistellige Milliardenbeträge in den Ausbau seiner Cloud- und KI- Infrastruktur. Das Unternehmen will sich als drittgrößter Hyperscaler neben Microsoft und Amazon etablieren. Diese Strategie erfordert enorme Vorleistungen und es stellt sich die Frage wann und wie gut sich die Investitionen rentieren. Die Börse beäugt diese Entwicklungen kritisch.
Ein Großteil der Investitionen wird über Fremdkapital finanziert. Die Verschuldung wächst stärker als der freie Cashflow. Dies hat zuletzt dazu geführt, dass Ratingagenturen die Bonität des US-Konzerns herabstuften.
Selbst gute Quartalszahlen reichen nicht aus, um der Aktie wieder Schwung zu verleihen. Das Cloud-Geschäft wächst, der Auftragsbestand ist hoch aber die Risiken bzw. Unsicherheiten steigen ebenso. Es stellt sich zudem die Frage, ob das Unternehmen nicht zu viele Kapazitäten aufbaut und bald auf Überkapazitäten sitzt.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn um fast 40 % auf 120 USD nachgegeben. Noch im letzten Sommer kostete ein Anteilsschein mehr als 300 USD. Analysten sind jedoch unumstößlich positiv in ihrer Einschätzung und trauen dem Titel in den nächsten 12 Monaten eine Kursverdopplung zu.
Fazit
Power Metallic Mines besitzt eine der größten polymetallischen Lagerstätten Nordamerikas, welche sich durch hochgradige Kupfer-Mineralisierungen und eine erstklassige Metallurgie auszeichnet. Mit der ersten Ressourcenschätzung steht kurzfristig ein entscheidender Meilenstein an. Analysten trauen der Aktie nahezu eine Verdreifachung zu. Bei Siemens Energy brummt das Geschäft. Auch wenn Analysten der Oracle-Aktie eine Verdopplung zutrauen, werden die hohen Investitionen vom Markt kritisch gesehen.
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