10.09.2026 | 04:45
Vom Nugget bis zum Netzwerk: Wie Lahontan Gold, Siemens und Allianz die Wertschöpfungskette des Edelmetalls neu definieren!
Gold bleibt langfristig gefragt, könnte kurzfristig aber unter Zinsdruck stehen. Zunehmend rechnen Marktteilnehmer mit einer US-Zinserhöhung im September. Während hohe Energiepreise belasten, wirken geopolitische Krisen, ein schwacher US-Dollar, ausufernde Staatsschulden und rekordhohe Notenbankkäufe als starke Gegenpole. Analysten sehen entsprechend deutliches Aufwärtspotenzial für das Edelmetall bis 2027. Um die Rendite aus dem nächsten mittelfristigen Aufschwung zu maximieren, lohnt für Anleger ein breiterer Blick auf das „Ökosystem“. Insbesondere Lahontan Gold sticht hier positiv hervor. Die Kanadier treiben in Nevada konsequent den Wandel vom Explorer zum Goldproduzenten voran. Charakteristisch ist diese Transformationsphase angehender Rohstoffproduzenten von zahlreichen Meilensteinen geprägt, die eine höhere Unternehmensbewertung nach sich ziehen. Siemens liefert die Automatisierung und Digitalisierung für effizienten Bergbau und deckt damit einen anderen Blickwinkel ab. Die Allianz und deren Branchenvertreter eröffnen Anlegern über das Asset Management strategische Zugänge zu physischem Gold und Minenaktien. Welche Aktie wird Gold ausperformen?
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , SIEMENS AG NA O.N. | DE0007236101 , ALLIANZ SE UNSP.ADR 1/10 | US0188201000
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Lahontan Gold – Geduld sollte sich bald auszahlen
Lahontan Gold befindet sich momentan in einer äußerst spannenden und chancenreichen Transformationsphase. Kern der Investmentstory ist das Goldprojekt Santa Fe innerhalb des Walker-Lane-Gürtels, einer traditionsreichen Gold- und Silberregion, im US-Bundesstaat Nevada. Mit der geplanten Reaktivierung der historischen Tagebau-Mine im kommenden Jahr beschreiten die Kanadier einen ungewöhnlich risikoarmen und zügigen Pfad zurück in die Produktion. Für das kommende Jahr hat die Gesellschaft den Baubeginn der Mine in Aussicht gestellt.
Die jüngsten operativen Meilensteine unterstreichen dabei die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit des Managements. Die jüngst aktualisierte Ressourcenschätzung zeigte einen deutlichen Sprung von 22 % auf insgesamt 2,385 Mio. Unzen und untermauert das Potenzial der Liegenschaft. Lahontan konnte die angezeigten („indicated“) Ressourcen auf 1,195 Mio. Unzen Goldäquivalent steigern, ergänzt durch weitere rund 1,19 Mio. Unzen in der abgeleiteten („inferred“) Kategorie.
Neben der Geologie könnte die Jurisdiktion in Zukunft eine spürbare Bewertungsprämie rechtfertigen. Nevada belegt in globalen Rankings zur Bergbaufreundlichkeit regelmäßig Spitzenplätze. Ausgezeichnete Infrastruktur, hohe Rechtssicherheit und der Zugang zu Fachkräften sind Trümpfe. Bereits die „alte“ Wirtschaftlichkeitsstudie von 2024 zeigte bei einem Goldpreis von knapp 2.000 USD, also weniger als die Hälfte des aktuellen Niveaus einen Projektwert von 200 Mio. USD.
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Daten der angekündigten neuen Wirtschaftlichkeitsstudie. Diese könnte deutlich positive Impulse für die Aktie besitzen, welche aktuell bei rund 0,40 CAD notiert, womit die Kanadier mit knapp 180 Mio. CAD oder umgerechnet rund 130 Mio. USD bewertet sind.
Weiteres Upside könnte sich durch die erste Ressourcenschätzung des Satelliten West Santa Fe ergeben, die bis Jahresende vorliegen soll. Hier könnten nach Unternehmensangaben bis zu einer Million Unzen schlummern. Zusätzliches Potenzial eröffnen die jüngsten Ergebnisse des Sonic-Bohrprogramms auf den historischen Halden, welche mit einem durchschnittlichen Gehalt von 1,96 g/t Goldäquivalent deutlich höhere Werte als zuvor vermutet unter Beweis stellten. Somit wird das bereits abgebaute Material zu einem willkommenen Margen-Booster in der Anlaufphase. Parallel erweitert Lahontan die personelle Basis für den Übergang vom Entwickler zum Produzenten. Wie zuletzt gemeldet, verstärken weitere drei Experten die Bereiche Technik, Engineering und Business Development.
Siemens – 25 % Upside
Auch wenn Anleger das Münchner Konglomerat primär mit Automatisierung, Zugtechnik oder Industriesoftware in vielen Branchen verbinden, besitzt Siemens auch eine nennenswerte Verbindung zum Bergbau. Effiziente integrierte Antriebs- und Automatisierungslösungen helfen den immensen Energiebedarf einer Mine zu senken. Ebenso stellen die Deutschen die Lade- und Netzinfrastruktur für elektrifizierte schwere Transportflotten bereit.
Die digitale Business-Plattform Siemens Xcelerator bietet zudem entscheidenden Nutzen. Dazu zählen die Abbildung physischer Minenanlagen in präzise digitale Zwillinge, intelligente Sensorik zur Analyse von geförderten Gesteinsströmen in Echtzeit und die Verwendung von Algorithmen für vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), um drohende Ausfälle frühzeitig zu erkennen und so ungeplante und teure Stillstandzeiten zu vermeiden.
Die Anteilsscheine haben im Sommer im Bereich von 290 EUR ein neues Allzeithoch markiert. Aktuell werden rund 260 EUR aufgerufen. Die Experten der Schweizer Großbank UBS und die Analysten von Bernstein raten zum Kauf des Titels mit einem Kursziel von 330 EUR, ein Upside von rund 25 %.
Allianz – Das institutionelle Rückgrat
Wie können Anleger die Assetklasse Gold in ihr Portfolio integrieren? Als Alternative zum physischen Direktinvestment oder der Aktienanlage bieten sich Produkte oder Vermögensverwalter an. Hier kommen Kapitalallokatoren wie die Allianz samt Asset-Management-Töchtern u. a. mit Zertifikaten und Fonds ins Spiel.
Das dividendenstarke DAX-Schwergewicht verfügt mit Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung sowie Asset Management über drei Kerngeschäftsfelder. Mit ihren Tochtergesellschaften wie PIMCO und Allianz Global Investors verwaltet die Gruppe weltweit mehr als 2 Bio. EUR für Privatanleger und Institutionen.
Im aktuellen Kursbereich von 440 EUR ist die Gesellschaft mit rund 170 Mrd. EUR bewertet und weist mit einem 2027er KGV von 13,4 und einer Dividendenrendite von über 4 % attraktive Kennzahlen aus. Dennoch kommt die Mehrzahl der Analysten zu dem Ergebnis, dass die Anteilsscheine auf dem momentanen Niveau ausgereizt seien.
Fazit
Experten bescheinigen Gold mittel- und langfristig die Fortsetzung des Aufwärtstrends. Das sind exzellente Rahmenbedingungen für bestehende und angehende Produzenten. Lahontan Gold befindet sich auf einem klar vorgezeichneten Pfad bis zur Produktion, welcher mehrere Meilensteine umfasst, die eine Höherbewertung der Aktie auslösen könnten. Schon jetzt ist die „alte“ Bestimmung des Projektwerts deutlich höher als die Marktkapitalisierung. Die Schwergewichte Siemens und Allianz stellen für langfristig orientierte Anleger kurs- und dividendentechnisch eine gute Wahl dar.
Interessenskonflikt
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