03.02.2026 | 05:30
Zink-Boom, Turnaround, Biotech-Wachstum: So profitieren Sie mit Pasinex Resources, Puma und Evotec
In volatilen Märkten suchen Anleger nach außergewöhnlichen Chancen. Drei Unternehmen stechen dabei heraus. Ein Rohstoffunternehmen mit außergewöhnlichen Zink-Projekten, ein Sportartikelhersteller im radikalen Transformationsmodus und ein Biotech-Pionier mit einem einzigartigen Plattformmodell. Die Kombination aus Momentum, strategischem Turnaround und langfristigem Wachstum verspricht attraktive Renditechancen. Wir analysieren die vielversprechenden Perspektiven von Pasinex Resources, Puma und Evotec.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , PUMA SE | DE0006969603 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Pasinex Resources – Zink gewinnt an Glanz
Während kritische Rohstoffe die Schlagzeilen beherrschen, ist ein anderer Metallmarkt in eine fundamentale Angebotskrise gerutscht: Zink. Unverzichtbar für den Stahlschutz in Infrastruktur und Automobilen sieht sich das Metall einem doppelten Problem gegenüber. Alte Minen weltweit neigen sich dem Ende zu, und neue, hochwertige Funde sind selten. Diese strukturelle Knappheit bildet den Hintergrund für Pasinex Resources. Ein Schlüssel zum Erfolg in dieser Lage ist die rein geologische Qualität des Erzes. Pasinex Resources operiert in der Türkei mit Vorkommen, die einen Zinkgehalt von 30-50 % aufweisen. Das ist ein Vielfaches des globalen Durchschnitts. Diese extreme Konzentration ist mehr als nur ein technischer Wert, sie ist ein fundamentaler Wirtschaftsfaktor.
Sie erlaubt ein einzigartiges Betriebsmodell. Das hochgradige Erz kann direkt verschifft werden und umgeht so teure Aufbereitungsanlagen vor Ort. Das senkt die Betriebskosten radikal und minimiert den Kapitalbedarf. Die daraus resultierende robuste Marge schafft einen selbsttragenden Kreislauf. Der generierte Cashflow fließt nicht in teure Infrastruktur, sondern kann direkt in die Erweiterung der bestehenden Minen und Exploration reinvestiert werden. Dieser operative Hebel ist in einer Branche, die von Kostendruck geprägt ist, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Die jüngsten Unternehmensentwicklungen unterstreichen diesen Pfad. Durch die vollständige Übernahme der Schlüsselprojekte Pinargözü und Sarikaya hat das Unternehmen die volle operative Kontrolle erlangt.
Parallel wurde die Bilanz durch eine Umschuldung gestrafft, bei der Verbindlichkeiten in Eigenkapital umgewandelt wurden. Dieser Schritt hat die finanzielle Flexibilität erhöht. Das Team, dessen Interessen stark durch eigenen Aktienbesitz mit denen der Aktionäre verknüpft sind, verfügt über tief verwurzeltes Lokalwissen. Die Strategie für die kommenden Monate ist klar. Die bestehende, Cashflow-generierende Produktion dient als Basis, von der aus aggressiv in die Exploration und den Ausbau neuer Stollen investiert wird, um die Reserven und die Förderrate zu steigern. In einem Markt mit angespanntem Angebot ist dieses Modell aus qualitativ hochwertigen Assets, kostenschonendem Betrieb und einem klaren Skalierungsplan ein beachtenswerter Ansatz. Die Aktie notiert aktuell bei 0,115 CAD.
Puma - der lange Weg zurück zur Stärke
Für Aktionäre des Sportartikelherstellers steht viel auf dem Spiel. Nach einem enttäuschenden Jahr 2025, das als tiefgreifender Reset deklariert wurde, will das Unternehmen unter neuem CEO Arne Hoeld die Kurve kriegen. Die anstehenden Jahreszahlen werden zeigen, wie sehr die bereinigenden Maßnahmen, von Distributionsbereinigung bis zu Lagerabbau, die Bilanz belastet haben. Doch jenseits der kurzfristigen Schmerzen verfolgt der Konzern einen klaren Sanierungskurs, der auf langfristige Stabilisierung abzielt. Die Strategie ist gesetzt, jetzt kommt es auf die Umsetzung an.
Die operative Wende basiert auf den Pfeilern strenger Disziplin und klarer Fokussierung. Hoeld hat den Apparat verschlankt, streicht Stellen und konzentriert das Produktportfolio auf profitablere Kernkategorien wie Fußball und Running. Parallel wird der höher margenträchtige Direktvertrieb ausgebaut. Gleichzeitig investiert man in die Marke, um sie emotional wieder aufzuladen. Diese Kombination aus Kosteneffizienz und gesteigerter Markenwahrnehmung soll die Basis für eine profitablere Zukunft legen.
Ein entscheidender Vertrauensbeweis kam von außen. Der chinesische Sportartikelriese Anta Sports steigt als strategischer Ankeraktionär ein. Diese Beteiligung spült nicht nur frisches Kapital in die Kasse, sondern eröffnet langfristig Chancen im für Puma schwierigen asien-pazifischen Markt. Für Investoren, die an einen Turnaround glauben, bietet die aktuelle, noch moderate Bewertung einen Einstiegsmoment. Der Weg zurück ist kein Sprint, aber die Richtung stimmt. Die kommenden Quartale müssen nun beweisen, dass die operative Strategie trägt. Derzeit ist die Aktie für 22,00 EUR zu haben.
Evotec - wie der Biotech-Partner durch den Branchenwandel navigiert
Für Investoren ist die Biotech-Branche derzeit ein schwieriges Terrain. Hohe Zinsen und zurückhaltende Kapitalgeber setzen vor allem kleinere Player unter Druck. Genau in diesem Umfeld könnte ein etablierter Dienstleister wie Evotec profitieren. Das Hamburger Unternehmen bietet großen Pharma- und Biotech-Firmen Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen an. Sein Modell lebt davon, dass Kunden Kosten und Risiken der frühen Wirkstoffentwicklung outsourcen. Aktuelle Schwierigkeiten im Markt für frühe Forschungsaufträge belasten zwar die Zahlen, doch langfristige Trends wie der Boom bei Biologika und die zunehmende Nutzung von KI in der Forschung spielen Evotec in die Karten. Die Frage ist, ob das Unternehmen seine strategische Neuausrichtung nutzen kann, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
Der Schlüssel zum Turnaround liegt in einer klaren Fokussierung. Ein zentraler Schritt war der Verkauf der biologischen Produktionsanlage in Toulouse an den Partner Sandoz. Diese Transaktion spült nicht nur frisches Geld in die Kasse, sondern markiert auch den Wechsel zu einem "Asset-Light"-Modell. Statt teure Produktionskapazitäten zu unterhalten, setzt Evotec nun verstärkt auf skalierbare Technologieplattformen und hochwertige Partnerschaften. Parallel treibt ein striktes Kostensenkungsprogramm die operative Effizienz voran. Das Ziel ist es, Ressourcen in die profitablen Bereiche wie die Biologics-Sparte und datengetriebene Plattformen zu lenken.
Der langfristige Erfolg hängt jedoch von der Pipeline und der wissenschaftlichen Expertise ab. Hier bietet Evotec eine solide Basis. Über 100 gemeinsam mit Partnern entwickelte Wirkstoffprogramme, darunter mehrere in klinischen Studien, bergen erhebliches Potenzial für Meilensteinzahlungen. Partnerschaften mit Schwergewichten wie Bristol Myers Squibb in der Protein-Degradation oder eine Förderung der Gates Foundation für KI-optimierte Antikörper validieren die Technologieplattformen. Für Investoren, die an das Outsourcing-Modell und die Qualität der Partnerschaften glauben, könnte die aktuelle Phase eine Gelegenheit bieten, vorausgesetzt, das Management liefert den Beweis für wiederkehrende Profitabilität. Momentan kostet eine Aktie 6,02 EUR.
Das volatile Umfeld bietet spezifische Chancen für Investoren mit klarem Profil. Pasinex Resources punktet mit extrem hochgradigen Zinkvorkommen, die ein einzigartiges, kostenschonendes Betriebsmodell ermöglichen. Puma befindet sich in einem strengen operativen Turnaround, gestützt durch den Einstieg des strategischen Ankerinvestors Anta Sports. Evotec setzt in der angespannten Biotech-Branche auf sein skalierbares Plattformmodell und Partnerschaften, um langfristig von Outsourcing-Trends zu profitieren.
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