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17.11.2025 | 04:00

100 % schon vor der Black Week! Künstliche Intelligenz jetzt Live! Palantir liefert, UMT gibt Vollgas, TeamViewer und D-Wave stürzen ab!

  • Künstliche Intelligenz
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Bildquelle: pixabay.com

Was für ein tägliches Auf und Ab! In den letzten zwei Handelswochen ging es an der NASDAQ jeweils um mehrere Prozent nach unten, gefolgt von ebenso heftigen Erholungstagen. Die einen würden sagen richtungslos, andere sehen die gestiegene Volatilität als Vorbote sinkender Kurse. Doch fernab von Kursentwicklungen laufen operative KI-Modelle zur Höchstform auf, sie ermöglichen Unternehmen den nächsten Quantensprung in Verwaltung, Organisation und Steuerung von stetig wiederkehrenden Tätigkeiten. Die Börse hat ihre Lieblingskandidaten recht schnell identifiziert und kurstechnisch in den Himmel geschossen, doch es gibt Follower, die schon kräftig in der Praxis stecken, aber bislang noch unentdeckt sind. UMT United Mobility Technology ist so eine Perle. Wir gehen etwas tiefer.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: UMT UNITED MOBILITY TECHNOLOGY AG | DE000A40ZVU2 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

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Inhaltsverzeichnis:


    Kommerzieller Boom versus Short-Attacken -Wohin steuert Palantir?

    Der KI-Software-Spezialist Palantir geriet nach dem Q3-Bericht trotz übertroffener Umsatz- und Gewinnmeldungen stark unter Druck. Hauptgründe waren erneute Bewertungswarnungen von Analysten sowie die Offenlegung einer großen Short-Position von „Big-Short“-Investor Michael Burry. Die Diskussion um politische Nähe von CEO Karp zu Trump und Thiel sowie Palantirs Rolle im Sicherheits- und Überwachungsbereich verstärkt die Kontroversen, spielt aber für den Kurs derzeit nur eine Nebenrolle. Großer Schauplatz sind eher die verunsicherten Analysten und die ständig währenden Aufwärts-Käufe, um ja keinen Momentums-Einbruch zu erleiden.

    Im Zentrum der Bewertungskritik steht das extrem hohe KGV 2026e von über 250, verglichen mit etwa 35 bei Nvidia. Trotz über 40 % Wachstum halten viele Investoren dieses Verhältnis für nicht tragfähig. Befürworter allerdings erwarten, dass Palantir in die Bewertung „hineinwächst“. Doch die Frage bleibt: Warum sollten Anleger heute schon die 2030er-Zahlen einpreisen? Short-Seller wie Burry wetten entsprechend auf eine Korrektur, 980 Mio. USD setzte er auf Puts mit tiefer Basis.
    Konkurrenzdruck für Palantir kommt zusätzlich von aggressiven KI-Start-ups, die mit flexiblen Preismodellen und schnellen Deployments um Marktanteile kämpfen, ein Faktor, der die Margen der IT-Experten aus Denver mittelfristig belasten könnte. Gleichzeitig erlebt Palantir einen historischen Wachstumsschub im kommerziellen Geschäft. Die US-Umsatzprognose in 2026 für Enterprises wurde auf über 1,43 Mrd. USD erhöht, was in etwa 100 % Plus entspricht. Die Kernfrage für Anleger bleibt, ob das sich abschwächende Momentum die außergewöhnlich hohe Bewertung langfristig tragen kann.

    United Mobility Technology AG – Das neue KI-Geschäftsmodell verspricht Quantensprünge

    Viel Neues hören wir über den alten SmallCap-Bekannten UMT United Mobility Technology AG in den letzten Tagen. Nach einem gelungenen Aufschlag bei der Münchener Kapitalmarkt-Konferenz (MKK) geht es nun in die Vollen. Investoren sind gesucht und das neue Geschäftsmodell verspricht sogar Quantensprünge. Denn in den vergangenen zwei Jahren hat UMT eine umfassende Umstrukturierung durchlaufen, nachdem alle rechtlichen Risiken und Buchberger-Verluste konsequent bereinigt wurden. Nach dem Ausstieg aus dem früheren Payment-Geschäft wurde die Gesellschaft nun vollständig strategisch neu ausgerichtet. Der Vorstand übernahm die Rolle des Sanierers, eliminierte Altlasten und legte die Basis für ein technologisch fokussiertes Geschäftsmodell.

    Kern der Neuausrichtung ist der Aufbau einer KI-Plattform, welche gemeinsam mit Partnern in England und einem Entwicklerteam in den USA in den letzten Monaten entstand. Seit Anfang 2025 arbeitet UMT nun erstmals mit realen Live-Kunden an der produktiven Implementierung. Das Unternehmen positioniert sich dabei als Anbieter für KI-gestützte Prozessberatung und Workflow-Automatisierung im Mittelstand. Dieser Markt ist laut Vorstand Erik Nagel weitgehend unversorgt, weil klassische IT-Berater nur wenig KI-Kompetenz besitzen und Kunden oft mit veralteten Modellen arbeiten. Die neue Lösung nutzt moderne Modell-Frameworks aus der globalen KI-Entwicklung und passt diese kundenspezifisch an. Das Resultat ist ein „KI-Kollege“, welcher Aufgaben übernimmt, die zuvor mehrere Mitarbeiter erledigten. UMT hat ein eigenes modulares Framework geschaffen, das unterschiedliche Modelle kombiniert, um Dokumente zu analysieren, Daten anzureichern und Entscheidungen zu automatisieren.

    Besonders fokussiert sich UMT auf die Logistikbranche, weil dort Prozesse stark manuell geprägt und Personalengpässe groß sind. Automatisiert gestaltet werden Tätigkeiten wie Auftragserfassung, Zollabgleiche, Dispatching oder Stundenzettelauswertung. Dank der intelligenten Modelle entfällt langwieriges Training, da Anpassung statt Dokumententraining im Vordergrund steht. Das Setup erlaubt den Zugang zu Web- und Zusatzdatenbanken, was die Genauigkeit gegenüber alten neuronalen Ansätzen deutlich steigert. UMT bietet seine Leistungen in einem zweijährigen Abo-Modell an, die Bepreisung orientiert sich an tatsächlichem Mehrwert und eingesparter Arbeitszeit pro Fall. Kunden realisieren typischerweise Einsparungen zwischen 400 und 1.500 Arbeitsstunden pro Jahr, was im Mittelstand ein zentraler Entscheidungsfaktor ist.

    Insgesamt hat sich UMT zu einem fokussierten SaaS- und KI-Produktanbieter mit hohem Stickiness-Faktor entwickelt, da tief in die operativen Prozesse der Kunden eingedrungen wird. Das schafft langfristige Abhängigkeiten, gute Margen und wiederkehrende Umsätze. Bis 2029/30 kann das Management sich eine Erlösentwicklung von heute 1,5 auf rund 70 Mio. EUR vorstellen. Das ist mal eine Prognose! Die Aktie schlummert aktuell noch mit einer Marktkapitalisierung von 3,6 Mio. EUR, mit diesem SetUp sollte aber ein schneller Anstieg Richtung 3 bis 5 EUR erwartet werden. Palantir hat immerhin ein KUV von 200, UMT nur eines von 2,5. Wieder mal das Äpfel-Birnen-Thema!

    Noch nicht viel mitbekommen hat die Börse von der UMT AG. Denn die Neuaufstellung ist sehr frisch und liefert erst in den letzten Wochen erste Erfolge. Das Wachstum dürfte in den nächsten 5 Jahren aber sehr steil sein. Quelle: LSEG vom 16.11.2025

    D-Wave und TeamViewer – Hier geht´s zur Sache

    Rumms! Die jüngste Kursentwicklung bei D-Wave Quantum spiegelt eine ausgeprägte Schwächephase wider, die sich in den letzten Wochen immer mehr manifestiert hat. Ähnliche Trends lassen sich auch bei anderen KI-Technologiewerten beobachten, eine erste Gewinnmitnahme-Welle scheint über den Markt zu rollen! Volatilität hat aber wenig mit Fundamentaldaten zu tun. Jeder kennt die Umsatz-Bewertungs-Relation von D-Wave, welche satt im dreistelligen Bereich liegt. Dennoch lassen die Experten auf der Plattform LSEG weiteren Optimismus spüren: Benchmark und Stifel setzten ihre Kursziele jüngst auf 35 USD fest, der Konsensus auf 12 Monate liegt bei 10 Kaufempfehlungen sogar noch höher bei ca. 37,50 USD. Am Freitag ging es bei brachialen Umsätzen erst mal auf 20,70 USD nach unten, das liegt jetzt bereits fast 56 % unter dem Hoch bei 46,50 USD vom Oktober. Wir würden sagen: Kursziel längst erreicht - Na dann viel Glück!

    Auch TeamViewer hat mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen und bietet ein Paradebeispiel für volatile Performance im Tech-Bereich. Nach schwachen Zahlen in Q3, sah sich das Unternehmen gezwungen, die Prognose für das zugekaufte 1E-Geschäft signifikant nach unten zu revidieren. Anleger waren überrascht, dass die wiederkehrenden Umsätze um 2 % und die Gesamterlöse um 8 % zurückfielen, für die erwartete Wachstumsdynamik ein herber Rückschlag. In der Folge revidierte das Management die Prognosen für das laufende und das kommende Jahr noch einmal nach unten. So auch die Analysten: Berenberg senkte das Kursziel von 14 auf 11 EUR und beließ das Rating auf „Hold“. ODDO ist mit einem Kursziel von 7,50 EUR und einer neutralen Einstufung bereits deutlich vorsichtiger unterwegs. Der Konsens auf der Plattform LSEG liegt zwar noch bei 11,50 EUR, aber viele Studien sind seit Monaten nicht erneuert worden. Wir behalten den Wert auf der engen Watchlist, denn mittlerweile sinkt das KGV 2027e unter die Marke von 5 – für einen Technologiewert schon extrem günstig!


    Die Aktienmärkte bleiben fest in der Hand von Kapitalströmen, welche vor allem in die Bereiche künstliche Intelligenz, Zukunftstechnologien und Verteidigung fließen. Nach der jüngsten Serie kleinerer Korrekturen entsteht nun wieder Raum für taktisch orientierte Investoren, um selektiv Positionen aufzubauen. Besonders im deutschen Small-Cap-Segment fällt die UMT AG als neuer KI-Wert auf, hier könnte es in den nächsten Wochen richtig zur Sache gehen. Spannend blicken wir auch alte Protagonisten wie Palantir, D-Wave oder TeamViewer! Gelingt ein schneller Rebound?


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Und schon wieder geht es in die Vollen. Hatte das letzte Jahr in Sachen Rendite für KI-, Rüstungs- und Silbertitel ein Sonnenschein-Szenario gezeigt, so laufen diese Titel im neuen Jahr sogar noch weiter. Gerüchte über eine physische Silberknappheit wurden jetzt von Lagerstellen der Terminbörsen bestätigt. Damit könnte sich die „Oneway-Bewegung“ bei strategischen Metallen fortsetzen. Gerüchteweise dehnt sich die Nicht-Verfügbarkeit sogar auf eine Reihe von Industriemetallen aus. Denn China reguliert als größter Produzent dieser Rohstoffe seine Exporte und lenkt Ressourcen zur eigenen Industrie um. Vieles ist nicht spruchreif, die jüngste Kursexplosion auf über 12.000 USD bei Kupfer spricht aber Bände. Anleger sollten ihre Allokationen diversifiziert verstärken, um bei den wichtigsten Events dabei zu sein!

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    Neue Förderung von E-Mobilität und steigende Nachfrage nach Defense-Applikationen erfordern einen Quantensprung in der Batterie-Technologie. Dabei tritt China als Industrie-Partner immer weiter auf die Bremse. Jüngst hat Peking Exportbeschränkungen für Hochleistungs-Li-Ion-Aggregate verhängt. Damit wird es für die Hersteller zum Spießrutenlauf, ihre Produkte mit hochwertigen Stromspeichern auszustatten. Die aktuelle Meldung von NEO Battery Materials gleicht daher einem Paukenschlag! Die Zertifizierung zum OEM-Lieferanten ist abgeschlossen! NEO Battery Materials, ein Unternehmen, das am Beginn der industriellen Skalierung und technischer Differenzierung steht, präsentiert sich als Spezialist für siliziumbasierte Anodenmaterialien mit gesichertem Produktionsschwerpunkt in Südkorea. Für Investoren besonders relevant: Hochleistungs-Batterien werden inzwischen als kritische Infrastruktur eingestuft und sind damit strukturell auf prioritäre Investitionsbereiche angewiesen. Geopolitisch motivierte Handelsbarrieren gilt es dabei zu umgehen! Die Zeit drängt.

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    • Gold
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • HighTech
    • E-Mobilität
    • Rüstungsindustrie

    Bei so viel positiver Rendite in 2025 fragen sich Investoren, wie es in 2026 weiter gehen wird. Gold und Silber markierten zum Jahreswechsel neue Allzeithochs. Aussichtsreiche Gold-Titel wie Kobo Resources machten in den letzten Wochen sogar über 40 %. Erfolgsverwöhnt sind auch die Anleger in Palantir Technologies, ein Wunderwerk der Höchstbewertung, aber immer noch auf der Kaufliste. Sehr interessant auch die V-Bewegung bei DroneShield, deren Aktien sich vom tiefen Ausverkaufsniveau im Dezember schon wieder verdoppeln konnten. Richtig spannend wird es auch bei BYD, denn hier steht die Eroberung Europas auf dem Plan. Auf was sollten Investoren achten?

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