Menü schließen




15.04.2026 | 04:40

Almonty Industries: Umzug in die USA schiebt Aktie kräftig an

  • Almonty Industries
  • Wolfram
  • Sangdong
  • Waffen
  • Tungsten
Bildquelle: Almonty Industries

Wolfram ist eines der Metalle der Stunde! Es ist quasi unersetzlich in Röntgengeräten, aber ebenso in Panzern oder in Munition. Almonty Industries ist der größte westliche Produzent in diesem Markt. Nun zieht das Headquarter der Firma von Toronto in die USA. Mit dem Schritt will CEO Black noch stärker vom größten Kapitalmarkt der Welt, aber auch von den Plänen der USA zum Aufbau eigener Lieferketten profitieren. Die Börse feiert den Schritt und die Aktie macht den nächsten Sprung Richtung Allzeithoch.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Chinas Dominanz ist kaum zu brechen

    China dominiert den Markt für viele Spezialmetalle. Dummerweise für die USA sind diese in vielen High-Tech-Produkten und Militärgütern kaum zu ersetzen. So ist es auch bei Wolfram bzw. Tungsten, wie der Engländer es nennt. Die Volksrepublik beherrscht etwa 80 % des Weltmarkts. Zusammen mit den befreundeten Staaten Russland und Nordkorea steigt dieser Wert auf etwa 95 %. Schlechte Zahlen also für die Vereinigten Staaten, die seit einigen Jahren bereits unabhängiger von Beijing werden wollen und Spezialmetalle als größtes Faustpfand des Kontrahenten erkannt haben.

    Die Armee-Lager sind leer!

    Im Zuge der Kriege in der Ukraine und am Persischen Golf sowie des von Trump angezettelten Handelskonflikts sind diese Abhängigkeiten von China offen zu Tage getreten. Wolfram steht dabei besonders im Fokus, da es im Bereich von Munition quasi unersetzbar ist. Es hat den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle (3422 °C) und eine extrem hohe Dichte. So wird es extrem kratzfest und hart, aber spröde. Deswegen wird es in der Werkzeug- und Metallindustrie, der Rüstung und in der Medizin so gern eingesetzt. In Folge des vielen verschossenen Materials am Golf laufen die Lager der US-Armee leer. Nach und wohl schon während des Kriegs muss aufgerüstet werden.

    Almonty Industries: Die westliche Alternative

    Almonty Industries ist es nun gelungen, sich als Alternative zu den eurasischen Staaten aufzubauen. Die Kanadier haben die historische Sangdong-Mine in Südkorea wieder in Betrieb genommen. Derzeit wird dort die Produktion hochgefahren. Sangdong war bis in die 1990er Jahre hinein eine der größten Wolframminen der Welt, wurde aber aufgrund ihrer mangelnden Wirtschaftlichkeit damals geschlossen. Der Konflikt zwischen den Supermächten eröffnet nun dem Unternehmen die Chance, hiervon zu profitieren. Als einziger relevanter, westlicher Wolfram-Produzent besitzt man eines der wohl wertvollsten Rohstoff-Assets der Welt. Sangdong hat inzwischen die erste Bauphase abgeschlossen und produziert Konzentrate. Wenn die zweite Bauphase 2027 beendet sein wird, könnte Sangdong laut Unternehmensangaben etwa 40 % des weltweiten Wolfram-Bedarfs außerhalb Chinas liefern.

    Almonty zieht um

    Almonty Industries hat nun bekannt gegeben, dass es den Unternehmenssitz von Toronto nach Dillon, Montana, in die USA verlegt. Dies ist ein strategischer Schritt, der der Logik der operativen Expansion in die Vereinigten Staaten folgt. So erwarb man im Herbst 2025 das ebenfalls in Montana gelegene Gentung Browns Lake Tungsten Projekt. Aus dem Projekt könnte sich die nächste Wolfram-Mine von Almonty entwickeln. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 soll die Produktion hochgefahren werden.

    US-Faktor hilft Almonty

    Für Anleger dürfte aber noch ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Umzug wird aus Almonty ein US-Unternehmen und so kann man sich leichter professionellen US-Investoren öffnen, die traditionell wenig im Ausland investieren. Zudem gelten ab dem kommenden Jahr neue Regeln in der US-Militärindustrie. Das Kriegsministerium hat beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2027 US-Rüstungskonzerne Wolfram und andere Metalle ausschließlich von Lieferanten außerhalb der chinesischen Lieferkette beziehen dürfen. Zudem erhält Almonty eine Zollbefreiung für Wolframprodukte. Für die Erweiterung in den USA hat das Unternehmen genug Geld zur Verfügung. Der Kassenbestand beträgt per Jahreswechsel rund 268 Mio. CAD. Bis 2028 soll der Umsatz auf 1 Milliarde CAD steigen.

    Aktie schielt aufs Allzeithoch

    In Folge der Bekanntgabe des Umzugs in die USA hat die Aktie von Almonty kräftig zulegen können. Allein am Montag ging es um ein Sechstel hoch. Das Kalkül des Marktes dürfte nun potenzielle Gelder der US-Regierung einpreisen. Denn die US-Regierung scheute sich in der Vergangenheit nicht, massiv in Unternehmen über Aktienkäufe, Kredite oder Subventionen zu investieren. Die Analysten von GBC Research sehen weiteres Potenzial und glauben, dass der globale Wolframmarkt sich strukturell verändert. Almonty befände sich mit seinen langfristigen Abnahmeverträgen und im Umfeld steigender Rohstoffpreise in einer Pole Position. Die Analysten raten zum Kauf. Ähnlich bullisch ist auch die Bank of America (BofA). Die Investmentbank sieht Almonty Industries als "führendes westliches Vehikel" für Wolfram und rief ein Kursziel von 20 USD auf. Die BofA-Analysten gehen davon aus, dass sich die Wolfram-Preise wegen chinesischer Exportbeschränkungen dauerhaft auf einem höheren Niveau etablieren werden. Die Aktie hat mit dem jüngsten Sprung ein Zeichen gesetzt. Zum Allzeithoch bei 30,89 AUD ist es nicht mehr weit.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 08.04.2026 | 05:20

    Panzer, Chips, Raketen: Ohne Almonty Industries läuft im Westen bald nichts mehr, denn China dreht den Hahn zu

    • Almonty Industries
    • Wolfram
    • Molybdän
    • Sangdong
    • kritische Rohstoffe
    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie
    • Chipindustrie

    Die Rohstoffwelt hat ein neues Blindgänger-Thema. Während alle über Helium diskutieren, bahnt sich bei einem weitaus kritischeren Metall ein perfekter Sturm an: Wolfram. Es steckt in panzerbrechender Munition, in Raketendüsen und in jedem modernen Speicherchip. Gerade die Rüstungsbranche braucht aufgrund der laufenden Kriege dringend Nachschub. China dreht den Exporthahn zu, die Preise explodieren, und die strategischen Reserven des Westens schmelzen. Genau in dieses Vakuum stößt Almonty Industries, das jahrelang unbeachtet im Untergrund arbeitete. Jetzt läuft seine größte Mine an, mitten in einem Markt, der verzweifelt nach Alternativen sucht.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 02.04.2026 | 05:00

    Ohne Wolfram geht gar nichts: Warum der Preisboom anhält und SpaceX, Rheinmetall sowie Almonty im Fokus stehen

    • Wolfram
    • Zukunftstechnologie
    • Rüstung
    • Raumfahrt

    Statt auf digitale Luftschlösser schielen Anleger und die Industrie immer öfter auf handfeste Rohstoffe – die Versorgung mit kritischen Metallen ist essenziell für unseren Wohlstand. In dieser neuen Ära hat Wolfram eine besondere strategische Bedeutung erlangt. Mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle und einer Dichte, die exakt der von Gold entspricht, ist das Metall eine unersetzliche Komponente in der Verteidigungsindustrie, der Raumfahrt und der Halbleiterfertigung. Das aktuelle Marktumfeld ist durch einen massiven Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet, wobei die Notierungen von etwa 300 USD je mtu Anfang 2025 auf über 2.750 USD aktuell explodierten. Analysten des Fachmagazins Mining Journal argumentieren in einer aktuellen Analyse detailliert, dass es sich bei dieser Entwicklung um keine spekulative Blase handelt. Vielmehr wird die Rally durch nicht verhandelbare Nachfragemuster und die physische Erschöpfung der globalen Lagerbestände angetrieben. Im Gegensatz zur Silberblase von 1980 wird dieser Trend durch eine mehrjährige Verzögerung bei der Inbetriebnahme neuer westlicher Produktionskapazitäten gestützt, weshalb das angespannte Preisumfeld noch mindestens zwei weitere Jahre anhalten dürfte. Für Almonty, den einzigen westlichen Wolfram-Produzenten, der innerhalb dieser zwei Jahre relevante Kapazitäten aufbaut, ist das eine einzigartige Gelegenheit.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 31.03.2026 | 04:30

    Das Wolfram Mysterium! Rohstoffpreise explodieren, Volatilität bei den Aktien! Almonty Industries jetzt mit 100 % Chance!

    • kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Wolfram
    • China Abhängigkeit
    • Lieferketten

    Noch keine Entwarnung von den Kriegsfronten, das macht die Börsen volatil und anfällig. Am letzten Freitag erreichte der CNN Fear and Greed-Index einen Rekordwert von 10 von 100 Punkten. Heißt übersetzt: Seit langem machen sich Anleger nicht mehr so viel Sorgen um die Sicherheit ihrer Investments wie jetzt. Das trifft sich genau mit der Aussage: „Kaufen wenn die Kanonen donnern!“ Ein Widerspruch? Nein – denn bereits gestern sprang der Index dann auf 13 nach oben, vor allem der europäische Leitindex DAX 40 zeigte eine robuste Entwicklung und legte über 2 % vom Morgentief zu. Ein kurzer Stimmungsumschwung oder die Wende? Wer jetzt bei Almonty zugreift, erhält die Aktie immerhin gut 35 % tiefer, als vor 4 Wochen. Was sagen die Analysten?

    Zum Kommentar