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17.03.2026 | 05:10

Antimony Resources – Geopolitik treibt die Preise

  • Rüstung
  • kritische Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Antimon entwickelt sich zunehmend zu einem geopolitisch wichtigen Rohstoff. China dominiert die Produktion, Exportbeschränkungen haben die Preise bereits stark steigen lassen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage aus Rüstungs-, Technologie- und Energiemärkten. Mit dem Bald-Hill-Projekt arbeitet Antimony Resources an einer potenziell bedeutenden Antimonquelle für Nordamerika. Neue Funde und hochgradige Bohrergebnisse deuten darauf hin, dass das Projekt deutlich größeres Potenzial besitzen könnte als bislang angenommen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014

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Inhaltsverzeichnis:


    China-Dominanz und steigende Nachfrage treiben Preise

    Antimon zählt zu den strategisch elementaren Metallen der modernen Industrie, steht jedoch noch immer kaum im Fokus der breiten Öffentlichkeit. Dabei führen sowohl die USA als auch die Europäische Union das Halbmetall auf ihren Listen kritischer Rohstoffe. Hintergrund ist vor allem die extreme Konzentration der Produktion.

    Nach Angaben des U.S. Geological Survey kontrolliert China mehr als 60 bis 70 % der weltweiten Antimonförderung und dominiert zusätzlich große Teile der Verarbeitung. Russland zählt ebenfalls zu den wichtigen Produzenten, steht jedoch unter westlichen Sanktionen. Für Nordamerika und Europa bedeutet dies eine massive Abhängigkeit von wenigen Lieferländern.

    Die Lage verschärfte sich zusätzlich, als China Ende 2024 Exportbeschränkungen für Antimon einführte. In einem ohnehin engen Markt führte dies zu deutlichen Preissprüngen, zeitweise auf nahezu 60.000 USD je Tonne. Gleichzeitig wächst der Bedarf in zahlreichen Industrien.

    Der Aufwärtstrend der Antimony-Aktie setzt sich unvermindert fort. Rückenwind bekommt der Kurs durch die positive Indikatorenlage. Quelle: LSEG vom 15.03.2026

    Industrien und Verteidigung treiben Antimonbedarf

    Gerade im Verteidigungssektor ist Antimon ein wichtiger Bestandteil moderner Waffensysteme. Studien zufolge entfallen knapp 20 % der globalen Nachfrage auf militärische Anwendungen, ein Anteil, der angesichts steigender Verteidigungsausgaben weiterwachsen dürfte. Für westliche Industrienationen wird die Sicherung eigener Lieferketten daher zunehmend zu einer strategischen Mammut-Aufgabe.

    Parallel zur geopolitischen Lage wächst auch der wirtschaftliche Bedarf. Treiber sind neben der klassischen Industrie vor allem neue Anwendungen in Energie-, Technologie- und Sicherheitsmärkten. In Rechenzentren wird Antimon für flammhemmende Kabelummantelungen benötigt, während in der Solarindustrie Natriumantimonat als Läuterungsmittel in der Glasproduktion eingesetzt wird.

    Gleichzeitig bleibt das Angebot begrenzt, da außerhalb Chinas kaum neue Projekte in Produktion gegangen sind. In Nordamerika existiert derzeit praktisch keine bedeutende Primärproduktion. Genau diese strukturelle Lücke macht neue Projekte in Kanada oder den USA strategisch besonders interessant.

    Bald Hill - Schlüsselquelle für Nordamerika

    Vor diesem Hintergrund rückt mit Antimony Resources ein Unternehmen zunehmend in den Fokus der Rohstoffbranche. Der kanadische Explorer konzentriert sich auf das Bald-Hill-Projekt in der Provinz New Brunswick, das sich als eine der vielversprechendsten Antimonlagerstätten Nordamerikas herauskristallisiert. Das Unternehmen besitzt eine 100-%-Option auf das Projekt und hat die Liegenschaft zuletzt durch zusätzliche Claims erweitert.

    Ziel ist der Aufbau einer bedeutenden nordamerikanischen Antimonquelle. Die bisherigen Explorationsarbeiten liefern bemerkenswerte Ergebnisse. Ein technischer Bericht gemäß NI 43-101 schätzt das Explorationspotenzial derzeit auf rund 2,7 Mio. t Gestein mit hochgradigen Gehalten von etwa 3 bis 4 %. Bisherige Bohrungen aus dem vergangenen Jahr bestätigten mehrere starke Abschnitte, darunter 9,6 m mit 2,38 % Antimon sowie 2,3 m mit 6,79 % Antimon.

    Die Hauptzone wurde bereits über eine Streichenlänge von rund 700 m und bis in Tiefen von mindestens 400 m verfolgt. Derzeit läuft ein 10.000 m-Bohrprogramm, das die Grundlage für eine erste offizielle Ressourcenschätzung schaffen soll. Rund 4.000 m wurden bereits abgeschlossen.

    Neue Zone entdeckt

    Neue Funde unterstreichen das zusätzliche Potenzial des Projekts. Während der Arbeiten an einer Zufahrtsstraße entdeckte das Explorationsteam eine bislang unbekannte Mineralisierungszone. Die sogenannte Marcus-Zone westlich des Hauptareals weist eine massive Stibnit-Vererzung auf, die sich über mindestens 10 m erstreckt.

    Auch im südlichen Bereich konnte eine bereits bekannte Struktur deutlich ausgeweitet werden und erreicht nun eine Länge von rund 150 m. In der Zentralzone liefern historische Grabungen ebenfalls vielversprechende Werte. Dort wurden 2,9 % Antimon über 8,18 m nachgewiesen, inklusive hochgradiger 8,47 % über 1,53 m.

    Für CEO Atkinson sind diese Ergebnisse ein klarer Hinweis auf ein deutlich größeres mineralisiertes System. Nach Unternehmensangaben wurden antimonhaltige Stibnit-Körper inzwischen in vier unterschiedlichen Bereichen der Liegenschaft identifiziert, sowohl als massive als auch als brekziöse Strukturen. Das deutet darauf hin, dass sich das Ressourcenpotenzial des Projekts weit über die bislang definierte Hauptzone hinaus ausdehnen könnte.

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    Fazit

    Der Antimonmarkt steht vor einer strukturellen Neuordnung. Exportbeschränkungen aus China, steigende Nachfrage aus Verteidigungs-, Energie- und Technologiemärkten sowie der politische Wille westlicher Staaten, eigene Lieferketten aufzubauen, rücken den Rohstoff zunehmend in den Fokus. Mit dem Bald-Hill-Projekt verfügt Antimony Resources über eine Lagerstätte mit hohen Gehalten und wachsendem Explorationspotenzial. Zudem sind die Kanadier nach einer Kapitalrunde in Höhe von 7 Mio. CAD für das laufende Programm durchfinanziert. Bestätigen die laufenden Bohrungen die bisherigen Schätzungen, könnte das Unternehmen eine strategische Rolle beim Aufbau einer unabhängigen Antimonversorgung in Nordamerika spielen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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