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08.04.2021 | 05:10

Aurelius, Deutsche Rohstoff, Mutares – Leuchttürme

  • Investments
  • Rendite
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Was haben Leuchttürme mit Investitionsentscheidungen zu tun? Leuchttürme dienen Seefahrern seit jeher zur Positionsbestimmung, um u.a. Gefahren und Untiefen zu vermeiden. Geschichtsschreiber benennen den ägyptischen Pharos von Alexandria als den ältesten Leuchtturm der Welt. Überträgt man die wichtige Orientierungsfunktion auf Anlageentscheidungen, so können renommierte Investoren diese Leuchttürme darstellen. Wir stellen Ihnen nachfolgend drei Unternehmen vor, die als Holding oder Beteiligungsgesellschaft mehrfach einen guten Riecher bewiesen haben.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DE000A0XYG76 , DE000A0JK2A8 , DE000A2NB650

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Inhaltsverzeichnis:


    AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES – 3 Akquisitionen in wenigen Wochen

    Die Aurelius-Aktie konnte in den letzten Wochen den Aufwärtstrend fortsetzen. Aktuell notierten die Anteilsscheine mit rund 29 EUR auf Jahreshoch, womit die Gesellschaft rund 870 Mio. EUR auf die Börsenwaage bringt. Die niedrigen Kurse in den letzten Monaten nutzten die Münchner für den Rückkauf eigener Aktien (3,16% des Grundkapitals).

    Erst Anfang März teilte CEO Matthias Täubl dem Kapitalmarkt mit, dass er 2021 von deutlich mehr Transaktionen ausgehe als im Vorjahr und noch in Q1 eine Vollzugsmeldung vermelden wolle. Gesagt, getan - wenige Tage später wurde die Akquisition der HÜPPE GmbH, einem führenden europäischen Anbieter von Badezimmerausstattung bekannt gegeben, der 2020 einen Umsatz von 70 Mio. EUR erwirtschaftete. Anfang April folgte die Übernahme von AutoRestore Limited, dem führenden Anbieter von mobilen Unfallreparaturdiensten in Großbritannien. Zudem meldete die BPG Building Partners Group GmbH, eine Konzerntochter von Aurelius, die Übernahme der GSB Gerüstbau Bobenheim-Roxheim GmbH mit einem Umsatz von 8 Mio. EUR als Add-on Akquisition

    Angesichts dieser Reihe von guten Unternehmensmeldungen ist es also kein Wunder, dass der kurs in den letzten Wochen zulegen konnte. Zum Vergleich: im ganzen letzten Jahr hat Aurelius lediglich 6 Übernahmen vollzogen. Im laufenden Geschäftsjahr will Aurelius 1 EUR je Aktie an die Anteilseigner auskehren. In den beiden Folgejahren soll die Ausschüttung um jeweils 0,25 EUR ansteigen.

    DEUTSCHE ROHSTOFF AG - Gutes Jahr voraus

    Die Deutsche Rohstoff AG identifiziert, entwickelt und veräußert attraktive Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Seit längerer Zeit bildet die Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit. Oft verkannt werden die Mining-Projekte und Beteiligungen, die der Konzern im Portfolio hält. Opportunistisch agierend, bewies die Deutsche Rohstoff in der Vergangenheit gutes Timing bei der Veräußerung von Goldprojekten und US-Öl-Projekten.

    Den guten Riecher haben die Mannheimer erneut unter Beweis gestellt. Mitte März veröffentlichte die Gesellschaft, man habe mit dem Investmentportfolio bisher in Q1 einen Gewinn in Höhe von 8,2 Mio. EUR realisiert. Im Zuge der Covid-Pandemie hatte die Deutsche Rohstoff ein Portfolio aus Aktien und Anleihen in Öl- und Goldtiteln aufgebaut und dies nun teilweise veräußert. Zusätzlich bestehen noch unrealisierte Gewinne in Höhe von 3,8 Mio. EUR.

    Zudem meldete die Gesellschaft eine hohe Wertsteigerung des Öl-Portfolios auf 211,6 Mio. USD. Am 31. Dezember 2020 lag deren aufgrund der deutlich niedrigeren Preise lediglich bei 128,8 Mio. USD. Angesicht dieser beiden erfreulichen News, sollten die Aktionäre die schlechten 2020er Zahlen, die rot gefärbt waren wieder schnell vergessen.

    MUTARES SE – Dividende von 7% winkt im Mai

    Mutares erwirbt ertragsschwache Unternehmen bzw. Unternehmensteile, die nicht mehr zum Kerngeschäft eines Konzerns gehören und daher herausgelöst werden oder bei denen im Zuge der Unternehmensnachfolge eine Veräußerung sinnvoll ist. Dabei stehen europäische Unternehmen mit einem Umsatz von 50 Mio. bis 500 Mio. EUR auf der Einkaufsliste. Diese sollen über ein hohes Entwicklungspotenzial, ein etabliertes Geschäftsmodell und eine bekannte Marke verfügen. Fokusbranchen sind Automotive & Mobility, Engineering & Technology und Goods & Services.

    Der verfolgte Ansatz von Mutares ist langfristig. Die erfolgreiche Restrukturierung ist lediglich der erste Schritt. Als aktiver Beteiligungsmanager werden ständig Wachstumsmöglichkeiten evaluiert, auch in Bezug auf Add-on-Akquisitionen im Rahmen einer fokussierten Buy and Build Strategie. Die Investmentstrategie ist charakteristisch für eine Private-Equity Gesellschaft und klar auf die Wiederveräußerung der akquirierten mittelständischen Unternehmen fokussiert. Dabei liegt die Performance-Messlatte sehr hoch. Mutares will das 7 bis 10fache des investierten Kapitals beim Exit verdienen. Dadurch, dass auch der Vorstand einen signifikanten Anteil am Unternehmen hält und somit gleich gerichtete Interessen herrschen, können Anleger davon ausgehen, dass keine exzessiven Risiken zur Erreichung der Renditeziele eingegangen werden.

    Nach vorläufigen Zahlen wurde Im Geschäftsjahr 2020 mit über 12.000 Mitarbeitern weltweit in der Gruppe ein konsolidierter Jahresumsatz von rund 1,6 Mrd. EUR erzielt. Dieser soll bis 2023 fast verdoppelt werden (3,0 Mrd. EUR). Mutares lässt die Aktionäre am Erfolg in Form von Dividenden partizipieren. Die Dividende besteht dabei aus einer dauerhaften Komponente (1 EUR) und einer Performance-Dividende. Im Mai wird eine Gesamt-Dividende in Höhe von 1,50 EUR ausgeschüttet. Bei einem aktuellen Kurs von knapp 22 EUR entspricht das einer Rendite von fast 7%. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 340 Mio. EUR ist die Gesellschaft immer noch günstig bewertet. Anleger sollten sich den Titel als gute Beimischung ins Depot legen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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