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24.01.2022 | 05:08

Barrick Gold, Prospect Ridge Resources, Glencore – Der Startschuss ist gefallen!

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Bildquelle: pixabay.com

Mit der Veröffentlichung von Quartalsergebnissen in der letzten Woche und dem Erreichen der Gesamtjahresziele konnte die Aktie des zweitgrößten Goldproduzenten Barrick zulegen. Dies beflügelte auch den gesamten Sektor. Außerdem stützt der Goldpreis, der mit einem Niveau von 1.830 USD die Marke von 1.800 USD gehalten hat. Die Perspektiven für Investments in Goldaktien bleiben gut.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , Prospect Ridge Resources Corp. | CA74358Q1054 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64

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Inhaltsverzeichnis:


    Bill Guy, Chairman, Theta Gold Mines Limited
    "[...] Sowohl die Geologie als auch die Infrastruktur rund um das Projekt sorgen für eine äußerst attraktive Kostenstruktur. Wir gehen davon aus, dass wir zu 50% des aktuellen Goldpreises produzieren können. [...]" Bill Guy, Chairman, Theta Gold Mines Limited

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    Barrick Gold – Ziele erreicht

    Auch wenn Zinserhöhungen in diesem Jahr zu erwarten sind, spricht die hohe Bewertung an den Aktienmärkten, insbesondere im Technologiebereich und die Korrektur bzw. hohe Volatilität der Krypto-Währungen sowie das inflationäre Umfeld für das Edelmetall. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Gold - und damit auch Aktionäre von Goldaktien - im Zuge einer Branchen-/Asset-Rotation ein gutes Jahr erwartet.

    Im vierten Quartal produzierten die Kanadier nach vorläufigen Daten 1,2 Mio. Unzen Gold und konnten damit die untere Marke der in Aussicht gestellten Spanne (4,4 bis 4,7 Mio. Unzen) für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 4,44 Mio. Unzen knapp überspringen. Auf der Kostenseite kam es zu einer positiven Überraschung. Die All-in Sustaining Costs (AISC), d.h. die Produktionskosten pro Unze, sanken um einen mittleren einstelligen Prozentsatz gegenüber dem dritten Quartal. Bei der Kupferproduktion, welche im Schlussquartal 126 Mio. Pfund betrug, profitierte der Konzern von deutlich höheren Preisen.

    Die Aktie ist weiterhin moderat bewertet. Analysten trauen den Anteilsscheinen im Durchschnitt ein Kurspotenzial von 40% zu. Am 16. Februar veröffentlichen die Kanadier die endgültigen Zahlen für 2021. Mit Spannung erwarten wir einen konkreteren Ausblick für das laufende Geschäftsjahr.

    Prospect Ridge Resources – Wird das „Goldene Dreieck“ 2022 größer?

    Nach entscheidenden Weichenstellungen im letzten Jahr, sollte es dem Goldexplorer 2022 durch Projektfortschritte gelingen, seine Anteilseigner glücklich zu machen. Das Unternehmen tätigte zwei bedeutende Akquisitionen mit den Liegenschaften Holy Grail und Knauss Creek. Die Liegenschaften mit einer Fläche von über 80.000 Hektar sind im Norden von British Columbia lokalisiert und grenzen im sogenannten „Goldenen Dreieck“ an, welches zahlreiche Minen beherbergt. Die Kanadier sehen mit den Neuzugängen das Potenzial, die Grenzen des Goldenen Dreiecks auf diese große, noch nicht erforschte Region auszudehnen.

    Auf den beiden Liegenschaften wurden insgesamt sechs Zonen mit sichtbarem Gold identifiziert. Neue vorläufige Ergebnisse zeigten Gehalte von bis zu 117 g/t Gold und 4740 g/t Silber. Nach Unternehmensangaben soll in den kalten Monaten mit den Schürfungen fortgefahren werden. Im Frühjahr wird das neue Bohrprogramm gestartet, dafür hat die Gesellschaft bereits vier Ziele definiert.

    Hieraus ist spannender Newsflow zu erwarten. Zudem steht noch die Hälfte der Untersuchungsergebnisse aus dem vergangenen Jahr aus. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil des Projekts ist die gute infrastrukturelle Anbindung mit Highways, Eisenbahnlinien, Hochspannungsleitungen und Forststraßen. Schon länger ist Prospect Ridge Resources auch in der Provinz Quebec aktiv. Das Projekt Galinee besteht aus 15 zusammenhängenden Mineralien-Claims mit einer Fläche von rund 839 Hektar.

    Um den Expansionsmodus fortzusetzen, sicherte sich die Gesellschaft im vergangenen Dezember im Rahmen einer Kapitalerhöhung Bruttoerlöse in Höhe von fast 1,3 Mio. CAD zu einem Aktienkurs von 1 CAD. Damit haben die Kanadier derzeit 5,2 Mio. CAD auf dem Bankkonto. Auch der Timing-Faktor macht die Aktie interessant. Die Anteilsscheine haben in den letzten Wochen ohne nachvollziehbare Gründe die Hälfte verloren. Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 30 Mio. CAD.

    Glencore – Erfolg auf ganzer Linie

    Während sich viele Gesellschaften von ihren „schmutzigen“ Energieträgern wie Öl, Gas oder Kohle verabschieden, bleibt Glencore seiner Strategie eines breit diversifizierten Rohstoff-Portfolios treu und hält dankbar auf der Käuferseite die Hand auf. Zuletzt erwarben die Schweizer von BHP und Anglo American die verbleibenden Anteile der kolumbianischen Kohlemine Cerrejon und kamen deutlich günstiger als gedacht zum Zug.

    Mit großer Spannung richten sich die Augen auf die nächsten Ergebnisveröffentlichungen. Am 2. Februar wird Glencore Eckdaten des Schlussquartals bekannt geben und dann am 15. Februar die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres vorlegen. Im Markt ist die Erwartungshaltung sehr hoch, nichts weniger als Rekordergebnisse wollen die Börsianer sehen. Und dieser Optimismus lässt sich auch am Aktienkurs ablesen. Die Anteilsscheine notieren auf Zehnjahres-Hoch, womit die Gesellschaft aktuell einen Börsenwert von 73 Mrd. USD aufweist.

    Glencore ist spezialisiert auf die Produktion und den Vertrieb von Metallen, Mineralien und Erdölprodukten, vor allem für die Automobil-, Stahl- und Lebensmittelindustrie. Mit 2/3 am Nettoumsatz spielen Erdölprodukte, Koks und Kohle die entscheidende Rolle. Hier konnten die Schweizer von stark steigenden Preisen in den letzten Quartalen profitieren. Ebenso spielten die anziehenden Notierungen bei Metallen und Mineralien wie Aluminium, Zink, Kupfer, Nickel und Kobalt, die für rund ein Viertel der Nettoerlöse stehen, dem Konzern in die Karten.


    Befinden wir uns schon in einem neuen Rohstoff-Superzyklus oder ergeben sich derzeit lediglich selektive Chancen? Unabhängig davon welche Meinung man vertritt: kurz- und mittelfristig sollten Anleger sich auf der Käuferseite bei Rohstoffen befinden. Wer mit einer Aktie ein großes Spektrum abdecken will, für den ist Glencore die richtige Wahl. Für fokussierte Goldinvestments bietet sich Schwergewicht Barrick an. Wer bereit ist, ein höheres Risiko beim einem Explorer einzugehen, welches auf der anderen Seite mit großen Chancen verbunden ist, für den ist Prospect Ridge eine Überlegung wert.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Die Weltbörsen taumeln, ein weiterer Sell-off konnte bisher jedoch vermieden werden. Stärke zeigt auch das deutsche Börsenbarometer DAX. Nach einem weiteren Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke bei 14.000 Punkten konnte diese deutlich zurückgewonnen werden. Nun wartet ein wichtiger, seit Anfang des laufenden Börsenjahres ausgebildeter Abwärtstrend. Sollte dieser durchbrochen werden, dürfte eine deutlichere Erholung stattfinden und für weitere Entlastung sorgen. Ähnlich positiv sieht die Entwicklung bei vielen Einzelaktien aus. Nach stärkeren Korrekturen zeigen die Kursrichtungen wieder Richtung Norden.

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    Die Situation bei Gold ist im Moment mehr als paradox. Auf der einen Seite wütet der Ukraine-Krieg mit der Gefahr einer Ausweitung auf andere Länder. Dazu springen die Inflationsraten auf Niveaus, die die Welt seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen hat. Als Sahnehäubchen behindern die No-Covid-Lockdowns in China die eh schon verworrenen Lieferketten. Gold müsste demnach explodieren. Jedoch sieht die Realität anders aus. Das gelbe Edelmetall kämpft aktuell um die Marke bei 1.800 USD je Unze. Langfristig dürfte sich die Krisenwährung durchsetzen und ihren Weg über neue Höchststände bahnen.

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    • Batterien
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    • Kupfer
    • Gold
    • Silber
    • Energie
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    Immer mehr Menschen erhalten Zugang zu Elektrizität. Um das zu ermöglichen benötigt man Kupfer, denn das Industriemetall kann den Strom am besten leiten. Durch den Umbruch in der Energiewirtschaft hin zu Erneuerbaren Energien und durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen kommt es zu einer steigenden Nachfrage. Das Angebot kann da nicht Schritt halten. Obwohl 2021 die Kupferproduktion um 2,2% gestiegen ist, liegt man damit nur 0,3% über dem Vor-Corona-Niveau. Das erklärt den deutlich gestiegenen Kupferpreis und man kann auch 2022 von einem Angebotsdefizit ausgehen. Wir sehen uns drei Unternehmen für die Elektrifizierung von morgen an.

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