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23.02.2026 | 05:00

Reserven am Limit: Warum Newmont und Barrick Mining auf Entwickler wie Lahontan Gold angewiesen sind

  • Gold
  • Ressourcen
  • PEA
  • Übernahmepotenzial
Bildquelle: KI

Der Goldpreis notiert auf neuen Höchstständen, getrieben durch eine weltweite Schuldenlast von über 340 Billionen USD und die Entwertung von Fiat-Währungen. Analysten von JPMorgan prognostizieren bis Ende 2026 einen Durchschnittspreis von 5.055 USD pro Unze. In diesem Marktumfeld verzeichnen Goldminenbetreiber Umsatz- und EBITDA-Zuwächse. Dennoch stehen die Produzenten vor einem massiven Problem: Sie fördern das Edelmetall schneller, als sie neue Vorkommen entdecken können. Die Beschaffung neuer Ressourcen in verlässlichen Jurisdiktionen ist zur operativen Überlebensfrage für die Akteure der Branche geworden. Wir stellen einen vielversprechenden Wert vor, der 2026 große Fortschritte machen will.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014

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Inhaltsverzeichnis:


    Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.
    "[...] Wir haben mit über 440 km² eines der größten Landpakete aller Nichtproduzenten im Gürtel aufgebaut und bis heute mehr als 25 Goldentdeckungen auf dem Grundstück erzielt, wobei fünf dieser Entdeckungen insgesamt etwa 1,1 Millionen Unzen Goldressourcen umfassen. [...]" Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.

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    Newmont und Barrick müssen nachlegen

    Branchenführer wie Newmont und Barrick Mining konzentrieren sich auf eine Tier-1-Strategie, die Minen mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren erfordert. Newmont hat durch den Verkauf von Nicht-Kern-Aktiva bis Anfang 2026 rund 4,5 Mrd. USD an Nettoerlösen generiert. Trotz eines bereinigten Gewinns von 2,52 USD je Aktie im vierten Quartal 2025 sanken die nachgewiesenen Goldreserven des Konzerns zum Jahresende auf 118,2 Mio. Unzen, was den Druck zur Ressourcenerneuerung drastisch erhöht. Barrick Mining fokussiert sich auf den Bundesstaat Nevada, investiert dort in die Exploration des Fourmile-Projekts und plant einen Börsengang für seine nordamerikanischen Gold-Assets. Um die schwindenden Reserven aufzufüllen und den Förderkosten von 1.637 USD pro Unze bei Barrick entgegenzuwirken, sind diese Produzenten zwingend auf die Akquisition von Junior-Unternehmen angewiesen.

    Die Geologie der Walker Lane und die Santa Fe Mine

    In diesem Spannungsfeld positioniert sich Lahontan Gold als Entwickler im Westen der USA. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Walker Lane in Nevada, eine geologische Zone, die für Gold- und Silbervorkommen bekannt ist. Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht die Reaktivierung der Santa Fe Mine, die in der Vergangenheit über 340.000 Unzen Gold und 700.000 Unzen Silber produzierte. Lahontan kontrolliert in diesem Gebiet ein 28,3 Quadratkilometer großes Landpaket, das fünf separate Lagerstätten einer sedimentgebundenen Disseminated-Gold-Formation umfasst. Diese Geologie wird von der Luning-Formation mit Trias-Kalkstein dominiert, wobei die Mineralisierung durch Verwerfungen wie die Santa Fe Fault geprägt ist. Die Kombination aus historischer Förderung und bekannten Verwerfungsstrukturen minimiert das geologische Risiko für den weiteren Ausbau.

    Die aktuelle Ressourcenschätzung von Oktober 2024 untermauert das wirtschaftliche Fundament des Projekts in Nevada. Insgesamt weist die Schätzung 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent aus, davon rund 1,5 Mio. Unzen in der Kategorie Measured & Indicated. Besonders wertvoll für die Abbauökonomie sind die oberflächennahen Oxid-Ressourcen, die eine kostengünstige Haufenlaugung ermöglichen sollen. Allein in der Indicated-Kategorie lagern 640.000 Unzen Oxid-Goldäquivalent (Gold und Silber) mit einem Gehalt von 0,68 Gramm pro Tonne. Solche Oxid-Systeme entsprechen exakt dem Profil, nach dem große Produzenten suchen, um ihre eigenen Förderkosten zu senken und die Produktion ohne komplexe Verarbeitungsanlagen schnell hochzufahren.

    Explorationserfolge und niedrige Investitionskosten

    Zusätzlich treibt Lahontan Gold die Exploration auf Satellitenprojekten voran, um die bestehende Ressourcenbasis zu erweitern. Das Projekt West Santa Fe entwickelt sich durch jüngste Bohrungen zu einem zentralen Werttreiber. Im Februar 2026 veröffentlichte das Unternehmen Resultate, die im Bohrloch WSF25-03R einen Abschnitt von 41,2 Metern mit 1,94 Gramm pro Tonne Goldäquivalent ab einer Tiefe von 15,2 Metern aufzeigten. Diese Resultate bestätigen ein oberflächennahes Oxid-System, das das Potenzial zu einer Millionen-Unzen-Lagerstätte aufweist und künftig als Satelliten-Operation in den Gesamtminenplan integriert werden soll. Auch auf dem York-Vorkommen verzeichnet das Unternehmen handfeste Fortschritte, wo Bohrungen im Dezember 2025 Abschnitte mit 114,3 Metern und 0,32 Gramm pro Tonne Gold zeigten.

    Die ökonomische Tragfähigkeit der Santa Fe Mine wird durch die vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) belegt. Bei einem Basis-Goldpreis von 2.705 USD pro Unze errechnet die Studie einen internen Zinsfuß (IRR) von 34,2 % nach Steuern, einen Nettobarwert (NPV 5 %) von 200 Mio. USD und eine Amortisationsdauer von 2,9 Jahren. Eine Sensitivitätsanalyse verdeutlicht die Hebelwirkung des Projekts: Steigt der Goldpreis auf 4.000 USD, was in etwa dem aktuellen Niveau entspricht, springt der IRR auf 66,6 % und der Nettobarwert auf 471,6 Mio. USD. Ein operativer Vorteil von Lahontan Gold sind die anfänglichen Investitionskosten von lediglich 135 Mio. USD. Das Projekt stützt sich auf eine historisch bestehende Infrastruktur, die ein eigenes Umspannwerk, ganzjährig befahrbare Straßen und gesicherte Wasserrechte umfasst.

    Bewertung und strategisches Übernahmepotenzial

    Derzeit durchläuft Lahontan Gold die staatlichen Genehmigungsverfahren im Bundesstaat Nevada. Im Dezember 2025 erhielt das Unternehmen die Erlaubnis für den Explorationsplan über 12,2 Quadratkilometer, während die Beckenstudien für den finalen Minenbetrieb auf Hochtouren laufen. Um die strikten Vorgaben der Regulierungsbehörden zu erfüllen, untersucht das Unternehmen alte Haufenlaugungspads mit modernen Bohrverfahren, um verbliebene 100.000 bis 150.000 Unzen Gold zu recyceln. Zusätzlich setzt Lahontan auf KI-gesteuerte geologische Modellierung und Satellitenüberwachung, um Explorationskosten um bis zu 80 % zu senken und Eingriffe in die Erdoberfläche auf ein Minimum zu reduzieren. Um den Zugang zu institutionellem Kapital zu verbreitern, bereitet das Management um CEO Kimberly Ann für 2026 eine Notierung an der New York Stock Exchange vor.

    Aus Bewertungssicht notiert Lahontan Gold mit einem massiven Abschlag gegenüber dem gesamten Sektor. Im Februar 2026 betrug die Marktkapitalisierung 89,9 Mio. CAD bei einem Aktienkurs von 0,26 CAD und Barmitteln in Höhe von 5,4 Mio. CAD. Mit einem Unternehmenswert von 33,23 USD pro Unze der Ressource bietet die Aktie einen extremen Bewertungsabschlag zum derzeitigen Goldpreis. Preisprognosen von Analysten geben Kursziele von 0,56 bis 0,58 CAD aus, was einem Aufwärtspotenzial von über 100 % entspricht. Durch die Kombination aus bewiesenen Oxid-Ressourcen in der Jurisdiktion Nevada, der vorhandenen Infrastruktur und der akuten Ressourcennot der Produzenten positioniert sich Lahontan Gold als logisches Übernahmeziel im laufenden Konsolidierungsprozess der Branche.

    Positive Entwicklung - welche Impulse können die bevorstehenden Meilensteine der Aktie von Lahontan geben?

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Rückenwind durch gute Rahmenbedingungen und volle Kassen bilden die Basis für Kursteigerungen. Diese Formel gilt für alle drei genannten Gesellschaften. ASTA Energy Solutions kann mit dem kürzlich durchgeführten IPO und frischen Mitteln stark von dem Megatrend der Energiewende profitieren. Hohe Goldpreise lassen die Kassen bei Barrick klingeln. Der Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets wird zu einem weiteren Renditehebel. Gut durchfinanziert schreitet der kanadische Explorer Silver North Resources voran. Hochgradige Silberliegenschaften in Kanada werden forciert weiterentwickelt, was Mehrwerte für Aktionäre schafft. Der hohe Silberpreis stützt – eine einfache Rechnung.

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