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20.11.2025 | 03:00

Börse zeigt Schwerkraft! Black Friday-Preise für Plug Power, dynaCERT, Oklo und Nel ASA

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börse neigt zu leichten Korrekturen. Ist das der Anfang oder nur ein testen der Schwerkraft? Keiner weiß das so genau, denn am Markt regieren Maschinen. Sie generieren je nach Trend, Orderhäufigkeit und Tagesvolumen automatische Kauf- und Verkaufsorders. Aktuell scheint es so, dass die wenigen Verkäufe der Kleinanleger tatsächlich weiteres Abwärts-Momentum generieren. Dabei haben die Großen noch gar nicht an ihre Positionen gedacht. Für den Wasserstoff-Sektor sind die ernüchternden Ergebnisse des COP30 in Brasilien maßgeblich. Hier werden eher riskante Finanzierungs-Modelle diskutiert und ohne die USA scheint ein Schulterschluss kaum sinnvoll. Wo sollten Investoren sich stark machen?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , OKLO INC | US02156V1098 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

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Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT – Die Zukunft des emissionsarmen Transports ist jetzt

    Über das kanadische Technologie-Unternehmen dynaCERT hatten wir jüngst mehrmals berichtet. Mit dem internationalen Rollout nach Texas und Mexiko sind nun greifbare Fortschritte sichtbar. Alles dreht sich um die patentierte HydraGEN™-Technologie, mit der dynaCERT neue Maßstäbe bei der emissionsreduzierten Mobilität setzt. Die Technologie erzeugt Wasserstoff und Sauerstoff direkt am Motor durch Elektrolyse von Wasser, was den Dieselverbrauch um bis zu 8 % senkt und signifikant CO2- und NOX-Emissionen reduziert. HydraGEN™ verbessert die Verbrennung von Dieselkraftstoff durch Zugabe der Gase und sorgt für effizientere, sauberere Verbrennung mit weniger Schadstoffen. Das System findet bereits Anwendung in Nordamerika, Europa und anderen Regionen, unter anderem bei Spediteuren, in der Bergbauindustrie und im Hafenbetrieb. Jüngst konnte am Beispiel des französischen Hafens Rochefort gezeigt werden, dass selbst die Umrüstung von Hafenkränen zu deutlichen Emissions- und Kraftstoffeinsparungen führt.

    dynaCERTs Technologie erfüllt strenge Umweltvorgaben und wurde von der internationalen Zertifizierungsstelle Verra für Emissionsreduktionen zertifiziert. Der Marktdurchbruch zeigt sich aktuell durch neue Großaufträge, etwa in Mexiko, einem der größten Truck-Märkte weltweit. Dort kooperiert dynaCERT mit dem texanischen Distributor Hydrofuel Technologies, welcher 100 Einheiten der HydraGEN™-Technologie zur Auslieferung innerhalb eines Jahres bestellt hat. Klar ist: Mit Mexiko erobert man das Eingangstor zu Lateinamerika. dynaCERT vermeldet aber auch Projekte in Australien und Kanada, etwa bei Caterpillar-Haultrucks oder H2-Generatoren für extreme Umgebungen.

    Im Mai 2025 übernahm Bernd Krüper, mit langjähriger Industrieerfahrung, die Präsidentschaft von dynaCERT und verstärkte wichtige Partnerschaften, darunter mit Cipher Neutron im Bereich Elektrolysetechnologie. Jüngst wurde John Amodeo als neuer Finanzvorstand mit großer Expertise in globaler Unternehmensentwicklung bestellt, um das Wachstum und die internationale Expansion zu unterstützen. Das Unternehmen hat zudem 5 Mio. CAD frisches Kapital aufgenommen und ist jetzt an der US-Börse gelistet. Die Aktie ist sowohl in Deutschland als auch Kanada hochliquide handelbar und wird aktuell ohne rechten Grund mit einem deutlichen Bewertungsabschlag versehen. Dennoch: GBC Research erwartet 0,75 CAD, da bietet der aktuelle Kurs von 0,11 CAD eine Vervielfachung auf die nächsten 12 Monate. Einsammeln!

    Was sagen die Analysten von GBC zu den jüngsten Entwicklungen bei dynaCERT? Hier ein Interview von Lyndsay Malchuk mit Experte Matthias Greiffenberger.

    https://youtu.be/CgRYH2iNbUg

    Oklo – Was für ein Kurseinbruch

    Wirklich unter die Räder gekommen ist die SMR-Hoffnung Oklo, aus den USA. In wilder Euphorie über die Trumpschen Ankündigungen zur Revolution in der Kernenergie ging es seit April um sagenhafte 700 % im Kurs nach oben. Nach einer technischen Gipfelbildung von ca. 10 Tagen dann die Umkehr. Was war passiert? Es ist die Fülle der Projekte, die Oklo nun parallel anschieben möchte. Investoren hegen zunehmend Zweifel an der finanziellen Stemmbarkeit, denn für die komplette Umsetzung nur einer Anlage braucht es Fremdinvestoren, den Staat und öffentliche Förderprogramme um die Milliarden-Investitionen zu stemmen. Die Dynamik ist hoch. So steht z. B. die Erweiterung der Zusammenarbeit mit dem Idaho National Laboratory auf dem Plan, damit stärkt sich die F&E-Pipeline bei wichtigen Materialien und Brennstoffen. Die Auswahl für gleich drei DOE-Reaktor-Pilotprojekte signalisiert hohes politisches Vertrauen und beschleunigt die Realisierung der Aurora-Schnellreaktoren. Und schließlich könnte die geplante Co-Location mit Lightbridge bei der Brennstofffertigung erhebliche Synergien schaffen. Die jüngsten Fortschritte untermauern Oklo’s Ziel, eine robuste, inländische Brennstoffversorgung aufzubauen. Gleichzeitig adressiert das Unternehmen die regulatorischen Hürden durch Kooperationen mit staatlichen Stellen. Anleger haben offenbar nun doch kalte Füße bekommen und nahmen ihre erstmal Gewinne mit. Knallige 50 % Kursverlust auf 95 USD in nur 15 Handelstagen. Respekt!

    Plug Power und Nel ASA – Waren das falsche Ausbruchssignale?

    Der amerikanische Wasserstoff-Pionier Plug Power zeigt sich ebenso höchst volatil. Im NASDAQ-Rausch des Oktobers katapultierte es den Kurs von 1,90 auf 4,50 USD in rasender Geschwindigkeit nach oben. Dann kamen Q3-Zahlen nur im Rahmen der Erwartungen. CEO Andy Marsh versprühte zwar Optimismus für die nächsten Jahre, mahnte aber gleichzeitig die öffentlichen Institutionen an, ihre Investitionen in die alternativen Energien wie Wasserstoff zu beschleunigen. Wenig Neues gibt es hingegen vom COP30-Terffen in Brasilien. Einige Protagonisten hatten sich mehr Positionierung der wichtigsten Industriestaaten in diesem Thema erhofft. Aber schon durch die Abstinenz der US-Delegation reduziert sich das Treffen auf nur ca. 65 % der weltweiten Schadstoff-Emissionen. Mit der Ankündigung einer 375 Mio. USD Wandelanleihe erzeugt das PLUG-Management ebenso keinen großen Freudentaumel. Wegen der erneuten Verwässerung fiel der Titel gestern um weitere 14 % auf 1,86 USD. Damit ist der gesamte Anstieg aus dem Oktober nun wieder verfrühstückt. Schade, der technische Ausbruch hatte gut ausgesehen, nun gleicht das Chartbild eher der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Abwarten!

    Auch bei Nel ASA hatten die Q3-Zahlen nur kurzfristig positive Effekte. Nel erzielte Vertragsumsätze von 303 Mio. NOK, das war ein 17%iger Rückgang, aber das EBITA lag mit -37 gegenüber -90 Mio. NOK deutlich besser als im Vorjahr. Weiterhin drückt es den Ordereingang nach unten, was den gesamten Auftragsbestand um 47 % auf 984 Mio. NOK einbrechen lässt. Ein wenig beruhigend ist nur der Kassenstand, der sich zum Stichtag auf 1,8 Mrd. NOK summiert. Der Kurs sprang kurzeitig um 25 % auf 2,85 NOK landete gestern aber wieder bei 2,35 NOK. Ein Trauerspiel!

    In den letzten 3 Monaten konsolidierte der gesamte Sektor für alternative Energien und GreenTech. Technisch ist in den nächsten Tagen durchaus ein Überverkauft-Status erreicht, was Trader und Mittelfristanleger auf den Plan rufen sollte. Quelle: LSEG vom 19.11.2025

    Nach einer ausgiebigen Korrektur im GreenTech-Sektor ist nun wieder Raum für wachstumsstarke Technologie- und Nachhaltigkeitswerte. Während Branchengrößen wie Oklo, Plug Power oder Nel ASA eine anstrengende Skalierung vor sich haben, rückt dynaCERT mit seiner einzigartigen GreenTech-Lösung verstärkt in den Fokus. Das Unternehmen verbindet Klimaschutz mit Effizienzsteigerung in Mobilität und Industrie.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 02.04.2026 | 04:15

    Ölpreis-Schock als Chance: 100 % mit Nel ASA, A.H.T. Syngas und Plug Power

    • Alternative Energien
    • Klimawende
    • Wasserstoff
    • Syngas
    • Öl und Gas

    Tägliche neue Wasserstandsmeldungen zu den Fortschritten der Iran-Zähmung. Eigentlich hat Präsident Donald Trump bereits alle Kriegsziele erreicht wie er selbst behauptet, die Iraner sind aber für eine besiegte Nation noch erstaunlich selbstbewusst und trotzen der medialen Kommentierung ihrer Gesprächsbereitschaft. Derweil hat die Bundesregierung ein Benzinpreis-Gesetz auf den Weg gebracht. Seit dem 1. April ist das Maßnahmenpaket zur Preisdämpfung wirksam, um gegen die vielen täglichen Preiserhöhungen an den Tankstellen vorzugehen. Künftig ist eine Anpassung nur einmal täglich um 12:00 Uhr möglich, senken hingegen ist jederzeit erlaubt. Das Gesetz wurde nach einer gängigen Praxis in Österreich entworfen und soll mehr Transparenz und Stabilität liefern. Der Effekt gestaltete sich gestern jedoch anders: Obwohl der Brent-Spotpreis zu Mittag um 7 % tiefer lag und auch der EUR gegenüber dem USD zulegte, stiegen die Preise für Diesel in Deutschland auf ein neues Rekordhoch von über 2,30 EUR je Liter. Für Private wird es Zeit umzudenken, alternative Energien gibt es zuhauf. Wir schaffen einen Überblick.

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    Kommentar von Nico Popp vom 31.03.2026 | 05:00

    Resilienz in der Logistik: Daimler Truck und Nel sinnieren über Wasserstoff-Zukunft – dynaCERT baut die Brücke

    • Wasserstoff
    • Logistik
    • Übergangstechnologie

    Der Logistiksektor steht vor großen Herausforderungen, die zeigen, wie groß die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist. Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus haben die Energiemärkte erschüttert und zu steigenden Preisen bei Mineralölprodukten und deren Derivaten geführt. Besonders alarmierend ist die Preisexplosion bei Diesel, dem primären Kraftstoff für den weltweiten Schwerlastverkehr. An der Londoner Börse verzeichnete Diesel laut aktuellen Marktdaten seit Ende Februar 2026 einen Preissprung von etwa 27 Cent pro Liter. Die ökonomischen Konsequenzen sind enorm: Simulationen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigen, dass ein dauerhafter Ölpreis von 100 USD pro Barrel zu einem realen wirtschaftlichen Schaden von etwa 40 Mrd. EUR über zwei Jahre führen könnte. Wasserstoff wird in diesem Umfeld nicht mehr nur als Instrument für mehr Nachhaltigkeit gesehen, sondern als Voraussetzung für Resilienz in Energiefragen. In diesem Transformationsprozess ergänzen sich die Geschäftsmodelle von Daimler Truck, Nel ASA und dynaCERT. Wir analysieren die Lösungen, die von weitreichenden Visionen für die Zukunft der Mobilität bis hin zu sofortiger Effizienzsteigerung bei schweren Motoren reichen.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 18.03.2026 | 05:40

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    Wenn geopolitische Krisen den Ölpreis explodieren lassen und Brüssel gleichzeitig die CO2-Schraube für LKW anzieht, gerät die Transportbranche gewaltig unter Druck. Die Kombination aus kriegsbedingten Versorgungsängsten und strengen EU-Klimavorgaben katapultiert alternative Antriebe schlagartig in die wirtschaftliche Pole-Position. Während Batterie-LKW im Verteilerverkehr punkten, erlebt die Brennstoffzelle auf der Langstrecke ihre Renaissance. In diesem Spannungsfeld rücken drei Akteure ins Rampenlicht, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette positioniert sind: Der norwegische Elektrolyseur-Spezialist Nel ASA, der Cleantech-Spezialist Pure One und der Nutzfahrzeug-Gigant Daimler Truck.

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