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14.09.2021 | 04:44

BYD, Eurosports Global, NIO – Die Shooting-Stars der Elektro-Mobilität

  • E-Mobilität
Bildquelle: pixabay.com

Nach einer Studie von McKinsey & Company von Anfang 2020 haben 51% der befragten Deutschen beim letzten Autokauf ein Elektroauto ernsthaft in Erwägung gezogen, doch nur 3% von ihnen haben sich tatsächlich für einen Kauf entschieden. Als Grund für den Verzicht nannten 36% die Unsicherheiten gegenüber der Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Batterie sowie flächendeckende Lademöglichkeiten. Bis Ende 2020 waren nach Abgaben des Kraftfahrtbundesamts 589.752 elektrisch angetriebene Pkws in Deutschland zugelassen: 309.083 reine Elektrowagen, 279 861 Plug-in-Hybrid-Autos und 808 Pkws mit Brennstoffzellen. Die anvisierte Million wurde also deutlich verfehlt, dennoch läuft das Jahr 2021 bislang sehr dynamisch. Die Zahl der Nicht-Verbrenner stieg bislang um mehr als 140%. Wir stellen drei interessante E-Player vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: EuroSports Global | SG2G55000001 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Als One-Stop-Shop bestens positioniert

    Wenn wir uns mit Elektromobilität befassen, dann kommt man an dem Pionier „Build your Dreams“ (BYD) nicht vorbei. Seit einigen Jahren von der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway protegiert, wächst das Unternehmen mit großen Schritten in die Zukunft. Die gute Positionierung resultiert nicht zuletzt aus der breiten Aufstellung. Seit Jahren kommen bei dem chinesischen Konzern alle wichtigen Bauteile aus einer Hand.

    Als Batteriehersteller gestartet, brachte BYD einige Jahre später eigene Autos auf der Straße und beweist in der Konfiguration eine hohe technologische Kompetenz. Wer in Zeiten unterbrochener Lieferketten selbst zu 100% produzieren kann, hat gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung. Durch die integrierten Produktionsstandorte geschieht die Herstellung auch zu vernünftigen Preisen. Klarer Vorteil gegenüber anderen Herstellern sind eigene Chips sowie gute Ausstattungs-Features und Reichweiten, denn der Kauf eines Stromers scheitert oft am Argument Reichweite und Flexibilität.

    Die bereits gut gelaufene BYD-Aktie hat sich nun wiederholt den Kopf an der 30 EUR-Marke gestoßen. Wenn diese Linie nicht überwunden werden kann, droht ein charttechnischer Rückschlag bis zur Auffanglinie bei etwa 25 EUR oder darunter, denn schon im Mai ging es einmal auf 15 EUR.

    EuroSports Global Ltd. – Im Herbst beginnt der Rollout

    Schnelle und wendige E-Motorräder gibt es demnächst von der Eurosports Global Ltd. aus Singapur. Es handelt sich dabei um zweirädrige Fahrzeuge in modernster Auflage, im dritten Quartal sollen die ersten Stücke offiziell vorgestellt werden. Über die Holding Eurosports Global besitzt das Unternehmen 75% an der in 2021 gegründeten Tochter Scorpio Electric Ltd., die durch verschiedene Finanzierungsschritte noch zu 25% in der Hand von Beteiligungsunternehmen liegt.

    Neben dem neuen Sektor betreibt die Eurosport Holding seit Jahren einen funktionieren Handel mit Sportwagen der Luxusklasse und anderen High End Artikeln. Das neue Segment der Design-Flitzer passt daher sehr gut ins Programm. Man möchte für seine Kundschaft einen nachhaltigen Fahrspaß mit Stromantrieb bieten, die übervölkerten Städte Asien werden diesen Schritt zur Luftverbesserung begrüßen. Während E-Motorräder in China schon fest in den Nahverkehr integriert sind, liegen die Marktanteile in Europa und in den USA noch im einstelligen Bereich. Dies bietet für EuroSports Global eine herausragende Chance mit günstigen Preisen und überzeugender Funktionalität gegenüber den Verbrenner-Modellen zu punkten.

    Nach starken Anstiegen korrigiert die Aktie etwas. Das Management nutzt diese Gelegenheit aber für gezielte Aktienrückkäufe. Bereits knapp 6 Mio. Aktien sind so zu Kursen um 0,20 SGD erworben worden. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 54,3 Mio. SGD, der Wert wird neben Singapur auch in Frankfurt gehandelt. Mit dem anstehenden Markteintritt dürfte die Aktie stark gefragt sein.

    NIO – Große Ankündigungen auf der IAA

    Nio hat seine Anfang dieses Jahres in China vorgestellten vollelektrischen Limousinen zum ersten Mal auch für Deutschland und Europa angekündigt. In China ist die Positionierung im hochpreisigen SUV-Markt bereits gelungen. Natürlich ist das Unternehmen noch ein Stück davon entfernt, sich den Premium-Herstellern ernsthaft in den Weg zu stellen, aber der Preisunterschied von bis zu 35% macht den einen oder anderen Konsumenten schon mal neugierig.

    Denn die technischen Daten sprechen für sich: Der NIO ET7 bringt mit seinem Allradantrieb satte 653 PS auf die Straße und das mit einer Reichweite von bis zu 1.000 km, wenn die größte Batterie mit 150 kWh verbaut ist. Im eigenen Land zieht Nio bereits ein eigenes Ladenetzwerk hoch und punktet mit seinem innovativen Akku-Wechsel-Konzept. Nio bestätigte auf der IAA, dass der ET7 das erste Modell sein wird, das Ende 2022 in Deutschland auf den Markt kommen wird, in Norwegen vertreibt das Unternehmen bereits das Modell ES8.

    Für Investoren etwas abschreckend könnte jedoch der hohe Aktienkurs sein: Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell knapp 42 Mrd. USD für rollierende 12-Monats-Erlöse von 4 Mrd. USD. Damit wird Nio mit dem 10-fachen des Jahresumsatzes bewertet. In den letzten Wochen hat die Aktie zwar um 30% korrigiert, dennoch kommt BYD gerade einmal auf ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 3.


    Die hier vorgestellten Unternehmen bedienen allesamt den aufstrebenden Markt der Elektromobilität. Build Your Dreams (BYD) ist ein bekannter Standardwert, Nio ist sehr dynamisch und strebt innovativ auf den Markt. Als Großaktionär des Motorradherstellers Scorpio ist die EuroSports Global Holding eine interessante Beimischung aus dem boomenden Sektor.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Die schwarz-rote Bundesregierung plant, zum Jahresbeginn 2026 ein neues Förderprogramm für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride aufzulegen. Die Unterstützung richtet sich vor allem an Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen, um ihnen den Wechsel zur Elektromobilität zu erleichtern. Der Basiszuschuss soll bei rund 3.000 EUR liegen und kann sich durch Kinderzuschläge und einem Bonus bei sehr niedrigem Einkommen auf maximal 4.000 EUR steigern. Gefördert werden nur Fahrzeuge, deren Netto-Listenpreis die 45.000 EUR-Marke nicht überschreitet, wodurch höherpreisige Modelle außerhalb des Programms bleiben. Begünstigt werden sowohl Kauf als auch Leasing von rein elektrischen Pkw (BEV) sowie laut bisherigen Medienberichten auch von Plug-in-Hybriden. Parallel dazu soll die bestehende Kfz-Steuerbefreiung für vollelektrische Fahrzeuge verlängert werden, maximal jedoch für 10 Jahre und mit Horizont bis Ende 2035. Das Pendel schlägt also in Richtung der E-Auto-Hersteller und nötiger Zulieferer. Jetzt ist die Zeit für den Einstieg!

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