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10.12.2025 | 04:15

E-Mobilität in 2026 durch die Decke? BYD einsammeln, Graphano stark im Auftrieb und Chart-Ausbruch bei Mercedes-Benz!

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Bildquelle: pixabay.com

Die schwarz-rote Bundesregierung plant, zum Jahresbeginn 2026 ein neues Förderprogramm für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride aufzulegen. Die Unterstützung richtet sich vor allem an Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen, um ihnen den Wechsel zur Elektromobilität zu erleichtern. Der Basiszuschuss soll bei rund 3.000 EUR liegen und kann sich durch Kinderzuschläge und einem Bonus bei sehr niedrigem Einkommen auf maximal 4.000 EUR steigern. Gefördert werden nur Fahrzeuge, deren Netto-Listenpreis die 45.000 EUR-Marke nicht überschreitet, wodurch höherpreisige Modelle außerhalb des Programms bleiben. Begünstigt werden sowohl Kauf als auch Leasing von rein elektrischen Pkw (BEV) sowie laut bisherigen Medienberichten auch von Plug-in-Hybriden. Parallel dazu soll die bestehende Kfz-Steuerbefreiung für vollelektrische Fahrzeuge verlängert werden, maximal jedoch für 10 Jahre und mit Horizont bis Ende 2035. Das Pendel schlägt also in Richtung der E-Auto-Hersteller und nötiger Zulieferer. Jetzt ist die Zeit für den Einstieg!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , Graphano Energy Ltd. | CA38867G2053 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    BYD – Ungebremst auf dem Weg nach Europa

    Die BYD-Aktie zeigt sich zum ersten Mal seit 5 Jahren mit einer negativen Jahres-Performance! Aber mit Erreichen der 10-EUR-Marke horchen nun auch Charttechniker auf! Denn langfristig zeigt sich hier eine starke Unterstützung. Operativ kann der chinesische Hersteller von großen Fortschritten berichten. Denn ab 2026 produziert man in Ungarn, damit dürfte sich die Geschwindigkeit der Ausbreitung auf dem europäischen Kontinent nochmals beschleunigen. Für die dort hergestellten Waren entfallen die von der EU verhängten 17,4 % Importzölle.
    Im laufenden Jahr hat BYD bereits die 1 % Marktanteilsschwelle in Europa überschritten und in 2026 wird sich die Zahl der Vertriebspunkte nochmals verdoppeln. Das Management hatte jüngst die erwartete Umsatzsteigerung in Europa per annum auf mehr als 20 % veranschlagt. Das ist eine Ansage! Nötig wäre ein gewisser Schub, der auch den Aktionären zugutekommt. Denn in 2025 hat die BYD-Aktie eine 40 %-ige Konsolidierung hinter sich gebracht. Mit einem aktuellen Kurs von 10,95 EUR liegt das KGV 2026e bei nur noch 11,1. BYD wächst als vertikal integrierter Konzern um ca. 12 % per annum und bedient aktuell die großen Massenmärkte im Mittelpreissegment. Analysten auf der Plattform LSEG sehen gut 40 % Potenzial und Asset Manager allokieren gerne die Verlierer des Vorjahres, wenn die Perspektive stimmt. Für Turnaround-Investoren sehr aussichtsreich!

    Graphano Energy - Fortschritte bei Exploration, Nachhaltigkeit und Technologie

    Einer der wichtigsten Rohstoffe für die Batterieproduktion ist natürliches Graphit. Weltweit gibt es nur wenige Lagerstätten mit reinem Material. Zu den Unternehmen, die in Kanada entsprechende Vorkommen erschließen und eine wachsende Projektpipeline vorweisen können, zählt Graphano Energy mit mehreren Explorationsgebieten in Québec. Der Konzern arbeitet daran, sich als stabiler Anbieter für Produktionsstätten von Batterien und stationären Speichersystemen zu etablieren, welche zunehmend auf regionale Versorgungssicherheit angewiesen sind. Im Zentrum der Aktivitäten steht das Projekt Lac Aux Bouleaux („LAB“), das unweit der Lac-des-Îles-Mine von Northern Graphite liegt, der derzeit einzigen Graphitförderstätte Kanadas. Eine bestehende Vereinbarung zur möglichen Mitnutzung der nahegelegenen Aufbereitungsanlage würde Graphano beim Übergang in die kommerzielle Phase potenziell entlasten und operative Vorteile verschaffen. Unterstützt wird dies durch steuerliche Programme Québecs, die wegen der nordamerikanischen Lieferketten-Bredouille gezielt kritische Rohstoffprojekte stimulieren. Das zweite Kernprojekt, die Standard Mine, befindet sich ebenfalls in fortgeschrittener Untersuchung und weist bereits definierte Ressourcenschätzungen sowie positive metallurgische Resultate auf. Noch im laufenden Jahr soll ein aktualisiertes Ressourcenmodell erscheinen, bevor 2026 eine Machbarkeitsstudie folgen soll. Da Nordamerika zusätzliche Produktionsstandorte benötigt, um die wachsende Wertschöpfungskette im Energiesektor zu bedienen, könnte Graphano mittelfristig eine wichtige Rolle einnehmen.

    Hinzu kommt die jüngst abgegrenzte Zone Black Pearl, deren Erstbohrungen oberflächennahe, hochgradige Graphitmineralisierung nachgewiesen haben, darunter Spitzengehalte von 11,33 % Cg über 8,61 Meter sowie 17,9 % Cg in mehreren Kanalproben. CEO Dr. Luisa Moreno betonte, dass die vorliegenden Daten das bisherige geologische Modell bestätigen und einen wichtigen Schritt in Richtung Ressourcenerweiterung darstellen. Das Black-Pearl-Gebiet umfasst 84 Claims über insgesamt 4.149 Hektar und bleibt abseits der bisherigen Bohrpunkte weitgehend offen. Zusammen mit der Standard Mine, deren bekannte Ressourcen derzeit 950.000 t mit 6,27 % Cg sowie 980.000 t mit 7,16 % Cg betragen, entsteht ein zusammenhängendes, großräumiges Explorationsgebiet mit strategischem Charakter.

    Die Aktien des Unternehmens (Kürzel: GEL) sind an Märkten in Kanada und Deutschland gelistet, täglich gibt es genug Umsatz für eine Positionierung. Trotz der frühen Projektphase und einer relativ kleinen Marktkapitalisierung sieht sich Graphano durch kontinuierliche Explorationsergebnisse und die Fortschritte mehrerer Projekte gut aufgestellt. Die Energiespeicherindustrie wartet auf weitere verwertbare Quellen. Der Kurs konsolidierte zuletzt im Bereich 0,17 bis 0,19 CAD. Einsammeln!

    Mercedes-Benz im Faktencheck - Marktdruck, Modellpolitik und Transformation

    Während Graphano also an der Basis zukünftiger Energiespeichersysteme arbeitet und sich innerhalb eines nordamerikanischen Rohstoffclusters positioniert, zeigt ein Blick nach Europa, wie unterschiedlich Unternehmen auf die strukturellen Veränderungen in der Mobilitätswelt reagieren. Ein Beispiel dafür ist der traditionsreiche deutsche Premium-Hersteller Mercedes-Benz, der derzeit mit einer Reihe operativer Herausforderungen konfrontiert ist.

    Denn auch nach 9 Monaten verzeichnete das Unternehmen immer noch deutliche Rückgänge: Die Erlöse sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ganze 8 % auf 98,5 Mrd. EUR, während das bereinigte operative Ergebnis sogar um 35 % auf 6,63 Mrd. EUR zurückging. Unter Berücksichtigung der laufenden Kosten für den Konzernumbau reduzierte sich der Nettogewinn sogar um die Hälfte auf 3,9 Mrd. EUR. Belastend wirkten vor allem ein ungünstiger Absatzmix in den Sparten Pkw und Transporter sowie schwächere Verkaufszahlen in wichtigen Regionen. Besonders im breit gefächerten Chinageschäft verlor Mercedes mit 125.100 Fahrzeugen fast 27 % seiner Verkaufsstärke aus dem Vorjahr. Immerhin: Das Hochpreis-Segment brillierte mit Zuwächsen im zweistelligen Bereich.

    Vorstandschef Ola Källenius bleibt optimistisch für das kommende Jahr und sieht Mercedes-Benz bereits in der Drehung. Die begehrenswerten, technologisch hochstehenden Modelle des Konzerns, werden schon bald wieder neue Abnehmerschichten erreichen, sagt er in einem Interview. Bewertungskennzahlen zeigen für 2026 ein Konsensus beim Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5,4 sowie eine Dividendenrendite von 7,8 %. In den letzten 3 Wochen hat sich der Aktienkurs von etwa 54 EUR auf immerhin 61 EUR erholt. Bis zum 2-Jahreshoch von rund 78 EUR ist es jetzt nicht mehr weit, auch wenn die Experten auf der Plattform LSEG weiter skeptisch bleiben.

    In den letzten 6 Monaten konnte die Aktie von Graphano Energy einen Zuwachs von fast 70 % erzielen. Während Mercedes-Benz nun anscheinend den Turnaround mit Plus 19 % erreicht hat, bleibt BYD mit der selbigen Verlustrate im Hintertreffen. Aber in 2026 werden die Karten bekanntlich neu gemischt. Quelle: LSEG vom 09.12.2025

    Der Automobil-Sektor spiegelt die Dynamik des technologischen Fortschritts bei Energiespeichern mit Verzögerung wider. Aktuell verzeichnet die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wieder kräftige Zuwächse. Der Trend sollte sich zu Jahresbeginn noch verstärken, denn verschiedene Länder wollen ihre Förderprogramme anpassen. Für Anleger dürfte das nächste Jahr interessant werden, da sich die Branche in einer Phase der Neuausrichtung befindet. Graphano Energy positioniert sich dabei weiterhin als wichtiger Zulieferer für moderne Batterie-Rohstoffe.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    • Batterietechnologie
    • Automotive
    • Energiewende
    • E-Mobilität
    • HighTech

    Nun ist es raus! Die Bundesregierung legt die E-Förderung neu auf. Bis zu 6.000 EUR können Gering- und Mittelverdiener für einen Stromer oder Hybrid als Umweltförderung beantragen. Das Jahreseinkommen darf bei Haushalten ohne Kinder 80.000 EUR nicht überschreiten, mit Kindern sind es 90.000 EUR. Reine E-Autos bezuschusst der Staat mit einer Basisförderung von 3.000 EUR. Was sich zunächst wie eine positive News anhört, fand an der Börse nur wenig Anklang. Im Gegenteil: Automobilaktien mündeten in eine 2- bis 3%ige Korrektur. Denn die Rechnung ist ein Null-Summen-Spiel. Der Automobilmarkt in Deutschland ist weiterhin von Verbrenner-Technologie dominiert. Wer nun zur E-Prämie greift, versüßt sich den Umstieg auf den Stromer durch eine Förderung. Gleichzeitig fehlt der Kauf eines neuen Verbrenners in der Vertriebsliste. Noch schlimmer: Deutsche Hersteller scheinen aktuell immer noch nicht konkurrenzfähig zu chinesischen Anbietern. Das heißt am Ende, dass ausländische Anbieter das Rennen machen werden. Anleger sollten daher genau nachrechnen, wo der private Hebel sitzen könnte!

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    Die Börse muss sich derzeit mit allen Wetterlagen zurechtfinden. Da ist zunächst ein sehr trockener und kalter Winter, der vor allem der Ukraine im Krieg zu schaffen macht. Zu allem Überfluss auch noch der umtriebige US-Präsident Donald Trump, der auf einmal Besitz-Ansprüche auf Grönland erhebt. Höchstwahrscheinlich geht es ihm nur um die Sicherung durch Gesamt-NATO, deshalb der Druck über die neuerlichen Zölle. Die EU wird auch für Grönland einen gewaltigen Sicherheitsbeitrag leisten müssen. Gefühlt läuft die Kriegsmaschinerie auf 300 %. Wie die Staaten das alles finanzieren wollen, ist mehr als fraglich, denn die Steuern geben das nicht mehr her, wenn man die Ökonomien nicht abwürgen möchte. In diesem Umfeld müssten die Kapitalmarktzinsen eigentlich explodieren, Trump verlangt aber vehement Zinssenkungen. Wir suchen nach attraktiven Chancen in einem schwierigen Umfeld.

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