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17.11.2020 | 05:20

BYD, Upco International, Moderna: setzen Sie auf die Gewinner!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Wer gewinnt das Rennen um den schnellsten und besten Impfstoff gegen das Corona-Virus? Nach den ersten Testergebnissen zeichnen sich bestimmte Tendenzen ab. Klar ist, dass gerade jetzt nachrichtengetrieben große Schwankungen und dadurch hohe Kursgewinne möglich sind. Der Gesamtbörse scheint ist dies egal. Ihr scheint zu reichen, dass demnächst überhaupt ein Impfstoff zur Verfügung steht. Der Weg geht nach kurzer Korrektur wieder gen Süden. Charttechnisch könnte der Markt nächstes Jahr deutlich höhere Kurse sehen.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Feulner

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Aktie nimmt Fuß vom Gas

Etwas konsolidieren musste der chinesische Elektroautobauer BYD. Nachdem vergangene Woche Höchstkurse bei knapp 22,00 EUR verbucht werden konnten, korrigierte die Aktie teilweise auf 17,00 EUR. In diesem Bereich verläuft auch der seit August ausgebildete Aufwärtstrend. Die Fundamentaldaten stimmen bei der „Build your dream“ -Aktie jedoch weiterhin. Neben der überraschend starken Nachfrage nach dem neuen Modell Han wurde gestern eine weitere zukunftsträchtige Partnerschaft verkündet.

So präsentierten Didi Chuxing, das größte Ride Hailing-Unternehmen in China, und BYD das erste maßgeschneiderte Ride Hailing Fahrzeug der Welt. Beim Ride Hailing bucht man die Fahrt spontan per App. Das hat den Vorteil, dass wichtige Informationen zur Buchung, wie die Position des Fahrers und seine Ankunftszeit, in Echtzeit angezeigt werden können. D1, so der Name des neuen Autos, sei für die 550 Mio. Passagiere und mehr als 10 Mio. Fahrer auf Didis Transportplattform ausgelegt. Bis 2025 sollen auf der Plattform von Didi mehr als 1 Mio. solcher Fahrgemeinschaftsautos verfügbar sein.

Am digitalen Puls der Zeit

Laut Statista wird erwartet, dass im Jahr 2020 das weltweite Transaktionsvolumen im Bereich der mobilen Point-of-Sale-Zahlungen etwa 1,5 Bio. USD erreichen und bis 2024 auf über 4,15 Bio. USD ansteigen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 29,4% entspricht. An diesem Wachstum will das kanadische Unternehmen Upco International ein ordentliches Stück vom Kuchen abhaben. Mit dem Launch der Betaphase von UpcoPay in der vergangenen Woche kommt man dem Ziel einen entscheidenden Schritt näher.

Zunächst soll Upco Pay als innovative, hochsichere, da auf einer Blockchain basierenden Direktzahlungsmethode zwischen Personen oder Personen und Händler dienen. Aufbauend darauf, nach der Implementierung einer e-Wallet ist es unter anderem möglich, Geld aufzuladen, Zahlungen abzuwickeln oder auch Devisen zu transferieren, ohne dass man ein Konto einrichten oder sensible Bankdaten eingeben muss. Ab 2021 sollen dann Upco-Benutzer in Europa UpcoPay nutzen können, um Geld einfach, sicher und ohne die Verwendung einer Kredit- oder Debitkarte zu senden und zu empfangen. Dieser Service wird im Laufe der Zeit auf andere Bereiche wie Handel und Gastronomie ausgeweitet werden.

Starke Partner

Für diese offene Bankenplattform für B2B, B2C aber auch C2C Geschäfte wird Token.io genutzt. Diese Plattform hat bereits bestehende Anbindungen mit 6.000 Banken allein in Europa. Dadurch brauchen für die angeschlossenen Unternehmen und Endkunden keine neuen Konten eröffnet werden, Transaktionen können sofort bestätigt werden und die Gebühren für die Händler fallen dadurch um über 50% niedriger aus. Damit liegt man deutlich niedriger als Konkurrenten wie Paypal oder den bekannten Kreditkartenanbieter VISA oder Mastercard.

Geschäftsbereiche bieten Synergien

Neben dem oben genannten Bereich Digital Services bietet Upco International in der Sparte Wholesale Telecom auch den klassischen Telekommunikationsgroßhandel an. Hierbei werden bessere Vertragsbedingungen mit den internationalen Telekommunikationsanbietern durch Poolen vieler kleinerer Kunden beim grenzüberschreitenden Telefonverkehr erreicht. Diese Kunden können dann jederzeit den Bereich Digital Services nutzen.

Dadurch wird ein starkes organisches Wachstum erreicht. Durch eine komplette Neuausrichtung und dem Austausch des Managements Anfang des Jahres ist das in Vancouver und New York City niedergelassene Unternehmen bestens aufgestellt, die digitale Transformation mit zu gestalten. Der aktuelle Börsenwert von 4 Mio. CAD spiegelt die rasante Entwicklung des Unternehmens nicht im Geringsten wider.

BioNTech in der Pole Position

Geht man nach der Formel 1, hat BioNTech das freie Training gewonnen. Nachdem die Mainzer bereits vergangene Woche die erfolgreichen Daten aus der zulassungsrelevanten klinischen Studie der Phase 3 für ihren Impfstoffkandidaten BNT162b2 bekanntgaben, und das potentielle Vakzin sieben Tage nach der zweiten Dosis eine Wirksamkeitsrate von mehr als 90% erzielte, geht man davon aus, dass man bereits Ende November eine Notfallzulassung in den USA beantragen kann. Nach dieser können Personen, die dem Coronavirus berufsbedingt besonders stark ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Pfleger und Ärzte, geimpft werden.

CureVac ist cool

Einen bedeutenden Haken an BioNTechs Zauberformel gibt es dann doch. So benötigt der Impfstoff bei Transport und Logistik Berichten arktische Temperaturen von minus 70 Grad, um seine Wirksamkeit zu sichern. Lediglich einen Tag sei der Stoff im Kühlschrank haltbar. Dieses Problem hat der Konkurrent aus Tübingen eliminiert. Der eigene Covid-19-Impfstoff-Kandidat bleibe auch bei +5°C mindestens drei Monate stabil, teilte CureVac am Donnerstagmittag nach der Auswertung interner Testergebnisse mit. Damit könnte der Impfstoff bei Kühlschrank-Temperatur transportiert und eingelagert werden.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Zeit eher gegen CureVac spielt. So wollen die Tübinger erst im laufenden vierten Quartal mit einem groß angelegten Test der Phase IIb/III beginnen. Die Markteinführung kann deswegen frühestens Mitte 2021 stattfinden. Zudem ist man immer noch auf der Suche nach einem starken Partner.

Touchdown Moderna

Zwar eine Woche später als der deutsche Konkurrent, jedoch mit einem deutlichen Ausrufezeichen, flimmerten die Ergebnisse von Moderna gestern über die Schirme. Das Präparat des US-Konzerns hat offenbar eine Wirksamkeit von mehr als 94% – und gegenüber dem Impfstoff von BioNTech zusätzlich einen entscheidenden Vorteil. So verlautete aus der Firmenzentrale der US-Amerikaner, dass eine Aufbewahrung seines Impfstoffes 30 Tage lang möglich sei, viel länger als die zuvor geschätzten sieben Tage. Für eine längerfristige Lagerung kann es in Gefrierschränken verstaut werden, allerdings sind nicht die von Pfizer aufgerufenen -70°C nötig. Vorteil Moderna!


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Blockchain – Die Blockchain ist eine Datenbank-Technologie und basiert auf einem kryptographischen Verfahren.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Gold hat den Ausbruch nicht geschafft - vorerst. Durch die Entscheidung der Amerikaner pro Joe Biden sowie die sehr erfolgreichen Entwicklungen hinsichtlich eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus ging das gelbe Edelmetall erst einmal auf Talfahrt. Die Korrektur kann durchaus noch ein Stück weitergehen. Allerdings waren diese Rücksetzer in der Vergangenheit lukrative, antizyklische Einstiegschancen. Deswegen sollte man die Zeit jetzt nutzen, genauer auf aussichtsreiche Goldminen zu schauen.

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Kommentar von Stefan Feulner vom 20.11.2020 | 05:10

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Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit den Neuigkeiten im Wettlauf gegen die Corona-Pandemie. Die ersten Auslieferungen des Impfstoffes sollen laut BioNTech, als auch dem US- Konkurrenten Moderna bereits Ende diesen beziehungsweise Anfang nächsten Jahres erfolgen. Ein erster Schritt in die Normalität, auch wenn der BioNTech- Chef Ugur Sahin mit einem normalen, gesellschaftlichen Leben frühestens Ende 2021 rechnet. Dann dürften, sollte alles glatt verlaufen, arg gebeutelte Branchen eine nie dagewesene Renaissance erleben und deren Aktienkurse förmlich abheben.

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Kommentar von Nico Popp vom 18.11.2020 | 06:05

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Erfolgreiche Unternehmen machen die Dinge oftmals anders, als die Konkurrenz. Manchmal dauert es eine Weile, bis ein Ansatz, der am Anfang noch belächelt wird, erst Zustimmung erhält und dann kopiert wird. Beispielsweise hat sich SIXT schon früh als Mobilitätsdienstleister verstanden. Der Autovermieter agiert in vielen Bereichen und bietet auch Leasing und Gebrauchtwagen an. Zwar ist das Geschäft an den Flughäfen weitgehend zum Erliegen gekommen, doch gilt SIXT zu Recht als flexibel genug, um neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Beispielsweise hat das Unternehmen nach Ausbruch der Pandemie seinen Fuhrpark drastisch reduziert. Auch in Zukunft investiert SIXT in digitale Geschäftsmodelle, wie etwa ein monatlich kündbares Auto-Abo. Dieser Ansatz führt dazu, dass die Aktie nach einem Einbruch im März inzwischen wieder vergleichsweise gut dasteht. Das Unternehmen ist kein Krisengewinner, aber Zukunft hat es trotzdem.

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