Menü

Aktuelle Interviews

Stefan Kempf, Vorstand, aifinyo AG

Stefan Kempf
Vorstand | aifinyo AG
Tiergartenstraße 8, 01219 Dresden (D)

ir@aifinyo.de

+49 351 896 933 10

Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-Fintechs aifinyo AG


Dirk Graszt, CEO, Clean Logistics SE

Dirk Graszt
CEO | Clean Logistics SE
Trettaustr.32, 21107 Hamburg (DE)

info@cleanlogistics.de

+49-4171-6791300

Interview Clean Logistics: Wasserstoff-Kampfansage an Daimler + Co.


Hans Hinkel, CEO/COO, BioTec CCI AG

Hans Hinkel
CEO/COO | BioTec CCI AG
Königsallee 6, 40212 Düsseldorf (D)

ir@biotec-cci.de

+49 211 540 666 51

BioTec CCI: „BioNTech zeigt, was bei vorbörslichen Beteiligungen möglich sein kann.“


24.03.2021 | 05:10

CureVac, Scottie Resources, Newmont – Ist das Geldsystem am Ende?

  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Es braut sich ein gefährliches Gemisch an den internationalen Finanzmärkten zusammen. Mit der Verabschiedung des neuen 1,9 Bio. USD schweren US-Konjunkturpakets, dessen Geld vorrangig für die Ankurbelung des Konsums verwendet werden soll, steigen die Inflationserwartungen. Die US-Notenbank Fed rechnet 2021 im Schnitt mit 2,4 Prozent. Trotzdem will die Fed ihren, in der Corona-Krise noch beschleunigten, Weg der lockeren Geldpolitik bis mindestens 2023 fortsetzen. Damit verstößt Fed-Chairman Powell gegen das Grundprinzip der Notenbanken, präventiv gegen Inflation vorzugehen. Es droht eine Geldentwertung historischen Ausmaßes.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA81012R1064 , US6515871076 , NL0015436031

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


 

Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor


Gold als Profiteur

Steigende Inflation bei einem weiterhin stabilen Zinsniveau von null Prozent. Hat sich die Federal Reserve verzockt? Wenn ja, gibt es einen langfristigen Gewinner: Gold. Bis zum August 2020, als der Preis des Edelmetalls auf über 2.060 USD je Feinunze stieg, war es der sichere Hafen und die Angst vor einem längeren Wirtschaftsabschwung aufgrund der Corona-Pandemie. Danach kam die Korrektur, getrieben von Hoffnungen auf ein baldiges Ende durch Erfolge bei der Impfstoffentwicklung. Als auch noch Donald Trump von Heilsbringer Joe Biden beerbt wurde, der übrigens in der vergangenen Woche den russischen Präsidenten Putin als „Killer“ bezeichnete, schien alles wieder in geordnete Bahnen zu laufen.

Der Goldpreis fiel bis März 2021 auf sein Acht-Monats-Tief bei 1.676,00 USD, ehe er aktuell wieder etwas erholt über der markanten Unterstützungszone bei 1.700 USD notiert. In den vergangenen Monaten warfen sowohl private als auch institutionelle Anleger Ihre ETF-Bestände aus Ihren Depots. So liegen diese bereits jetzt wieder auf vor-Corona-Niveau. Auffällig ist auch die Entwicklung, dass sich die Goldkäufe der Zentralbanken im Vergleich zum Vorjahr um 60% reduzierten.

Lage kurzfristig angespannt

Kurzfristig ist also beim Kauf des gelben Edelmetalls noch Vorsicht geboten, obwohl die Regel, immer als Sicherheit etwas Gold liegen zu haben, weiterhin gilt. Deswegen ist ein kurzfristiges Abtauchen unter das März-Tief und ein möglicher Shake-out durchaus möglich. Langfristig ist Gold jedoch nicht nur ein sicherer Hafen, der bei Krisen Sicherheit bietet, sondern ebenso ein Kapital- und Inflationsschutz. Neben dem Investment in den Goldpreis bieten sich vor allem Aktien der Goldminenproduzenten und Minenexplorer an. Sowohl die Branchenriesen Barrick Gold als auch Newmont konnten in den vergangenen Wochen hervorragende Zahlen liefern und stehen aufgrund der starken Entwicklung des vergangenen Jahres fundamental so gut da wie lange nicht.

Newmont erhöhte nach herausragenden Zahlen die Quartalsdividende allein für das vierte Quartal 2020 um 38% auf nunmehr 0,55 USD. Das Gesamtjahr 2020, dass unter der Corona-Krise litt, war trotz verminderter Produktion von 6% ein absolutes Rekordjahr. Hier lag der Nettogewinn insgesamt bei 2,14 Mrd. USD oder 2,66 USD pro Aktie. Mit 5,5 Mrd. USD an Cash und 8,5 Mrd. USD an freier Liquidität sitzt das Unternehmen auf einem Berg voll Cash und kann durch Akquisitionen in schwächeren Marktphasen sein Portfolio flexibel erweitern.

Gewinner aus der zweiten Reihe

Sollte es zu einem von uns längeren Aufschwung des Goldmarktes kommen, performen meist Unternehmen aus der zweiten Reihe deutlich stärker. Deshalb ist als spekulative Depotbeimischung ein Investment in einen Goldminenexplorer durchaus erfolgversprechend. Die Aktie von Scottie Resources hat die laufende Korrektur mehr als getroffen und notiert knapp über ihrem Vorkrisen-Niveau bei 0,20 CAD. In diesem Bereich liegt auch eine starke Unterstützungszone. Aus fundamentaler Sicht bieten sich beim Minenexplorer interessante Einstiegschancen. So liegen die Projekte von Scottie in hervorragender Lage im bekannten „goldenen Dreieck“ nahe des Summit Lake in British Columbia. Das Goldene Dreieck in British Columbia ist eines der produktivsten Mineralisierungsgebiete der Welt und weltbekannt für seine prallen Vorkommen. Insgesamt besitzen die Kanadier dort mehr als 25.000 Hektar. Zu den Claims gehört eine 100%-Beteiligung an der hochgradigen, ehemals produzierenden Goldmine Scottie und dem Grundstücken Bow das nur 2 Kilometer nordöstlich von der Scottie-Mine entfernt liegt.

Gute Entwicklung

Auf Bow konnten bereits Ende des vergangenen Jahres hervorragende Untersuchungsergebnisse für die Blueberry-Zone erzielt werden. Dadurch sollen in diesem Gebiet, dass direkt an einer Straße liegt, die Bohrungen aggressiv fortgesetzt werden, um das volle Ausmaß dieses bemerkenswert großen und hochgradigen Systems zu ermitteln. Auch aus der Scottie-Mine kamen im vergangenen Monat erfreuliche Ergebnisse zu Tage. Unter anderem brachte der Bohrkern 12,6 Gramm Gold und 4,4 Gramm Silber über rund fünf Meter zum Vorschein. Mit einem Cash-Polster von zirka 3,5 Mio. CAD will Scottie ab dem dritten Quartal auch hier weitere Bohrungen unternehmen. Langfristig ein aussichtsreiches Unternehmen bei einer bevorstehenden Aufwärtsbewegung des Goldpreises.

Aus dem Hintergrund

Während man fast täglich von AstraZeneca oder BioNTech in den Medien lesen kann, arbeitet der nächste Impfstoffkandidat CureVac eher aus dem Hintergrund. Nun ist zu hören, dass die Tübinger wegen der schnellen Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten ihre zulassungsrelevante klinische Studie erweitern. CureVac bekräftigte, die Marktzulassung im zweiten Quartal 2021 beantragen zu wollen. Mit einer Zulassung rechnet das Unternehmen bis Ende Juni. Die Aktie notiert im Moment bei rund 80,00 EUR und hängt hier an der markanten Widerstandszone. Bei einem nachhaltigen Überwinden wäre das nächste Kursziel das Jahreshoch bei 109,50 EUR.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Stefan Feulner vom 12.10.2021 | 05:10

LVMH, Diamcor, Porsche – Die Nachfrage schießt hoch

  • Sachwerte
  • Inflation

„Ich habe keinen Mann so gehasst, dass ich ihm seine Diamanten zurückgegeben hätte“, soll Zsa Zsa Gabor einmal geäußert haben. Dabei war der Filmstar nicht weniger als achtmal verheiratet. Die Nachfrage nach den Edelsteinen steigt, nicht nur wegen mehr geschlossener Ehen, sondern auch wegen der Angst vor Inflation und Geldentwertung. Einen zunehmenden Bedarf verspürt die Diamanten-Industrie vor allem aus der arabischen Welt sowie der neu erstarkten chinesischen Mittelschicht und aus Indien.

Zum Kommentar

Kommentar von Stefan Feulner vom 15.09.2021 | 05:10

Steinhoff, Sierra Grande Minerals, Barrick Gold – In die Karten gespielt

  • Inflation
  • Gold

Die neuesten Inflationsdaten in der größten Volkswirtschaft der Welt, den USA, spielen der Strategie der Notenbank in die Karten. Nach 5,4% im Vormonat schwächte sich die Teuerungsrate im August moderat auf 5,3% ab und brach somit erstmals den seit Monaten ansteigenden Trend. Damit fühlt sich die FED, die den Hype in der Inflationskurve aufgrund der Erholung nach der Corona-Krise als vorübergehend ansieht, bestätigt und setzt die ultralockere Geldpolitik mit Anleihekäufen in Höhe von 120 Mrd. USD pro Monat zu Gunsten des Wachstums weiter fort.

Zum Kommentar

Kommentar von Stefan Feulner vom 26.08.2021 | 05:10

Nanorepro, Aztec Minerals, Xiaomi - Die Spannung steigt

  • FED
  • Inflation
  • Gold

Am Freitag steigt das US-Notenbank-Symposium in Jackson Hole. Die starke Erholung der Wirtschaft nach den Corona-Lockdowns und die kräftig anziehende Inflation deuteten auf ein Ende der unbegrenzten Anleihekäufe und erste Zinserhöhungen hin. Doch Fed-Chairman Jerome Powell sieht den Anstieg nur als vorübergehend an und dürfte dabei wohl recht behalten. Steigende Infektionszahlen aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante machen dem weiteren Wirtschaftswachstum einen Strich durch die Rechnung. Somit dürften sowohl Jackson Hole als auch die kommende FED-Sitzung ein Non-Event werden.

Zum Kommentar