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14.07.2025 | 06:00

Zentralbank-Goldrausch nutzen: Barrick Minings Förderung, Dryden Golds Exploration und Zinssorgen der Deutschen Bank

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Bildquelle: pixabay.com

Gold glänzt wieder als strategischer Anker in turbulenten Zeiten. Globale Zentralbanken, insbesondere Schwellenländer, bauen ihre Reserven getrieben von geopolitischen Risiken, Währungsdiversifizierung und Inflationssorgen massiv aus. Parallel senken Notenbanken wie die EZB die Zinsen, was Banken einerseits günstigere Refinanzierung bietet, andererseits Margen drückt und Kreditrisiken erhöht. Diese dynamische Mischung aus Goldrausch, geldpolitischer Wende und Preisauftrieb zwingt Finanzakteure zum strategischen Umdenken. Wir sehen uns mit Barrick Mining und Dryden Gold zwei Goldunternehmen an und analysieren die aktuellen Aussichten der Deutschen Bank.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , DRYDEN GOLD CORP | CA26245V1013 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining - starker Rückenwind trotz Mali-Wolke

    Der Konflikt zwischen Barrick Mining und der malischen Regierung bleibt eine erhebliche Belastung. Seit Juni steht die wichtige Loulo-Gounkoto-Mine, die für ca. 10 % der Produktion verantwortlich war, unter Zwangsverwaltung. Jüngst transportierte ein Militärhubschrauber Gold im Wert von rund 100 Mio. USD ab. Angeblich zur Finanzierung des Betriebs, den die malische Behörde gegen Barricks Willen wieder aufgenommen hat. CEO Bristow hält dies für illegitim und warnt vor Langzeitschäden. Die Produktion liegt seit Januar still, während ein internationales Schiedsverfahren läuft. Diese Unsicherheit lastet weiter auf dem Unternehmen.

    Trotz der Mali-Herausforderungen zeigt Barrick andernorts Stärke. Im Kongo treibt die Kibali-Mine die Exploration im vielversprechenden ARK-KCD-Korridor voran, was die Lebensdauer verlängern könnte. Sie ist ein Vorzeigeprojekt für lokale Wertschöpfung und Ökologie mit 85 % erneuerbarer Energie. In Tansania feiert die „Twiga“-Partnerschaft mit der Regierung ihr fünftes Jahr. Sie hat bereits fast 5 Mrd. USD in die lokale Wirtschaft gespült. Und in Sambia schreitet der milliardenschwere Ausbau der Kupfermine Lumwana planmäßig voran, der deren Produktion verdoppeln soll. Hier läuft es rund.

    Barrick überzeugt weiterhin mit soliden Fundamentaldaten. Das Unternehmen operiert effizient mit hohen Margen und einer robusten Bilanz mit geringen Nettoschulden. Das Management rationalisiert das Portfolio strategisch, beispielsweise durch den Verkauf von Donlin, und setzt auf erstklassige Projekte wie das riesige Kupfer-Gold-Vorhaben Reko Diq. Bewertungstechnisch erscheint Barrick attraktiv: Ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 11,6x und ein extrem niedriges Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 0,34x deuten auf ein unterbewertetes Unternehmen hin, das profitabel wächst – selbst wenn Mali aktuell ein Schatten bleibt. Die Aktie konnte trotz Mali zuletzt zulegen und notiert derzeit bei 21,22 USD.

    Dryden Gold - mehr als nur Bohrlöcher im Boden

    In Ontarios etabliertem Goldgürtel setzt Dryden Gold seinen Fokus auf ein großes, konsolidiertes Landpaket von über 700 km² rund um Dryden mit hochgradigen Goldstrukturen. Besonders das Gold Rock Camp Projekt sticht hervor, wo historische und aktuelle Bohrungen außergewöhnliche Goldgehalte, teils bis 53.700 g/t, in oberflächennahen, clusterartigen Zonen belegen. Doch was Dryden wirklich von anderen unterscheidet, ist die Lage: bestehende Straßen, Strom und eine erfahrene lokale Belegschaft halten die Bohrkosten mit rund 250 CAD pro m deutlich unter Branchenschnitt und ermöglichen ganzjährige Exploration.

    Derzeit läuft ein datengestütztes Bohrprogramm mit geplanten 15.000 m, das bereits spektakuläre Resultate liefert. Im Mai wurde 80 m von der Hauptzone Jubilee entfernt, in der neu entdeckten Hanging Wall Zone in Bohrloch KW-25-003, Goldgehalte von 301,67 g/t über 3,9 m entdeckt. Oberflächenproben bestätigen eine Verlängerung des mineralisierten Trends um 2 km. Am 19. Juni wurden in den Zielgebieten Laurentian and Pearl ebenfalls hochgradige Funde mit bis zu 28,6 g/t respektive 25,8 g/t gemeldet. Für die beiden jüngsten Bohrlöcher liegen noch keine genauen Analysedaten vor, aber das Unternehmen konnte vermelden, dass in den Bohrkernen sichtbares Gold gefunden wurde. Am Ende des voll finanzierten Bohrprogramms will das Unternehmen das gesamte Ausmaß der Liegenschaften verstanden haben.

    Dryden verfolgt einen iterativen Explorationsstil. Feldprogramme und Bohrresultate werden laufend analysiert, um Zielgebiete dynamisch anzupassen, sowohl im bekannten Gold Rock Camp als auch in neuen Tiefen und regionalen Zielen wie Hyndman, Dieser flexible, datengesteuerte Ansatz kombiniert mit operativer Effizienz und einem bergbaufreundlichen Umfeld bildet das Fundament für mögliche Wertzuwächse. Das Unternehmen wird von Profis gelenkt, die mehrfach bewiesen haben, wie man Explorationsfirmen erfolgreich aufbaut und verkauft. Namhafte Branchengrößen wie Centerra Gold und Alamos Gold im Aktionärskreis unterstreichen das Vertrauen in das Projekt und die Strategie. Management und Insider halten selbst substanzielle Anteile, was immer positiv zu werten ist. Die Aktie notiert aktuell bei 0,215 CAD.

    Deutsche Bank -zwischen Zinsdruck und neuer Stärke

    Die sinkenden Leitzinsen belasten die Deutsche Bank spürbar, besonders im Privat- und Firmenkundengeschäft. Im laufenden Jahr büßte sie bereits rund 4 % ihres Nettozinsertrags ein, hauptsächlich wegen schmalerer Margen auf Einlagen und Kredite. Während das klassische Zinsgeschäft leidet, zeigen sich andere Bereiche robuster. Investmentbanking und Asset Management profitieren von stabilen Provisionserlösen. Die Bank federt den Zinsdruck teilweise durch höhere Einlagenvolumen ab, aber die Normalisierung setzt die traditionellen Ertragspfeiler klar unter Stress.

    Trotz des Gegenwinds bei den Zinseinnahmen meldete die Bank kürzlich den höchsten Quartalsgewinn seit 14 Jahren. Der Schlüssel liegt in ihrer breiteren Aufstellung. Starke Handelsergebnisse im Investmentbanking durch Marktvolatilität sowie solides Asset Management kompensierten die Schwächen. Parallel optimiert konsequentes Kostenmanagement die operative Basis. Die Kosten-Ertrags-Quote liegt bereits unter 65 %. Zudem mildert aktives Zinsmanagement via Hedging die Schwankungen ab. Diese Mischung aus Diversifizierung und Disziplin stützt die angestrebte Eigenkapitalrendite von über 10 %.

    Allerdings bleiben strukturelle Baustellen. Das regulatorische Risiko und das nachhaltige Vertrauen der Märkte sind weiterhin kritische Themen. Intern arbeitet die Bank daran, ihre Effizienzziele vollständig umzusetzen und Wachstumsfelder zu erschließen. Jüngst wurde etwa das Wealth Management in Deutschland neu organisiert, um Führung zu straffen und Marktanteile auszubauen. Für Investoren bleibt die Frage, ob die Bank ihre operative Stärke in dauerhafte Glaubwürdigkeit übersetzen kann. Die Ambitionen sind da, die Bewährungsprobe läuft. Ein Anteilsschein kostet momentan 25,38 EUR.


    Der Goldrausch der Zentralbanken befeuert die Nachfrage, doch die Akteure müssen unterschiedliche Herausforderungen meistern. Barrick Mining stemmt sich trotz operativer Stärke und attraktiver Bewertung gegen den lähmenden Mali-Konflikt. Dryden Gold punktet mit kosteneffizienter Exploration in etablierten Revieren und zielstrebiger Suche nach hochgradigen Lagerstätten. Die Deutsche Bank kämpft bei sinkenden Zinsen um Margen, fängt dies aber durch Diversifizierung und Kostenkontrolle teilweise auf. Während Minen und Explorer vom Goldpreis-Rückenwind profitieren, muss die Finanzbranche ihre Ertragskraft in der neuen Zins Ära neu beweisen – Gold bleibt ein strategischer Krisenanker.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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