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24.04.2025 | 06:00

Deutschland AG als letzte Hoffnung? Volkswagen, Bayer, Globex Mining

  • Rohstoffe
  • Kritische Metalle
  • Industrie
Bildquelle: pexels.com

Deutschlands Wirtschaft steht vor dem dritten Schrumpf-Jahr in Folge. Die Autoindustrie kämpft mit der Konkurrenz aus China und Bayer hadert mit vergangenen Zukäufen, künftigen Zöllen und anderen Herausforderungen. Jetzt sollen Aktionäre bei Bayer gar neues Kapital nachschießen. Dass die deutsche Industrie gemeinsam mit der Politik langfristige Lösungen sucht? Fehlanzeige! Die Zeiten der Deutschland AG scheinen vorbei. Wie Investoren in dieser Gemengelage Chancen wahrnehmen können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

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Inhaltsverzeichnis:


    Deutschland AG: Bewährtes Konzept für Wohlstand für alle

    Von der ehemals stolzen Deutschland AG ist heute wenig übriggeblieben. Zwischen den 1970er und 1990er Jahren zogen die deutschen Banken gemeinsam mit der Industrie die Strippen. Zwischen Unternehmen bestanden wechselseitige Beteiligungen und man traf sich auch sektorübergreifend in Aufsichtsräten. Allein Vertreter der Deutschen Bank saßen im Jahr 1988 in 400 Kontrollgremien. Neben Alfred Herrhausen tat sich in diesem Zusammenhang vor allem Hermann Josef Abs hervor, der in über zwanzig Aufsichtsräten aktiv war. Wegen Abs wurde gar eine Obergrenze für Mandate eingeführt. Zwar musste die Deutschland AG schon damals mit dem Vorwurf der Kungelei leben, doch sorgte diese Form der Zusammenarbeit auch für langfristige Strategien und schottete die deutsche Industrie vor ausländischem Einfluss ab.

    Auch wenn die damalige Deutschland AG seit Beginn der Globalisierung und dem Fokus auf Shareholder-Value in den späten 1990er Jahren nicht mehr existiert, muss die Frage erlaubt sein, ob eine engere Kooperation zwischen deutschen Unternehmen, möglicherweise unter Federführung der Politik, aktuell nicht erneut angebracht wäre. Die deutsche Autoindustrie kämpft mit schwindenden Margen und sinkenden Marktanteilen in Asien. Die Energiewende macht eine tiefgreifende Transformation nötig. Die Sicherheitswende erfordert Investitionen und die Umwidmung ehemaliger Werke. Facharbeiter sind aktuell womöglich in darbenden Branchen gebunden und wären anderswo produktiver beschäftigt.

    Versorgung mit Rohstoffen für Deutschland kritisch

    Zwar stemmen sich Unternehmen wie Volkswagen gegen den Trend und setzen bei der Entwicklung neuer Modelle und Strategien auf das in Fernost erworbene „China-Tempo“, doch kämpfen Unternehmen aktuell noch immer für sich. Mercedes-Benz, BMW, Porsche und Volkswagen sind noch immer eher Konkurrenten, als Leidensgenossen. Auch die Krise bei Bayer, das noch immer unter der überteuerten Monsanto-Übernahme, sowie dem Glyphosat-Skandal leidet, sollen jetzt Aktionäre regeln und neues Kapital nachschießen. Die Pläne der künftigen Bundesregierung für niedrigere Energiekosten sollten angesichts der Herausforderungen nur ein Anfang sein. Weitere Schritte sind nötig. Eine Form des Staatskapitalismus, bei dem der Bund Märkte schützt und für ganze Lieferketten verlässliche Rahmenbedingungen schafft, liegt aber in weiter Ferne.

    Eine der Sollbruchstellen für die deutsche Industrie ist seit vielen Jahren die Versorgung mit Rohstoffen. Da die Förderung von Metallen in Europa aufgrund konsequenter Auflagen und dem umfassenden Schutz individueller Rechte herausfordernd ist, müssen deutsche Konzerne Rohstoffe importieren. Spätestens seit Donald Trumps Amtszeit spaltet sich die Welt allerdings in mehrere Lager – Europa scheint in dieser Konkurrenzsituation die schlechtesten Karten zu haben. Grund genug, sich frühzeitig an aussichtsreichen Projekten zu beteiligen.

    Globex Mining bündelt 250 Rohstoff-Projekte

    Das Rohstoff-Konglomerat Globex Mining ist in seiner Ausrichtung einzigartig. Statt selbst umfangreiche Explorationsarbeiten durchzuführen, erwirbt das Unternehmen vielversprechende Liegenschaften, entwickelt sie bis zu einem bestimmten Punkt weiter und vergibt anschließend Optionen oder Lizenzvereinbarungen an andere Unternehmen. Diese Partner führen dann die weitere Exploration oder Entwicklung durch, während Globex von Lizenzgebühren (Royalties) und Beteiligungen profitiert. Globex Mining hat rund 250 Projekte im Portfolio, mit dabei Liegenschaften mit Schwerpunkten auf Gold, Silber, aber auch Kupfer, Zink, Nickel, Kobalt, Lithium, Vanadium oder Seltene Erden.

    Da Globex Mining ausschließlich in Nordamerika investiert, bietet das Unternehmen einen unvergleichlichen Zugang zu Bodenschätzen in sicheren Rechtsräumen. Auch Synergien sind zwischen Unternehmen im Globex-Netzwerk denkbar – ganz im Stile der damaligen Deutschland AG. Seit dem vergangenen Oktober hat die Aktie von Globex Mining bereits rund 50 % zugelegt. Titel wie Volkswagen (+1,2 %) und Bayer (-14,3 %) können da nicht mithalten. Die Aktie von Globex Mining ist vor allem für Anleger interessant, die sich an aussichtsreichen Rohstoff-Projekten bereits in der Frühphase beteiligen wollen und gleichzeitig Wert auf einen hohen Grad an Diversifikation legen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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